Fliegenfischen: 10 nützliche Tipps zum Werfen

Fliegenfischen Werfen

Immer mehr Angler interessieren sich für das Fliegenfischen und heutzutage ist der Zugang zu dieser feinen Angeltechnik leichter denn je. Angelvideos und Fachzeitschriften berichten von den spannenden Abenteuern, die mit der Fliegenrute erlebt werden, da können viele Angler der Versuchung einfach nicht widerstehen.

Viele gönnen sich ein paar Videos und dann geht es bereits ans Wasser in der Hoffnung die ersten Fische zu fangen, doch ganz so einfach ist die Sache dann meistens doch nicht. Deshalb findest du in diesem Beitrag 10 nützliche Tipps, die dir den Einstieg in das Werfen mit der Fliegenrute erleichtern können.

Unsere Empfehlungen im Überblick

  • Verwende eine Double Taper (DF) Fliegenschnur für den Anfang. Weight Forward (WF) Fliegenschnüre verhalten sich wie Keulenschnüre mit all ihren Vor- und Nachteilen. Viele Denken, dass sie leichter auf Distanz zu bringen sind aber eine DF Schnur erreicht die gleichen Entfernungen und deutlich leichter in der Luft zu halten. Außerdem kann die Schnur einfach umgedreht werden, wenn ein ende abgenutzt ist.
  • Beginne mit einer relativ weichen Rute, denn so kannst Du ein besseres Gefühl für die Dynamik im Wurf entwickeln. Weiche Ruten arbeiten sehr intensiv bei jedem Wurf und man kann gut sehen, wie sich die Rute auflädt und wie sie ihre Energie auf die Flugschnur überträgt. Dadurch ist es leichter eine saubere Wurftechnik zu erlernen.
  • Achte darauf wie sich die Rute beim Werfen auflädt und wie sie sich dabei anfühlt. Je stärker die Rute geladen wird desto schwerer fühlt sie sich an. Wenn sich die Rute leicht anfühlt wird nur wenig kraft in den Wurf gebracht oder Schlaufe fällt zusammen.
  • Konzentriere dich Anfangs auf den Back-Cast oder Rückwurf. Denn er ist die Grundlage für den Fore Cast also den Wurf nach vorne. Achte auf das richtige Timing und die Höhe des Rückwurfes. Er sollte nicht zu flach sein, damit Du nirgends hängen bleibst. Das Timing ist wichtig damit Du ordentlich kraft in den Fore Cast  übertragen kannst. Sobald Du den Back Cast beherrschst kannst Du dich voll und ganz auf den Fore Cast konzentrieren.
  • Üben! Üben, Üben und nochmals üben. Wenn Du immer nur ans Wasser gehst, um Hotspots zu beangeln dann dauert es lange Zeit bis Du die Wurftechniken erlernst. Stattdessen solltest du regelmäßig werfen üben. Ein nahe gelegenes Gewässer reicht vollkommen aus um 30 bis 60 Minuten werfen zu gehen. Fische sind dabei nebensächlich, deshalb reicht notfalls sogar eine Wiese.

  • Zielen! Wenn du werfen übst, dann ist es Sinnvoll ein bestimmtes Ziel in den Fokus zu nehmen. Ein Ring auf der Wiese ist ein gutes Übungsobjekt, damit Du die Forelle unter dem überhängenden Ast später einmal ohne Probleme anwerfen kannst.
  • Sei darauf gefasst, Rückschläge zu erleben. Nicht alles geht so leicht von der Hand und wenn du bereits den Umgang mit Rute und Rolle gewöhnt bist, dann schleichen sich beim Fliegenfischen schnell kleine Fehler ein. Sei offen für Kritik und unterhalte dich mit anderen Fliegenfischern, so kannst Du schnell deine Technik verbessern.
  • Das Werfen mit der Fliegenrute ist ein dynamischer Prozess mit vielen Komponenten die es zu entdecken gilt. Beim Rückwurf kannst Du spüren wie die Schnur nach hinten gezogen wird. Bei Abwurfpositionen zwischen 1 und 1:30 Uhr ist dieser Effekt am stärksten ausgeprägt und bei 2 Uhr kaum noch Spürbar. Sobald Du ein Feeling für die Bewegungen der Schnur bekommst, kannst Du die Dynamik des Wurfes besser verstehen und nutzen.
  • Der Powerstroke ist ein Effektive Technik, um noch mehr Wurfdistanz zu Erreichen. Damit sollte man allerdings nicht zu früh anfangen, denn zuerst sollte man die vorangestellten Prozesse gut verinnerlicht haben. Der Zug wird nämlich genau an dem Punkt angesetzt, an dem die Schnur in Wurfrichtung gezogen wird. Zunächst folgt man dieser Bewegung bis sich die Schnur gestreckt hat. Dann wird die Schnur beim werfen in die entgegengesetzte Richtung gezogen. Dadurch wird die Fliegenrute extrem stark aufgeladen, was sehr viel kraft auf die Schnur bringt. Beim Doppelzug wird der Back Cast und anschließend der Fore Cast zusätzlich aufgeladen, um mit wenigen Bewegungen einen Distanzwurf zu erreichen.
  • Rollwürfe sind besonders an kleinen Gewässern und an dicht bewachsenen Stellen mit wenig Freiraum gefragt. Auch sie können mit dem Powerstroke verfeinert werden, um noch mehr Wurfdistanz zu erreichen.



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