Karpfen

Der Karpfen (Cyprinus carpio) lässt sich in eine Wildform und vier unterschiedliche Züchtungsformen unterteilen.

Detaillierte Infos zu den einzelnen Karpfen Formen findest Du auf der entsprechenden Fischlexikon Seite der einzelnen Karpfen Formen:

Wildkarpfen: Der Wildkarpfen ist die Ursprungsform des Karpfens. Es handelt sich um schlanke Fische, die vor allem noch in größeren Flüssen vorkommen.

Schuppenkarpen: Schuppenkarpfen sind wie die Wildkarpfen vollständig beschuppt, allerdings deutlich hochrückiger.

Spiegelkarpfen: Spiegelkarpfen sind Karpfen mit einer nur geringen Beschuppung. Die Schuppen finden sich meistens an den Flossenansätzen und auch an der Seitenlinie.

Zeilenkarpfen: Zeilenkarpfen ähneln einem Spiegelkarpfen, haben allerdings nur entlang der Seitenlinie Schuppen, die sogenannte Zeile.

Lederkarpfen: Lederkarpfen sind völlig schuppenlose Karpfen mit ledriger Haut, die auch ohne Beschuppung einen gewissen Schutz bietet.

– Karpfen sind aufgrund ihrer Größe und Kampfkraft sehr beliebte Angelfische. Außerdem sind sie auch in der Küche gerne gesehen.

Folgende Fischarten werden zwar auch als Karpfen bezeichnet. Dabei handelt es sich aber um andere Fischarten: Silberkarpfen, Marmorkarpfen, und Graskarpfen.

Steckbrief und Wissenswertes über den Karpfen

Karpfen zählen zu den bekanntesten europäischen Fischarten und können eine Länge von bis zu 120 cm und ein Gewicht von über 50 Kilogramm erreichen. Ursprünglich stammt der Karpfen aus Asien und wurde von den Römern nach Europa gebracht.

Lebensraum, Lebensweise, Merkmale

Bevorzugte Lebensräume des Karpfens sind stehende, langsam fließende, pflanzenreiche, weiche und warme Gewässer (Altwässer, Teiche). Die Wildform lebte in der Donau und ihren Nebenflüssen und gilt als stark gefährdet.

Unter den Weißfischen hat der Karpfen ein einzigartiges Merkmal: die lange Rückenflosse. An ihr befinden sich die Stützstrahlen, die je nach Art bis zu 26 Stück umfassen können. Die Brustflossen des Karpfens setzen sehr nahe an den Kiemendeckeln an und reichen fast bis zu den Bauchflossen.

Gewicht und Ernährung

Eigentlich gehören Karpfen zu den Friedfischen, das heißt, sie jagen in der Regel keine kleineren Fische, sondern ernähren sich von Pflanzen und Kleinstlebewesen. Zu diesen Kleinstlebewesen gehören zum Beispiel Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse und tierisches Plankton.

Wie schwer kann ein Karpfen werden? Karpfen / Gewicht: Bei einer üblichen Körperlänge von 40 – 80 cm erreicht der Karpfen ein Gewicht von 2 – 14 kg. In Einzelfällen werden Karpfen aber auch bis zu 120 cm lang und über 40 kg schwer.

Gewaltige Ausmaße erreicht der Siamesische Riesenkarpfen. Mit einem Gewicht von 113 Kilogramm hat ein Angler aus Karlsruhe jetzt einen neuen Weltrekord aufgestellt. Einen Riesenkarpfen dieser Größe wollte Oliver Jack schon lange fangen – mit 113 Kilogramm ist der Fisch nun Weltrekord.

Der Geschmack ist und bleibt Geschmackssache

Karpfen gelten im Allgemeinen als hervorragende Speisefische. Traditionell wird der Karpfen in den so genannten R-Monaten von September bis April als frische und regionale Spezialität angeboten. Im April endet die Karpfensaison und gleichzeitig beginnt die neue Saison.

Warum schmecken manche Karpfen manchmal muffig?

Der Geschmack des Karpfens wird sehr unterschiedlich beschrieben – und nicht immer positiv. Den Fischen wird ein schlammiger, modriger Geschmack nachgesagt, der meist auf ihren Lebensraum in schlammigen Gewässern zurückzuführen ist.