Verhalten am Forellenbach

Verhalten am Forellenbach

Salmonidengewässer sind sensible Ökosysteme. Um eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten, ist ein verantwortungsbewusster Umgang unverzichtbar. Angler sollten dabei stets das eigene Handeln am Wasser hinterfragen. Bevor es also ums Angeln geht, sollten noch ein paar Verhaltensregeln am Salmonidengewässer geklärt werden. Mehr dazu erfährst Du in diesem Beitrag.

Forellen sind äußerst lebhafte Tiere, was das schonende Abhaken untermaßiger Fische teilweise sehr erschwert. Verletzungen der Schleimhäute sollten unbedingt vermieden werden, da die Fische zum Verpilzen neigen.

Unsere Empfehlungen im Überblick

Folgende Verhaltensregeln sollten am Forellenbach also beachtet werden:

  • Die Drillinge der Kunstköder gegen Einzelhaken austauschen
  • Die Kiemen nicht berühren und keinen Kiemengriff verwenden
  • Die Landung mit einem möglichst engmaschigen Gummikescher durchführen
  • Das Abhaken sollte möglichst schnell und im Wasser erfolgen
  • Die Fische nicht auf trockenem Boden ablegen
  • Die Bauchhöhle nicht quetschen, um innere Verletzungen zu vermeiden

Drilling vs. Einzelhaken

An vielen Forellengewässern ist das Angeln mit Drillingen bereits verboten, weil dadurch bereits zu viele junge Forellen geschädigt wurden und an den Folgen ihrer Verletzungen verendet sind. Bäche und Flüsse, an denen überwiegend Forellen vorkommen, sollten prinzipiell nicht mit Drillingen befischt werden. Das gilt umsomehr, wenn dort vorwiegend kleinere Forellen vorkommen. Insofern Spinner und Wobbler am Gewässer erlaubt sind, können diese natürlich weiterhin eingesetzt werden, sollten aber auf Einzelhaken umgerüstet werden.

Schonhaken zum Forellenangeln

Widerhaken wecken beim Angler ein Vertrauen, den Fisch nach dem Biss sicher haken und landen zu können. Jedoch ist dieses Vertrauen oft trügerisch: Vorsichtig beißende Forellen können mit einem Widerhaken oft nicht besser gehakt werden und auch gehakte Fische steigen trotz Widerhaken oft aus. Jedoch kann der Widerhaken das Abhaken quirliger kleiner Forellen deutlich erschweren. Wenn der Haken zusätzlich noch an einer sensiblen Stelle sitzt, können schnell lebensbedrohliche Verletzungen entstehen. Angelt man hingegen mit angedrückten Widerhaken oder Schonhaken ohne Widerhaken und landet so einen Fisch im Kescher, dann fällt der Haken entweder bereits von selbst heraus oder lässt sich beim Entspannen der Schnur meist einfach lösen. Untermaßige Forellen können so ohne größere Verletzungen schnell zurückgesetzt werden.

Watangeln am Bach

Beim Watangeln sollte man ebenfalls umsichtig sein und darauf achten, keine Einstände, Futterquellen oder sogar Laichplätze zu zerstören. Wenn möglich sollte das Gewässer darum immer vom Ufer aus beangelt werden. Während der Laichzeit, von Oktober bis Januar, legen die Forellen an seichten Stellen keine Gruben an und Ihre Eier hinein. Daher sollten zu dieser Jahreszeit in Salmonidengewässern nicht gewatet werden.



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