Angeln in Frankreich, Paris, Seine

Angeln in Frankreich



In Frankreich gibt es zahlreiche Flüsse und Seen mit teils hoher Wasserqualität, atemberaubender Natur und tollen Angelmöglichkeiten, wie Bäche in der Auvergne oder in den Pyrenäen, große Stauseen und breite Flüsse. Aber auch die zahlreichen Küstengewässer an Mittelmeer und Atlantik laden zum Meeresangeln ein. Somit bietet Frankreich für Angler viele tolle Möglichkeiten. In diesem Beitrag bekommst Du wichtige Infos zu den rechtlichen Vorraussetzungen, Angelscheinen, Revieren und Zielfischen beim Angeln in Frankreich.

Angeln in Frankreich: rechtliche Voraussetzungen

Betrachtet man die rechtlich Situation, so muss man in Frankreich ganz klar zwischen den Binnengewässern und dem Angeln im Meer unterscheiden. Zum Angeln im Meer wird nämlich kein Angelschein benötigt, während für das Angeln in den Binnengewässern ein Angelschein erforderlich ist. Denn auch in Frankreich wird das Schwarzangeln verfolgt und es drohen empfindliche Strafen. Wer also keinen Angelschein lösen will, sollte sein Glück an den vielen Küstengewässern Frankreichs probieren. Grundsätzlich dürfen Angler in Frankreich nur für die eigen Versorgung mit Fisch angeln und der Verkauf der gefangenen Fisch ist wie in Deutschland auch verboten.

  • Angeln an der Küste: Auch wenn an der Küste kein Angelschein benötigt wird, gelten dort natürlich allgemeine Angelregeln, über die man sich im Vorfeld informieren sollte. Normalerweise ist am Meer eine Angelrute, die mit höchsten zwei Haken versehen ist, gestattet. Auch gibt es im Meer natürlich Schonzeiten und Schonmaße, die beachtet werden müssen. Häfen, Industrieanlagen sowie Truppenübungsplätze sind beim Meeresangeln in Frankreich beispielsweise tabu.
  • Angeln in Binnengewässern: Zum Angeln in Flüssen und Seen wird in Frankreich ein Angelschein benötigt. Ein deutscher Angelschein gilt hier nicht, denn es geht weniger um die Befähigungsbescheinigung, als um die steuerliche Abgabe an den französischen Staat, wenn man in Frankreich angeln möchte. Den Angelschein bekommt man in Frankreich online, aber auch bei den lokalen Behörden.

 

Auch in Frankreich pachten Angelvereine ihre Gewässer und Fischereirechte in der Regel vom Staat oder von privaten Gewässereigentümern. So ist auch in Frankreich also eine zusätzlich Erlaubnis für das jeweilige Gewässer nötig, welche vom Bewirtschafter ausgestellt werden. Diese gilt natürlich nur für den jeweiligen Bewirtschaftungsbereich.

Hinweis: wer an sogenannte Pay Lakes also kommerziellen Angelseen in Frankreich angeln möchte, benötigt keinen Angelschein, da es sich um Privatgewässer handelt.

Deutschland und Frankreich sind beides EU Länder und somit kann die Ein- und Ausfuhr von Lebensmitteln mit dem eigenen PKW problemlos erfolgen, sofern sie für den Eigenbedarf gedacht ist. Deshalb sollte die verbrachte Fischmenge nur haushaltsübliche Mengen beinhalten, also zur Versorgung eines Haushalts dienen. Das gilt jedoch nicht unbedingt für Flugzeuge oder Fähren.

Meeresangeln in Frankreich

In Frankreich können ganz unterschiedliche Meere befischt werden. Im Süden reizt das Mittelmeer mit seinem recht warmen Wasser und den eher ruhigen Bedingungen. Der Atlantik hingegen an der Westküste ist eher stürmisch und wild und auch deutlich kälter als das Mittelmeer. Im Norden wiederum findet man den Ärmelkanal, der die Nordsee mit dem Atlantik verbindet. Auch hier sind die Angelbedingungen, die Zielfische und die eingesetzten Methoden wieder ganz anderes als an der Süd- und Westküste. Überall kann man jedoch an der Küste fischen und auch den Fischen vom Boot aus nachstellen.

  • Meeresangeln am Mittelmeer: zum Angeln am Mittelmeer eignet sich vor allem das mittelschwere Meeres-Spinnfischen. Wichtig ist dabei eine salzwasserresistente Spinnrolle sowie eine Spinnrute, mit der sich weit werfen lässt. Beim Spinnfischen im Meer werden schwere Köder wie Blinker oder Wobbler und auch Oberflächenköder weit ausgeworfen und ziemlich zügig eingekurbelt. Die Bisse sind oft sehr brachial.
  • Brandungsangeln an der Atlantikküste: Beim Angeln an der Atlantikküste ist der Einfluss der Tide besonders wichtig. Gute Angelzeiten sind bei steigendem Wasserstand. Wichtig ist es, sich die Spots bei Ebbe anzusehen, um die heißen Rinnen zu finden, in denen geangelt werden sollte. Diese sind oft deutlich tiefer und beherbergen die meisten Fische sowie Beutetiere wie Sandaale, Krabben oder Meeräschen. Geangelt wird mit Brandungsruten, die steil aufgestellt werden und herkömmlichen Seitenarm-Montagen für Plattfisch und Co. Da die Brandung an der Atlantikküste stark ist,  kommen schwere Bleie oder Krallenbleie zum Einsatz.  Bei starkem Westwind ist Angeln an den Weststränden aber kaum möglich. Geeignete Köder sind Wattwürmer aber auch verschiedene Fischfetzen, Sandaale oder Tintenfischstücke sowie Muscheln. Gefangen werden können Seezungen, Meeräschen, Meeresbrasse, Wolfsbarsch und Hornhecht.
  • Meeresangeln im Ärmelkanal: der Ärmelkanal ist grundsätzlich eine rauheres Gewässer als die Mittelmeerküste. Im Ärmelkanal bietet sich das Spinnfischen auf Wolfsbarsch an, aber auch das Brandungsangeln auf Plattfische ist erfolgreich. Meerforellen können ebenfalls ans Band gehen. Zum Spinnfischen eignet sich eine mittelschwere Spinnkombo mit eher dünnem Geflecht. Als Köder sind Wobbler und Blinker beliebt. Beim Brandungsangeln kommt eine herkömmliche Brandungsausrüstung zum Einsatz und meist werden Wattwürmer oder Heringsfetzen als Köder gefischt.
  • Bootsangeln im Meer: in vielen französischen Häfen können Boote gechartert werden und auch Kuttertouren und Guidings gebucht werden. Dies gilt für Mittelmeer, Atlantik oder Ärmelkanal gleichermaßen. Wahlweise kann dann das Bootsangeln in Küstengebieten oder das Hochseeangeln bspw. auf Thunfische betrieben werden. Im Ärmelkanal kann man auch dicke Conger fangen, wenn man mit Boot an alten Schiffswracks angelt. Wer selber ein Boot mietet sollte sich am besten auf küstennahe Bereiche beschränken und dort Meerforellen oder Hornhechten nachstellen.
  • Muscheln sammeln bei Ebbe: bei Ebbe ist das Sammeln von Meereesfrüchten eine beliebte Beschäftigung französischer Angler und wird als Pêche a Pied bezeichnet. Gesammelt werden dabei verschiedene Krebse, Schalentiere, Muscheln, denen mit Keschern und Forken nachgestellt wird. Teilweise wird das Muscheln sammeln aber von den lokalen Behörden zeitweise eingeschränkt, weshalb man sich zwingend vor Ort informieren sollte, wenn man selbst losziehen will.

 

Zielfische beim Meeresangeln im Mittelmeer

Beim Angeln in Frankreich ist das Mittelmeer ein beliebtes Ziel, da warme Temperaturen und eher ruhige Bedingungen locken und Südfrankreich generell ein beliebtes Urlaubsziel ist. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Fischarten, die man im Mittelmeer fangen kann, deren französische Bezeichnung sowie das geltende Mindestmaß.

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Angeln in Frankreich, Côte d'Azur, Mittelmeer
Das Mittelmeer bietet tolle, felsenreiche Küsten. Auch es gibt weniger Einfluss von Ebbe und Flut.

Fangbare Krustentiere und Mollusken im französischen Mittelmeer

In Frankreich dürfen auch Weichtiere und Krustentiere gesammelt bzw. gefangen werden. Aber auch hier gelten verschiedene Mindestmaße. Zudem sollte man sich mit der korrekten Artenbestimmung befassen, um die leckeren Meeresfrüchte sicher zu bestimmen. Denn im Mittelmeer unterscheidet sich das Vorkommen von Meeresfrüchten natürlich zu dem im Atlantik. Die Tabelle zeigt, welche Weichtiere und Krebse im Mittelmeer gefangen werden dürfen, wie sie in Frankreich bezeichnet werden und welche Mindestmaße zu beachten sind.

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Zielfische beim Meeresangeln in Atlantik und Ärmelkanal

Wer lieber in der nördlichen, kälteren Meeren angelt, kann die Westküste besuchen und den Atlantik befischen, aber auch an der Nordküste im Ärmelkanal angeln. Beide Reviere bieten nahezu dieselben Zielfische. Grundsätzlich kann der Ärmelkanal im Vergleich zum Atlantik allerdings als eher ruhigeres Gewässer angesehen werden. Beide Gewässer sind stark von der Tide beeinflusst, weshalb man sich die Gezeitenkalender genau ansehen sollte. Folgende Zielfische lassen sich in Atlantik und Ärmelkanal fangen. Die Tabelle gibt auch Aufschluss über die Mindestmaße und die französische Bezeichnung.

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Angeln in Frankreich, Meeräsche, Biarritz
Im Atlantik lassen sich schöne Meeräschen fangen – hier in Biarritz.

Fangbare Krustentiere und Mollusken in Atlantik und Ärmelkanal

Gerade im Wattenmeer im Ärmelkanal und Atlantik ist das Muscheln und Krebse sammeln besonders beliebt, denn durch die Ebbe werden riesige Flächen freigelegt, in denen es nur so von Meeresfrüchten wimmelt. Deshalb ist das Sammeln von Meeresfrüchten bei den Franzosen sehr beliebt und ist weit verbreitet. Folgende Meeresfrüchte können bei Ebbe gesammelt werden. Dabei müssen natürlich die geltenden Mindestmaße beachtet werden. Die Tabelle beinhaltet auch die französische Bezeichnung der einzelnen Arten.

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Süßwasser Angeln in Frankreich

Frankreich bietet in seinen Binnengewässern eine besondere Vielfalt. Von glasklaren Gebirgsbächen in den Alpen oder den Pyrenäen über traumhafte Lachsflüsse an der Atlantikküste, nährstoffreiche Tieflandflüsse, die ins Mittelmeer oder den Ärmelkanal münden sowie zahlreiche Stauseen und Baggerseen im ganzen Land verteilt.

Grundsätzlich wird in Frankreich zwischen Salmonidengewässern und normalen Gewässern unterschieden, für die unterschiedliche Regelungen gelten.

  • Salmonidengewässer (Kategorie 1): in Gewässern mit Forellenbestand dürfen Angelruten mit je zwei Angelhaken oder drei Kunstfliegen verwendet werden. Typische Zielfische sind hier Bachforellen, Äschen oder Lachse.
  • Karpfen- und Raubfischgewässer (Kategorie 2): an diesen Gewässer ist es möglich mit vier Angelruten zu angeln, wovon jede Rute mit je zwei Angelhaken oder drei Kunstfliegen bestückt sein dürfen. Zielfische sind hier vorwiegend Karpfen, Hechte, Barsche, Welse, Barben, Schwarzbarsche und andere.

 

An Fließgewässern ist es grundsätzlich verboten an Fischtreppen, Staudämmen oder Schleusen zu angeln. Entsprechend muss ein Abstand von 50 Metern zu diesen Bauwerken eingehalten werden.

Für folgende Zielfische ist Frankreich bekannt und beliebt:

  • Karpfenangeln an Seen und Flüssen: in Frankreich können Karpfen hervorragend in Flüssen und Seen beangelt werden, die über tolle Bestände an Karpfen und auch viele Rekordkarpfen verfügen.
  • Welsangeln in Flüssen: die nährstoffreichen und warmen Flüsse Frankreichs sind Top Reviere für Welse und entsprechend beliebt ist das Welsangeln in Frankreich für Einheimische wie auch für Urlauber.
  • Schwarzbarschangeln an Stauseen: gerade im Süden Frankreichs sind Schwarzbarsche beliebte Zielfische, da sie in dem meist recht warmen Wasser gut gedeihen. Schwarzbarsche sind mächtige Gegner an der Spinnrute und sind vor allem in vielen Stauseen vertreten. Dort können sie mit verschiedenen Finesse Techniken beangelt werden und natürlich auch mit Wobblern und Spinnködern.

 

Zielfische beim Süßwasserangeln in Frankreich

Frankreich bietet von Aal bis Zander nahezu alle interessanten Süßwasserfischarten, die in Mittel- und Südeuropa vorkommen. Die Gebirgsregionen locken mit Forellen, während die Tieflandflüsse mit Raub- und Friedfischen aufwarten. Folgende Fischarten zählen zu den wichtigsten Zielfischen in französischen Binnengewässern. Die Tabelle gibt auch Aufschluss über die französische Bezeichnung und das Mindestmaß.

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Untermaßige gefangene Fische müssen natürlich wie in Deutschland auch unverzüglich und schonend zurückgesetzt werden.

 

Angeln in Frankreich, Angeln in Paris, Seine
Auch mitten in Paris wird gerne geangelt. Hier an der Seine.

Tolle Angelreviere in Frankreich

Beim Angeln in Frankreich kann man zwischen einer Vielzahl an verschiedenen Angelrevieren wählen, die mit ihren ganz eigenen Reizen locken. Ob Salmonidenangeln mit Fliegenrute in Bergbächen und Forellenflüssen, Wels-, Zander- oder Karpfenangeln an den großen französischen Strömen, Schwarzbarsch angeln oder Karpfenangeln an Stauseen, beschauliches Schleienangeln an Baggerseen oder Brandungsangeln und Hochseeangeln an der Atlantik- oder Mittelmeerküste – die Vielzahl der Möglichkeiten ist schier endlos. Im folgenden stellen wir einige Revier an Fließ- oder Stillgewässern in Frankreich oder an der französischen Küste vor.

Angeln in Frankreich: tolle Fließgewässer

Durch Frankreich fließen viele Flüsse, die meist aus den Alpen kommen oder in den Pyrenäen entspringen. Die Oberläufe eignen sich dabei vielmals zum Barben-, Äschen- und Forellenangeln, während in den Tieflandgebieten vor allem Karpfen, Welse, Zander und Hechte ans Band gehen. Viele von Frankreichs Flüssen dienen auch als Aufstiegsgewässer für Lachs und Meerforelle. Die folgenden Fließgewässer zählen zu den besten Revieren zum Angeln in Frankreich.

  • Angeln an der Seine: Die Seine verläuft von Troyes durch die Hauptstadt und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal. Es handelt sich um einen großen Strom mit tollem Karpfen- und Welsbestand. Aber auch Zander, Barsche, Hechte und zahlreiche Friedfische sind hier gut vertreten. Es gibt viele tiefe Bereiche, aber auch schnellströmende, flache Abschnitte wie bspw. südlich von Paris.
  • Angeln an der Saône: Die Saône verläuft von Dijon nach Lyon, wo sie in die Rhône mündet. Es handelt sich um einen langsam fließenden und nährstoffreichen Tieflandfuss mit einem hervorragenden Karpfenbestand. Hier sind Gewässertiefen zwischen vier bis acht Metern zu erwarten und in Ausnahmefällen bis zu 14 Meter. Aber auch die üblichen Räuber sowie verschiedene Weißfischarten runden den Fischbestand ab. Besonders der Welsbestand gilt als üppig in Häufigkeit und Größe und kann beim Klopfen und Vertikalangeln vom Belly gut befischt werden. Tolle Abschnitte liegen zwischen Chalon und Verdun sur le Doubs. Die Saône hat eine Länge von etwa 160 Kilometern. Die Saône kann auch vom Boot aus befischt werden.
  • Angeln an der Loire: Bei der Loire handelt es sich um einen mittelgroßen, stark strömenden Fluss. Sie entspringt in den Alpen, fließt nach Norden bis nach Orléans und biegt dort nach Westen ab, wo sie bei Saint-Nazaire in den Atlantik mündet. Sie hat eine Gesamtlänge von 1006 Kilometern. Im Oberlauf hat der Fluss zahlreiche flachere, schnell strömende Bereiche, im Tiefland wird er träger und ruhiger. Der Fischbestand ist entsprechend vielfältig und es sind Karpfen, Welse, Hechte und die ganze Palette an Friedfischen zu erwarten. Der Abschnitt zwischen Decize und Blois gilt als gut für Karpfen.
  • Angeln an der Rhône: die Rhône entspringt den Alpen, genauer gesagt dem Genfer See. Sie fließt über Lyon und Avignon in das Mittelmeer. Da der Fluss über Staustufen verfügt ist er teilweise sehr tief und langsam fließend, z.B. zwischen Chancy und Seyssel. Dann ist der Fluss fast seeartig und es muss auf teils weite Distanzen gefischt werden. Die Rhône beherbergt die größten Welse Frankreichs und Exemplare über 100 Kilo, aber die Welsdichte ist zum Beispiel an der Saône höher. Wichtig beim Angeln an der Rhône ist die Beachtung des Schiffsverkehrs.

 

Angeln in Frankreich auf Korsika
Korsika bietet mit seinen zahlreichen Küstengebieten und Hafenanlagen tolle Möglichkeiten zum Angeln im Mittelmeer.

Vielversprechende Seen

Frankreich verfügt über sehr viele verschiedene Seen, vor allem Baggerseen und Stauseen. Beim Angeln in Frankreich sind somit solche Stillgewässer immer einen Versuch wert, insbesondere auf Karpfen. Hier stellen wir einige tolle französische Seen kurz vor. Es handelt sich aber nur um eine kleine Auswahl, denn die Anzahl der Seen in Frankreich ist enorm:

  • Lac Léman: der Genfersee liegt in der Haute-Savoie im Osten der Region Rhône-Alpes. Es handelt sich um einen großen französisch-schweizerische Grenzsee. Das Südufer des Sees gehört überwiegend zum französischen Département Haute-Savoie. Unterteilt wird der See in Haut Lac, Grand Lac und Petit Lac. Etwa 30 Fischarten sind im Genfersee vertreten. Gefangen werden vorwiegend Maränen, Barsche, Hechte, Seeforellen und Saiblinge. Allerdings ist das Bootsangeln empfehlenswert.
  • Lac d’Annecy: beim Lac d’Annecy handelt es sich um einen Alpenrandsee im Département Haute-Savoie. Der Lac d’Annecy ist der sechstgrößte See in Frankreich. Auch hier sind die Zielfische vorwiegend Maränen, Barsche, Hechte, Seeforellen und Saiblinge. Beliebt ist das Schleppfischen und das Bootsangeln ist generell empfehlenswert. Einige Seebereiche sind Sperrzonen und dürfen nicht befischt werden, wie zum Beispiel das Naturschutzgebiet am Ende des Sees.
  • Lac de Saint-Cassien: der Lac de Saint-Cassien ist ein bekanntes, französisches Angelgewässer. Es handelt sich um einen Stausee des Flusses Biançon. Er ist etwa 600 Hektar groß und bis zu 50 Meter tief. Zielfische sind hier ganz klar Karpfen, Hechte und Welse und besonders bei Karpfenanglern ist der See beliebt. Geangelt wird vornehmlich mit der Grundmontage.
  • Ètang de Gondrexange: der Étang de Gondrexange ist ein beliebter Stausee zum Angeln in Frankreich. Er liegt in Lothringen und hat eine Größe von etwa 770 Hektar. Geangelt werden kann hier vorwiegend auf Barsch, Wels, Hecht, Schleie und verschiedene Weißfischarten. Es kommen zahlreiche Angelarten in Frage. Motorboote sind hier nicht gestattet.
  • Lac de St. Croix: der Lac de St. Croix liegt im Naturpark Verdon. Es handelt sich mit 2.180 Hektar um den viertgrößten Stausee in Frankreich. Gespeist wird der See vom Fluss Verdon. Seine maximale Tiefe liegt bei circa 93 Metern. Geangelt wird hier vorwiegend auf Barsch, Hecht, Zander, aber auch Schleie, Brassen und Weißfische. Gelegentlich können auch Bachforellen ans Band gehen. Beliebt ist das Grundangeln.
  • Lac du Der-Chantecoq: der Lac du Der-Chantecoq wird auch als Lac du Der bzw. Marne-Stausee bezeichnet. Er liegt in der südlichen Champagne. Es handelt sich mit 4.800 Hektar um den größte Stausee in Frankreich. Er dient als Wasserreservoit für Paris und dementsprechend schwankt der Wasserstand des Sees stark. Angler stellen hier vorwiegend Karpfen, Hechten Barschen und Weißfischen nach, wobei Ansitzangeln und Spinnfischen beliebte Angelmethoden sind.
  • Lac de Madine: der Lac de Madine befindet sich im Osten Frankreichs im Naturpark Lothringen. Gespeist wird der Stausee von dem Fluss Madine. Er ist knapp 1.200 Hektar groß und bis zu 14 Meter tief. Geangelt wird hier vorwiegend auf Karpfen, Wels, Hecht, Barsch, Schleie und Weißfisch. Beliebt ist hier das Grundangeln.
  • Lac du Salagou: der Lac du Salagou ist ein französischer Stausee. Gestaut wird hier der Fluss Salagou. Der See erreicht im Sommer hohe Temperaturen bis 28 Grad, weshalb vor allem Fischarten wie Welse und Schwarzbarsche gut gedeihen. Aber auch Karpfen, Barsche und Hechte lassen sich fangen. Spinnfischen, Grundangeln und Posenangeln sind hier beliebt.
  • Lac de Gérardmer: beim Lac de Gérardmer handelt es sich um einen klaren Gebirgssee auf der Westseite der Vogesen. Der See ist ein beliebter Angelsee. Gefangen werden hier vor allem Barsche, Hechte, Karpfen und Weißfische. Sowohl Spinnfischen, als auch Ansitzangeln ist hier erfolgreich. Am See gibt es auch einen Bootsverleih, der Tret- und Ruderboote sowie Boote mit Elektromotor anbietet.
  • Lac de Longemer: beim Lac de Longemer handelt es sich um einen eiszeitlichen Gletschersee. Er wird vom Fluss Vologne durchflossen und liegt im Naturpark Ballons des Vosges. Angler stellen hier vor allem Karpfen, Döbeln und Schleien aber auch Barschen und Hechten nach. Beliebt ist Ansitzangeln.

 

Angeln in Frankreich, Genfer See, Lac Léman
Der Genfer See ist ein idyllischer Alpensee mit typischem Fischbestand an Maränen, Salmoniden und Raubfischen.

Weitere spannende Reviere in Frankreich

Neben den großen Flüssen und den bekannten Seen Frankreichs gibt es natürlich noch viele weitere Reviere:

  • Angeln am Lyon Canal: der Lyon Canal ist eine großer Kanal, der die Saône und die Rhône miteinander verbindet. Er dient vor allem als Schifffahrtskanal. Geangelt werden kann hier auf Karpfen, Zander, Barsch, aber auch Hecht und Wels. Seine Ufer sind oft befestigt und mit einer Steinpackung oder Spundwand versehen, weshalb herkömmliche Banksticks hier kaum etwas bringen, um die Ruten abzulegen.
  • Fliegenfischen in den Pyrenäen: die Bergbäche der Pyrenäen bieten ein tolles Forellenangeln mit der Fliegenrute. Daneben sind die Forellen auch in den Bergseen befischbar. Vor allem die Region Pyrenees-Atlantique oder das Pays Basque sind tolle Gebiete. Flüsse wie der Gave de Pau, der Gave Oloron, der Gave d’Aspe und der Ossau Gave de Mauleon laden zum Forellenangeln mit Fliege ein.
  • Angeln in der Haute-Savoie: die Haute-Savoie ist ein echtes Paradies für Angler. Sie liegt im Osten der Region Rhône-Alpes und verfügt über 27.000 Hektar Wasserfläche. Sie beinhaltet zahlreiche Bäche und Bergseen, in denen ein tolles Bachforellen angeln möglich ist. Bekannte Seen sind der Lac Léman (Genfersee) und der Lac d’Annecy. Dort kann man vorwiegend Maränen, Hechte, Barsche aber auch Seeforellen oder Saiblinge fangen.
  • Angeln auf Korsika: in Korsika bietet sich natürlich das Meeresangeln an, was ohne Angelschein möglich ist. Das schließt auch das Hochseeangeln im Mittelmeer ein. Zielfische sind dabei Doraden, Wolfsbarsche oder Hornhechte. Aber Korsika beherbergt auch einige Bergseen und spannende Flüsse mit tollem Fischbestand, für die man eine Angelschein lösen muss. Zu den korsischen Flüssen zählen der Tavignano, der Fium’orbo, der Travo und der Taravo. Lachsangeln in Korsika bedarf einer Sondererlaubnis. Korsische Stauseen sind  der Plan d’eau de Peri, der Teppe Rosse, der Alzitone und der Barrage de Tolla.
  • Französische Nordküste und La Rochelle: La Rochelle ist bekannt für das Watfischen und Suchen von Muscheln und Meeresfrüchten im Wattenmeer bei Ebbe. Aber auch mit der Angelrute können Fischarten wie Makrele, Dorsch, Plattfische oder Wolfsbarsche gefangen werden.

 

Karpfenangeln in Frankreich

Frankreich bietet sehr viele verschiedene Gewässer die sich gut zum Karpfenangeln eignen und über einen guten Karpfenbestand verfügen. Dazu zählen große Flüsse, riesige aber auch beschauliche Seen und zahlreiche Kanäle. Riesige Großgewässer im Flachland locken zu einer wahren Großfisch Challenge, während verwinkelte, kleine Seen für Kurzansitze einladen und Gebirgrandsee mit tollen Kulissen locken. Grundsätzlich beherbergen die großen Flüsse eher viele Karpfen von bis zu 10 Kilo, während die massiven Rekordfische vor allem in den großen Seen gefangen werden. Aber natürlich lassen sich kapitale Rüssler an allen Gewässertypen fangen. Auch die Kanäle sind für Großkarpfen bekannt. Neben den tollen Angelmöglichkeiten überzeugt auch die wunderschönen und vielfältigen Natur an den französischen Gewässern.

Neben den natürlichen Gewässer gibt es in Frankreich auch zahlreiche Pay Lakes zum Karpfenangeln. Bekannte und beliebte Pay Lakes sind der Etang de Mont und der Domaine de Bouxier in der Auvergne. Der Vorteil von Pay Lakes ist, dass kein Angelschein erforderlich ist und die Fangwahrscheinlichkeit eines Rekordfisches vergleichsweise groß. Nachteil sind die teils sehr hohen Preise.

Hinweis: Pay Lakes sind kommerziell bewirtschaftete Gewässer zum Karpfenangeln, an denen nur wenige Angelplätze zur Verfügung stehen. Dafür sind die Seen mit einem tollen Karpfenbestand ausgestattet und auch besonders großen und schönen Exemplaren.

Auch die in Frankreich geltenden Gesetze sind für Karpfenangler vorteilhaft. Zum Einen kann mit vier Ruten geangelt werden, was beim Karpfenangeln besonders vorteilhaft ist. Zum Anderen verfügen viele Seen über spezielle Nachtangelzonen, an denen problemlos ein Karpfen Camp eingerichtet werden kann. Boote sind in Frankreich vor allem in den Flüssen gestattet. An vielen Seen ist jedoch die Nutzung von Schlauchbooten möglich. Das Hältern von Karpfen ist teils gestattet, teils nicht, weshalb man sich hier im Vorfeld informieren sollte. An französischen Gewässern werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt.

Wichtig beim Angeln in Frankreich auf Karpfen ist ein vorbildliches Verhalten am Wasser und eine gute Kommunikation mit den Einheimischen. Denn Frankreich hat die Angelregelungen aufgrund von Konflikten und Problemen durch Angeltouristen bereits verschärft und an einigen Gewässern Nachtangelverbote erlassen.

Welsangeln in Frankreich

Welse sind in Frankreich eigentlich relativ neue Fischarten, denn die flächige Verbreitung in Frankreich war erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts gegeben. Wie so oft sind damals Fische aus Fischzuchten entkommen und haben sich in den großen Flusssystemen Frankreichs ausgebreitet und stabile und sogar steigende Bestände gebildet. Dementsprechend wurde das Welsangeln in Frankreich immer beliebter und zahlreiche Angeltouristen zog es zum Welsangeln nach Frankreich. Anders als in Italien oder Spanien sind große Wallercamps in Frankreich eher selten. Trotzdem gibt es Guides und auch Ferienhäuser und Grundstücke am Wasser, die man mieten kann.

Da in Frankreich das Nachtangeln grundsätzlich verboten ist und nur für gewisse Gewässer explizit erlaubt wird, muss man sich beim Welsangeln entsprechend anpassen. Allerdings ist zum Beispiel am Rhône Delta das Nachtangeln gestattet – und dabei handelt es sich um das wohl bekannteste und beste Revier zum Wallerangeln in Frankreich. Das Rhône Delta besteht im wesentlichen aus zwei Flussarmen, die bekannt für ihre großen Welse sind.

Eine bekannte Methode zum Welsangeln in den französischen Flüssen ist das Angeln vom Belly Boat. Dabei driftet man an den Uferbereichen der Flüsse entlang und wirft immer wieder mit großen Ködern in die Unterstände der Welse. Oft genug beißen die Welse brachial auf kurze Distanz und bieten am Belly spektakuläre Drills.

 


Video von gauleapparente

Bootsangeln in Frankreich

In den Binnengewässern Frankreichs kann man vielerorts Angelboote oder Hausboote mieten und so seinen Angeltrip auf dem Wasser verbringen. Wer auf französischen Gewässern sein eigenes motorisiertes Boot nutzen will, benötigt eine spezielle Bootsvignette. Wenn man sich ein größeres Boot für mehrere Tage mieten will, sollte man sich unbedingt im Vorfeld schlau machen und Angebote einholen. Wer nur mal für einen halben Tag ein kleines Angelboot mieten will, kann dies auch spontan machen.

Wer gerne im Meer vom Boot aus angeln möchte, der kann Kuttertouren buchen, ein eigenes Boot chartern wobei sowohl Motorboote als auch Segelboote in Frage kommen, als auch vom Angelkajak fischen. Für Hochsee Angeltouren bietet sich allerdings immer ein Guiding an. Grundsätzlich ist das Bootsangeln am Meer nicht ungefährlich, da starke Winde und Strömungen sowie eine schwere Dünung auftreten können. Vorsicht ist deshalb besser als Nachsicht und nur gut ausgerüstete und erfahrene Angler sollen sich weit aufs Meer wagen.

Organisation der Anglerschaft in Frankreich

Rund 1,4 Mio. französische Angler sind in etwa 3.900 Angelvereinen organisiert – die sogenannten AAPPMA (Association Agréée de Pêche et de Protection du Milieu Aquatique). Wie auch in Deutschland sind die Angelvereine in Dachverbänden organisiert. In Frankreich sind es  93 FDAAPPMA (Féderations Départementales des Associations Agrées de Pêche et de Protection du Milieu Aquatique). Der Dachverband aller französischen Angler ist der FNP (Féderation Nationale de la Pêche). Angeln in Frankreich ist bei den Einheimischen sehr beliebt und im ganzen Land wird eigentlich überall gerne geangelt. Gerade die wasserreichen Regionen stechen hier hervor und beherbergen naturgemäß überdurchschnittlich viele Angler.

Neues aus dem FHP Magazin

Video: Basiswissen für Angler: Das Ruten-Wurfgewicht, Quelle: FHP/Fishpipe