Rotaugen angeln

Rotaugen angeln: Reviere, Methoden, Gerät und Köder

Das Rotauge ist häufig eine der ersten Fischarten, die beginnende Angler überlisten können. Das liegt daran das Rotaugen, zumindest die kleinen Exemplare, fast überall vorkommen und leicht zu fangen sind. Große Rotaugen hingegen sind eher scheu und schwierig zu fangen und auch eine Herausforderung für Fortgeschrittene. Gerade Rotaugen der Kiloklasse bekommen nur wenige Angler an den Haken. Wer es auf die Dicken abgesehen hat sollte sich genau über mögliche Gewässer und Winterlager der Fische informieren und sich beim Angeln vor allem ruhig verhalten. Gute Zeiten für große Rotaugen sind der Herbst und das Frühjahr. Mehr zum Rotaugen Angeln erfährst Du in diesem Beitrag.

Reviere zum Rotaugen angeln

Rotaugen kommen in fast allen Gewässertypen vor – auch in Bächen, oder Teichen. Große Rotaugen hingegen benötigen entsprechende Gewässersysteme, wie große Flüsse oder Seen. Teils kann das Fangen der Großen eine wirkliche Herausforderung sein. Je nach Gewässer kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Die eine Rotaugen Methode gibt es also nicht.

Rotaugen in Seen und Teichen: In Stillgewässern kommen meist Posenmontagen zum Einsatz. Geangelt wir mit Stippe oder Matchrute. Wenn die Rotaugen im Winter im Tiefen stehen, bietet sich das Feedern an, um die entsprechenden Distanzen zu ermöglichen.

Rotaugen in Flüssen, Kanälen und Gräben: Im Fluss fischt man oft eine driftende Posenmontage. Diese kann ebenfalls beim Stippen oder beim Bologneseangeln angeboten werden. Ist die Strömung zu schnell, ist das Feedern mit entsprechend schweren Körben sinnvoll.


Angelgerät zum Rotaugen angeln

Zum einfachen Rotaugen angeln braucht man kein spezielles Gerät. Je feiner die Komponenten gewählt werden, desto mehr Spaß bringt das Angeln aber. Und je ausgefeilter die Technik, desto höher die Anforderungen. Stippruten, Matchruten, Feederruten, Winckelpicker oder Bologneseruten eignen sich – je nach Technik – zum gezielten Rotaugen angeln. Dazu eignet sich falls nötig eine 2500er bis 4000er Stationärrolle mit monofiler Schnur. In Ausnahmefällen kommen auch Geflechtschnüre zum Einsatz.

Die Schnur sollte so fein gewählt werden, dass die teils feinen Montagen gut kontrolliert werden können. Je nach Situation sollte man aber auch keine zu dünne Schnur wählen, um gute Fische nicht zu riskieren und bei Hängern weniger Materialverluste zu erleiden. Beim feinen Stippen kommen zum Beispiel Hauptschnüre zwischen 0,12 und 0,18 mm Durchmesser zum Einsatz. Beim Feedern schon eher 0,18 bis 0,24 mm starke Schnüre. Ist mit Beifängen von schwereren Friedfischen zu rechnen, sollte zusätzlich ein Tragkraft-Puffer eingeplant werden. Vorfächer sollten immer leicht dünner gewählt werden als die Hauptschnur. Auch bei der Hakenwahl sollte man eher kleinere Hakengrößen zwischen 10 und 16 wählen und vor allem dünndrähtige Modelle mit Plättchen, da die Rotaugen ein eher kleines Maul haben.

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Methoden Rotaugen Angeln

Das Posenangeln ist eine häufige Methode beim Rotaugen Angeln. Folgende Posentypen kommen zum Einsatz:

Die Tragkraft der gewählten Pose richtet sich nach den Bedingungen am Gewässer. Wichtig ist, das die Pose genau austariert ist, um dem Fisch wenig Widerstand zu bieten.

Beim Feedern dient die feine Spitze als Bissanzeiger. Besonders bei starker Strömung oder bei weiten Distanzen ist die Methode hilfreich. Weitere Spezialformen zur Bissanzeige sind Schwingspitzen, die mit einem Gummi an der Rutenspitze befestigt werden. Beim einfachen Grundangeln mit Grundblei kann auch ein Ring oder ein anderer mechanischer oder akustischer Bissanzeiger verwendet werden.

Köder zum Rotaugen Angeln

Rotaugen nehmen viele Köder, aber es gibt ein paar Klassiker, die fast überall funktionieren.

Maden: Verwendet man einzelne Maden an kleinen Haken, sollte man die Haut nur leicht durchstechen, damit die Made nicht platzt. So ist sie attraktiver und bewegt sich noch. Für größere Exemplare sollten mehrere Maden auf den Haken gespießt werden.

Caster: Caster bleiben beim Angeln mit Maden häufig übrig. Gerade größere Rotaugen fressen diese Köder äußerst gerne und somit sind Caster eine gute Alternative zu Maden. Caster eignen sich zum Anfüttern, müssen aber vorher von ihren auftreibenden Kameraden getrennt werden.

Hanfsamen: Hanfsamen haben ein nussiges Aroma und fördern die Verdauung. Rotaugen nehmen diese Köder sehr gerne. Das Anködern ist jedoch nicht leicht. Geangelt wird ein einzelnes gequollenes Korn an einem kleinen Haken. Gerade für kapitale Exemplare soll der Köder gut sein und die Bisse erfolgen schnell. Alternativ lassen sich auch Wickensamen einsetzen.

Brot: Brot ist ein guter Köder, egal ob als Krume oder Teig angeboten. Sogar zum Schwimmbrotangeln auf Rotaugen kann der Köder eingesetzt werden. Diese Karpfentechnik funktioniert auch bei großen Rotaugen.

Mais: Mais ist ein Universalköder und sehr gut für Rotaugen geeignet. Gerade wer auf größere Fische selektieren will, kann Mais gut einsetzen. Mit Beifängen ist aber definitiv zu rechnen. In Frage kommen Schleien, Brassen, Karpfen, Alande sowie große Rotfedern.

Fazit

Rotaugen angeln ist das ganze Jahr über möglich. Besonders im Spätherbst kann man sich an die kapitalen Fluss- oder Kanalfische wagen. Die Fische sind dick gefressen und makellos und das Angeln macht viel Spaß. Was genau Rekord Rotaugen ausmacht, erfährst Du in unserem Beitrag zu Rekordrotaugen.



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