Wie trockene Gewässer dem Klima schaden

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Immer mehr Angelgewässer fallen vorübergehend, teilweise oder dauerhaft, auch trocken. In der Berechnung der CO2 Emissionen wurden diese Flächen bisher nicht berücksichtigt. Jetzt haben Forscher im Projekt “dryflux” den Ausstoß aus trockenfallenden Gewässerflächen gemessen – mit brisanten Erkenntnissen.

Die Krux mit dem Dryflux

Flüsse, Seen und Wasserreservoire sind weltweit Emissionquellen des Treibhausgases Kohlendioxid. In einem internationalen Forschungsprojekt untersuchten die an dem Projekt beteiligten 24 Forscherteams die Emission an insgesamt 196 trockenen Binnengewässern. Diese lagen über alle Klimazonen verteilt, wobei jedes Team den Kohlenstoffdioxidgehalt an mindestens je einem See, einer Talsperre und einem Fluss mitsamt allen Wasserparametern gemessen hat. Dabei konnte durchgehend Emissionen festgestellt werden, die sogar über dem Durchschnitt intakter Wasseroberflächen gleicher Größe liegen. Sollten die weltweiten Trockenflächen nun in die Gesamtbilanz der Treibhausgase mit aufgenommen werden, dürfte die Emission um besorgniserregende 6 % höher ausfallen als bisher gedacht. 

Ursachen erhöhter Emissionen

Nach Meinung von Forscher des IGB Berlin ist die erhöhte CO2 Produktion auf die Abbauprozesse von Mikroorganismen zurückzuführen. Je mehr Sauerstoff und Nährstoffe den Mikroben zur Verfügung steht, umso mehr Kohlenstoffdioxid atmen sie ab. Diese Mechanismen sind weltweit natürlich gleich. Regionale Unterschiede der Trockenflächen in Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffgehalt existieren aber natürlich. 

Intakte Gewässer sind wertvoll

Die Erkenntnisse der Studie decken sich auch mit bisherigen Studien des IGB, nach denen Gewässer unterschätzte CO2 und Methan Quellen sind und somit weit mehr Treibhausgase abgeben als bisher gedacht. Das “dryflux” Projekt zeigt aber auch, dass der Schutz unserer Gewässer im Klimakampf eine wichtige Stellung einnehmen sollte und die Gesundheit unser Flüsse und Seen weit oben auf die Agenda gehört.

Das “dryflux” Projekt wurden unter Zusammenarbeit des Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), des Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und des katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) durchgeführt. Die Ergebnisse sind in den “Nature Communications”, einem frei zugänglichen Journal von Nature Research, erschienen und können hier eingesehen werden: 

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