Schleie angeln breit

Tipps und Infos rund ums Schleie angeln

Wenn es ums Schleie angeln geht, ist es wichtig zu wissen, dass sie eine echte Herausforderung, selbst für geübte Angler darstellen. Auch bekannt als Tinca Tinca, sind Schleien nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr schwierig zu fangen. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn die Pose langsam anfängt sich zu bewegen und zu zucken. Noch weiß man nicht, was sich da für den Köder interessiert – ist es eine kleine Plötze, ein Karpfen oder doch der ersehnte Zielfisch. Wenn man eine Liftmontage verwendet, ist der Biss der Schleie ein echter Nervenkitzel. Denn wenn die Pose sich aus dem Wasser erhebt, wird man kaum glauben können, dass man tatsächlich eine Schleie gefangen hat. In diesem Beitrag erfährst Du alles wichtige zum Schleien angeln, von der Ausrüstung über Köder, Futter, Montagen bis hin zu Gewässer, Spots und Zeiträume zum Schleien angeln. Um den Tag am Wasser erfolgreich zu gestalten, gibt es viele Tipps und Tricks.



Ausrüstung zum Schleienangeln

Es ist möglich, Schleien mit sehr feinem Gerät zu fangen, aber wo Schleien beißen, sind auch Karpfen nicht weit und auch Hindernisse wie Krautfelder. Aufgrund möglicher schwergewichtiger Beifänge verzichten wir deshalb auf allzu feine Ruten und dünne Schnüre. Zwar können Schleien vorsichtig sein, aber oft sind sie auch neugierig und verfressen! Mit robustem Equipment landet sich ein Fisch einfach sicherer und Beifänge sind kein Problem.

Ruten und Rollen zum Schleienangeln

Bei der Auswahl einer Rute zum Angeln auf Schleie gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem ob man mit Pose angeln möchte oder lieber das Grundangeln betreibt. Sowohl beim Posenfischen als auch beim Grundangeln ist es von Vorteil, wenn die Rute ein weicheres Rückgrat hat und dem Angler mehr Freude beim Drill bereitet und beim Drill der Schleie mehr Puffer bietet.

Zum Angeln mit der Pose ist eine klassische Matchrute oder eine Float-Rute die edelste Wahl zum Schleien angeln. In den meisten Fällen reicht aber eine einfache Allround Rute oder eine leichte bis mittlere Grundrute. Die Länge sollte zwischen 2,7 und 4,2 Meter liegen und 10 bis 30 Gramm Wurfgewicht haben. Eine solch lange Rute ermöglicht es, Schleien über Krautfelder am Ufer hinweg zu dirigieren. Die Auswahl der Grundrute ist leichter als die Auswahl einer Posenrute. Die Rute sollte stärkere Fische bändigen können und die Grundbleie oder Futterkörbe gut werfen können. Die Länge sollte zwischen 2,7 und 3 Metern liegen. Ideal für das Grundangeln sind leichte bis mittlere Feederruten, da sie eine belastbare parabolische Aktion haben und vielseitig einsetzbar sind.

Als Rolle empfiehlt sich eine kleine Stationärrolle der 2500er oder 3000er-Größe. Die Rolle sollte eine gut funktionierende Bremse haben, eine Freilauffunktion ist hilfreich aber nicht notwendig.

Schnur zum Schleienangeln

Dazu braucht man eine vernünftige Mono-Schnur mit einer 0,23er bis 0,28er Stärke. Geflochtene Schnur kann man auch nutzen, aber sie bietet kaum Vorteile, außer bei Kraut und Seerosen, da die fehlende Dehnung schnell zum Nachteil werden kann. Sie müsste durch eine weiche Rute und eine weich eingestellte Bremse ausgeglichen werden. Beim Angeln in der Nähe von Holz, Steinen oder auf Muschelbänken macht Mono Schnur deutlich mehr Sinn.

Haken zum Schleienangeln

Die Qualität der Haken ist von größter Bedeutung, um sicherzustellen, dass sie die Schleien zuverlässig haken. Sie sollten also immer nadelscharf sein. Die Auswahl an geeigneten Hakengrößen ist sehr groß und hängt von der Art des Köders ab. Hakengrößen zwischen 2 und 12 können durchaus zum Einsatz kommen. Manche Haken sind eher dünn und für das Angeln mit Maden oder Würmern gedacht. Diese dünnen Haken sorgen dafür, dass der Köder sich lange bewegt und nicht ausläuft. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass diese Haken keine starken Drills verkraften. Andere Hakenformen und -stärken eignen sich somit besser bei beispielsweise Boilies oder Partikelködern, wo öfter auch mal ein Karpfen einsteigt. Schleienhaken sollten einen eher großen Hakenbogen haben.

Posen zum Schleienangeln

Bei Schleie angeln mit Pose können verschiedene Modelle zum Einsatz kommen. Meist werden Waggler genutzt und falls mit der Stipprute geangelt wird auch Stippposen. Waggler haben den Vorteil, dass die tief im Wasser stehen und die gesamte Hauptschnur unter der Wasseroberfläche verläuft. Dies ermöglicht eine stabile Präsentation der Montage. Beim Stippangeln sind feststehende und feine Stippposen natürlich die erste Wahl, da so die Montage punktgenau und sehr unauffällig platziert werden kann. Da Schleien auch gerne nachts beißen kommen oft Knicklichtposen zum Einsatz, um den nächtlichen Schleienbiss gut wahrnehmen zu können.

Bleie zum Schleienangeln

Beim Angeln auf Schleien mit Pose kommen verschiedene Angelbleie vor allem kleine Oliven-, Kugel- oder Tropfenbleie in den Gewichtsklassen 0,5 bis 3 Gramm zum Einsatz, um die Pose auszutarieren. Die feine Austarierung erfolgt dann über entsprechend leichtere Klemmbleie. Auch das sogenannte Bissschrot am Vorfach wird angeklemmt. Beim Grundangeln, insbesondere mit Selbsthakmontage, werden oft flache Birnenbleie mit Noppen, Inline Bleie oder Tellerbleie verwendet, um einen guten Hakeffekt zu gewährleisten. Gewichte sollten zwischen 50 und 100 Gramm liegen.

Futterkörbe zum Schleienangeln

Schleien lassen sich sehr gut beim Feederangeln ans Band bekommen, da das Einbringen von Futter natürlich die Schleien anlockt. Dabei kommen normale Feederkörbe, sogenannte Maggot Feeder und natürlich Method Feederkörbe zum Einsatz.

  • Normale Feederkörbe dienen dem einfachen Feedern mit einer Staubfuttermischung
  • Maggot Feeder sind halbgeschlossene Modelle mit Löchern. Sie werden mit Maden gefüllt, die langsam aus dem Maggot Feeder kriechen.
  • Method Feederkörbe sind Körbe mit flachem Blei, auf das das Futter geknetet wird. Meist werden beim Method Feedern Selbsthakmontagen verwendet und der Köder wird ins Futter mit eingeknetet.

Weitere Zubehör zum Schleienangeln

Wer Schleie angeln will, benötigt noch einige weitere Gerätschaften. Dazu zählen Kleinteile wie Wirbel, Gummiperlen, Stopper und Vorfachmaterial zum Binden der Montagen. Außerdem sind Rutenablagen wie Banksticks und auch elektronische Bissanzeiger hilfreich. Kescher, Messer, Hakenlöser und Maßband sind natürlich stets mitzuführen.

Montagen zum Schleie angeln

Zum Schleie angeln kommen verschiedene Montagen zum Einsatz, je nachdem ob man mit Pose angeln will oder Schleien angeln auf Grund bevorzugt, oder ob man zur Feederrute oder Stipprute greift. Wer beim Schleie angeln die Montage gut auswählt, hat mehr Erfolg. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Angeln auf Schleien mit Pose und Grundangeln. Im Folgenden werden die gängigsten Schleien Montagen vorgestellt.

Waggler Montage

Die Waggler-Montage ist eine gängige Posenmontage, um zum Schleie angeln mit Pose. Dazu wird zunächst ein Stopper und anschließend eine Perle auf die Hauptschnur gefädelt. Der Stopper sorgt für eine flexible Einstellung der Tiefe, in der der Köder präsentiert werden soll. Anschließend wird der Waggler aufgefädelt, falls nötig ein Blei angebracht und ein Wirbel angeknotet. Darin wird das Vorfach eingehängt. Beim Waggler angeln ist es wichtig, dass das Gerät sehr fein ist, idealerweise eine Matchrute, und dass die Montage unauffällig ist. Schleien sind vorsichtige Fische und spucken den Köder oft sofort aus, wenn sie Verdacht schöpfen, dass etwas nicht stimmt. Aus diesem Grund muss die Waggler-Montage fein ausbalanciert sein, so dass nur die Spitze aus dem Wasser schaut und der größte Teil der Pose unter Wasser ist und trotzdem noch die Schleien-Bisse erkannt werden können. Diese Montage ist sehr gut bei Wind geeignet, da die Pose stabil im Wasser steht die Hauptschnur unter Wasser verläuft.

Liftmontage

Die Liftmontage ist eine Wagglermontage, bei der ein Großteil des Bleis auf dem Grund liegt. Beißt ein Fisch und hebt das Blei an, schießt der austarierte Waggler aus dem Wasser und zeigt so den Biss an. Falls man einen Boilie anbietet, kann auch dieser vollständig als Gewicht zum Austarieren des Wagglers verwendet werden, was den Lift Effekt noch verstärkt, da der Fisch den Köder definitiv anhebt. Die Liftmontage ist eine klassische Methode zum Schleie angeln mit Pose.

Stippmontage für Schleie

Eine Stippmontage für Schleie unterscheidet sich nicht sonderlich von anderen Stippmontagen, außer dass die Komponenten deutlich stärker gewählt werden sollten. Die Stipppose wird dabei fest montiert und durch Bleie auf der Hauptschnur austariert. Ein Teil des Vorfachs liegt auf dem Grund und wird durch ein Bissschrot fixiert. Wer es gezielt mit Stippe auf Schleie versuchen will, sollte sich überlegen, einen Gummizug in die Stipprute zu integrieren, um etwas Puffer im Drill zu haben.

→ mehr zur Stippposen Montage

Selbsthakmontage auf Schleie

Schleien sind bekannt dafür, dass sie ihr Revier bei Einbruch der Dämmerung auf der Suche nach ihrer Nahrung durchstreifen und dabei den schlammigen Grund sorgfältig durchsuchen. Deshalb ist Schleien angeln auf Grund ratsam und somit sollte der Köder direkt am Grund angeboten werden. Eine Methode, die bei Schleien-Angeln erfolgreich ist, ist die sogenannte Selbsthakmontage. Dabei wird das Blei oder oft auch der Method Feeder Korb fest montiert und ein relativ kurzes Vorfach aus Geflechtmaterial angebracht. An den Schleienhaken wird ein Haar montiert, auf das der Köder angebracht wird. Beißt die Schleie, saugt sie auch den Haken ein. Durch das kurze Vorfach und das Festblei hakt sich der Fisch selbst, sobald er sich dreht oder flüchtet.

Feedermontage auf Schleie

Beim Schleien Angeln ist die Verwendung einer Futterkorb-Montage ebenfalls sehr wirksam. Anstatt des Grundbleis wird hierbei ein beschwerter Futterkorb verwendet, der sowohl zum Anfüttern der Schleien als auch zum Halten der Montage auf dem Gewässerboden dient. Die Montage ist eine Durchlaufmontage, außer man angelt mit einem Method Feeder Korb. Es ist wichtig, dass in der Futtermischung nicht zu viele Kleinstpartikel enthalten sind, da diese nur die Aufmerksamkeit kleinerer Weißfische erregen. Schleien meiden Ansammlungen von Staubfutter. Ein geeigneter Futter-Mix für Schleien besteht auf jeden Fall aus Mais, gröberen Partikeln, Haferflocken, Teig und Lebendfutter wie Maden oder Würmern. Die Mischung kann zusätzlich mit etwas Komposterde, zerschnittenen Würmern und Paniermehl verfeinert werden.

→ Mehr zu Futterkorb Montagen

Freie Leine auf Schleie

Schleien können auch mit der freien Leine gefangen werden. Bei der freien Leine wird einfach ein Haken an die Hauptschnur geknotet und mit einem Köder bestückt. Ein etwas schwererer Köder wie ein Tauwurm oder auch ein Boilie lässt sich auch ohne Blei passabel werfen und somit lässt sich eine sehr unauffällige Montage präsentieren … ideal für stark beangelte Gewässer. Diese Methode eignet sich auch sehr gut zum Pirschen bzw. Stalken auf Schleie.

→ Hier findest Du allgemeine Infos zur Posenmontage.
→ Auf dieser Seite geht es voll und ganz um das Grundangeln.

Posenmontage

Das Angeln auf Schleie mit Pose ist wohl eine der beliebtesten Angeltechniken auf die grünen Cypriniden.

Köder zum Schleie angeln

Zum Schleien angeln kommen fast alle gängigen Friedfischköder in Frage. Im folgenden stellen wir die wichtigsten Angelköder für Schleie vor.

Mais zum Schleienangeln

Der Dosenmais ist eine hervorragende Wahl für das Schleie angeln. Er ist leicht zu beschaffen und erschwinglich, während sein intensives Aroma und seine auffällige gelbe Farbe unter Wasser für zusätzliche Anziehungskraft sorgen. Seine Konsistenz ermöglicht es, ihn einfach an den Haken zu befestigen und beim Biss zu zerschneiden, wodurch der Haken sauber im Mund des Fisches greift. All diese Eigenschaften machen den Dosenmais zu einem hervorragenden Köder für Schleie.

Daneben eignet sich auch Hartmais gut, vor allem für Haarmontagen. Diese Mais-Variante hält deutlich länger am Haken, und ist resistenter gegen Kleinfische. Er ist aber weniger attraktiv, da nicht so weich.

Würmer zum Schleienangeln

Der Tauwurm ist ein beliebter Köder für Schleien. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ihn anzubieten. Zum Beispiel kann man ihn komplett über den Haken aufs Vorfach schieben, bis nur noch die Spitze zu sehen ist. Man kann ihn auch mehrmals mit der Spitze durchstechen, um ein kleines Bündel zu bilden. Halbierte Würmer sind kleiner und können ebenfalls verwendet werden. Wenn man den Wurm mehrfach teilt und die Teilstücke dann mittig mit der Spitze durchsticht, wird die Bissausbeute erhöht.

Dendrobena sind kleinere Würmer, die jedoch beim Schleienangeln ebenso wirksam sind wie Tauwürmer. Sie lassen sich in größerer Anzahl auf einen Haken aufziehen, um ein pulsierendes und Duftstoffe aussonderndes Bündel zu bilden, das die Aufmerksamkeit der Schleien auf sich zieht. Dendrobena können auch ins Futter gemischt werden, um die Lockwirkung zu verbessern.

Rotwürmer oder Mistwürmer stammen aus dem Kompost, können aber auch im Angelladen besorgt werden. Diese Würmer sind äußerst geruchsintensiv und eignen sich sehr gut zur Beimischung ins Futter. Auch als Hakenköder können sie verwendet werden, sofern die Haken klein und dünn genug gewählt werden.

Maden zum Schleie angeln

Maden sind eine effektive Wahl als Schleien Köder. Sie können als Hakenköder in Portionen von zwei oder drei Maden oder als größeres Bündel von zehn bis fünfzehn Maden verwendet werden. Es ist wichtig, die Hakengröße entsprechend anzupassen. Maden können auch als Futtermittel eingesetzt werden, um Leben auf den Futterplatz zu bringen. Die Schleien, die den Platz besuchen, werden sich auf die Maden einstellen und die Maden als Köder, die am Haken befestigt sind, ohne Misstrauen aufnehmen. Eine gute Möglichkeit Maden zu präsentieren ist auch der sogenannte Maggot Clip eine Art Klammer, auf die mehrere Maden gezogen werden können und die mittels Haarmontage präsentiert wird.

Pellets und Boilies

Pellets sind eine beliebte Köderwahl für viele Fischarten, insbesondere Schleien. Durch ihre intensiven Duftstoffe locken Pellets die Fische gut an. Wenn man im warmen Wasser angeln geht, ist es allerdings wichtig, regelmäßig die Pellets zu überprüfen, da sie sich schnell auflösen können. Pellets können online oder in gut sortierten Angelgeschäften gekauft werden.

Kleinere Boilies oder Mini Boilies sind ebenfalls eine gute Wahl für das Schleien angeln. Sie können an einer Haarmontage angeboten werden, um eine selektive Angelei zu ermöglichen und Weißfische auszuschließen. Boilies mit einem Durchmesser von 12 bis 16 Millimeter sind am besten geeignet. Pop Ups unterscheiden sich von normalen Boilies dadurch, dass sie anstatt zum Grund zu sinken, unter Wasser treiben. Dieser Auftrieb kann in verkrauteten Gewässern den entscheidenden Vorteil bieten, indem der Angler den Pop Up knapp über dem Kraut anbietet, während sinkende Boilies im Kraut versinken würden. Der optische Effekt kann noch verstärkt werden, indem man Pop Ups in sehr grellen Farben verwendet.

Brot und Teig zum Schleie angeln

Viele Angler betrachten Brot ebenfalls als einen guten Schleienköder, Allerdings sind Brotflocken auch zerbrechlich und halten nicht gut am Haken. Allerdings kann man das Brot in ein Stück Strumpf geben, was deutlich besser hält.

Teig ist ein wahres Multitalent, wenn es um Geschmack geht. Er ist sehr vielseitig. Am bekanntesten ist wohl der Vanilleteig, mit dem bereits atemberaubende Schleienfänge erzielt werden konnten. Auch fertiger Forellenteig ist ein guter Köder zum Schleien angeln. Die Vorteile von Teig sind offensichtlich: Er gibt Lockstoffe ins Wasser ab. Außerdem mögen Schleien weiche Köder lieber als harte. Trotz ihres verhältnismäßig kleinen Maules ist es kein Problem, kleinere Schleien mit einem großen Teigklumpen zu fangen, da der Teig im Wasser sehr weich wird und die Schleie ihn gut schlürfen kann.

Weitere Schleienköder

Auch wer beim Schleie angeln Köder eher experimenteller Natur verwenden möchte, kann Erfolg haben. Dazu zählen beispielsweise Krabben sowie Muschel- und Schneckenfleisch aber auch Käse, Leber, Kartoffel, Tigernüsse oder andere Partikel. Frühstücksfleisch funktioniert auch. Auch Mehlwürmer können verwendet werden. Obwohl man den Mehlwurm oft als Wurm bezeichnet, ist er tatsächlich eine Larve. Mehlwürmer sind sehr widerstandsfähig gegenüber Fressattacken durch kleine Fische.

Kombiköder beim Schleienangeln

Manchmal reagieren Schleien auf die Kombination von zwei herkömmlichen Ködern besonders gut. Für eine erfolgreiche Angelausflug sollte man daher auf Kombiköder zurückgreifen. Sie bieten mehr Auswahl und Flexibilität in Bezug auf die Situation und das gewünschte Ziel. Ein Maiskorn allein kann zwar Aroma und Sichtbarkeit verleihen, aber niemals die Reize einer Wurmbewegung simulieren. Durch das Hinzufügen eines Wurms oder einer Made wird das Maiskorn jedoch deutlich aufgewertet und attraktiver für die Fische. Auch die Kombination aus Made und Wurm ist bei der Schleie sehr beliebt und erfolgversprechend.

Kunstköder beim Schleienangeln

Zum Schleie angeln werden auch oft künstliche Partikel Imitationen wie künstliche Maiskörner oder Tigernüsse, oder Maden- bzw. Wurmimitate verwendet. Meist werden diese künstlichen Köder in Kombination mit natürlichen Ködern gefischt. Hilfreich ist vor allem, dass Kleinfische diesen Kunstködern nichts anhaben können und sie somit lange effektiv im Wasser liegen.

Schleie angeln Köder

Auffällige Pop Up Boilies können auf Schleien sehr gut funktionieren, da sie gut sichtbar und auffällig sind und die Neugier der Schleien erregen.

Anfüttern auf Schleie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Schleien beim Angeln mit Hilfe von Anfutter an den Platz locken kann. Dabei kommen sowohl Staubfuttermischungen als auch Partikelmixe zum Einsatz, genauso wie Pellets und als Beimischung auch Naturköder. Allerdings sollten beim Einsatz von Futtermitteln beim Schleien angeln immer ein paar wichtige grundlegende Regeln beachtet werden:

Anfüttern ist wichtig, aber die richtige Menge ist entscheidend. Je kälter das Wasser ist, desto kleiner sollte man die Futtermenge wählen. Auch sehr warmes Wasser erfordert keinesfalls Unmengen an Futter. Das Futter sollte sich nicht zu stark vom Grund abheben und somit entsprechend gefärbt sein. Dies kann beispielsweise über die Beimischung von Erde erfolgen. Weiter wichtig ist die Wahl des geeigneten Lockfutter Typs. Trockenfutter zieht häufig andere Friedfische an und kann daher den Erfolg beim Schleienangeln beeinträchtigen. Es ist also wichtig, dass man sich bei der Wahl des Lockfutters Gedanken macht, um die Chancen auf einen erfolgreichen Fang zu erhöhen.

Vorfüttern auf Schleie

Beim Schleien angeln ist es oft nicht nötig, einen Angelplatz über einen längeren Zeitraum mit Futter zu versorgen. Damit werden nur Karpfen angelockt. Vielmehr macht es Sinn, am Anfang des Angelns eine gute Portion Futter ausbringen und den Platz dann erstmal nicht weiter zu befüttern. Zunächst kommen dann Weißfische, die aber oft von Schleie verdrängt werden, sobald die Blaue Stunde beginnt.

Staubfutter

Grundfutter wirkt auch bei Schleien gut, wenn es an einem Platz eingesetzt wird, den sie ohnehin aufsuchen würden. Ein gutes Schleien-Grundfutter ist süßlich oder fischig, am besten beides zusammen. Es sollte grobe Bestandteile enthalten und mit Maden, Caster, Mais und anderen Partikel versetzt sein. Auch Pellets jeglicher Art und zerdrückte Boilies können verwendet werden. Der Staubfuttermix soll den Platz anziehend machen, während die groben Bestandteile die Schleien am Platz halten. Es ist wichtig, dass das Grundfutter für Schleien am Boden zerfällt und keine Wolken in der Wassersäule verursacht. Es sollte auch wenig oder keine aktive, auftreibende Zutaten enthalten und einfach auf dem Grund liegen.

Pellets und Partikelmixe

Wenn es jedoch viele Weißfische im Gewässer oder viele Karpfen gibt, sollte man auf Grundfutter vollständig verzichten. Es gibt glücklicherweise auch andere Möglichkeiten, einen Angelplatz mit hohem Lockeffekt auszustatten und zwar mittels Pellets, ohne dabei viele Weißfische anzulocken. Pellets lösen sich schnell auf und haben eine starke Lockwirkung. Weiterhin können natürlich verschiedene Partikelmixe eingesetzt werden, die ebenfalls sehr attraktiv sein können. Besonders Hanf, Weizen und grober Maisbruch sind beliebte Partikel für Partikelmixe.

Schleie beim Feedern

Herkömmliches Feederangeln ist vor allem im Frühjahr eine erfolgreiche Schleientechnik. Im Sommer ist der Method Feeder oft besser.

Gewässer zum Schleie angeln

Schleien sind gut vor Prädatoren geschützt, da sie sich gerne im dichtem Kraut aufhalten. Sie können auch extreme Wetterbedingungen überstehen, da sie in Kältestarre oder Hitzestarre fallen und über kurze Zeiträume sogar starken Sauerstoffdefizite vertragen können. Zusammen mit den Karauschen zählen sie zu den wenigen Arten, die in Gewässern existieren können, in denen die meisten anderen Arten längst aufgrund von Sauerstoffmangel verendet sind.

Schleien haben eine hohe Vermehrungsrate und sind nicht so wählerisch bei ihren Nahrungsquellen. Das bedeutet, dass sie sich sogar bei schlechten Umständen ab einer Körpergröße von 13 bis 15 Zentimetern bereits vermehren können. Obwohl dies für Angler nicht erfreulich ist, da es teils in verbutteten Beständen resultiert, zeigt es, wie ausdauernd und standhaft diese Fischart ist. Wenn man auf ein Gewässer trifft, in dem viele kleine Schleien gefangen werden, deren Kopf zu groß für ihren sehr schlanken Körper erscheint, ist es wahrscheinlich nicht möglich, eine größere zu fangen, da die Fische bereits eine starke Konkurrenz untereinander haben und nicht mehr wachsen. Ein Gewässer, in dem es angeblich keine Schleien gibt, könnte es große Exemplare deutlich größer als die üblichen Größe von rund 30 Zentimetern geben.

Die Entscheidung für das richtige Gewässer ist der erste Faktor bei der Suche nach Schleien. Kleine bis mittlere Seen, Altarme und Teiche bieten die höchsten Chancen, diese Fische zu finden. Natürlich gibt es sie auch in Flüssen, Gräben, Talsperren und Schifffahrtskanälen, aber das Angeln dort ist deutlich schwieriger. Tatsächlich gibt es kaum kleine bis mittelgroße stehende Gewässer in unseren Breiten, in denen keine Schleien vorkommen. Ausnahmen sind nur höher gelegene, kalte Bergseen. Sobald sich Schleien einmal etabliert haben, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Ein Altarm mit viel Bewuchs und Totholz bietet beispielsweise ideale Bedingungen für Schleien. Auch kleine Dorfteiche und Waldseen sind einen Versuch wert.

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Gewässer für den Angeltrip auf Schleie ist, sollte sich nach einem kleinen See, Altarm oder Teich umsehen, der sich als Hecht-Schlei See charakterisieren lässt. Solche Gewässer haben klares Wasser, viele Strukturen, ausgedehnte Flachwasserbereiche und reichlich Pflanzenbewuchs, wie Schilfgürtel, Seerosen und Krautfelder. Je mehr Kraut im Wasser ist, desto besser für die Schleie. Das macht es zwar schwierig zu angeln, ist aber ein gutes Indiz.

Ideale Schleiengewässer haben außerdem einen eher kleinen Karpfenbestand, da dieser in Konkurrenz zur Schleie steht und durch seine Gründelaktivität die Bedingungen und den Pflanzenbestand am Gewässer beeinflusst und somit den Lebensraum der Schleie.

Beißzeiten Spots und Jahreszeiten

Hat man das richtige Schleiengewässer gefunden, gilt es die Zugrouten der Schleien auszumachen sowie deren Beißzeiten zu ermitteln. Zuletzt entscheidet die Jahreszeit über das weitere Vorgehen im Bezug auf Ausrüstung, Köder, Futterstrategie.

Spots finden

Um die Chancen auf den Fang einer Tinca zu erhöhen, macht es Sinn sich im Vorfeld mit dem Gewässer zu beschäftigen und die Schleien richtiggehend zu suchen. Dabei ist es hilfreich, eine Polbrille zu verwenden. Mit dieser lassen sich beim Spaziergang um das Gewässer zu verschiedenen Uhrzeiten Spuren von Schleien aufspüren, wie beispielsweise kleine, aufsteigende Bläschen, die sich entlang einer Krautkante bewegen. Die charakteristischen Gasblasen, die feinperlig und wandelbar sind, sind ein sicheres Zeichen für Schleien. Wenn man diese Fressbläschen in der Nähe von Krautfeldern, Schilf oder Seerosen sieht, ist es wahrscheinlich, dass man Schleien entdeckt hat. Eine Polbrille hilft dabei, Einzelheiten der Unterwasserstruktur zu erkennen, wie Plateaus, Rinnen auf hellem Boden und Krautlöchern, die alle als potenzielle Hotspots dienen können.

Tincas verhalten sich im Gegensatz zu Karpfen völlig anders, da sie sich lieber in dichten Pflanzenbeständen aufhalten, während Karpfen eher außerhalb dieser Gebiete zu finden sind. Schleien bevorzugen es, wenn der Bewuchs besonders dicht ist. Ein Schatten zwischen den Seerosen ist sehr wahrscheinlich auch eine Schleie. Zum Fressen verlassen die Schleien die Krautfelder und ziehen auf den sogenannten Schleienstraßen, oft an den Krautkanten, umher, um Nahrung zu suchen. Diese Schleienstraßen gilt es zu finden und gezielt zu befischen.

Beißzeit nutzen

Schleien sind gerne abends, nachts und besonders am frühen morgen unterwegs. Obwohl die abendliche Dämmerungsphase für das Angeln oft attraktiv ist, ist sie nicht so effektiv wie die Beißzeit am Morgen. Man kann regelmäßig damit rechnen, dass sie bis um 11 Uhr vormittags noch beißen und in Ausnahmefällen sogar bis in den frühen Nachmittag. Nach dieser Zeit gibt es jedoch eine Flaute, bis sie am Abend erneut aktiv werden. Wer zur richtigen Zeit den richtigen Spot befischt, sollte nicht lange auf eine Schleie warten müssen.

Schleie angeln im Frühjahr

Der Frühling ist die ideale Zeit, um den begehrten Friedfisch an den Haken zu bekommen, da sie in dieser Jahreszeit aus ihrer Winterruhe erwachen und somit aktiv sind und auf Futtersuche gehen. Sobald die Wassertemperatur 10 Grad erreicht, werden die Schleien noch aktiver und bewegen sich vermehrt im Wasser. Die besten Gewässer zum Angeln auf Schleie im Frühjahr sind kleinere Seen und flache Teiche, die sich schnell erwärmen. Dort suchen die Fische am Gewässergrund nach Würmern, Muscheln und Zuckmückenlarven. Hilfreich im Frühjahr ist, dass es in den Gewässern noch wenig Kraut gibt, was das Angeln im Vergleich zum Sommer enorm erleichtert, insbesondere das Grundangeln.

Trotzdem sollten beim Angeln auf Schleie im Frühjahr noch eher kleine Hakenköder verwendet werden und nur geringe Mengen an Futtermitteln zum Anfüttern. Im Frühjahr scheinen Schleien tierische Köder noch zu bevorzugen, weshalb Mistwürmer oder Maden gute Frühjahrsköder darstellen. Insgesamt sollte deutlich feiner gefischt werden als im Sommer. Dann kann es auch mit der Frühlingsschleie gut klappen.

Schleien angeln im Sommer

Im Sommer, wenn das Wasser warm ist, ist die Schleie am aktivsten und nimmt am meisten Nahrung auf. Trotzdem ist es im Sommer nicht immer so leicht Schleien zu fangen, da diese sich in den dichten Krautbeständen aufhalten und somit schwer zu befischen lassen. Außerdem sind die Schleien im Sommer auch tagsüber aktiv, da sie im dämmrigen Kraut Dschungel gut geschützt sind. Deshalb sollte im Sommer auch immer ausreichend starkes Gerät verwendet werden um Fische die tief ins Kraut flüchten trotzdem erfolgreich landen zu können. Idealerweise sucht man sich Löcher im Kraut oder macht sich mit der Krautharke, sofern erlaubt, etwas Platz. Auch das Angeln mit dem Method Feeder ist im Kraut relativ erfolgreich, ansonsten bleibt nur das Posenangeln. Normales Grund- und Feederangeln ist im Kraut kaum möglich.

Schleien angeln im Herbst

Im Herbst wird das Wasser kälter und die Schleien fangen an sich auf ihre Winterruhe einzustellen. Davor langen sie nochmal richtig zu, weshalb der frühe Herbst dem Spätsommer in nichts nachstehen kann und noch üppige Fänge erzielt werden können. Sobald die Wassertemperaturen aber deutlich sinken, wird es schwer eine Schleie ans Band zu bekommen.

Schleien angeln im Winter

Im Winter halten die Schleien in der Regel ein Art Winterruhe und graben sich teils sogar im Gewässergrund bzw. im Mulm ein. Deswegen ist Schleien angeln im Winter eigentlich nicht wirklich zielführend. Spezialisten suchen sich kleine Gewässer, die sich in einer warmen Winterphase etwas erwärmen und bekommen so teils noch den ein oder anderen Fisch ans Band. Besser ist es jedoch aufs Frühjahr zu warten, wenn die Fische wieder aktiver werden und die Fangaussichten deutlich höher sind.

Klassisches Ansitzangeln ist eine der beliebtesten Methoden, um eine Schleie zu fangen.

Schleien Drill

Das Posenangeln kann besonders beim Fang von Schleien eine Herausforderung sein. Der richtige Zeitpunkt zum Anhieb ist nicht so leicht zu ermitteln, da Schleien teils nur sehr vorsichtig am Köder herumunuckeln und die Pose zwar eine Biss anzeigt, aber mit zu geringer Kontinuität, um einen erfolgreichen Anhieb zu setzen. Trotzdem ist die Spannung und der Nervenkitzel ein wichtiger Bestandteil beim Schleienangeln und macht einen besonderen Reiz aus. Es gibt keine festen Regeln, für den Anhieb. Manchmal dauert es sehr lange, bis die Schleie den Köder schließlich energisch nimmt oder eben loslässt. Es kann auch vorkommen, dass der Fisch nach einiger Zeit tatsächlich wieder zurückkommt und das Warten von vorn beginnt. All das kann mit demselben Köder und an der gleichen Montage passieren. Die Zeit für den Anhieb ist reif, wenn die Schleie mit dem Köder im Maul wegschwimmt. Wem diese Art des Schleienangelns etwas zu stressig ist, dem sei die Grundmontage mit Selbsthak-Effekt angeraten. Ambitionierte Angler nutzen beide Methoden parallel.

Wenn der Haken sitzt, hat man meist wenig Probleme beim Drill, da der Kiefer der Tinca fest und zäh ist. Schleien sind starke Fische und auch für ihre vergleichsweise geringe Größe tolle Kämpfer. Ein großer Kescher ist sinnvoll, da der Fisch manchmal auch dann noch nicht aufgibt, wenn er schon halb im Netz ist. Manchmal muss auch eine gute Portion Kraut mit eingekurbelt werden.

Schleie in der Küche

Die Schleie ist ein köstlicher Speisefisch, der selbst den Karpfen schlägt. Ihr Fleisch ist fest, fettarm und besitzt ein aromatisches Nuss-Aroma. Um sicherzustellen, dass die Schleie nicht modrig schmeckt, kann man sie, falls man sie in sehr schlammigem Wasser gefangen hat, ein paar Tage im sauberen Wasser hältern. Da die Schleie nicht gründelt wie ein Karpfen ist dieses Problem aber deutlich geringer und in den meisten Gewässern sind hier keine Probleme zu erwarten. Ein Nachteil dieses Fisches als Nahrungsmittel ist, dass er einige Y-Gräten hat, genauso wie der Karpfen.

Die Schleie lässt sich auf viele Arten zubereiten, von gebraten bis hin zu geräuchert. Sie verträgt es auch gut, wenn man sie etwas kräftiger würzt. Beliebt sind gebratene Filets und auch ganze Schleien im Ofen. Früher war auch Schleie Blau, also gekocht, beliebt. In der jüdischen Küche wird die Schleie übrigens nicht gebraten, sondern in Milch gekocht. Im Mittelalter wurde die Schleie nicht nur zum Essen verwendet, sondern auch als Heilmittel. Ihr Schleim wurde fälschlicherweise als schmerzlindernd und wundheilend angesehen.

Schleien für die Hitliste

Solch kapitale Schleien sind Ausnahmefänge und wohl der Traum eines jeden ambitionierten Schleienanglers.

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