Hecht abhaken

Wie Du Hecht richtig abhaken kannst

Hechte sind Raubfische mit scharfen Zähnen und müssen besonders vorsichtig abgehakt werden. Ob Du einen Hecht lebendig abhaken oder vorerst abschlagen solltest, hängt von der Verwendung ab. Hechte, die mitgenommen werden, sollten zuerst mit einem Kopfschlag betäubt, dann getötet werden. Erst dann erfolgt das Hecht richtig Abhaken. Um das Leid des Tieres zu verringern, sollten nur solche Fische lebendig abgehakt werden, die auch wieder zurückgesetzt werden.  

Abhakmatte und Vorbereitungen

Hast Du einen Hecht mit dem Kescher gelandet, lege ihn am besten auf eine feuchte Abhakmatte. Wenn es ein großer Fisch ist, musst Du darauf achten, dass er sich nicht zu stark dreht und ihn richtig hinlegen. Ein kleiner Hecht muss nicht unbedingt so genau positioniert werden, da er leichter zu bändigen ist. Achte darauf, wo sich die Haken befinden. Freistehende Enden sollten nicht in Richtung Abhakmatte weisen, um diese nicht zu beschädigen. 

Die Zähne der Hechte können zwar scharf sein, aber Deine Haken können viel mehr Schaden anrichten, wenn der Hecht sich schüttelt und die Haken in Deiner Hand stecken bleiben. Erst wenn der Hecht sein Maul öffnet, kannst Du auch die Haken mit einer Zange entfernen und somit den Hecht richtig abhaken.

Wie Du das Hechtmaul öffnest

Zum Öffnen des Mauls solltest Du von Rachensperren und anderen metallischen Gegenständen Abstand nehmen, die zum Öffnen des Hechtmauls verwendet werden könnten, obwohl diese manchmal leider vorgeschrieben sind. Der Hecht hat zwar viele spitze Zähne aber auf diese ist er auch angewiesen. Solltest Du den Fisch zurücksetzen wollen, so dass dieser weiter jagen kann, solltest Du ihm auf keinen Fall seine dünnen Zähnchen herausbrechen. Setze also keine Zange als Hebelwerkzeug ein. Vielmehr solltest Du das Hecht Maul mit der Hand öffnen

Hierzu musst Du den Kiemendeckel finden und ihn leicht anheben. Darunter siehst Du die durchbluteten Kiemenbögen. Führe Deinen Zeige- und ggf. Mittelfinger durch das oberste Fenster der Kiemenbögen, sodass sich alle Kiemen auf der Seite der Fingerrücken befinden. Schiebe die Finger Richtung der Brustflossen am Kiemenbogen entlang, bis sie am Mundboden des Hechtes angekommen sind. Nun kannst du diesen aufdrücken. Das Hecht Maul sollte sich jetzt öffnen.


Kiemen nicht verletzen

Halte den Hecht mit derselben Hand jetzt gut im Griff. Sollte er sich schütteln, sind die Zähne nicht dein Problem. Wohl aber kannst Du dich an den spitzen Kiemenreusendornen verletzten. Darum ist ein guter Griff wichtig. Wenn aber etwas von deinem Blut fließt, dann sollte dich das nicht beunruhigen. Davor sind auch Profis nicht immer gefeit. Die Kiemen solltest Du aber in keinem Fall abdrücken oder einreißen, da sonst der Hecht verbluten kann. 

Den Haken entfernen

Versuche anschließend den Haken zu entfernen und nimm hierzu eine Zange oder Arterienklemme mit einem langem Schaft. Das schützt dich vor den Raubfischzähnen. Hier eignen sich vor allem lange starke Zangen, mit denen man einen guten Griff um den Hakenschenkel bekommt und den Haken herausdrehen kann. Stelle dabei sicher, dass Du beim Hechtangeln einen Drahtschneider dabei hast, um unter Umständen die Hakenspitze abknipsen zu können. Das kann nötig sein, wenn sich die Hakenspitze im Netz verfangen hat oder auch in deiner Hand und sich partout nicht lösen lässt.

Solltest Du den Hecht trotz allem nicht alleine Bändigen oder den Haken entfernen können, dann rufe andere Angler, um dir zu helfen den Hecht richtig abhaken zu können. Andernfalls sollte die Montage so dicht wie möglich am Fisch abgeschnitten werden. Dann lässt sich der Haken leichter entfernen und der Fisch zurücksetzen.

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Ein schneller Anschlag hilft

Der beste Weg, um einen Hecht leicht vom Haken lösen zu können, ist, nach dem Biss schnell anzuschlagen. So hat der Hecht keine Zeit den Beutefisch zu innerhalb weniger Sekunden herunterzuschlucken. Der Haken hängt dann ganz vorne und lässt sich leicht entfernen. Teilweise fällt er bereits im Kescher aus dem Hechtmaul. Wenn Du im Frühjahr oder Herbst in einem recht warmen Gewässern fischst, kann der Hecht sehr aktiv sein und hungrig und den Köder schnell schlucken. 

Hier solltest Du bereits anschlagen, wenn der Schwimmer noch nicht abgetaucht ist und sich vor kurzem in Bewegung gesetzt hat. Überprüfe einfach schnell die Zugkraft und setze den Haken, um sicherzustellen, dass der Hecht nicht genug Zeit hat, den Köder zu tief zu schlucken. Im Winter kannst Du hingegen etwas länger warten. 

Hechtwohl geht vor Fangerfolg

Du wirst vielleicht alte Videos gesehen haben, in denen die Leute 30 Sekunden bis 2 Minuten warten, bis sie den Haken setzen. Um untermaßige Fische und gute Laicher, die wir wieder freilassen wollen, nicht zu beschädigen, sollten wir nicht auf Nummer Sicher gehen sondern immer das Wohl des Fisches im Auge haben. Dies gilt auch fürs Hecht richtig abhaken.

Hecht zurücksetzen

Du kannst den Hecht im Liegen zwar mit dem beschriebenen Griff festhalten, solltest einen lebenden Hecht aber niemals auf diese Weise tragen. Besonders dann nicht, wenn es ein schwerer Fisch ist. Hier kann das Rückgrat des Fisches leicht brechen. Unterstütze den Fisch besser mit der anderen Hand unter dem Bauch und setze ihn zurück ins Wasser. Wirf ihn dabei nicht auf die Wasseroberfläche oder die darunter liegenden spitzen Steine. Setze den Hecht also ins Wasser und halte ihn an der Schwanzwurzel waagerecht bis er seine Orientierung und seinen Atem wieder gefunden hat und lass ihn aus eigener Kraft wegschwimmen.  

Wir wünschen viel Erfolg beim Abhaken der Hechte und Petri Heil! 

Um den Hecht im Vorfeld richtig anlanden zu können, benötigst Du einen Unterfangkescher. Wie Du mit einem Kescher Fische waidgerecht landest, erfährst DU in diesem Beitrag.

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