Zope - Fänger: Martin Marx

Zope - Fänger: Martin Marx

Zope

Die Zope (Ballerus ballerus) ist ein Süßwasserfisch, der auch als Schwuppe bezeichnet wird. Er lebt vor allem in den Unterläufen großer Flüsse.

Vorkommen

Die Zope ist ein Weißfisch, der in den Unter- und Mittelläufen großer Fließgewässer wie Elbe, Weser, Rhein oder Donau vorkommt. Zopen benötigen langsam fließendes Wasser und bevorzugen ufernahe Bereiche. Bei Hochwasser ziehen sie gerne in die Überflutungsgebiete. Gelegentlich lebt die Zope auch in Stillgewässern. Dort sind sie auch im Freiwasser anzutreffen. Auch in Osteuropa ist die Zope verbreitet. In Deutschland gilt die Zope als stark gefährdet.

Aussehen

Zopen haben einen sehr flachen Körper und sind überaus hochrückig. Der Rücken ist dunkel mit grünlichem Schimmer, die Seiten sind hell mit rötlich-orangenem Touch, der sich vor allem im Kehlenbereich und am Bauch manifestiert. Auch die Ansätze der Brust- und Bauchflossen sind entsprechend rötlich und teils mit einem dunklen Saum versehen – im Gegensatz zu den restlichen Flossen, die eher grau sind und über einen hellen Saum verfügen. Die Rückenflosse ist kurz und die Schwanzflosse asymetrisch mit einer längeren Unterseite. Zopen haben eine sehr lange Afterflosse, die sie charakterisiert und die etwa ein Drittel der Körperlänge ausmacht. Zopen haben einen kleinen Kopf mit einer kurzen und spitzen Schnauze. Das Maul ist leicht oberständig, die Schuppen relativ klein.

Größe

Zopen sind im Schnitt 20 Zentimeter lang und wiegen bis zu einem halben KIlo. Sie können eine maximale Länge von etwa 45 Zentimetern erreichen und dann auch bis zu 1,5 Kilo erreichen. Solch kapitale Exemplare können bis zu 18 Jahre alt sein.

Vermehrung

Zopen werden relativ spät geschlechtsreif. Erst mit vier bis fünf Jahren beginnt die Zope zur Laichzeit im April oder Mai flussaufwärts zu ziehen. Dort sucht sie kiesige Abschnitte mit hohem Sauerstoffgehalt. Auf dem durchströmten Kiesboden legen die Rogner bis zu 25.000 Eier ab. Die Eier entwickeln sich zwischen dem Kies und nach etwa 10 bis 15 Tagen schlüpft die Fischbrut.

Ernährung

Zopen ernähren sich vorwiegend von tierischem Plankton im Freiwasser.

Angeln auf Zopen

Zopen lassen sich am besten im späten Frühjahr und im Sommer beangeln. Das Angeln auf Zopen ähnelt dem Angeln auf andere Weißfische. Wie fast immer sind die Dämmerungszeiten am besten. Zopen lieben pflanzenreiche Uferpartien und lassen sich dort auch beangeln. Dann ist das Posenangeln am besten geeignet. Aber auch bei Feedern lassen sich Zopen gut überlisten. Als Köder kommen klassische Friedfischköder in Frage. Dazu zählen Maden und Würmer, aber auch Brot oder Teig und pflanzliche Partikel.

Verwechslungsgefahr

Die Zope kann mit dem Zobel (Abramis sapa) verwechselt werden. Zobel haben allerdings ein unterständiges Maul und deutlich größere Schuppen. Auch Brassen und Güstern können mit der Zope verwechselt werden. Hier ist die deutlich größere Afterflosse der Zope das beste Unterscheidungsmerkmal.

Zope in der Küche

In Mitteleuropa werden Zopen wie andere Weißfische aufgrund ihrer Gräten kaum gegessen und in Deutschland sind sie sowieso gefährdet. Denkbar sind Buletten oder sauer eingelegte Fische. In Russland, wo die Zopen in der Wolga ein starkes Vorkommen bilden, werden sie wie andere Weißfische auch getrocknet und gesalzen.

Infos kurz und knapp

Merkmale:
endständige, schräg nach oben gerichtete Maulspalte, Rückenflosse schmal u. hoch, relativ lange Afterflosse, der untere Teil der Schwanzflosse ist deutlich länger als der obere, Körper hochrückig.

Größe:
20-30 cm, selten bis 35 cm

Geschlechterunterscheidung:
äußerlich nicht möglich

Flossenformel:
D III/8, A III/36-43, P I/15, V II/8

Schuppenzahl Seitenlinie:
66-73

Schlundzahnformel:
einreihig 5-5

Verwechslungsgefahr mit:
Blei, Güster, Zobel

Besonderes:
in Deutschland stark gefährdete Art

Verbreitung:
Unterlauf v. Elbe u. Weser, Zuflüsse d. Ostsee, d. Schwarzen u. Kaspischen Meeres; Donau bis Oberösterreich

Fortpflanzungsbiologie:
Geschlechtsreife am Ende d. 4.-5. Jahres, Laichwanderung aus den Unterläufen der Flüsse aufwärts, Ablage v. 4.000-25.000 klebrigen Eiern an seichten u. pflanzenreichen Uferpartien mit starker Strömung, Larvenschlupf nach 10-14 Tagen

Laichzeit:
April-Mai

Familie:
Cyprinidae, Karpfenfische

Zope (Pleinzen) Übersetzung:
lateinisch: Abramis ballerus
dänisch: Brasenflire
englisch: Blue Bream
finnisch: Sulkava
französisch: Zope
italienisch: Abramide blu
polnisch: Rozpior
russisch: Синец
schwedisch: Faren
spanisch: Zope
ungarisch: laposkeszeg