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Klappt die Rückkehr der Störe in Elbe und Oder?

Dieses Thema im Forum "- Natur- und Gewässerschutz" wurde erstellt von FHP Redaktion, 29. Oktober 2021.

  1. FHP Redaktion

    FHP Redaktion Super-Profi-Petrijünger Mitarbeiter

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    Vor mehr als einem Vierteljahrhundert startete das Wiederansiedlungsprogramm für den Europäischen und den Baltischen Stör in Norddeutschland. In diesem Jahr wurden nun zum ersten Mal Exemplare in der Elbe gesichtet. Doch Ausbaupläne für die großen Flüsse gefährden die Erfolge der Wiederansiedelung der beiden Störarten. In diesem Beitrag erfährst Du mehr über die Höhen und Tiefen der Störansiedelung.

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    Findest Du, die Wiederansiedelung der Störe macht Sinn? Teile Deine Argumente!
     
  2. JaCu

    JaCu Profi-Petrijünger

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    Nur mal eine Frage : Warum sollen Aale nicht in Seen und Teiche gesetzt werden aber bei Stören ist erlaubt? Beide Fischarten laichen in Flüssen. Oder sehe ich das falsch?
     
  3. Jens_FHP

    Jens_FHP Super-Profi-Petrijünger Moderator Gutachter-Kollegium

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    Hi,

    Störe können künstlich vermehrt werden, Aale sind immer Wildfänge, deshalb wird jeder Aal, der in ein Gewässer gesetzt wird aus dem er nicht abwandern kann der Laicher-Biomasse des Aalbestandes entnommen. Aale Laichen im übrigen alle in der Sargassosee vor der Küste Floridas. Jeder europäische Aal kommt daher und jeder versucht dahin zurückzukehren.

    Der Stör, der in den Teich gesetzt wird, wurde gezüchtet und ist nicht Teil des Wildbestandes. Wenn er nicht abbleichen kann ist also erstmal kein Einfluss auf den Wildbestand gegeben.

    Meines Erachtens werden Störe von Anglern aber auch nur in private oder gewerbliche Angelteiche eingesetzt, nicht in offene, natürliche Gewässer. Ich denke, das ist auch noch mit Aalen möglich. Man kann sich ja lebende Aale kaufen. Nur es widerspricht halt sozusagen einer guten fachlichen Praxis, weshalb Vereine und Verbände mittlerweile davon absehen.

    Hier gibt es übrigens mehr Infos zum Aal:

    Aal Fortpflanzung und Vorkommen

    Aalangeln und Artenschutz
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. November 2021
  4. JaCu

    JaCu Profi-Petrijünger

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    Natürlich, hast mit den Aalen recht. Aber beide Fischarten sind Wanderfische, die zum laichen ihre Stammgewässer verlassen. Und ja man kann Störe in Zucht vermehren aber Aale werden auch in Farmen vorgestreckt. Aber Tatsache ist es sind beide Wanderfische der ihrer natürlicher Lebensraum teilweise unsere Flüsse sind.
    Bei Aalen ist das Konsens, bei Stören nicht. Die dürfen in Angrlpuffs und Pay Seas gefangen und zurück gesetzt werden ohne Ende. Das ist leider Standard!
     
  5. mikesch

    mikesch Angler

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    Die Störe in Paylakes sind meist Hybriden, extra dafür gezüchtet um der "Belustigung" der Angler zu dienen und dem Betreiber mehr Geld in die Taschen zu spülen.
    In Deutschland einheimische Störe (Acipenser sturio) wirst du nicht in solchen Anlagen finden.
    Evtl. noch den Sterlet aus dem Donaugebiet, dieser ist ein reiner Süßwasserstör.
     
  6. Jens_FHP

    Jens_FHP Super-Profi-Petrijünger Moderator Gutachter-Kollegium

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    Ja ist definitiv kritisch zu sehen, aber ich denke aus Artenschutzgründen weniger problematisch, eher aus reinen Tierschutzgründen, wie Mikesch auch schon andeutete.
     

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