Fluorocarbon

Vorteile und Nachteile von Fluorocarbon

Fluorocarbon Schnur zum Angeln wird aufgrund seiner höheren Abriebfestigkeit und reduzierten Sichtbarkeit unterwasser häufig als Vorfachschnur verwendet, kann aber auch als Hauptschnur gefischt werden. Die Verwendung ist dabei ähnlich einfach wie bei herkömmlicher Angelschnur aber auch hier gibt es ein zwei Dinge zu beachten. Was das ist und ob Du eine Fluorocarbon Schnur brauchst, das erfährst du im folgenden Beitrag.

Was ist Fluorocarbon?

Herkömmliche monofile Angelschnüre bestehen aus Polyamid, Fluorocarbon hingegen aus Polyvinylidenfluorid, das nach dem Erhitzen auf eine Spule gezogen wird. Fluorocarbon wird nicht als Vorfachmaterial beim Spinn- sowie Fliegenfischen verwendet sowie als Saiten von Gitarren und anderen Saiteninstrumenten. Seine Verwendung und sein Nutzen beim Angeln ist jedoch auch unter Anglern umstritten.

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Fluorocarbon Vorteile

Fluorocarbon vereinigt diverse Vorteile in sich, die es zu einer beliebten und häufig verwendeten Angelschnur machen. Fluorocarbon ist bei gleichem Durchmesser geringfügig unauffälliger als Polyamidschnur, da die Lichtbrechung im Vergleich zu anderen Schnüren bei geringem Durchmesser leicht herabgesetzt ist. Fluorocarbon ist zudem steifer als Polyamid, was beim Auswerfen das Verheddern des Köders mit dem Vorfach reduzieren kann. Diese Eigenschaft macht es auch bei Fliegenfischen zu einem nützlichen Vorfachmaterial und zu einem gutes Vorfach- und Seitenarmmaterial von Paternostern und Hegenen beim Plattfischangeln und Renkenangeln. Bedingt durch die Steifheit des Material läßt es die Seitenarme bei den Hegenen oder Paternostern gut abstehen. Zudem ist das Fluorocarbon schwerer als Polyvinyl, sodass es Ultralight Ködern zusätzliches Gewicht und Abtrieb verleihen kann. Zuletzt gibt die geringe Elastizität ein direktes Ködergefühl, so dass selbst kleine Zupfer und Stupser verlustfrei auf den Blank und in die Hand übertragen werden können.

Fluorocarbon Nachteile

Fluorocarbon hat eine durchweg geringere Tragkraft als Mono Schnur, was durch einen größeren Durchmesser ausgeglichen werden muss. Dadurch erhöht sich jedoch wiederum die Sichtbarkeit. Auch das Laufverhalten des Spinn- und Schleppköders kann bei stärkeren Schnüren beeinträchtigt werden. Hier dürften hechtsichere 7×7 oder 7×19 Titan- und Stahlvorfächer eine gute Alternative sein. Fluorocarbon ist zudem bei gleichem Durchmesser nicht abriebfester als Monoleine, weshalb es zum schutz vor Schnurbrüchen öfters gewechselt werden sollte. Wer mit starkem Fluorocarbon fischt, wird dieses aufgrund der Steifigkeit kaum mehr knoten können. Hier würden überdimensionale Verbindungsstellen entstehen, die den Wasserwiderstand, die Scheuchwirkung und den Schnurdrall zudem erhöhen würden. Starkes FC wird daher meist mit Klemmhülsen gebunden. Hier solltest du auf Sollbruchstellen achtgeben! Zuletzt ist FC um einiges Teurer.

Fazit

Fluorocarbon ist für Fische geringfügig schwieriger zu sehen, was bei manchen Räuber den Unterschied machen kann. Es hat eine hohe Steifigkeit und bietet einen direkten Köderkontakt. FC ist keine Allzweckwaffe aber ist auch trotz einiger Nachteile bei den meisten Anglern “die” Vorfachschnur beim Spinnfischen. Wenn du mehr über weitere monofile Angelschnüre zum Spinnfischen wissen willst, dann schau doch einmal in den folgenden Beitrag.

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