Da wird die Spree wild

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Pünktlich zum Mai hat sich die sächsische Spree herausgeputzt. In einem mehrjährigen Kraftaufwand ist der Abschnitt zwischen Bautzen und Uhyst umgestaltet worden und am 4. Mai sind die Baumaßnahmen nun endlich abgeschlossen. Die Renaturierung gleicht dabei Fehler aus, die bereits in den 90er Jahren gemacht wurden. Hilft das Projekt wirklich und wer soll das bezahlen? 

Die Fehler der Vergangenheit

In den 90er Jahren wurde die Spree stark begradigt und ausgebaut. Die damaligen Eingriffe dienten dabei auch dem Hochwasserschutz der Spreestadt Halbendorf. Sie haben sich jedoch als ökologisch und hydrologisch unsinnig erwiesen. Durch die Begradigung wurden Lebensräume für Pflanzen und Tiere zerstückelt und die Bedeutung des Hinterlandes als Fluthilfe unterschätzt und vernachlässigt.

Die Spree Dynamik zurückgeben

In einem Gemeinschaftsprojekt zur “Redynamisierung der Spree” sind nun zahlreiche Altarme und Altwasser zwischen Lömischau und Neudorf wieder an die Spree angeschlossen und mit den angrenzenden Auwäldern vernetzt worden. Dabei wurden auch ein Wehr und eine Sohlschwelle bei Lömischau und Neudorf zurückgebaut und auch ein Hochwasserschutz für die Stadt Halbendorf errichtet. Diese Maßnahme beinhaltete auch das Anstechen zweier Deiche zum Druckausgleich für drohendes Hochwassers.

Spree zwischen Bautzen und Uhyst

 

Was kostet das?

Das Gemeinschaftsprojekt zur Redynamisierung wurde von der Deutschen Bundesstiftung Naturerbe, der Biosphärenresevatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und dem Freistaat Sachsen (Träger des Vorhabens) durchgeführt. Die Kosten der Umgestaltung in einen naturnahen Zustand beliefen sich für die 5 km Flussstrecke auf 6,2 Million Euro. Dabei stammt rund 1 Mio Euro vom DBU Naturerbe.  4 Mio Euro dieser Gesamtsumme entfallen dabei auf die Renaturierung der Spree inklusive Hochwasserschutz. 

Ein Beispiel, dass Schule machen kann

Nun kann sich die Spree wieder frei durch die Landschaft schlängeln und den Artenreichtum im Zusammenhang mit der Auenlandschaft fördern. Die Hoffnungen der Verantwortlichen sind dabei groß, dass sich auf diese Weise nachhaltig eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt ansiedeln kann. Dabei können diese Maßnahmen auch richtungsweisend sein und ein Vorbild für weiteres planerisches Handeln in Sachsen werden. Schließlich gehören Auenlandschaften mit ihren Teichen und Seen hierzulande zu den artenreichsten Lebensräumen. Diese zu fördern ist darum ein wirklich lohnenswertes Ziel. 

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