Altarm Geschichten: Angeln irgendwo in Brandenburg

Laut Vorhersagen sollte die Sonne zu Ostern so richtig rauskommen. Also die schönsten Bedingungen für einen ausgedehnten Angeltrip. über die Feiertage Mit einem Angelkollegen plante ich einen dreitägigen Angeltrip an einen Flussabschnitt in Brandenburg. Insiderberichten zufolge sollte es in den dortigen Altarmen nur so von starken Tincas und kleinen Welsen wimmeln. Hechte waren darum natürlich in jedem Fall zu erwarten. Die Schonzeit war gerade vorbei und die Räuber hungrig. 

Altarm Angeln ist ein Abenteuer

Unseren Angelplatz hatten wir über Google Maps ausgekundschaftet. Unseren Spot konnten wir wegen des unwegsamen Geländes nicht direkt anfahren. Darum stellten wir unser Auto Flussabwärts ab und luden unser gesamtes Tackle aus Ruten, Rollen, Futter, Ködern, Wetterschutz und Proviant in ein mitgebrachtes Schlauchboot. Vollbepackt schipperten wir dann langsam und voller Erwartung stromaufwärts zum ersten Spot. Zum Angeln hatten wir uns einen Übergang zwischen Fluss zu flachen Altarm ausgesucht. Hier zeigten sich bereits die ersten Seerosen und wir waren zuversichtlich, dass die Fische irgendwann in diesem flachen, erwärmten Gewässerbereich aufkreuzen würden.

Zuerst mal Futter für die Fische. Nachdem wir den Altarm etwas angefüttert hatten, brachten wir schon mal zwei mit Dendrobenas bestückte Posenmontagen aus. Danach folgte die erste Welsrute. Meine Freestyle Montage mit einem gefrorenen Rotauge legte ich etwas Flussabwärts dicht ans Ufer. Hier war das Ufer etwas unterspült und somit ein verheißungsvoller Platz. Den Köder band ich so an, dass er etwa einen halben Meter unter der Wasseroberfläche hing. Hierzu verwendete ich eine U-Pose, die ich auf den Rücken des Köderfisches geschnallt hatte. Der Köder flankte so verführerisch in der Strömung. Eine weitere Welsmontage, die mit 10 Tauwürmern bestückt war, legten wir flussaufwärts. Nachdem wir alle Ruten ausgebracht und den Angelplatz vorbereitet hatten, senkte sich auch schon die Sonne gen Horizont. Die heiße Phase sollte beginnen.

Abendstimmung am Angelplatz

Abenddämmerung am Angelplatz – schöner geht’s kaum

Ein kalter Morgen

Zu unserer Überraschung blieb die Nacht ruhig und wurde zudem recht kalt. Während wir Tagsüber noch Temperaturen von knapp über 20 Grad hatten, überzog am nächsten Morgen Eis den Wassereimer und Rauhreif die Landschaft. Doch schnell war der Spuk vorbei und die Sonne entfaltete ihre ganze Kraft und Wärme. Plötzlich regte sich an unserem Futterplatz im Altarm das Leben. Schöne Weißfische in beachtlichen Größen machten sich an den Ködern zu schaffen. Sie zu beobachten war in der Tat spannend, spaßig und ein guter Zeitvertreib.

Eis auf dem Wassereimer

Kalte Nachttemperaturen ließen das Wasser gefrieren


Schöne Rotfeder im Frühjahr

Prächtige Plötze aus dem Brandenburger Outback

Während wir noch die Weißfische beobachteten bemerkten wir auf einmal Räuber an der Oberfläche des Altarms. Kurzerhand montierten wir kleinere Plötzen an einer Posenmontage und ließen sie über die Stelle driften. Leider zunächst ohne Erfolg. Jedoch hatten wir dann einen Biss – und zwar auf ein Bündel Rotwürmer. Nach einem kurzen Drill war der Schuldige verhaftet. Ein kleiner Hecht, der nun so gar nicht der erwarteten Größe entsprach, wollte sich die Happen nicht entgehen lassen.

Kleiner Hecht mit Wurm im Maul

Mini Hecht auf Rotwurm

Aktiv auf Hecht

Eine erneute Beissflaute zur Mittagszeit ließ uns dann zur Spinnrute greifen. Irgendwie mussten wir damit doch einen Fisch rauslocken. Wir fischten den Altarm mit diversen, flachlaufenden Spinnködern ab und schließlich ging ein schöner Esox auf einen Wobbler. Das Abendessen war also zum Glück gesichert. Um uns ganz der Zubereitung des Hechtes zu widmen, legten wir die Wels- und Posenruten gleich erneut aus, um nichts zu verpassen.

Angler mit Hecht aus dem Altarm

Schöner Hecht mit Küchenmaß

 

Unser Hecht Rezept am Wasser

  1. Hecht filetieren und Haut abziehen
  2. Filet waschen, trocken tupfen und stückeln
  3. Filetstücke würzen und in Grieß wenden
  4. In der Pfanne mit Öl knusprig braten
  5. Mit Kartoffeln, Kräuterquark und Zitrone anrichten
Hechtfilet knusprig in der Pfanne

Das Fressen beginnt

Als die Sonne bereits untergegangen war und die Dunkelheit hereinbrach, begannen die Fische plötzlich massiv an unserem Futterplatz zu fressen. Unmittelbar hintereinander konnten wir gleich mehrere große Brassen und Giebel landen. Auch die großen Güstern und Rotfedern gingen nach wie vor an unsere Haken. Es ging sozusagen übelst ab. Von den erhofften Schleien und kleineren Welsen war jedoch keine Spur. Auch die erneut ausgelegten Welsruten blieben ruhig. Lediglich ein leichtes Bimmeln zeigte uns, dass sich wohl Weißfische an dem Wurmbündel zu schaffen machten.

Giebel in der Nacht

Einer unserer Giebel vom Altarm

Der nächste Morgen brachte dann eine Überraschung für uns. Eine große Brasse hatte sich tatsächlich an der Welsmontage aufgehängt. Das war zwar nicht unser Zielfisch aber trotzdem ein ungewöhnlicher und deshalb besonderer Fang und ein Foto wert.

Angler mit großer Brasse gefangen auf Welsmontage

Starke Brasse gefangen auf die Welsmontage

Oster Montag waren wir guter Dinge. Da die Fische aber während der letzten Tage weder mittags noch nachmittags aktiv waren und der Wind zusammen mit der Temperatur stärker wurde, packten wir nach dem morgentlichen Posenageln nun zusammen. Der Ausflug an den Altarm in Brandenburg hat uns nicht nur ordentlich Fisch und neue Erkenntnisse beschert, sondern auch einen entspannten Aufenthalt am Wasser. Auch wenn es diesmal mit dem Wels nicht so richtig klappen wollte, war es doch ein wirklich gelungener Oster Angeltrip. Wir kommen wieder!

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