Aland

Aland
Aland - Fänger: Mario Merkel

Alande sind typische Bewohner der großen Ströme, Flüsse und angebundenden Standgewässer Eoropas und Asiens. Sie stellen neben den Brassen eine typische Leitfischart dieser Regionen dar. Außerdem weisen sie eine recht hohe Salztoleranz auf und bewohnen auch recht brackige Bereiche in Ästuaren und der Ostsee. Zur Fortpflanzung schwimmen sie jedoch immer in Flüsse ein um über Kies oder Wasserpflanzen zu laichen. Während der Jugend bilden sie meist lockere Schwärme im Mittelwasser oder nahe der Oberfläche und sind typische Kleintierfresser. Mit zunehmendem Alter ändert sich dies: die Fische werden einzelgängerisch und zunehmend zu Kleinfischjägern, auch bevorzugen sie nun tiefere Zonen.


Die wirtschaftliche Bedeutung ist in Deutschland eher gering, in Osteuropa hingegen werden Alande zusammen mit Karpfen in Teichen gehalten geschätzt.
Die vielleicht größte Bedeutung für den Menschen hat der Aland als Stammvater der Goldorfen erlangt, wodurch er inzwischen nahezu auf jedem Kontinent vorkommt. Im Gegensatz zu Goldfischen wühlen sie nicht und halten somit das Wasser klar.

Merkmale:
gestreckter, seitlich abgeflachter Körper, endständiges Maul, Ansatz der Bauchflossen vor dem der Rückenflosse, kleinere Schuppen und kleineres Maul als der ähnliche Döbel, oft Zufallsfang bei der Friedfischangelei aber auch beim leichten Spinnfischen

Größe:  
30-50 cm, selten über 60 cm

Geschlechterunterscheidung:  
Männchen tragen Laichausschlag

Flossenformel:
D III/8-11, AIII/8-11, P I/15-16, V II/ 7-10

Schuppenzahl Seitenlinie:
56-58

Verwechslungsgefahr mit:  
DöbelHaselRotauge

Besonderes:
nicht sehr schmackhaft

Verbreitung:  
Europa, Asien, weltweit als Zierfisch (Orfe)

Fortpflanzungsbiologie:
Geschlechtsreife nach 3-5 Jahren, Eiablage in stömungsberuhigten Bereichen von Flüssen auf Kies oder Pflanzen, ca. 100000 Eier pro kg Lebendgewicht

Laichzeit:
April bis Juni 

Familie:
Cyprinidae, Karpfenfische

Aland (Nerfling) Übersetzung: 
lateinisch: Leuciscus idus
dänisch: Rimte
englisch: ide 
französisch: ide mélanote
niederländisch: winde 
norwegisch: vederbuk
polnisch: jaź
schwedisch: iden
spanisch: cacho
ungarisch: jászkeszeg

natürliche Nahrung: 
Jungfische, Kleinkrebse, Insektenlarven, Schnecken, Muscheln, Kleinfische, Würmer