Hasel

Hasel
Hasel - Fänger: Rainer Verhoef

Morphologie des Hasel

Der Hasel ähnelt einer keinen Plötze oder einem kleinen Döbel und kann sich ähnlich dem Döbel durch seine schlanke Körperform im Hauptstrom beweisen. Ihre After- und Rückenflossen sind jedoch nicht - wie beim Döbel - nach außen, sonden nach Innen gewölbt. Die sibrige Hasel hat zudem einen dunkelgrünen oder grauen Rücken, kann aber auch messingfarben schimmern. Ihre Afterflossen und Brustflossen sind zudem teils rosafarbig. Die Maulspalte reicht nicht bis unter die Augen. Der Kopf ist klein und die Mundspalte eng u. leicht unterständig. Dies ermöglicht dem Hasel in allen Wasserschichten Nahrung aufzunehmen. Weibliche Hasel werden meist größer als die Männchen und können bis 30 Zentimeter lang und 500 Gramm schwer werden. 

Verbreitung und Habitat

Hasel sind in den schnell fließenden Bächen und Flüssen Europas und Asiens daheim und sind auch in Irland als Köderfische in die Gewässer eingeführt worden. Hasel sind auch in den uns bekannten Forellenflüssen daheim sowie in Staubecken und leben zum Schutz vor Fressfeinden in größeren Schulen zusammen. Diese werden mit dem Alter der Tiere immer kleiner.

Die Nahrung des Hasel

Der Hasel kann aufgrund seines nur leicht unteständigen Maules in fast allen Wasserschichten fressen. Zu seiner Beute gehören wirbellose Kleintiere aus dem Mittelwasser, Insekten von der Oberfläche, Wasserflöhe, Schnecken und Käfer vom Boden und auch Pflanzen verschmäht er nicht. Aufgrund seiner breiten Nahrungsvielfalt nimmt er viele Angelköder gerne an und ist ein häufiger Beifang. 

Laichgeschehen

Der männliche Hasel entwickelt zur Laichzeit im Febuar bis März einen starken, knöchernen Laichausschlag und rauhe Schuppen. Die Fische kommen jetzt in Schwärmen im Flachwasser zusammen, wo das Weibchen ca. 28.000 orangefarbene Eier auf Pflanzen und Steine ablegt. Die Brut schlüft bei hoher Sauerstoffsättigung des Gewässers bald und ist nach 2 Jahren schon voll ausgewachsen und laichreif. 

Angeln auf Hasel

Hasel lassen sich, ähnlich dem Döbel, im Hauptstrom mit vielerlei Ködern überlisten. Dazu gehören neben Castern auch künstliche Fliegen und Nymphen in der Schlupfzeit Mai bis zum Oktober. Aber auch kleine Würmer holen den Hasel gekonnt aus der Deckung. 

Infos zum Hasel kurz und knapp

Merkmale:
fast drehrunder Körper mit kleinem Kopf, Mundspalte eng u. leicht unterständig, reicht nicht bis unter die Augen, der freie Rand der Afterflosse ist eingebuchtet, Schwanzflosse stark eingeschnitten

Größe:
bis 30 cm

Geschlechterunterscheidung:
nur zur Laichzeit möglich (M mit feinkörnigem Laichausschlag)

Flossenformel:
D III/7, A III/8-9, P I/16-17, V II/8

Schuppenzahl Seitenlinie:
48-54

Schlundzahnformel:
zweireihig 2.5-5.2(3)

Verwechslungsgefahr mit:
keine

Besonderes:
kommt auch in den Haffen der Ostsee vor

Verbreitung:
Europa nördlich der Alpen u. Pyrenäen, fehlt in Schottland, Irland, West-u. Nordnowegen sowie auf dem westlichen u. südlichen Balkan

Fortpflanzungsbiologie:
Geschlechtsreife nach 3 Jahren, 2.000-20.000 Eier werden über sandig-kiesigem Grund oder an Wasserpflanzen abgelegt

Laichzeit:
März-Mai

Familie:
Cyprinidae, Karpfenfische

Hasel (Häßling) Übersetzung:
lateinisch: Leuciscus leuciscus 
belgisch: Serpeling 
dänisch: Strømskalle 
englisch: Dace
finnisch: Seipi 
französisch: Vandoise
italienisch: Leuscico comune 
niederländisch: Serpeling 
norwegisch: Gullbust 
polnisch: Jelec 
russisch: Елец (Jeletz) 
schwedisch: Stäm 
spanisch: Leucisco 
ungarisch: Nyuldomolykó

natürliche Nahrung: 
Plankton, Anfluginsekten, Insektenlarven, Würmer, Schnecken, Pflanzenteile