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Felchen Fangverbot am Bodensee



Das Felchenangeln am Bodensee gehört bald der Vergangenheit an. Aufgrund des Einbruchs der Fangzahlen darf ab dem Jahr 2024 für insgesamt drei Jahre nicht mehr auf Felchen geangelt oder gefischt werden. Grundlage ist der Beschluss der Internationalen Kommission für die Bodenseefischerei.

Drastischer Bestandseinbruch

Im Jahr 2022 konnten die insgesamt 64 Berufsfischer am Bodensee Obersee nur noch 22 Tonnen Fisch anlanden, also etwa 80 Prozent weniger als im Vorjahr. Gegenüber dem 10 Jahres Durchschnittswert sind die Felchen Fänge sogar um 90 Prozent eingebrochen, was den dramatische Rückgang verdeutlicht. Dementsprechend wurde von der Internationalen Kommission für die Bodenseefischerei ein Maßnahmenpaket zum Schutz des Felchenbestandes beschlossen, um der besorgniserregenden Situation zu begegnen. Betroffen vom Fangverbot sind neben Berufsfischern auch Angler.

Gründe für den Rückgang

Gründe für den starken Rückgang des Felchen Bestandes sind neben dem Nahrungsmangel, der durch das mittlerweile sehr saubere und somit nährstoffarme Wasser verursacht wird, vor allem eingewanderte und sich stark im Bodensee ausbreitende Arten wie der Stichling oder die Quagga-Muschel. Auch die Erwärmung der Gewässer im Rahmen des Klimawandels setzt dem Bestand zu, genauso wie die Prädation durch den Kormoran.

Maßnahmen zum Bestandsschutz

Neben dem Fangverbot für Angler und Fischer soll explizit auch gegen Stichlinge und Kormorane vorgegangen werden. Dazu werden verschiedene Möglichkeiten zur Bestandsreduktion geprüft. Notwendig sein zusätzlich ein länderübergreifendes Kormoran-Managment. Weiterhin soll die Besatzstrategie zur Unterstützung des Felchenbestandes optimiert werden, indem größere Exemplare besetzt werden, denn zu kleine Besatzfische werden von den Stichlingen dezimiert.

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