Popper Köder kaufen

Popper richtig führen



Popper sind schwimmende Oberflächenwobbler ohne Tauchschaufel. Ihr konkav eingekerbter Kopf lässt das Wasser beim ruckartigen Einholen mit einem “Plopp” spritzen und ist ein Garant auf Barsche, Rapfen, Hechte und andere Raubfische. Wenn du mit dem Popper angeln möchtest, dann entscheidet die richtige Köderführung über deinen Erfolg oder Misserfolg – Du musst einfach den Popper richtig führen. Zunächst sollten deine Rute, Rolle, Schnur und deine Verbinder auf deinen Zielfisch abgestimmt sein, wie auch bei anderen Angelarten. Es macht einen großen Unterschied, ob du mit Popper auf Forelle, Barsch oder aber auf Hecht, Zander, Rapfen oder gar Wels fischen möchtest. Die richtige Köderführung braucht nur wenig Übung und du solltest dich nicht einschüchtern lassen. Wie du richtig mit Popper angeln kannst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Mit Popper angeln

Das Angeln mit Topwater Ködern wird auch in Deutschland immer beliebter. Und der beliebteste Topwater Köder ist und bleibt der Popper. Viele Angler sehen in dieser Art des Kunstköderangelns eine der spannensten Angeltechniken überhaupt. Und wer einmal die heftige Attacke eines Großhechtes an der Oberfläche live miterlebt hat, wird ihnen sicher beipflichten. Dementsprechend groß ist die Auswahl an verschiedenen Poppern. Farbe, Körperform und Größe sind von Modell zu Modell unterschiedlich. Hier verlieren nicht nur Neulinge schnell den Überblick.

Der Name ist auf das englische „to pop„, was in etwa mit Knallen, Klatschen oder Ploppen zu übersetzen ist, zurückzuführen. Durch die beim Popper Angeln entstehenden Reize, wie die Druckwellen durch die Kopfform, welche das Seitenlinienorgan ansprechen, oder das spritzende Wasser, werden Raubfische zum Anbiss verleitet. Die Farbe der Köder beim Popperfischen ist eigentlich Nebensache. Wichtiger scheint hierbei die Silhouette des verwendeten Köders zu sein, da der Zugriff der Räuber stets von unterhalb erfolgt. An sonnigen oder bedeckten Tagen mit wenig Wasseroberflächenbewegung kann die Farbe des Poppers dann aber trotzdem fangentscheidend sein.

Gerade die neue Generation der 3D-Oberflächenköder, wie die „Suicide Duck“, die Fledermaus und die Ratte der Firma Savage Gear lassen dies durchaus plausibel erscheinen. Die Fänge sprechen für sich. Ob dies allerdings auf das sehr reale Design zurückzuführen ist oder durch die Köderbewegung eben gewisse Reize bei den Fischen angesprochen werden, lässt sich nicht eindeutig klären.

Im Prinzip ist das Angeln mit Poppern relativ einfach: Nach dem Auswerfen schwimmt der Köder auf der Oberfläche, so dass du ihn mit harten, ruckartigen Schlägen der Rutenspitze in die Schnur auf dem Wasser vorwärts peitschen kannst. Dabei verdrängt der bauchige Kopf das Wasser, spritzt es zur Seite und erzeugt ein “Plopp” Geräusch. Du solltest mit einem moderaten Tempo und schwächeren Plopps starten. Wenn du keine oder kaum Bisse verzeichnest, dann solltest du etwas aggressiver vorgehen. Gerade bei bewegter Wasseroberfläche macht dies Sinn, da der Köder enorme Aufmerksamkeit erregt. Anschließend kannst du auch die Pausenzeiten variieren, um die Fische neugierig und wahnsinnig zugleich zu machen. Auch den Schlagrhythmus kannst du beliebig variieren, sowie die Größe deiner Popper. Es gibt also verschiedene Varianten, den Popper richtig zu führen.

 

Popper
Popper sind in zahlreichen Größen erhältlich.

Beim Popperfischen erfolgt der Anhieb zeitverzögert nachdem du den Ruck in der Angelrute gespürt und den Biss gesehen hast. Hier besteht die Gefahr, dass du dem Fisch den Köder zu früh aus dem Maul ziehst. Du solltest die Bugwelle, den Biss und das explodierende Wasser aushalten und erst im Anschluss den Anhieb setzen. Es kommt zudem oft vor, dass die Fische den Köder beim ersten Mal nicht richtig erwischen und noch öfters nachfassen. Fehlbisse sind also an der Tagesordnung, gestalten sich aber ebenso spannend wie nervenaufreibend.

  • Mit Popper Krautbänke beangeln: Wenn im Sommer das Kraut den Einsatz anderer Kunstköder unmöglich macht, glänzt der Popper. Ein über das Kraut geführte Popper hat schon so manchen Hecht aus der Deckung gelockt.
  • Mit Popper Hindernisse beangeln: Wenn unter Wasser natürliche oder menschgemachte Hindernisse vorhanden sind und der Fisch an die Oberfläche gelockt werden soll, wirkt das ploppen des Poppers oft Wunder. Das typische Plopp Geräusch entsteht, wenn Angler den Popper richtig führen.
  • Mit Popper Strömungen beangeln: Der liebste Standplatz des Oberflächen-Jägers schlechthin – dem Rapfen – ist die Strömung. Auf einen Popper an der Kante von Stromschnellen oder Kehrwasser folgen oft heftigste Attacken, vor allem dann, wenn die Angler den Popper richtig führen.
  • Mit Popper im Meer angeln: Beim Popper angeln im Meer, sei es in den Ozeanen oder beim Angeln im Mittelmeer, sollte man die Ausrüstung dementsprechend angleichen, denn um die kampfstarken Meeresfische zu überlisten, wird hier eine im Vergleich zum Süßwasserangeln andere, schwerere Liga des Gerätes benötigt. Dies betrifft Rute, Rolle und Schnur gleichermaßen. Und das liegt nicht nur an den Fischen. Auch die Köderführung von schweren Meerespoppern, die mit harten, ruckartigen Schlägen geführt werden, genauso wie natürlich das Salzwasser, beansprucht das Material enorm. Meerespopper richtig führen unterschiedet sich also von der Führungsweise im Binnengewässer.

Tackle zum Popper angeln
Barsche sind klassische Zielfische beim Popper angeln.

Popper Zielfische

Der in Amerika erfundene Kunstköder hat sich als sehr effektiver Köder auf dort vorkommende Barscharten erwiesen. Im europäischen Süßwasser lässt sich mit Popper auf Rapfen, Hechte und Welse fischen. Außerdem kann man mit einem kleinen Popper auf Barsch, Zander und Forelle angeln. Popper kommen dabei im Meer gleichermaßen zum Einsatz wie im Süßwasser. Das liegt an ihrer einzigartigen akustischen Lockwirkung.

Zunächst hört es sich komisch an, mit Popper auf Zander fischen zu wollen. Meist stehen Zander viel zu tief, um mit einem Oberflächenköder beangelt zu werden, was sich jedoch in der Dämmerung und in der Nacht ändert. Dann kommen die Stachelritter ins Flachwasser, um zu Jagen. Hier fallen sie genauso auf Popper herein wie Hecht und Co.

Popper sind in fast allen Gewässern fängige Oberflächenköder für diverse Fischarten, die für die Angelfischerei offen sind. Das betrifft Seen, Flüsse, Teiche, Boddengewässer und auch das offene Meer. Welche Fischarten du beim Popper angeln erwarten kannst, das zeigen wir dir im folgenden Abschnitt.

Zielfische für Popper im Süßwasser

Je nach Ködergröße lassen sich in Fließ- und Stillgewässern im Binnenland folgende Fischarten mit Popper erbeuten:

  • Forellen: Forellen lassen sich mit kleinsten Poppern an der Oberfläche fangen, da Flug- und damit Oberflächennahrung eine der Hauptnahrungsquellen für Forellen sind. Es kann jedoch schwierig sein kann, die Scheuen Räuber so zu überlisten.
  • Barsche: Barsche jagen im Schwarm und treiben Ihre Beute auch Richtung Oberfläche. Somit ist das Jagen auf Popper ein Heimspiel. Hier kannst du schön und regelmäßig Attacken erleben.
  • Hechte: Hechte gehen explosiv auf geräuschvolle und auffällige Kunstköder und da sind Popper ganz oben in der Liste. Dabei können auch große Hechte kleine Köder nehmen.
  • Zander: Zander kommen vor allem im Dunkeln, Nachts und bei starker Trübung bis an die Oberfläche und können dort auf Oberflächenköder abfahren.
  • Rapfen: Rapfen lieben alles was vor allem schnell geführt wird und finden Popper häufig zum Anbeißen. Häufig kannst du sie auch ohne zu Angeln an der Oberfläche rauben sehen.
  • Welse: Waller rauben regelmäßig an der Oberfläche Enten, Fische, Säugetiere und auch Popper interessieren Sie neben weiteren Kunstködern.
  • Saiblinge: Wie Forellen auch, kannst du Saiblinge für Popper begeistern. Diese haben ein zudem weit größeres Maul und somit weniger Probleme mit deinem Bait.
  • Döbel: Döbel sind schnelle und geschickte Räuber und werden beim Poppern häufig gefangen.
  • Alande: Alande sind, wie Döbel auch, häufig am Popper interessiert. Wenn er bei dir vorkommt, dann versuch es einmal.

Zielfische zum Popper angeln im Salzwasser

Im Meer kommt es natürlich drauf an, wo man sich gerade befindet – ob man mit Popper im Mittelmeer oder eben im Indischen Ozean auf diverse Oberflächenräuber unterwegs ist. Folgende Fische dürften dort beispielsweise Gefallen an Poppern finden:

  • Makrelen: Makrelen rauben im Schwarm und jagen auch an der Oberfläche, dass es scheinbar zu kochen anfängt. Ein Popper wird hier gerne genommen.
  • Thunfische: Thunfische sind geschickte und schnelle Räuber, die mit großen Plugs durchaus geködert werden können.
  • Giant Trevally: Der GT gehört zu einem der Top Meeresfische zum Popperangeln. Er jagt naturgemäß an der Oberfläche und im flachen Wasser und springt sogar in überfliegenden Vögeln nach. Popper sind da ein Muss!
  • Barrakuda: Barrakudas sind pfeilschnelle Top Predatoren, die häufig in der oberen Wasserschicht auf lange Stickbaits zu fangen sind. Dazu gehört auch der Popper.
  • Sailfish und Marline: Schwertfische gehören zu Top Prädatoren, die schnell geführte Köder lieben und auch an der Oberfläche getrollte Köder nehmen. Da kommt ein großer Popper gerade richtig. Natürlich sollte dein Popper salzwasserfeste Kleinteile haben, um nach dem Angeln nicht ganz zu verschwinden.

 

Popper richtig führen
Popper sind vor allem im Meer sehr fängig.

Welches Tackle zum Topwater angeln mit Popper?

Das Oberflächenangeln mit Popper stellt im Süßwasser nur geringe Anforderungen an Angelrute und Angelrolle. Für die ersten Versuche eignet sich eine Combo aus Spinnrute mit Rolle. Wenn du dir jedoch eine passende Rute zulegen möchtest, dann findest du im folgenden Bericht hilfreiche Tipps. Beim Popper Angeln ist die Rute entscheidend. Sie sollte kurz und hart sein sowie gut ausgewuchtet sein. Rolle und Schnur sollten dementsprechend passend zur Rute gewählt und im Zweifelsfall angepasst werden.

  • Rutenlänge: Je nachdem ob vom Ufer oder vom Boot geangelt wird sollte die Spinnrute eine Länge von 1,8  2,4 Meter haben Rutenschläge beim Oberflächenangeln erfolgen Richtung Wasseroberfläche. Zu lange Ruten sind hier darum hinderlich. Auch beim Landen des Fisches haben kurze Ruten nur Vorteile.
  • Rutengewicht: Die Rute sollte so leicht wie möglich sein. Sonst gehen die ständigen Schläge schnell aufs Handgelenk. Dabei ist vor allem wichtig, dass die Rute mit Rolle ausbalanciert ist. Ansonsten dürfte das Popperfischen schnell zur Belastung werden und das Handgelenk schmerzen. Gegebenenfalls solltest du die Rute mit Kontergewichten oder einer schwereren Rolle ausbalancieren.
  • Rutenaktion: Die Rute sollte einen steifen Blank haben, damit du die Rutenbewegungen  gut auf den Köder übertragen kannst. Die Spitze sollte jedoch trotzdem flexibel sein, damit der Fisch nicht ausschlitzt.
  • Wurfgewicht von Popper Ruten: Das Wurfgewicht richtet sich auch hier nach dem Köder. Für gewöhnlich reichen zum Popperangeln im Süßwasser Angelruten mit 15  60 Gramm vollkommen aus.

Die Wahl der Rolle bleibt dem Angler überlassen. Popper lassen sich sowohl mit Stationärrollen als auch mit Baitcaster Rollen ausgezeichnet fischen.

Um die Rutenbewegung gut auf den Köder übertragen zu können, ist eine dehnungsarme, geflochtene Angelschnur von Vorteil. Wer mit Popper auf Hecht angeln will, benötigt natürlich ein hechtsicheres Vorfach. Stahl, Titan, Fluorocarbon oder eine Spinnstange – alle der genannten Vorfächer eignen sich zum Topwater Angeln mit Popper.


Video von AnglerSchwatz

Popper kaufen

Wenn du einen Popper zum Angeln kaufen möchtest, solltest du auf eine gewisse Robustheit und gute Verarbeitung der einzelnen Komponenten achten. Schließlich ist es ärgerlich, wenn du deinen Fisch aufgrund schlechten Materials verlierst oder wegen schlechter Laufeigenschaften des Popper Köder verpasst.

Popper Köder gibt es in allen Qualitäts- und Preissegmenten und wer qualitativ hochwertige Popper kauft hat später mehr vorzuzeigen. Hierzu ist es hilfreich, Preise zu vergleichen und so kann auch ein teures Modell beim Onlinekauf günstig werden. Denn immer wieder winken Angebote und Schnäppchen. Nur die Qualität sollte stimmen.

Haken

Wie auch bei anderen Oberflächenködern, so sollten die Haken auch bei einem Popper Köder scharf sein. Viele Attacken auf Oberflächenköder gehen daneben, da der Fisch den Köder aufgrund der Laufart nicht richtig attackieren kann und meist nur in Spinstopps richtig erwischt. Oft erwischt der Fisch dabei nur eine Hakenspitze des Drillings und die muss dann sitzen. Darum lohnt es sich gleich auf scharfe Haken zu achten und auch am Wasser regelmäßig mit der Nagelprobe zu testen. Je feiner die Spitze umso mehr kann man den Daumennagel kippen, ohne dass der Haken abrutscht. Hier lohnt es sich ggf. auch einen Hakenschärfer und ein paar Ersatzhaken mit ans Wasser zu nehmen, um im Zweifelsfall schnell einen Haken tauschen zu können. Modelle von namhaften Marken wie Gamakatsu, Gunk, Shimano, DAM, Illex und vielen weiteren haben scharfe Haken und hier ist vorerst kein Handlungsbedarf.

Sprengringe

Da Sprengringe einer starken Belastung unterliegen, sollten die verwendeten Ringe eine gute Qualität haben. Das gilt vor allem, wenn du bei Hecht und Waller auf größere Zielfische angelst. Aber auch schlechte Sprengringe kannst du mit einer Sprengringzange schnell gegen neue austauschen und so auch verrostete Ringe wieder fit machen. Heute haben die meisten Popper Köder bereits stabile Sprengringe und hier gibt es nur wenig zu kontrollieren. Sollten die Ringe zu schwach erscheinen lohnt sich der Wechsel. Oder besser gleich einen Wobbler kaufen, bei dem die Hersteller darauf geachtet haben.

Die Öse

Die Position der Öse an der das Vorfach eingehängt wird bestimmt den Lauf und die Art des akustischen Reizes. Am gleichmäßigsten laufen dabei Modelle bei denen die Öse genau in der Mitte des Kopfes sitzt. Zudem sollte die Öse groß genug sein, um den Einhänger bzw. das Vorfach hindurchschieben zu können. Einige Ösen sind eingeschraubt und lassen sich nach einiger Belastung herausdrehen. So kann der Fisch verloren gehen. Derartig freie Ösen, die nicht Teil der Metallachse im Fisch sind, solltest du nicht kaufen. Solche Ösen kommen jedoch auch selten vor und sind bei Markenprodukten überhaupt nicht zu finden.

 

Popper Zielfisch
Popper sind schon lange als fängige Köder bekannt.

Bekannte Popper Marken

Bekannte Hersteller der gängigsten Popper Köder sind unter anderem folgende Firmen:

  • Topwater-Productions
  • DLT
  • Sebile
  • Illex
  • Spro
  • Viper
  • Rapala
  • Daiwa
  • Jackson
  • Jenzi
  • Balzer
  • Savage Gear
  • Salmo
  • Iron Claw

Daneben gibt noch viele andere, bekannte und weniger bekannte, amerikanische und asiatische Hersteller, welche sehr gute Köder auf den Markt gebracht haben.

Fazit: Popper machen mächtig Druck

Popper sind hocheffektive und laute Oberflächenköder für eine große Bandbreite an Raubfischen, wobei die Größe im Meer die im Süßwasser übersteigen sollte. Während die Fische im Binnenwasser sich noch teilweise zurückhalten, sind die Meeresräuber häufig nicht so wählerisch. Popper sind Suchköder und kitzeln auch träge Räuber aus dem Versteck, sofern die Angler den Köder richtig führen. Darum solltest du deinen eigenen Plopp Rhythmus und die richtige Kraft für deinen Schlag finden und ruhig einmal einen Einholstopp einlegen. Beim Anschlagen solltest du den Erfolg der Attacke abwarten und erst dann anschlagen. Popper sind etwas für Angler, die den Biss spüren, hören und sehen wollen. Die faszinierende Angelei lebt von der geräuschintensiven Aktion des Köders, die du jederzeit variieren kannst.

Neben Poppern gibt es noch weitere spannende Oberflächenköder mit verführerischem Lauf. Mehr zu diesen Topwater Stickbaits erfährst du in unserem Beitrag Stickbaits richtig führen.

Neues aus dem FHP Magazin

Video: Basiswissen für Angler: Das Ruten-Wurfgewicht, Quelle: FHP/Fishpipe