Walchensee, Quappe

Walchensee - Fangbild von H. Vogel

Walchensee, Seeforelle

Walchensee - Fangbild von U. Lindner

Walchensee, Seesaibling

Walchensee Saibling - Bild von Udo Linder

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Größe
1620.00 ha
Durchschnittstiefe
100.00 m
Tiefe max
198.00 m
Länge
6.00 km
Untergrund
  • kiesig
  • steinig
Natur- und Landschaftsschutz
Naturschutzgebiet beachten

Klares, türkisblaues Wasser, ein malerisches Alpenpanorama und eine Fischfauna, die sich so nur in einem fast 200 Meter tiefen Natursee finden lässt: Das ist der Walchensee im Bundesland Bayern.

Der Walchensee ist ein waschechter Alpensee und ist nach dem Bodensee das tiefste Gewässer der Bundesrepublik. Zwar kann er in Sachen Wasserfläche nicht mit dem Starnberger See oder dem Ammersee mithalten, trotzdem ist hier aber absolut genug Platz für jeden Angler. Das Angeln am Walchensee ist überregional für seine dicken Seeforellen bekannt, für die es sogar Petrijünger aus dem europäischen Ausland auf den See zieht. Doch die schönen Silberbarren sind bei weitem nicht der einzige Zielfisch, den es sich hier zu beangeln lohnt. Wer schon immer mal mit der Hegene Renken, Saiblinge und Seeforellen fangen wollte, ist hier ebenso richtig, wie ehrgeizige Hechtangler. Grund genug also, um die Rute einmal ganz im Süden Deutschlands auszuwerfen.

Ein Alpenjuwel: Der Walchensee

Anders als die typischen Seen im bayerischen Fünfseenland, die noch zu den Voralpenseen zählen, ist der Walchensee kein typischer Rinnensee. Sein Ursprung liegt in tektonischen Prozessen, was auch seine eindrucksvolle Tiefe von 190 Metern erklärt. Damit gehört der See nicht nur zu den tiefsten Gewässern Deutschlands, sondern auch zu den ältesten. Trotzdem hat auch hier der Isar-Loisach Gletscher in der letzten Eiszeit seine Spuren hinterlassen und die Erscheinung des Umlandes entscheidend geprägt. Mit einer Wasserflächen von 16,4 Quadratkilometern zählt der Walchensee zu den größten deutschen Alpenseen. Der See liegt inmitten eines Talkessels etwa auf 800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und ist von recht niedrigen Bergen umgeben, die bis zu ihren Gipfeln bewaldet sind. Auf der Karte betrachtet ähnelt der See einem nach Norden zeigenden Dreieck. Am Westufer befindet sich eine große Halbinsel namens Zwergen und im Osten des Sees liegt die Insel Sassau, die allerdings als Vogelschutzgebiet für das Angeln am Walchensee kaum eine Rolle spielt.

Der Walchensee verfügt über zwei Abflüsse, einen natürlichen und einen künstlichen. Die Jachen entwässert den Ostteil des Sees in Richtung Isar. Im Norden befindet sich ein Kraftwerk, als zweiter Abfluss des Walchensees, der den Höhenunterschied zum nahen Kochelsee zur Stromerzeugung nutzt. Neben zahlreichen kleineren Bergbächen, deren Mündungen natürlich immer für Fische gut sind und deren Kiesbänke den im See lebenden Forellen als Laichgründe dienen, erhält der See einen großen Teil seines Zulaufwassers duch Kanäle wie den Rißbachstollen und vor allem dem Obernachkanal. Diese künstlichen Zuflüsse wurden angelegt, um den Walchensee als Wasserspeicher für das 200 Meter tiefer liegende Walchensee Kraftwerk am Kochelsee zu optimieren. Von der 27 Kilometer langen Uferlinie sind etwa 14 Kilometer nicht für den Autoverkehr zugelassen aber durch Wander- und Radwege gut erschlossen. Die Ufer sind überwiegend recht steil abfallend.

An- und Herumkommen

Wer zum Angeln an den Walchensee möchte, kommt um den Kochelsee nicht herum – genauer um die Gemeinde Kochel am See, auf deren Gemarkung sich der komplette Walchensee, wie auch der Kochelsee befindet. Kochel am See erreicht man von München in etwas unter einer Stunde mit dem PKW. Hier geht es hauptsächlich über die Autobahn A95 in Richtung Garmisch Partenkirchen bis zur Ausfahrt Kochel-Murnau. Von hier führt der weg durch Kochel am See über die Serpentinen der B11 direkt an das Westufer des Walchensees. Wer lieber klimafreundlicher anreist, kann von München HBF mit dem Zug direkt Kochel am See ansteuern und dabei das malerische Alpenvorland bewundern. Von hier geht es dann mit öffentlichen Bussen ebenfalls direkt zum Walchensee. Entlang des Westufers finden sich immer wieder kleinere Ortsteile, die allesamt zu Kochel am See gehören. Ausgangspunkt für eine Tour auf den See ist dabei meist der Ortsteil Walchensee nördlich der Halbinsel Zwergen.

Angeln am Walchensee: Der Fischbestand

Der Walchensee ist alt, tief, nährstoffarm und damit ganz anders als viele Angelgewässer im Norden Deutschlands. Dementsprechend besonders ist damit auch der Fischbestand, den man so nur in typischen Alpenseen findet. Die Zielfische werden von den zahlreichen Salmoniden dominiert, die den Walchensee ihre Heimat nennen. Dazu zählen neben den Klassikern wie Bach- und Regenbogenforellen, vor allem Seeforellen, die zum Laichen noch regelmäßig in die kleinen Zuflüsse aufsteigen. Zusätzlich kommen verschiedene Coregonen, die natürlich gerne mit der Hegene gefangen werden, hinzu. Vertreten ist hier die klassische Renke, aber auch verschiedene Tiefwasser-Formen der silbrigen Fische gehen beim Angeln am Walchensee an den Haken. Ebenfalls im Tiefenwasser verbergen sich die Seesaiblinge, die es hier in guten Stückzahlen gibt. Wer es lieber größer mag, kann mit schönen Freiwasserhechten rechnen. Für Friedfischangler gibt es große Schwärme an Döbeln, Barben und vereinzelt Karpfen.

Dazu kommt ein sehr guter Bestand der Quappe oder Rutte, wie dieser Fisch in Bayern genannt wird. Das Angeln auf diesen Süßwasserdorsch hat am Walchensee Tradition und ersetzt den nächtlichen Ansitz auf Aal. Weiterhin kommen im Walchensee zahlreiche typische Kleinfische der Alpenregion vor. Am häufigsten sind hier Koppe und Elritze. Dazu gibt es auch noch Bestände stark bedrohter Fischarten, die beim Angeln am Walchensee hin und wieder an den Haken gehen, aber schonend zurückgesetzt werden sollten. Zu nennen wäre hier der Perlfisch oder die Mairenke, die anders als der Name vermuten lässt, nicht zu den Coregonen sondern zu den Cypriniden gehört. Natürlich gibt es auch noch weitere Fried- und Raubfische wie Barsche, Rotaugen, Hasel und Aland, allerdings werden diese nur selten gezielt beangelt. Der Fokus der meisten Walchensee Angler liegt eindeutig auf Forelle, Saibling, Renke und Hecht.


Video von FewoFerienglueck

Der Schatz im Silbersee: Seeforellenangeln am Walchensee

Die Seeforellen des Walchensees sind berühmt berüchtigt und wer die nötige Ausdauer mitbringt kann Exemplare von 10 Kilogramm oder mehr verhaften. Der Allzeit Rekord liegt laut örtlicher Angler bei einem Exemplar von fast 60 Pfund, darf aber durchaus mehr als Motivation denn als realistisches Ziel betrachtet werden. Die Saison zum Seeforellenangeln am Walchensee startet im März. Bis Ende April sind zum Saisonstart gute Ufer-Fänge möglich, was sich durch die Dichte an Petrijüngern zu dieser Zeit bemerkbar macht. Besonders das Südufer hat zu dieser Zeit Potential. Hier sorgen zahlreiche kleine Einmündungen für schöne Kiesbänke, die sich bei niedrigem Wasserstand auch mit der Wathose erkunden lassen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn auch wenn der südliche Seeteil flacher ist, gibt es hier dennoch steil abfallende Ufer, die in Kombination mit etwa vier Grad kaltem Wasser schnell gefährlich werden können. Die besten Seeforellenköder zum Saisonstart sind schlanke Blinker und tote Köderfische am System.

Die restliche Saison macht die Seeforelle ihrem Beinamen “Fisch der tausend Ruderschläge” alle Ehre. Sobald die Salmoniden in tiefere Regionen abwandern, heißt es auch am Walchensee Schleppfischen und zwar dank der örtlichen Bestimmungen mit Muskelkraft. Ab Mai stehen die Fische etwa in sieben Meter Tiefe und ziehen sich mit steigenden Temperaturen in immer größere Tiefen zurück. In Sachen Schleppangeln gilt es jetzt alle Register zu ziehen. Das heißt Scherbrett, Paravan oder Downrigger gehören genauso zur Montage wie Multirolle und die entsprechend robuste geflochtene Hauptschnur. Örtliche Angler schwören auf traditionelle Perlmuttblinker, aber auch Gummifische und tote Köderfische am System bringen gute Fänge. Vertrauen in den Köder ist hier extrem wichtig, denn auch mit dem besten Kunstköder braucht es Zeit, eine Seeforelle zu fangen. Allzu häufige Köderwechsel bringen daher meist nichts und sind generell eher hinderlich. Wer diese Tipps beherzigt und nach dem Angeln am Walchensee tatsächlich einen der begehrten Silberbarren in Händen hält, ist dem perfekten Angeltag schon sehr nahe.

Dreifach hält besser: Mit der Hegene am Walchensee

Das Hegeneangeln am Walchensee erfreut sich unter den ortsansässigen Anglern großer Beliebtheit. Hier sind vor allem zwei Zielfische zu nennen: Seesaibling und Renke, die aber immer wieder durch Zufallsfänge von Forelle, Barsch und Mairenke ergänzt werden. Die Seesaiblinge des Walchensees liegen im Größenvergleich zwischen den großen Exemplaren der Tieflandseen und den Zwergformen des hochalpinen Raumes. Realistisch sind hier Größen zwischen 20 und maximal 50 Zentimeter, wobei das Schonmaß von 26 Zentimetern genau das Mittelfeld markiert. Die Saiblinge stehen das ganze Jahr eher tief an den zahlreichen Steilwänden und lassen sich gut mit einer Montage ähnlich einem Heringspaternosters beangeln. Ein Blei bringt dabei die Montage auf Tiefe, während Blinker die Aufmerksamkeit der Saiblinge erwecken sollen. Die Haken sind dabei meist Nymphen am Einzelhaken in braun, rot, schwarz oder violett.

Die Nymphen in den oben genannten Farben haben sich auch zum Renkenangeln am Walchensee bewährt. Im Sommer kommen Hegenen mit drei Anbissstellen an der Pose zum Einsatz. Ob mit der Hegene nun auf Renke oder Saibling geangelt wird, entscheidet oft nur die Stelle und die Tiefe auf der die Montage angeboten wird. Renken beißen im Sommer eher oberflächennah über flacheren Bereichen, während Saiblinge sich gerne an tieferen Felsstrukturen aufhalten.

Infos für Gastangler: Sicherheit, Bestimmungen und Angelkarten

Alpengewässer sind keine ungefährlichen Gewässer, das gilt auch für den Walchensee. Durch die verschiedenen alpinen Witterungslagen ziehen oft innerhalb kürzester Zeit Gewitter auf, die neben Blitzschlag mit starken Winden einhergehen. Bootsangler sollten darum immer den Himmel und das am nächsten gelegene Ufer im Blick haben. Gerade im Frühjahr, wenn die heftigsten Winde toben, ist das Wasser dazu noch sehr kalt und ein über Bord gehen wird schnell lebensgefährlich. Das gleiche gilt für das Watangeln in unbekanntem Terrain. Abseits der Ufer sollte das Angeln am Walchensee daher nie alleine erfolgen. Die Umgebung rund um den See ist eine beliebte und nicht gerade preiswerte Ferienregion, allerdings gibt es auch hier günstige Alternativen wie Campingplätze. Gerade private Vermieter von Unterkünften sind oft selbst Angler und kennen den See, hier kann es sich lohnen, ein wenig mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Bootsverleihe findet man vor allem entlang des Westufers. Der nächste Angelladen ist etwa eine halbe Autostunde entfernt in Murnau zu finden. Gastkarten gibt es allerdings überall um den See verteilt.

Karte & Anbieter

Bootsverleih Edlinger

Seestr. 15, 82432

Bootsverleih Seehotel und Gasthaus Einsiedl

Einsiedl 1, 82432

Bootsverleih Asentorfer

Haus Nr 28, 82432

Angelbedarf Edlinger

Seestr. 15, 82432

Angelbedarf Asentorfer

Haus Nr 28, 82432

Zum Isarfischer

Lenggrieser Straße 24, 83646

Angel Zoo Rösch

Grüngasse 12, 82418

Alpine Angler

Seiboldweg 22, 83646

Angelcenter Weiss

Ludwig-Thoma-Str. 38, 85221

Ferienwohnungen Melf

Kirschbaumweg 25, 82432

Campingplatz am Walchensee

Lobisau, 82432

Ferienhof Jörglbauer

Sachenbach 1, 83676

Ferienwohnung Asentorfer

Haus Nr 28, 82432

Cölestinhof

Berg 3, 83676

Lettnerhof

Höfen 18, 83676

Seehotel und Gasthaus Einsiedl

Einsiedl 1, 82432

Angelbedarf Edlinger

Seestr. 15, 82432

Angelbedarf Asentorfer

Haus Nr 28, 82432

Zum Isarfischer

Lenggrieser Straße 24, 83646

Bewirtschafter
Angelkarten-Ausgabestellen
Händler
Bootsverleihe
Unterkünfte
Freizeit-Orte
Guidings

Fänge (3)

Forum (74 Beiträge)

SPORTEX Ruten vergessen

Hallo Leute,

der Just hat gestern Nacht seine Ruten am Walchensee vergessen, vielleicht hat einer die gefunden!

Hab gestern Nacht nach dem Ruttenfischen am Walchensee vergessen, meine
beiden Angelruten ins Auto zu packen, sind gegen 23:00 an der Parkbucht
(Richtung Urfeld) im Schnee liegen geblieben.
Heute Vormittag waren sie weg und bei Helene wurde bisher auch nichts abgegeben.
Es handelt sich um zwei ältere Sportex-Ruten mit zwei älteren Shimano-Baitrunnern 3500.
Sollte der potenzielle Finder das hier lesen oder ihn jemand kennen - wäre klasse, wenn ich die Teile wieder bekommen würde.

Am Besten bei Helene Edlinger im Walchenseer Angelgeschäft abgeben - Finderlohn gibt's selbstverständlich auch.

Wäre schön wenn er die wieder bekommt!

tight lines
Thomas
Rückwirkend zum 26.09.2019 hat uns Udo Linder diesen schönen Saibling von satten 50 cm und 1,8 Kg gemeldet. Was für ein schönes Tier und was für ein schönes Foto.

Gerne mehr davon und von uns ein dickes Petri!

(Bild)

Hier gehts zur
Fangmeldung
Servus zusammen,

ich weis es dauert noch ein wenig, aber es juckt schon wieder in den Fingern. Wer von Euch ist am 1 März bei der Saisoneröffnung am Walchensee? Ich bin vom 1-3 März oben und werde mal den Seeforellen nachstellen. Hoffe es hat nicht ganz so viel Schnee wie letztes Jahr.

Petri, minicooperrot 2003
[h=3]Öffnungszeiten Helene Edlinger[/h] Servus,
da ich im Netz nichts gefunden habe, wollte ich hier mal die Öffnungszeiten von Helene Edlinger posten.

tight lines
Thomas
(Bild)(Bild)
Hallo Skorpion66,

als langjähriger Walchenseefischer kenne ich das Problem, daß die Fische oft nicht so wollen wie wir Angler. Ich selbst komme schon 20 Jahre an den Walchensee und schleppe im allgemeinen auf Saiblinge. Ich war ebenfalls anfang März wieder mal am Walchensee, selbst nichts gefangen aber einige Mitstreiter haben in der Zeit Seeforellen(maßig) und einige Quappen (bis ca. 15.Cm) gefangen.
Aber die Saison geht ja erst richtig los. Ab Mitte April bis Mitte Mai werde ich mir nochmals so 4-5 Tage gönnen und wie immer auf die Schätze der Tiefsee, den Saibling schleppen. In der Regel bringe ich auch mein Pensum von 10 Saiblingen zusammen was aber oftmals bedeutet, den ganzen Tag zu rudern. Vieleicht sieht man sich ja mal an einem der schönsten Seen in Oberbayern.
Petri Heil

Fischarten (16)