Angeln im Winter

Angeln im Winter – Tipps zu Ausstattung, Fischarten und Angelstellen für die beste Zeit zum Angeln

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Nicht nur im Sommer lassen sich reichlich Fische fangen. In den Wintermonaten kann das Angeln gleichermaßen großen Spaß machen. Schließlich verwandeln Raureif und Schnee die Landschaften in ein strahlendes Paradies. Wer gut ausgerüstet ist und weiß, welche Arten auch bei Minusgraden anbeißen, feiert auch im Winter Erfolge.

Wie kleide ich mich für das Angeln im Winter?

Angeln im Winter erfordert spezielle Bekleidung zum Schutz vor Nässe und Kälte. Das Zwiebelprinzip ist beim Ankleiden ratsam. Durch das Kombinieren mehrerer Schichten wird der Körper effektiv warmgehalten und das Wohlbefinden gefördert. Zudem kann besser auf das Wetter reagiert werden. Scheint beispielsweise zwischendurch die Sonne, lässt sich die obere Schicht ausziehen, um nicht übermäßig zu schwitzen. Damit das Zwiebelprinzip funktioniert, müssen allerdings die Materialien stimmen:

Als unterste Schicht eignet sich lange Unterwäsche aus Polyester, weil diese Kunstfaser Schweiß schnell aufnimmt und nach außen abtransportiert. Baumwollunterwäsche hat den Nachteil, dass sie zwar sehr saugfähig ist, aber Feuchtigkeit nur langsam abgibt und lange nass bleibt. Das kann sehr unangenehm werden. Wäsche aus Merinowolle eignet sich ebenfalls, weil die Naturfaser Feuchtigkeit fix transportiert und gleichzeitig isoliert.
Die zweite Schicht dient in erster Linie dem Kälteschutz. Fleece ist beim Angeln im Winter eine gute Wahl. Dieser gemütliche Veloursstoff wird größtenteils aus Polyester hergestellt und gilt als ausgezeichnete Isolationsschicht. „Die feinen Kunststofffasern schließen viel Luft ein, speichern daher Körperwärme besonders gut und arbeiten klimaregulierend“, erklärt Engelbert Strauss online in einem Materialratgeber der Kategorie Fleecejacken. Der Hersteller hat sich auf Berufskleidung und Arbeitsschutz spezialisiert und stattet viele Berufsgruppen aus, die vorwiegend draußen tätig sind. Dementsprechend spielt der Kälteschutz bei der Fertigung eine große Rolle. Softshellhosen runden die Ausstattung ab.
Die dritte Schicht sollte zusätzlich wärmen und zuverlässig vor der Witterung schützen. Eine wasser- und winddichte Winterjacke ist ein Muss. Wichtig ist, dass auch die Jacke als abschließende Schicht ein gewisses Maß an Atmungsaktivität bietet. Ansonsten kann überschüssige Feuchtigkeit nicht entweichen – die Folge ist ein unangenehmes Tragegefühl. Eine gute Angelhose darf selbstverständlich nicht fehlen. Eine wasserdichte Membran sorgt hier für zuverlässigen Nässeschutz. Wasserdichte Wathosen lassen sich über warme Softshellhosen tragen und sind meist mit integrierten Gummistiefeln kombiniert. Besser sind jedoch atmungsaktive Wathosen, die Feuchtigkeit nach außen transportieren. Diese sind jedoch meist nur mit Neopren-Füsslingen ausgestattet.

Wer ohne Wathose mit Gummistiefeln angeln gehen will, greift zu wasserdichten Angelschuhen. Eine besonders leichte Variante ist beispielsweise das Almwalker Boots Deep Forest High Modell mit rutschfesten Sohlen und Thinsulate-Technologie für warme Füße.

Weil am Kopf viel Wärme verloren geht, ist eine Mütze elementar. Auch Schal und Handschuhe sind praktisch. Handschuhe dürfen allerdings nicht zu dick sein, weil dann das Fingerspitzengefühl beim Angeln fehlt. Rutschhemmendes Material auf der Innenseite sorgt für guten Halt.

Eisangeln

Weil es früh dunkel wird, ist eine Stirnlampe ein nützliches Zubehör.

Welche Fische beißen im Winter?

Der Winter hat für Angler einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu den warmen Monaten des Jahres ist es wesentlich ruhiger an den Angelspots. Es sind deutlich weniger Menschen unterwegs. Nicht nur die Menge an Radlern und Spaziergängern nimmt mit zunehmender Kälte ab, sondern auch die der Angler. Die Chancen, etwas zu fangen, stehen deshalb trotz ungemütlichem Wetter nicht schlecht, vor allem wenn man weiß, wo sich die Fische im Winter aufhalten.

Weil der Stoffwechsel der Fische mit den Temperaturen herunterfährt, fressen sie weniger. Dementsprechend verkürzen sich die Fressphasen. Ohne Nahrung kommen sie aber nicht aus, weshalb Angeln im Winter ebenso erfolgreich verlaufen kann. Folgende Fischarten beißen im Winter gut an:

  • Barsch
  • Quappe
  • Zander
  • Hecht
  • Rotauge

Bei Forelle und Salmoniden müssen die Schonzeiten beachtet werden. Die Forelle hat in sämtlichen Bundesländern Schonzeit, da die Fische im Herbst und Winter laichen.

Achtung Schonzeiten!

Ob Winterhecht, Winterzander oder Winterforelle: Beim Angeln sind gesetzlich vorgeschriebene Schonzeiten einzuhalten, um die Bestände zu schützen. Da sich die Fischschonzeiten je nach Bundesland unterscheiden können, muss jeder Angler individuell recherchieren – für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Bestand. Teilweise sind Fischarten sogar ganzjährig geschützt.

Wo halten sich Fische im Winter auf?

Fische ziehen sich in ihrem winterlichen Energiesparmodus gern an wärmere Plätzchen zurück. Es kann deshalb vorteilhaft sein, ein Thermometer einzupacken. Generell steigen die Chancen auf einen Fang in den tiefen Bereichen von Seen, an Schleusen, Kehrströmungen und den Ausläufen von Kraftwerken. Wer am See angelt, sollte seine Köder im Winter tiefer auslegen. Weil die Tiere weniger aktiv sind und mehr an Ort und Stelle bleiben, ist die Wahl einer vielversprechenden Angelstelle umso wichtiger.

Allgemeine Tipps zum Winterangeln:

Wird auf Friedfische geangelt, ist im Winter weniger anfüttern angesagt. Etwa ein Zehntel der üblichen Menge Lockfutter genügt. Die Köder werden außerdem kleiner, weil die Tiere keinen übermäßigen Appetit haben.
Monofile-Schnüre sind von Vorteil, weil die Rutenringe bei Frost gerne gefrieren und geflochtene Schnüre den Garaus machen. Monofile Angelschnur führt unter anderem der Online-Shop Angelplatz.
Heißgetränke wärmen von innen und bereichern jeden winterlichen Angeltrip.

Hechtangeln im Winter – welches ist das richtige Gewässer für Hecht?

Die Beutefische der Hechte sammeln sich bei Kälte in wärmeren Zonen der Gewässer, weshalb sich die Raubfische ebenfalls dort aufhalten. Größere Vertiefungen an Talsperren und in Binnenseen sind ideale Stellen. Auch Kanäle in städtischen Regionen und flache Gewässer sind denkbare Spots. Am Ufer kann sich das Wasser durch die Sonne und windbedingte Zirkulation erwärmen. Bereits wenige Grad Celsius machen für Hechte den Unterschied.

Tipp: Hechte lassen sich im Winter gut mit Meeresfischen ködern. Gerne auch größere Exemplare verwenden um besonders große Hechte zu erbeuten.

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Bilder-Quelle Pixabay – Fotos 1-2: 27707 / Fiskeavisen

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