Haustierbesitzer können ein Lied davon singen: Ihr kleiner Liebling kratzt und putzt sich vermehrt oder leckt an bestimmten Stellen des Körpers, wie beispielsweise an den Ohren, im Bauchbereich oder um den Schwanz herum. Diese Anzeichen weisen eventuell darauf hin, dass das Tier Parasiten hat. Parasitenbefall führt häufig zu Hautveränderungen, Rötungen bis hin zu offenen Wunden und gehört zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Haustieren. Doch es gibt verschiedene vorsorgliche Maßnahmen, mit denen Tierbesitzer ihren Vierbeiner schützen können.
Wie kommt mein Tier zu Parasiten?
Bei dem Wort Parasitenbefall denken die meisten Tierhalter an unzureichende Hygienebedingungen, doch auch in einem sauberen Zuhause kommt es vor, dass sich Würmer, Zecken, Flöhe, Läuse oder Milben im Fell oder auf der Haut von Tieren festsetzen und für Hautirritationen oder Entzündungen sorgen. Die Übertragungswege lassen sich nicht immer vollständig nachvollziehen oder kontrollieren, vor allem, wenn die kleinen Hausgenossen ins Freie dürfen. Der Kontakt mit anderen Tieren, mit Schmutz oder Kot erhöht das Risiko einer Weitergabe von Parasiten. Hunde und Katzen nehmen die Schädlinge auf, wenn sie sich im Gras wälzen oder aus Pfützen trinken. Bestimmte Wurmarten leben im Boden oder im Sand und werden auf diese Weise leicht aufgenommen. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Parasiten. Sie haben eines gemeinsam: Sie ernähren sich von ihrem Wirtstier und verursachen dabei verschiedene Gesundheitsprobleme, wie Anämie, Hautkrankheiten oder Magen-Darm-Probleme. Im schlimmsten Fall kommt es zu lebensbedrohlichen Krankheiten durch Herz- und Lungenwürmer.
Was kann man gegen Parasiten beim Haustier tun?
Die Ernährung spielt bei der Stärkung des Immunsystems und der Abwehr von Parasiten eine große Rolle. Proteine, Mineralstoffe und Vitamine unterstützen die Widerstandskraft des Vierbeiners. Fisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren und stärkt das Immunsystem und die Hautgesundheit. Das schützt zwar nicht vor Parasiten, hilft jedoch dem Vierbeiner, weniger schwerwiegende Symptome zu entwickeln. Trotzdem ist es ratsam, das Risiko von Parasiten so gering wie möglich zu halten. Die Kontrolle beim Tierarzt gehört ebenso dazu wie die ganzheitliche Gesundheitsvorsorge des Hausgenossen. Zur Abwehr von Parasiten eignen sich Präparate, die äußerlich punktuell auf die Tierhaut aufgetragen werden. Die sogenannten Spot On-Präparate töten Ungeziefer ab und werden sowohl präventiv als auch bei einem bereits befallenen Tier angewandt.
Wie erkenne ich, dass mein Haustier Parasiten hat?
Nicht immer lassen sich Parasiten direkt auf dem Fell erkennen. Je nachdem, um welche Art des Befalls es sich handelt, gibt es aber sichtbare Anzeichen:
- Würmer sind am ehesten im Kot des Tiers bemerkbar. Während Spulwürmer im Häufchen aussehen wie kleine Spaghetti, zeigen sich Bandwürmer als reiskornähnliche Segmente im Kot oder am Anus. Haken- oder Peitschenwürmer sind häufig nur anhand der Symptome zu sehen – Gewichtsverlust, blutiger Stuhl oder Durchfall.
- Milben machen sich durch Juckreiz bemerkbar. Meist erkennt der Tierbesitzer sie indirekt durch die Auswirkungen: Da sich der Hausgenosse häufig kratzt, gibt es Haarausfall, Rötungen und Krustenbildung.
- Läuse bewirken ebenfalls starken Juckreiz. Die Schädlinge sind jedoch größer und deutlich sichtbar. Auch die Eier lassen sich gut im Fell erkennen.
- Flohstiche hinterlassen kleine, rote Pusteln auf der Haut. Flöhe beißen und kratzen merklich und Vierbeiner zucken bei einem Biss sichtbar zusammen. Mit einem speziellen Flohkamm lassen sich Flöhe aufspüren.



















