Friedfischfutter

Grundfutter – Komponenten, Vorbereitung, Verwendung



Grundfutter bzw. Angelfutter ist trockene Mischung aus Mehle, Gewürzen, Aromastoffen und Partikeln, die am Angelplatz angefeuchtet und angeboten wird und eine Lockwirkung entfaltet. Im Grunde genommen ist Grundfutter also ein aromatisches und teils mit Partikeln versehenes Futterpulver zum Anlocken von Friedfischen. Das Grundfutter kann am Angelplatz um weitere Partikel und Hakenköder, wie Maden, ergänzt werden. Mehr zum Grundfutter, was Du beim Grundfutter verwenden beachten musst, welche Fische mit welchem Futter angelockt werden können und woran du ein gutes Grundfutter erkennst, das zeigen wir dir im folgenden Beitrag

Inhaltsstoffe von Grundfutter

Die meisten Grundfuttermischungen bestehen aus Paniermehl, Maismehl, Gries, Kuchen-/Bisquit- oder Waffelmehl, Zwiebackmehl, Brotmehl, Kokosflocken, Weizenkleie, Haferflocken, Hühnerfutter und anderen mehlartigen Zutaten, wie Erde, Lehm, Sand, Kies zum Beschweren, Kakao zum Abdunkeln, Fisch- und Krustentiermehle, gemahlenes Hunde-und Katzenfutter usw. Die mögliche Zutatenliste ist also lang und vieles ist dabei nutzbar.

Als Gewürze dienen allerlei geruchsausübende Stoffe, wie Vanille, Zimt, Anis, Fenchel, Knoblauch, Salz, Zucker, Honig, Chili und sonstige mögliche Aromastoffe.

Partikel im Grundfutter

Vielen Angelfuttern sind noch diverse trockene Partikel zugesetzt. Dazu gehören Mais, Weizen, Lupinen, geschredderte Boilies, Tigernüsse, Kichererbsen, Erbsen, Hanf, Pellets. Diese können in mehr oder minder grober Körnung vorliegen.

Lebendköder hingegen müssen aufgrund der Haltbarkeit immer frisch zugesetzt werden. Hier bist du also selbst in der Verantwortung und kannst Maden, Mehlwürmer, Bienenmaden oder aber verschiedene geschnittene Würmer verwenden. Meist ist es der Köder, mit denen du Angeln willst. Dann schöpfen die Tiere am wenigsten Verdacht und gewöhnen sich bereits an deinen Hakenköder.

Grundfutter anrichten

Vor dem Grundfutter verwenden solltest du das trockene Grundfutter mit allen trockenen Zutaten vermischen. Anschließend kannst du das Futter mit Wasser aus dem See oder Fluss anfeuchten und hierzu wahlweise einen Becher oder eine Sprühflasche nehmen. die flüssigen Stoffe gibt man ins Wasser, so verteilt sich alles am Besten. Du kannst auch mit der hohlen Hand Wasser schöpfen. Den Eimer unter Wasser zu tauchen kann hingegen dazu führen, dass zuviel Wasser ins Futter gelangt und das Futter zu nass wird, um es noch werfen zu können. Nach einem kurzen Einsprühen sollte das Futter gut durchgemischt und gegebenenfalls mehrmals durch ein spezielles Futtersieb gestrichen werden. So lässt sich die Klümpchenbildung reduzieren, damit die Fische nicht gleich satt sind.

Futterpartikel, wie Kartoffeln, Bohnen, Mais oder Maden gibst du jetzt dazu und mischt abermals gut durch. Anschließend kannst du mit dem Anfüttern beginnen. Forme hierzu handliche Futterbälle und wirf sie per Hand ein. Alternativ kannst du auch eine Futterschleuder verwenden, das Futter im Futterkorb, mit dem Method Feeder oder vom Boot aus ausbringen.

 

Grundfutter verwenden
Grundfutter kann bei Bedarf gesiebt werden, was vor allem beim Feedern Sinn macht und auch im Winter, wenn es sich schnell auslösen soll.

Grundfutter verwenden

Du solltest stets mit Ködern fischen, die du auch als Partikel im Grundfutter hast. Die Hakengröße richtet sich dabei nach der Ködergröße, der Anzahl und Größe der Zielfische. Du solltest beim Angeln stets ein Kescher und eine gute Rutenablage samt zuverlässigem Bissanzeiger bereithalten. Das kann eine Pose, ein Knicklicht oder ein elektronischer Bissanzeiger sein. Auch eine knarrende Schnurbremse kann diese Aufgabe erfüllen. Neben dem Grundangeln in verschiedenen Ausführungen, macht also auch das Posenfischen mit Wagglern Sinn. Aber auch das Fischen mit der Stipprute oder der Bologneserute sind herrliche Angelarten.

Auf welche Fische kann man Anfutter benutzen?

Generell kann man Grundfutter verwenden, um alle möglichen Weißfische zu beangeln. Mit speziellen Zugaben kann man dies auf seine Zielfische abstimmen und so eventuellen unerwünschten Beifang ausschließen oder verringern. Selbst das das Anfüttern auf Raubfische ist möglich. Hierzu gibt es spezielles Grundfutter für Aal, dies wird durch Zugabe von Maden, Wurmstücken und Fischfetzen verfeinert. Auch auf Hecht, Zander, Barsch und Wels ist das Anfüttern mit größeren Fischstücken kann man sehr erfolgreich Anfüttern.

 


Video von Angeln von A-Z mit Jesse und Michi

Grundfutter selber mischen

Wer sich als Angler für die Friedfischangelei begeistert, wird sich früher oder später für verschiedene Methoden, wie dem Stippen, Feedern oder das Karpfenangeln interessieren beziehungsweise sich auf diese spezialisieren. Wenn man sich dann das benötigte Friedfischfutter selbst zusammenstellt, wird man schnell feststellen, dass es eine Vielzahl an Futterkomponenten für Friedfische gibt. Wenn du dich bereits länger mit dem Thema Grundfutter bzw. Angelfutter auseinandergesetzt hast und viel anfütterst, dann kannst du beim Selbermischen viel Geld sparen.

Angelfutter Zutaten erhältst du dabei im Supermarkt oder in der landwirtschaftlichen Genossenschaft, sowie direkt beim Bauern oder Angelfutter Hersteller günstig als Sackware. Manche Angelfutter Shops bieten neben Fertigmischungen auch die Angelfutter Einzelmehle an.

In erster Linie sind Futterkomponenten für Friedfischfutter dazu da, um diese an den Platz zu locken und am Platz zu halten. Hierzu gibt es viele Einsatzmöglichkeiten verschiedener Bestandteile aus dem Lebensmittel- und Tierfutterbereich.

→ Mehr zu Karpfenköder aus dem Supermarkt
→ Mehr zum Karpfen Futter selber anmischen

Welche Futterkomponenten für Friedfische gibt es?

Futterkomponenten für Friedfischfutter können sowohl tierischen wie auch pflanzlichen Ursprungs sein. Auch bereits verarbeitete oder künstlich hergestellte Futtermittel für Friedfische sind möglich.

Welche tierischen Futterkomponenten für Friedfische sind möglich?

Bei den tierischen Bestandteilen von Friedfischfutter kommt es in erster Linie auf den auserwählten Zielfisch an. Generell sind alle gängigen Würmer (Tauwurm, Rotwurm, Laubwurm, Dendrobena, Mistwurm), Fleischmaden und Raupen (Trevo, Bienenmaden) ebenso mögliche Futtermittelkomponenten für Friedfische, wie auch diverse Schlachterzeugnisse nutzbar. Letztere sind neben der Leber und dem Herzen verschiedener Schlacht- und Nutztiere ein guter Köder auf Döbel und Barben, auch andere große Weißfische wissen diese Köder zu schätzen. Verarbeitete Futtermittelkomponenten tierischen Ursprungs wären Fleischwurst, Leberwurst, Blut- und Schwarzwurst und verschiedene andere Lebensmittel.

Weitere tierische Futterkomponenten für Friedfische wären diverses Hunde- und Katzenfutter, sowohl Trockenfutter wie auch Nassfutter und Futtermittel aus der Fischzucht (Pellets).

Welche pflanzliche Futtermittelkomponenten gibt es?

Bei den pflanzlichen Futtermittelkomponenten für Friedfischfutter dürfte der Mais ganz oben stehen. Allerdings sind aus dem Lebensmittelsektor aus Konservendosen auch Erbsen, Bohnen, Obst, Kichererbsen, Erdmandeln (Tigernüsse), Linsen, Kartoffeln und anderes verwendbar. Sieht man sich zum Beispiel in einem Supermarkt genauer um, wird man feststellen, dass es eine unsägliche Vielzahl an Futtermittelkomponenten für Friedfischfutter gibt. Angefangen beim Paniermehl, Maismehl, Maisgries, Reismehl, Haferflocken, Bulgur, Reis, Nudeln, Hirse, Hartweizen- und Weichweizengries, Puddingpulver, Nüsse, Pinienkerne, Backaromen (Vanillearoma, Rumaroma), diverse Backwaren (Kekse, Kuchenboden, Schokoriegel usw.), die man zerkleinern kann, Salz, Zucker, Honig, verschiedene Siruparten, Zitronensaft aber auch verschiedene Gewürze wie Knoblauchgranulat, Maggie, Chili, Paprikapulver, Zimt, Kurkuma, Anis und Curry eignen sich als Futtermittelkomponenten für Friedfischfutter.

Sieht man sich zudem mal in einem Agrarhandel um, wird man schnell feststellen, daß es neben Mais und Weizen auch noch andere Futterkomponenten gibt. Darunter fallen Hanf, Lupinen, Geflügelaufzuchtfutter, Legehennenfutter, Taubenfutter und so weiter.

Gibt es weitere Futterkomponenten für Friedfische?

Das kann man ganz klar mit ja beantworten. Es gibt im Angelgeschäft durchaus auch noch verschiedene flüssige Lockstoffe, die jedoch meist sehr teuer sind. Diese können manchmal auch durch Zutaten aus dem Supermarkt mehr oder weniger ersetzt oder angereichert werden. Hierzu zählen Maggie, Austernsoße, Sojasauce, Fischsoße, Worcestershire-Sauce. Andere flüssige Zutaten eignen sich ebenso als Futterkomponenten für Friedfische.

Neben den bereits genannten Pellets zum Fische füttern, kann man auch Boilies, Flockenfutter, Teichsticks für Goldfische und andere Futtermittel benutzen. Auch eignet sich verschiedenes Vogelkörnerfutter wie Papageien-, Wellensittich- und Winterfutter für Wildvögel sehr gut, welches sich nach dem Überbrühen mit heißem Wasser und dem erkalten sehr gut in einer Futtermischung verarbeiten läßt.

 

Grundfutter trocken
Grundfutter kann aus verschiedenen Komponenten hergestellt werden.

Fertiges Grundfutter für Gewässer, Angel- und Fischarten

Fertigmischungen sind schon auf die Gewässern und auf Zielfische abgestimmt, so bekommt man im Handel Anfutter für Stillgewässer, aber auch spezielles Grundfutter für Fließgewässer.

Die gesamten Futtermischungen sind dann wieder auf die Zielfische speziell abgestimmt, so gibt es Futter für Karpfen, Method Feeder Futter, Grundfutter für Brassen, Anfutter für Rotaugen, fischiges Grundfutter, Grundfutter für Schleien oder Aal, Grundfutter für Forellen oder Wettkampf Anfutter und natürlich auch Allround Angelfutter. Desweiteren unterscheiden sich auch die Mischungen beim Anfutter im Frühjahr, beim Anfutter im Sommer/Herbst, aber auch beim Anfutter im Winter erheblich bei den Zutaten.

Welche Angelfutter Hersteller gibt es?

Grundfutter ist doch nur etwas Paniermehl in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen? Weit gefehlt. Ähnlich wie bei anderem Angelgerät ist die Vielseitigkeit der verschiedenen Angelfutter enorm. Folglich gibt es auch sehr viele Hersteller, die Angelfutter produzieren und im Angebot haben. Welche Angelfutter Hersteller es gibt und worauf man beim Kauf achten sollte erfährst Du in diesem Abschnitt.

Beim Grundfutter gibt es ebenso viele Hersteller, wie bei anderen Futtermitteln wie Boilies, Pellets usw. auch. Im Folgenden werden die bekanntesten und wichtigsten Futtermittelhersteller aufgelistet. Es gibt aber auch noch einige mehr.

  • Balzer
  • Behr
  • Berkley
  • Browning
  • Cormoran
  • Mosella
  • Sänger
  • Sensas
  • Top Secret
  • MS Range
  • Spro
  • Zammataro
  • Dynamite Baits

Zum Teil haben sich die Hersteller auf verschiedene Einsatzzwecke spezialisiert. So gibt es von manchen Firmen spezielle Feederfutter, während andere nur Karpfenfutter führen und wieder andere sich auf einzelne Futterkomponenten beschränken. Vor allem Top Secret bietet ein sehr gutes Preis Leistungs Verhältnis. Sensas ist die Marke der Stipper und MS Range sowie Zammataro konzentrieren sich aufs Feederangeln.

 

Angelfutter Hersteller
Grundfutter sollte besonders im Winter sehr fein und trocken angemischt sein, um die Fische nicht zu sättigen.

Wo kann man Angelfutter kaufen und online bestellen?

Das für einen beste Angelfutter bekommt man sowohl im Fachhandel, als auch im Netz. Gerade wer größere Mengen für die ganze Saison kauft, kann hier oft sparen. Dabei kann man sowohl als Anfänger als auch als fortgeschrittener Angler sein Schnäppchen machen. Am besten fragt man bei seinem Angelhändler, ob dieser größere Mengen Futter zu guten Preisen abzugeben hat. Ist das nicht der Fall, stöbert man im Netz nach einem guten Angebot. Auch das Zusammenstellen eigener Mischungen auf Basis der unterschiedlichen Anfuttermehle kann günstig sein und zudem Spaß machen. Wer keine Lust auf langwierige Recherche hat, stöbert einfach in unseren Produktempfehlungen.

Grundfutter ist häufig in 1 – 3 Kilo Beuteln zu bekommen. Diese Menge reicht zum normalen Angeln auch vollkommen aus. Dem gegenüber findest du auch Angelfutter Sackware, also Angelfutter 20 Kilo-Gebinde oder einen Grundfutter 10 kg-Sack. Dies ist günstiger, aber auch schwieriger zu lagern. Wenn du dich oder die Fische bereits auf ein bestimmtes Futter eingeschossen hast, dann sind diese Mengen die Richtigen für dich, um deine Futterplätze regelmäßig beschicken zu können. Achte auf ein gutes Angelfutter, das die Bedürfnisse deiner Zielfische erfüllt.

Fazit

Grundfutter sind vielfältig aber auch nicht zu kompliziert. Für Anfänge sollte neben einer soliden Zusammensetzung und Aroma auch die Farbe stimmen. Helle Farben locken eher kleine Weißfische an und dunklere werden nicht so leicht gefunden. Hier freuen sich dann die langsameren großen Fische. Je nachdem was du angelst, kannst du dich auch darauf einstellen. Grundfutter sollte richtig angemischt, klein gemahlen und mit Partikeln und ggf. Aromen verfeinert werden. So können Fried- und Raubfische gleichsam angelockt und mit dem Hakenköder an der Grund- oder Posenmontage überredet werden. Das Grundfutter lässt sich auch selber mischen. Die Zutaten und Lebensmittel, die sich als Futterkomponenten für Friedfischfutter verwenden lassen, sind unerschöpflich. Somit kann sich jeder sein eigenes Geheimrezept für ein Grund- oder Feederfutter selbst erstellen. Wenn du wissen willst, welche Partikel du deinem Angelfutter beimischen kannst, dann empfehlen wir dir unseren Beitrag zu Partikel zum Angeln.

→ Welche Posen es hierfür gibt, das erfährst du in unserem Beitrag Posen Arten nach Einsatzzwecken.

Neues aus dem FHP Magazin

Video: Basiswissen für Angler: Das Ruten-Wurfgewicht, Quelle: FHP/Fishpipe