Angelruten Aktionsarten

Angler zieht Blank: Wissenswertes über Angelruten



Der Kauf einer Angelrute kann eine der schwierigsten Aufgaben beim Einstieg in das Angeln sein. Es gibt eine schwindelerregende Anzahl von Optionen, je nach Angeltechnik, Zielfisch und dann gibt es natürlich noch unterschiedliche Materialien sowie Preisklassen. Bevor man sich entscheidet, sollte man sich deshalb mit den unterschiedlichen Materialien, Eigenschaften und Begriffen auseinandersetzen. In diesem Artikel erfährst Du alles Wissenswerte über Angelruten, deren Rutenaktion und Längen sowie möglichen Zielfischen.

Der erste Schritt beim Bau einer Angelrute ist der Entwurf eines Rohlings auch Blank genannt. Dies bezieht sich auf die eigentliche Rute, ein Stab aus verschiedenen Materialien, auf die man Rolle und Schnur montiert. Die Blanks können in drei verschiedenen Materialien erworben werden: Kohlefaser, Glasfaser und Bambus. Bambusruten werden im Allgemeinen zum Fliegenfischen verwendet und können recht teuer sein. Fiberglasruten sind eher für Anfänger geeignet und sind der Typ, den man beim Baumarkt oder anderen Kaufhäusern findet. Carbon ist das Material der Wahl für ambitionierte Angler und die Basis für die meisten gängigen Ruten in den Angelshops.

Angelruten sind meist gleich aufgebaut unterschieden sich aber in ihren Eigenschaften und den verwendeten Materialien. Je nach Zielfisch und Angelart sind unterschiedliche Anforderungen zu beachten.

Angelruten Aufbau und Material

Angelruten sind leichte und mehr oder minder elastische Stöcke, mit denen Köder ausgeworfen und Fische gedrillt werden können. Grundsätzlich bestehen sie aus 4 Bestandteilen – Blank, Schnurlaufringe, Rollenhalter und Griff. Wer eine Angel kaufen will, sollte vorher bereits wissen, welche Eigenschaften die Rute haben soll, um am bevorzugten Gewässer die Zielfische mühelos zum Landgang zu überreden. Dabei achten Profiangler vor allem auf das Material und die Rutenaktion sowie deren Wurfgewicht.

  • Der Blank ist das Kernstück einer jeden Angelrute, sozusagen der Rutenrohling. Er beeinflusst maßgeblich die Wurfkraft und Aktion der Rute.
  • Die Schnurlaufringe sind zuständig für eine gute Kraftübertragung von der Schnur auf den Blank. Außerdem sorgen sie für einen reibungsarmen Schnurlauf. Dadurch werden weite Würfe ermöglicht und die Belastung der Schnur wird auf ein Minimum reduziert.
  • Der Rollenhalter fixiert die Angelrolle am Blank und erzeugt dadurch eine funktionsfähige Einheit. Meist sind die Rollenhalter so konzipiert, dass es nur eine Position für die Rolle gibt. Dadurch wird gewährleistet, dass die Schnur immer optimal zum Blank ausgerichtet ist.
  • Der Griff ist das hintere und dickere Ende, an dem die Angel gehalten wird. Je nach Angelruten Art kann der Griff auch vor der Rolle liegen, wie zum Beispiel bei Fliegenruten. Meist befindet sich oberhalb der Rolle nur ein kurzes Griffstück und unterhalb der Hauptteil des Griffes.

Vor 150 Jahren benutzten Angler einfache Ruten aus Hasel- und Weidenholz, um ihre Fische zu fangen. Im 19 Jahrhundert wurden dann exotische Hölzer wie Lancewood und Greenheart verwendet, um die ersten Fliegenruten zu bauen. Bambus kam ebenfalls zum Einsatz und ist immer noch vertreten, doch heutzutage wird der Markt von Kunststoffruten dominiert. Dem Kunststoff werden Fasern aus Kohlenstoff, Kevlar oder Glasfaser beigemischt, um die gewünschte Flexibilität und Spannkraft zu erreichen. Das High End Material beim Rutenbau ist reines Carbon.

Angelruten gibt es in verschiedenen Stärken und diese werden in Bezug auf den Modul gemessen. Der Modul bezieht sich auf die Dichte der Webart des Materials, aus dem der Rutenrohling hergestellt wird. Carbonblanks haben im Allgemeinen einen Modul zwischen 33 Millionen und 60 Millionen. Je höher der Modul, desto steifer ist der Stab. Die hochmodularen Blanks sind außerdem leichter, schneller und empfindlicher. Sie sind jedoch spröder als Angelruten mit niedrigem Modul und brechen deshalb schneller.

Der Rutenblank wird meistens aus mehreren Schichten dieser Fasermatten hergestellt, die miteinander verklebt werden. Dabei sind Blanks mit vielen dünnen Schichten deutlich stabiler als Blanks aus wenigen dicken Schichten. Häufig ist das auch der größte Unterschied zwischen günstigen Kohlefaserruten und teuren. Die Ruten haben oftmals die gleichen Kraftreserven aber das Blank ist bei einem vielschichtigen Aufbau deutlich filigraner.

Ein Faktor, der neben dem Material des Schafts die Empfindlichkeit der Rute beeinflusst, ist die Konstruktion des Griffs. Normalerweise werden die Griffe aus Kork oder Schaumstoff hergestellt. Hier sollte man darauf achten, dass der Griff gut in der Hand liegt und nicht zu weich ist, sonst kann man den Kontakt zum Köder nicht spüren. Wenn Du mit Kunstködern angelst, ist es außerdem entscheidend, die Bewegung des Köders durch die Rute zu spüren, deshalb legen viele Angler auch den Zeigefinger auf das Rutenblank. Doch es gibt auch viele Spinnruten die extra dafür eine Aussparung im Griff haben, damit bei der normalen Haltung bereits ein sehr guter Kontakt zum Blank besteht und jeder kleine Tok gut auf die Hand übertragen wird.

 

Angelruten Aufbau Material
Angelruten bestehen aus Blank, Beringung und Griff.

Angelruten Aktion im Vergleich

Die Angelruten Aktion gibt das Krümmungsverhalten unter Belastung wieder. Dabei wird die Biegekurve der Rute beschrieben. Je mehr sich eine Rute unter der Belastung des Drills krümmt, umso mehr entlastet sie die Schnur und umso mehr federt sie Fluchten und Kopfstöße der Fische ab aber umso weicher sind sie häufig auch beim Anhieb. Dabei variiert das Krümmungsverhalten von Hersteller zu Hersteller. Markenprodukte und teurere Ruten haben dabei meist eine gute Angelruten Aktion, was auch den Angelspaß steigert und weniger Fisch vom Haken lässt. Welche Aktionsarten es gibt und ob eine dafür auch für Dich in Frage kommt, das erfährst Du im folgenden Abschnitt.

Bei der Spitzenaktion biegt sich die Rute beispielsweise im Spitzenbereich, während bei einer Parabolischen Aktion die gesamte Rute eine parabolische Kurve bildet, die bis bis zum Handteil reicht. Die Aktion der Rute ist vor allem im Drill gut zu beobachten, weil hier starker Druck für längere Zeit ausgeübt wird. Doch auch beim Werfen hat die Rutenaktion einen Einfluss, der Aufgrund der kurzfristigen Belastung oftmals unbemerkt bleibt.

Prinzip der Rutenaktion

Beim Fliegenfischen kann man am besten beobachten welche Rolle die Rutenaktion beim Werfen spielt. Um die leichte Fliegenschnüre in der Luft zu halten, muss die Rute für jeden Wurf aufgeladen werden. Dabei wird die Aktion der Rute deutlich und mit jedem Wurf kann man beobachten wie sich das Blank durchbiegt, um anschließend die aufgebaute Spannung auf die Flugschnur zu übertragen.

Genau das gleiche passiert auch beim Werfen mit allen anderen Ruten und dieser Effekt kann sich positiv auf deinen Wurf ausüben, wenn du ihn Richtig zu nutzen weist. Als erstes gilt es natürlich das Wurfgewicht der Rute zu beachten, denn egal wie straff dir die Angel erscheint, Sie kann nur innerhalb ihres Wurfgewichtes gut arbeiten. Werden Köder unterhalb des Wurfgewichtes genutzt, dann kann sich die Rute beim Wurf nicht Aufladen und somit keine kraft auf den Köder übertragen. Dadurch kannst du keine Distanzen erreichen und wird deine Montage im hohen Bogen durch die Gegend werfen, was besonders unter Bäumen zu einer hängerträchtigen Angelegenheit werden kann. Liegt das Ködergewicht oberhalb des Wurfgewichtes dann biegt sich das Blank beim Werfen zu stark, sodass der Köder nur über das Rückgrat der Rute geworfen wird. Die Spannung im Blank entlädt sich anschließend in der schlaffen Schnur. Dadurch kannst Du keinerlei Wurfdistanz erreichen und der Blank kann dabei stark geschädigt werden.

Angelruten Aktion Grundtypen

  • Semiparabolische Aktion: Blanks mit semiparabolischer Angelruten Aktion biegen sich von der Spitze bis zur Mitte. Sie ermöglichen weite Würfe, da sie sich auch bei geringerem Gewicht gut aufladen können. Semiparabolische Ruten quittieren problemlos heftige Kopfschläge von kapitalen Fischen. Deshalb kommt dieser Aktionstyp vor allem bei KarpfenrutenWelsruten und anderen Großfischruten vor
  • Spitzenaktion: Im oberen Drittel verjüngt sich der Blank, während der untere Teil als steifes Rückgrat dient. Der Blank biegt sich zuerst im Spitzenbereich, bis unter zunehmendem Druck auch weitere Areale des Blanks rekrutiert werden. Diese Rutenaktion ist unter anderem auch bei Matchruten und Spinnruten zu finden. Bei Spinnruten ist diese Spitzenaktion schnell. Das bedeutet, dass die Rute schnell und ohne Nachwippen wieder in die Ausgangslage zurückkehrt, um den Köder gut animieren und Bisse Rückmelden zu können. Zudem eignet sich die Spitzenaktion für Anhiebe und Fische um Hindernisse herumzusteuern.
  • Parabolische Aktion: Gerten mit parabolischer Angelruten Aktion können sich bis ins Handteil durchbiegen. Sie werden überwiegend zum Fliegenfischen und zum leichten Spinnfischen mit Wobblern eingesetzt. Die Wurfenergie dieser Ruten ist zwar begrenzt, doch sie bieten genügend Kraftreserven, um selbst kapitale Fische sicher zu drillen.

 

Weitere Rutenaktionen

Inzwischen bieten immer mehr Hersteller Modelle an, deren Angelruten Aktion zwischen den soeben beschriebenen Hauptkategorien liegen. Dazu zählen:

  • Extra Fast Taper: Ein Extra Fast Taper ist eine Bauform, bei der sich die Rute weit oben extrem sehr schnell verjüngt, um eine extreme Spitzenaktion zu erreichen. Die Schnelligkeit der Rückstellaktion ist dabei jedoch auch vom Material abhängig, ob vorwiegend ’schnelle‘ Kohlefaser oder ‚langsame‘ Glasfaser verbaut wurde. Somit können Extra Fast Taper auch wabbeliger und zum Wobblern und Crankbait Fischen geeignet sein.
  • Medium Fast Taper: Hierbei handelt es sich um Ruten, deren Verjüngung weiter oben beginnt als bei handelsüblichen Ruten mit Spitzenaktion.
  • Slow Taper: Dies ist eine Bezeichnung für Blanks deren Verjüngung bereits unterhalb des oberen Drittels beginnt und sich langsam (slow) nach oben hin fortsetzt. Dadurch wird die Angelruten Aktion semiparabolischer.
  • Compound Taper: Compound steht für zusammengesetzt, wobei Blanks dieser Bauweise sich im unteren und oberen Teil verjüngen. Der mittlere Teil verläuft mit gleichbleibender Stärke. Dadurch entsteht eine fast parabolische Aktion mit deutlich mehr Rückgrat.
  • Progressive Aktion: Die progressive Aktion ist ein perfekter Kompromiss zwischen Spitzenaktion und parabolischer Angelruten Aktion. Bei geringem Druck arbeitet die Rute im Spitzenbereich. Doch bei starker Belastung werden die Kraftreserven frei und der Blank biegt sich bis zum Handteil durch.

 

Angelruten können verschiedene Aktionen haben, die jedoch nicht für alle Angelruten und Methoden verfügbar sind. Hier trifft der Hersteller eine Vorauswahl. Jedoch ist jeder Angler hier zum Feintuning aufgefordert, da die gleichen Aktionsbezeichnungen auch unter den Herstellern leicht variieren und die Aktion auch vom Material abhängt. Weitere Infos sind darum der jeweiligen Produktbeschreibung zu entnehmen. Markenprodukte sind hier als Richtwert meist zuverlässiger aber auch günstige Anbieter können positiv überraschen. Vor allem im Karpfen und Spinnangeln sind Angelruten Aktionen von großer Bedeutung.

Rute beim Wurf aufladen

Beim Werfen gilt es die Rute möglichst gut aufladen, um die Rutenaktion voll in den Wurf zu übertragen. Dafür sollte der Köder beim abwerfen zügig beschleunigt werden. Durch die Trägheit der Masse des Köders wird dabei zuerst das Blank bis zum Rückgrat durch gebogen. Sobald der Köder in Bewegung kommt entlädt sich die Energie vom Blank auf den Köder und schießt ihn mit voller Wucht in die Luft. Dabei solltest Du darauf achten die Wurfbewegung rechtzeitig zu stoppen und die Schnur freizugeben, da die Rutenspitze die Zielrichtung vorgibt. Wenn der Wurf erst bei horizontaler Rutenlage freigegeben wird, dann wird der Köder mit voller Wucht auf den Boden geknallt. Wird der Abwurf zu früh ausgeführt dann fliegt der Köder mehr oder weniger Senkrecht in die Höhe. Deshalb sind Abwurfpositionen zwischen 10 und 12 Uhr empfehlenswert.

Brandungsangler nutzen ebenfalls gezielt die Rutenaktion, um ihre Köder möglichst weit zu werfen. Dafür wird der Köder vor dem Werfen über den Boden geschliffen, um zusätzliche Reibungsenergie in den Wurf zu bringen. Eine andere Taktik ist das Pendeln. Dabei wird der Köder in Abwurfposition zum Pendeln gebracht. Dadurch kann ebenfalls zusätzlich Energie in den Wurf gebracht werden und die Rute kann sich beim Auswerfen stärker aufladen. Genau diese Technik kann auch beim Spinnfischen oder Friedfischangeln eingesetzt werden, um den Köder noch etwas weiter hinaus zu katapultieren.

Werfen ist eine der wichtigsten Grundlagen beim Angeln und trotzdem gibt es viele Angler, die sich kaum damit beschäftigen, wie sich ihre Ruten beim Werfen Verhalten. Doch wenn man die oben genannten Techniken berücksichtigt kann ganz leicht mehr Wurfdistanz erreichen aber auch viel präziser Werfen und vor allem weniger Kraft dafür aufwenden. Probiere es einfach aus, schließlich verbringt man bei jeder Angelsession viel Zeit mit dem Werfen und mit etwas Übung hast Du sicherlich schnell die grundlegenden Prinzipien verstanden.

 

verschiedene Angelruten
Angelruten bieten eine hohe Vielfalt an Möglichkeiten.

Angelruten Längen

Die Länge der Angelrute ist ein Kriterium, das beim Rutenkauf immer beachtet werden muss. Je länger die Rute, desto größer wird der Hebel zum Werfen und auch der Aktionsradius nimmt zu. Doch je länger die Rute, desto mehr Freiraum wird benötigt, um die Angel ordentlich auswerfen zu können. Außerdem steigt das Gewicht der Rute mit zunehmender Länge. Daher gilt es bei den Angelruten Längen immer einen passenden Kompromiss zu finden. Eine generelle Empfehlung für die ideale Rutenlänge kann unmöglich ausgesprochen werden, denn es gilt immer die Angelrutenart, das Gewässer und die Zielfische zu berücksichtigen.

Rutenlängen beim Spinnfischen

Beim Spinnfischen gilt: Lange Ruten bringen zwar Wurfweite, kosten aber Gewicht. Lang ist eine Spinnrute bereits ab 3 Meter. Fischt man an Steinpackungen, kann ein lange Rute einem den ein oder anderen Köder sparen, am bewaldeten Ufer hingegen den Köder kosten. Vom Boot aus sind lange Ruten unhandlich und auch beim Streetfishing meist eher störend. Dann sind die 1,8 bis 2,1 Meter langen Stöcke gefragt. Wird hingegen ein offenes Revier oder die Küste befischt und sind weite Würfe angebracht, sollten die Angelruten Längen entsprechend länger gewählt werden.

Rutenlängen beim Ansitzangeln

Beim Ansitzangeln finden häufig lange Ruten Anwendung. So ist das Stippangeln nichts anderes, als das Angeln mit sehr langen Ruten teils bis zu 13,5 Meter ohne Rolle. Auch beim Angeln mit Bologneserute sowie beim Brandungsangeln werden längere Ruten zwischen 4 und 7 Metern eingesetzt, genauso wie beim Angeln mit Matchrute und Feederangeln, wo Rutenlängen im Bereich zwischen 3 und 4,5 Meter zielführend sind. Kurze Ruten werden beim Ansitzangeln auf Friedfische eher selten benutzt, bei der aktiven Pirsch auf die Cypriniden hingegen schon.

Rutenlänge beim Eisangeln

Die kleinsten Angelruten Längen kommen wohl beim Eisangeln vor. Hier ist eigentlich gar keine Angelrute nötig. Die ganz kurzen, zwischen 20 und 50 Zentimeter langen Eisruten helfen allerdings den Köder zu führen und einen Anhieb zu setzen.

HinweisAngelruten für Kinder sollten an die Körpergröße angepasst werden, da lange Stöcke für die kleinen oft schwer zu meistern sind. Hänger und Kollisionen sind dann vorprogrammiert und die sensible Spitze schnell beschädigt. Deshalb für Kinder lieber etwas kürzere Ruten, so kommt der Köder öfter ins Wasser und nicht an Bäume oder Sträucher.

 

Länge von Angelruten
Angelruten können sehr lang sein. Dies gilt vor allem für Stippruten.

Angelruten Arten nach Zielfischen

Ein Laie mag es kaum glauben, aber Angler nutzen für fast jede Zielfischart und Technik spezielle Ruten. Im Folgenden werden die wichtigsten Zielfischruten und Angelruten Arten mit ihren Kerneigenschaften kurz beschrieben.

  • Aalruten: An den Ruten bimmelt das Glöckchen um Mitternacht, wenn der Aal die Runde macht.” Damit die Glocke den Biss gut anzeigen kann, eignen sich zum Aalangeln beispielsweise starke Feederruten. Aber natürlich fängt man Aale nicht nur beim sogenannten Aal-Feedern. Meist braucht es starke Grundruten, um den Aal schnell von Hindernissen wegpumpen zu können. So bringt man die quirligen Schlängler sicher ans Ufer.  Zum Aalangeln eignen sich aber verschiedene Angelruten Arten.
  • Dorschruten: Dorsche sind nicht nur lecker sondern auch sehr beliebte Zielfische unter deutschen Anglern. Deshalb gibt es auch verschiedene Dorschruten die perfekt auf die unterschiedlichen Angelmethoden abgestimmt. Vom Jiggen bis hin zum Brandungsangeln kommen hier unterschiedlichste Ruten zum Einsatz.
  • Karpfenruten: Wer mit der Angelrute Karpfen überlisten und zum Landgang überreden möchte, braucht eine spezielle Karpfenrute. Diese sind speziel für die kampfstarken Friedfische konzipiert und sorgen garantiert für ordentlich Drill-Vergnügen.
  • Hechtruten: Um mit der Angel Hechte ans Land zu bekommen, werden spezielle Hechtruten eingesetzt. Sie bringen die großen Hechtköder mit leichtigkeit auf Distanz und pumpen selbst Meterhechte locker an Land.
  • Zanderruten: Angelruten für Zander sind hart und schnell, um einen kraftvollen Anhieb beim Biss setzen zu können. Sie müssen für eine gute Kraftübertragung sorgen, damit der Haken sicher im Maul verankert wird. Außerdem sollten sie nicht zu schwer sein, da beim Zanderangeln Ausdauer angesagt ist.
  • Wallerruten: Wer kapitale Welse zum Landgang überreden will, braucht entsprechend solides Geschirr. Gute Welsruten sind inzwischen leicht zu finden und die Hersteller bieten sogar Ruten für spezielle Wels-Angeltechniken.

Angelruten für Anfänger

Die Angelrutenwahl für Anfänger ist nicht gerade einfach. Das liegt schlicht an der Vielseitigkeit der Angelmethoden und entsprechend speziellen Angelruten. Einsteiger sollten sich demnach grob im Klaren sein, für was sie die Angelrute benötigen. In den meisten Fällen ist eine Allround Rute eine gute Wahl.

Mit der Allround-Rute den Zielfisch finden

Einsteiger suchen oft nach einer Allround Angelrute, die ein breites Einsatzgebiet abdeckt und als treuer Begleiter für die ersten Angelabenteuer dient. Hierfür ist es besonders wichtig, zu wissen, für welche Angeltechnik und für welche Zielfische die Rute gebraucht wird. Wer Friedfischen nachstellen möchte, der wird eher eine mittlere Grundrute für die Erstausstattung brauchen. Raubfischangler sind hingegen mit einer mittleren Spinnrute bestens beraten. Mehr zu den richtigen Angelruten für Anfänger erfährst Du im folgenden Abschnitt.

Mit der Teleskoprute die ersten Fische fangen

Gerade zum Ansitz- oder Forellenangeln im Teich eignen sich für den Anfang sehr gut Teleskopruten. Auch mit dem Angelerfolg dürfte es dort schneller klappen. Soll es hingegen gleich aktiv auf Barsch und Co gehen, wird zu einer Steckrute geraten. Angelruten für Anfänger sollten nicht zu leicht sein, da es einiges an Erfahrung bedarf, einen kapitale Fisch mit einer leichten Rute zu bändigen. Schweres, klobiges Gerät hingegen nimmt schnell den Spaß am Angeln und die Motivation weiterzumachen.

 

Angelruten Anfänger
Angelruten für Kinder sollten natürlich richtig dimensioniert sein.

Die passende Rute für neue Angelmethoden

Etwas anders sieht es wiederum bei Angelruten für Anfänger in einer bestimmten Angeltechnik aus. Wer beispielsweise mit dem Jerken auf Hecht beginnen möchte, sollte sich nach einer brauchbaren Jerkrute umschauen, mit der er einerseits die Technik ohne teure Anschaffungen ausprobieren kann, die aber auch über ausreichend gute Qualität verfügt, um den Spaß daran nicht zu verlieren. Absoluten Rookies sei hier jedoch empfohlen, erst einmal das allgemeine, einfache Angeln zu erlernen und sich nicht direkt auf spezielle Techniken zu stürzen.

Günstige Angelruten für den Anfang

Wer beim Einstieg richtig Geld sparen will, der sollte sich ein Angel Set oder eine Combo aus Angelrute mit Rolle bestellen. Hierbei werden die Komponenten vom Hersteller oder vom Angelshop zusammengestellt, sodass die Einzelteile gut aufeinander abgestimmt sind. Damit die neue Angel sicher transportiert werden kann, sollte ein Rutenklettband verwendet werden. Mit diesen praktischen Helfern lassen sich Ruten auch am Auto, Zelt oder an Bäumen fixieren, um Schäden zu vermeiden.

Angelruten kaufen

Die Suche nach einer neuen Angelrute beginnt immer mit der Frage nach dem Angelgewässer, den Zielfischen und der damit verbundenen Angeltechnik sowie Köder- und Montage Gewichten. Und was das für deine Rutenwahl und fürs Angelruten kaufen bedeutet, darum geht es im folgenden Abschnitt.

Die große Auswahl an Ruten kannst du zunächst durch Auswahl deiner benötigten Rutenaktion und eines Wurfgewichts ausdünnen.

  • Angelruten zum Spinnfischen mit geflochtenen Schnüren sollten zum Gummifisch Angeln und Twitchen eine Spitzenaktion haben. Das Wurfgewicht sollte das Gewicht des Köders und des Bleis beinhalten.
  • Beim Spinnfischen mit Wobblern zum einfachen Einholen und evtl. mit monofiler Schnur, kann die Spitze bereits weicher und die Aktion semiparabolisch sein, um ein Ausschlitzen zu verhindern.
  • Zum Jerkbaitangeln sollte die Rute kurz und hart sein und das Wurfgewicht ruhig über dem Ködergewicht liegen.
  • Beim Ansitzangeln kann die Aktion je nach gewünschtem Federweg von parbolisch bis zur Spitzenaktion gehen. Hier solltest du also immer die Rute nach der Angelmethode und dem Zielfisch wählen. Weitere Infos hierzu findest du unter den verschiedenen Angelruten.

 


Video von Uli Beyers Köderkunst

Optik und Handling

Weitere Kaufkriterien, wie Optik und Handhabung, können das Angebot zusätzlich einschränken. Hier kannst du auf Ruten mit verschiedenen Griffmaterialien, wie Duplon oder Kork, zurückgreifen, den ein oder anderen Blank mit Kontergewichten zum Ausbalancieren finden oder besondere Rutenringe, die viel aushalten, stabiler sind als andere oder oder oder. Das Handling ist gewissermaßen Geschmackssache und darum kannst du dich hier voll austoben. Schließlich fischt das Auge mit und was nicht ins Auge fällt, kann auch Gefahr laufen in der Ecke zu stehen.

Der Preis beim Angelruten kaufen

Der wichtigste Entscheidungsfaktor beim Angelruten kaufen ist meist der Preis. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Angelruten treue Begleiter sind, die viele Jahre genutzt werden und relativ selten zu Bruch gehen. Deshalb lohnt es sich auch etwas mehr Geld zu investieren, um lange Freude an dem Gerät zu haben. Häufig sind teurere Ruten leichter, besser verarbeitet und bieten somit mehr Spaß im Drill. Die Tatsache aber, dass leichtere und dünnere Ruten einen höheren Anteil an Kohlefaser haben, der auch leichter brechen kann, lässt den ein oder Anderen dann doch eher zu etwas schwereren und robusteren Ruten greifen. Jedem das Seine. Im mittleren Preissegment liegt man nicht falsch.

Wenn die Suche nach der passenden Rute für die eigenen Bedürfnisse abgeschlossen ist, beginnt meist die Suche nach dem besten Angebot. Unzählige Angelshops bieten dieselbe Rute zu verschiedenen Preisen an, diese zu vergleichen ist oft mühsam und zeitintensiv. Wer sich nicht sicher ist, welche Angel am besten geeignet ist, kann mit Hilfe von Vergleichsportalen und Angelshops vor Ort schnell das Angebot eingrenzen. Soll die Angelruten teleskopierbar oder Steckbar sein? Welche Länge, Wurfgewicht, Aktion oder Transportmaß? Außerdem helfen die praktischen Ratgeber und Tipps von Freunden und Angelkollegen beim Angelruten kaufen weiter, um die perfekte Rute zu finden.

Fazit

Der Blank, der Hauptbestandteil der Angelrute, ist wie der verlängerte Arm des Anglers und nicht nur ein einfaches Hilfsmittel, um den Köder zum Fisch zu katapultieren. Denn mit einem guten Blank verbessert sich das Gefühl für das Gewässer beim Angeln mit Kunstködern, Montagen lassen sich präziser Werfen und vor allem das Feeling beim Drill wird deutlich verbessert. Denn nicht ist schöner als eine Rute in voller Aktion zu erleben, wenn ein kapitaler Fisch am anderen Ende zieht. Daneben sind aber auch Beringung und Griff bei der Angelruten Wahl entscheidend. Einsteiger greifen am besten zu einer Allround Rute während fortgeschrittene Angler die Rutenwahl speziell an ihre Gewässer, Angeltechniken und Zielfische anpassen.

Angelruten Wissenswertes

Neues aus dem FHP Magazin

Video: Basiswissen für Angler: Das Ruten-Wurfgewicht, Quelle: FHP/Fishpipe