Feederrute gespannt

Was genau macht Feederruten aus?

Wer sich intensiv mit dem Friedfischangeln auseinandersetzt, kommt um das Feederangeln nicht herum. Dabei wird mittels einer Feederrute eine Futterkorbmontage am Grund präsentiert und die Fische werden mit dem Lockfutter an den Spot gelockt. Die Bissanzeige erfolgt bei der Feederrute über die sensible Spitze. Zum Feedern benötigt man zuerst einmal eine Feederrute. Angeln mit einer solchen Feederrute bietet vielfältige Möglichkeiten, um verschiedene Friedfischarten an ganz unterschiedlichen Gewässertypen zu befischen. Entsprechend groß ist die Auswahl an Feederruten, die eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten abdecken. In diesem Beitrag erfährst Du, welche Feederruten es gibt, wann welche Feederrute zum Einsatz kommt und welche Zielfische sich mit den jeweiligen Feederruten überlisten lassen.

Merkmale von Feederruten

Gängige Feederruten unterscheiden sich in diversen Merkmalen, wie Länge, Wurfgewicht, dem zu beangelnden Zielfisch, sowie der Beringung und dem Griffmaterial. Natürlich sind Feederruten auch in ganz unterschiedlichen Qualitätsstufen erhältlich. So gibt es günstige Modelle, die für Einsteiger geeignet erscheinen und natürlich hochwertige Feederruten, die von Profis beim Feederangeln in Welt- und Europameisterschaften eingesetzt wurden und immer noch werden. Gerade für Einsteiger ist das Feederangeln eine perfekte Methode, um relativ schnell zum Fisch zu kommen und erfolgreich zu sein. Profimodelle sind für den Anfang aber nicht erforderlich. Hier bietet sich oft ein günstigeres Modell oder ein Feederruten Set für Einsteiger an.

Arten von Feederruten

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von Feederruten.

  • Winkelpicker: Dabei handelt es sich um ultra leichte und kurze Feederruten. Gefischt wird mit kleinen Futterkörben oder Birnenbleien vorwiegend auf Weißfische und das meist im näheren Uferbereich.
  • Leichte Feederruten: Eignen sich für Stillwasser und langsam fließende Flüssen oder Kanälen zum Angeln auf Weißfische, Schleien oder Satzkarpfen in geringeren Distanzen.
  • Mittlere Feederruten: Diese Modelle sind stabiler und können mittelschwere Gewichte werfen. Sie sind geeignet für mittelgroße Flüsse und weitere Distanzen und für alle Friedfischarten – aber auch für Aal.
  • Schwere Feeder Ruten: Zum Angeln in großen, schnell fließenden Flüssen und auf sehr weiten Distanzen mit schweren Gewichten. Geeignet für größere kampfstarke Friedfische wie Barben, aber auch Raubfische wie Aale, Zander oder Welse. Auch in der Brandung nutzbar.

→ Hier bekommst Du vertiefte Infos zu den verschiedenen Feederruten Arten und Angaben zu den Wurfgewichten.

Beringung und Griffmaterial

Feederruten haben üblicherweise viele, eng anliegende und kleine Ringe, besonders auf der Feederspitze. Mehr Ringe halten die Schnur effektiver vom Blank fern als weniger Ringe. Die kleineren Ringe führen außerdem zu einem kontrollierterem Schnurverlauf beim Wurf – gerade beim Feedern ideal, wo oft geworfen und immer derselbe Platz getroffen werden muss. Je schwerer die Rute, desto stabiler sollten die Ringe auch sein.

Feederruten sind sowohl mit Korkgriff als auch mit Moosgummi Griff erhältlich. Manche Modelle haben auch kombinierte Griffe. Hier entscheidet vor allem der Geschmack des Anglers über das Griffmaterial. Günstigere Ruten verfügen oft über einen Moosgummi Griff. Kork ist ein Naturmaterial und benötigt entsprechende Pflege. Dann ist es aber sehr haltbar und kann gut gereinigt werden. Bei sehr hochwertigen teuren Ruten ist somit Kork zu empfehlen.


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Feeder Angeln

Der Begriff Feeder kommt aus dem Englischen “to feed”, was zu deutsch “füttern” heißt. Der sogenannte Feeder ist ein Futterkorb, der mit Futter gefüllt und anschließend mit der Feederrute an den Angelplatz geworfen wird. Durch Ansammlung von Futter am Angelplatz werden Friedfische angelockt, was das Feederangeln zu einer erfolgreichen Methode für Einsteiger macht und für Leute, die gerne viele Fische fangen. Futterkörbe dienen zusätzlich als Gewicht und sind ein Teil der gesamten Feederruten Montage.

Gerade das regelmäßige Einbringen kleinerer, immer gleicher Futtermengen hat sich bewährt, auch weil durch das Einschlagen des gefüllten Futterkorbs auf der Wasseroberfläche immer dasselbe Geräusch entsteht, durch das die Fische konditioniert werden können. Wichtig beim Angeln mit Feederrute ist, dass nicht zuviel Futter eingebracht wird. Einerseits kann dies die Fische sättigen und somit zu weniger Bissen führen, andererseits ist zuviel eingebrachtes Futter schlecht für die Gewässerökologie – somit besser zu wenig als zu viel füttern. Bleiben die Bisse aus kann man immer noch in kleinen Mengen nachdosieren.

Grundsätzlich richtet sich die Futtermenge natürlich auch nach Jahreszeit und Gewässerbedingungen. Viel Strömung erfordert natürlich mehr und deutlich schwereres Futter, welches liegen bleibt, während es im Stillwasser eher wenig und aufgehendes bzw. auftreibendes Futters bedarf, welches die Fische durch die Aktivität in der Wassersäule anlockt. Je kälter das Wasser ist, desto weniger Futter sollte grundsätzlich eingesetzt werden. Aber auch zu hohe Temperaturen im Hochsommer verlangen eher wenig Futter, da es sonst zu schnell verdirbt und die Fische bei solch hohen Temperaturen oft weniger fressen.

Zielfische beim Feederangeln

In der Regel können beim Feederangeln folgende Weißfische überlistet werden. Dabei ist es allerdings wichtig, die richtige Feederrute für den jeweiligen Zielfisch zu wählen.

  • Plötzen: Beim Plötzenangeln kommt die leichte Feederrute oder der Winkelpicker zum Einsatz. In größeren Flüssen dürfte auch eine Medium Feederrute taugen.
  • Brassen: Brassen erfordern die Verwendung einer Medium Feederrute. Im großen Strom kann auch eine Heavy Feederrute benutzt werden.
  • Güstern: Zum Angeln auf Güstern reicht eine leichte Feederrute oder ein Winkelpicker.
  • Rotfedern: Auch Rotfedern können mit einer leichten Feederrute oder einem Winkelpicker befischt werden. Feedern ist aber nicht die beste Technik auf Rotfedern, da diese eher an der Oberfläche aktiv sind und beim Feedern am Grund gefischt wird.
  • Barben: Zum Angeln auf die kampfstarken Strömungsfische werden Heavy Feederruten benötigt. In kleineren Flüssen kann auch eine Medium Feederrute ausreichen.
  • Döbel: Döbel sind dankbare Zielfische beim Feedern im Fluss. Medium Feederruten dürften beim Döbelangeln in den meisten Flüssen ausreichen.

Aber auch Karpfen und Schleien kann mit der Feederrute erfolgreich nachgestellt werden. Spezialisten angeln mit Feederrute auch auf Aal oder Zander.

  • Karpfen: Beim Karpfenangeln greift man besser zur Heavy Feederrute. Geht es nur auf kleiner Satzkarpfen im hindernisarmen Teich reicht auch eine Medium Feederrute.
  • Schleien: Tincas sind kampfstark und flüchten gerne ins dichte Kraut. Entsprechend Druck sollte man ausüben können, weshalb eine Heavy Feederrute eher angeraten ist, als eine Medium Variante, vor allem wenn auch gute Karpfen beißen können.
  • Aal: Feedern auf Aal wird vor allem im zeitigen Frühjahr praktiziert, wenn das Wasser noch recht kalt ist und die ersten Aale zaghaft zu fressen beginnen und kleinere Happen aufnehmen. Die feinen Bisse beispielsweise auf kleine Wurmstücke sollten sofort mit einem Anschlag quittiert werden.
  • Zander: Feedern auf Zander macht vor allem im Fluss Sinn, wenn man den Zander aufgrund der Strömung nicht länger frei abziehen lassen kann. Die Feederspitze zeigt den Biss direkt an, wenn der Zander den Köder inhaliert. Dieser sollte sofort mit einem Anhieb quittiert werden – man sollte also neben der Rute sitzen.

Fazit

Feederangeln ist eine beliebte Angeltechnik beim Angeln auf Friedfische. Je nach Zielfischart und Gewässer sind verschiedene Modelle an Feederruten in unterschiedlichen Wurfgewichtsklassen erhältlich. Dementsprechend sollte die Feederrute gewählt werden. Je stärker die Strömung, je weiter die Angeldistanz, je größer die Futterkörbe und je größer die Zielfischart, desto schwerer muss die Rute ausfallen.

Mehr Infos zum Feederangeln findest Du in unserem Beitrag Feeder Tipps und Tricks für verschiedene Zielfische.

Feedern Ausrüstung

Feederangeln funktioniert auch mit zwei Feederruten sehr gut – solange es nicht allzu frequent beißt.

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