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  1. #1
    Petrijünger Avatar von uwe wendt
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    Lightbulb Rettet den Aal

    Hallo,
    heute möchte ich mich mal an alle Aalangler wenden. Ich bin erst seit kurzem
    hier im Forum, habe hier aber so einiges über den Aal gelesen. Jeder beklagt
    (fast jeder) den Rückgang der Aalfänge. Meine Fänge sind in den letzten Jahren auch nicht sehr berauschend gewesen.
    Daher stelle ich mir so einige Fragen und würde gerne Eure Meinung dazu
    lesen.

    1. Liegt der Rückgang an der Verbauung der Flüsse?
    2. Liegt der Rückgang am Abfischen der Glasaale in Portugal, Spanien und
    Frankreich?
    3. Liegt der Rückgang am geringen Neubesatz?
    4. Was Kostet Neubesatz?
    5. Wie bekmmt man Vereine (Angelvereine) dazu mehr Aal zu besetzen?

    Ich hoffe es entwickelt sich eine rege Diskusion und es tauchen noch viel mehr fragen auf, auf die wir hier im Forum eventuell sogar Lösungen finden
    um "unseren Lieblingsfisch" zu retten.
    Geändert von uwe wendt (31.05.2007 um 21:49 Uhr)

  2. #2
    Einzelkämpfer
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    1. Verbauung der Flüsse hat nur einen kleinen Anteil am Rückgang, immer mehr Flüsse haben Fischtreppen.

    2. Das Abfischen des Glasaales ist da wohl eher Treffend, denn zehn Kilogramm Glasaale sind mittlerweile genauso viel wert wie ein Kilo Gold.

    3. Neu Besatz durch Vereine wird auf Grund der Nachfrage von so genannten " Feinschmeckern " , immer schwerer, die Preise steigen auch hier.


    4. Wenn Krebse im Teich , See oder Bach sind kann es schon mal Probleme mit den " Tierschützern „ geben.


    Eine Lösung könnte so aussehen; mehr Fischtreppen, Verbot des Fanges von Glasaalen und Renaturierung von Flüssen und Bächen die nicht von der Schifffahrt genutzt werden.
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  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an Don Rolando für diesen nützlichen Beitrag:


  4. #3
    PhilippJ
    Gastangler
    Jetzt habe ich eine Frage,

    meint Ihr man könnte das durchsetzen das Fangen von Glasaalen verboten wird?
    Und an wen müsste man sich da wenden.

    MFG

  5. #4
    Petrijünger Avatar von uwe wendt
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    Hallo Philipp,

    Vielleicht den Glasaalanglern das Fischen nicht verbieten, sondern ihnen ihren
    Fang abkaufen. Denen ist es doch egal wer ihren Fang kauft. Wäre sonst ja
    so ´ne Art Berufsverbot, und wer läßt sich schon seinen Job gerne wegnehmen. Egal von wem!

    Gruß
    uwe

  6. #5
    Petrijünger
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    Das dauerhafte Problem, dass die Berufsfischer scheinbar, genau wie auch beim Dorsch, nicht erkennen, ist dass wenn der Aal (/Dorsch) erstmal ausgestorben ist, sofort alle Berufsfischer die sich auf Aal (/Dorsch) spezialisiert haben dauerhaft ihren Job verlieren, dementsprechend wäre es eindeutig bei beiden Arten sinnvoll, z.B. die Hälfte des Jahres den Fang zu verbieten, dadurch würden die Berufsfischer weniger geschädigt als sie eigentlich denken, da einfach nur die Preise steigen würden, zumindest wenn es eine europa-weite Reglung wäre, aber scheinbar sind sie nicht an einem dauerhaft gesichertem Job interessiert und wollen sich lieber selber in den Ruin treiben...

  7. #6
    Torsten1
    Gastangler
    Ein äußerst Schwieriges Thema von Uwe.Und nicht so einfach zu beantworten.
    Flußverbau ist ein ganz großes Thema.Fischtreppen helfen erst ab einem bestimmten Wachstumsstadion.Glasaale halten sich erstmal in den Flußdeltas auf um Steigaale zu werden.Und da beginnt schon das Problem.Da z.B. die Mündungszonen der Elbe für die Schifffahrt verbaut wurden und die Staustufe Geesthach entstand haben die Glasaale garnicht mehr genug Platz zum Entwickeln selbst wenn Sie zahlreicher Vorkommen würden.
    Es gibt Studien die feststellen das selbst ein Glasaalvorkommen wie in den 30iger Jahren unseren Bestand nicht wieder herstellen würde,wie er in den 50iger Jahren war.
    Das Gebiet um ausreichende Glasaalbestände zu ernähren ist nicht mehr vorhanden.
    Bei Fischtreppen wurde festgestellt das Glasaale kleine Risse in Wehre(Staustufen )bevorzugen zum Aufsteigen.Der Glasaal an sich kommt nur durch den Gezeitentransport vorwärts.Dem nutz in diesem Stadion ne Fischtreppe garnichts.
    Dann ist die Verschmutzung der Gewässer genauso entscheidend.
    Es wurde festgestellt das bestimmte Umweltgifte die Fortpflanzungsorgane der Blankaale schädigen.Damit nützt ein Blankaal der geschädigt ist, auch nicht wirklich ,selbst wenn er noch zum ablaichen kommt.Wenn der Glasaal dann schon geschädigt ist kommt er vielleicht gar nicht mehr an.
    Die Glasaalfängerei an sich ist natürlich Gift,genau wie das Abfischen der Blankaale.
    Sieht man sich aber an das in einigen Bundesländern das Mindestmaß bei 28 oder 35cm liegt und es für Aal keine Fangbegrenzung gibt ist das ja nun auch äußerst Bedenklich.
    Warum bekommt er keine Schonzeit beim Abwandern?
    Die Frage muß sich jeder Angler in den einzelnen Bundesländern auch mal stellen.Was ist Zeitgemäß?
    Warum schaffen wir Angler nicht, uns für ein einheitliches Fischereirecht stark zu machen.Ist es heute wo der Aal bald Geschichte ist noch Zeitgemäß das Aalschnüre und Reusen auch von Anglern gelegt werden dürfen?In einigen Bundesländern.Müssen mehr wie 3 Angelruten sein?
    Das sind Sachen an denen wir Angler was tun können.
    Was die Wirtschaft und Politik ändern muß wissen wir am besten.Leider kommt nicht viel.Mal sehen was bei der EU rauskommt.
    Letztendlich sollten wir Angler trotzdem unseren Part beitragen,auch wenn von den anderen Parteien nichts kommt.
    Besatz der Vereine.Da kann ich nur sagen da wird viel gemacht.Leider sieht man davon zu wenig in der Presse.
    Letztendlich muss der gesamte Besatz Länderübergreifend geregelt werden.
    Wie das Programm der Elbe.Dann angeln unsere Kinder auch noch nen Aal.
    Geändert von Torsten1 (31.05.2007 um 19:44 Uhr)

  8. #7
    Petrijünger Avatar von uwe wendt
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    Hallo Klaus,

    ich finde Deine Ausführungen sehr interessant. Können wir Glasaale nicht in den Seen,
    Flüssen und Kanälen besetzen, um Bestände zu stützen? Ich habe mal im Internet
    gestöbert und habe Preise für Betsatz gefunden. Farmaale in den Größen 15 - 25 cm
    gibt es bei einigen Anbietern für 15 ,- € pro Kilo. Andere bieten 200 Aale in dieser
    Größe für 120,- € an.
    Ich weiß, dass diese Aale auch irgendwo herkommen müssen! Aber Vereine sollten sich
    doch einige Kilo im Jahr leisten können.
    Ich denke da z.B. an den Verein in dem ich bin.
    Gut 2000 Mitglieder, und das bei nicht geringen Beiträgen im Jahr.
    Auch wenn ich ein wenig vom Thema abschweife; lieber für Aale als für Forellen oder
    Zander die in kleinen Baggerseen eingesetzt werden um die Fleischangler zu befriedigen.
    Ich habe nichts gegen dieses Angeln, fahre selber öfter mal zu `nem Forellensee um mir was zum räuchern zu "holen". Es müssen aber doch nicht die Vereinsgewässer sein
    in denen Hecht und Zander sind die sich die dumme Satzforelle sowieso holen.

    Ich vergesse immer die Grüße

    Also

    Grüße an alle

    uwe
    Geändert von uwe wendt (31.05.2007 um 21:12 Uhr)

  9. #8
    Sei immer fair Avatar von Walter Schroeder
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    Zu den Berichten ist zu sagen,das der Anfang zum Aalbesatz gemacht wurde.In Rade bei Rendsburg wurden 200 000 junge Aale in den Nord-Ostsee-Kanal ausgesetzt.Damit beteiligt sich der Landessportfischerverband (LSVF )Schleswig-Holstein an einem von der EU ins Leben gerufenen europäischen Aalprogramms,das der Förderung des Laicherbestandes im Einzugsgebiet der Elbe dient.
    Rund eine halbe Million Euro werden innerhalb von drei Jahren investiert,um den dramatischen Niedergang des Aalbestandes entgegen zu treten.Auch die Bundesländer
    Niedersachsen,Mecklenburg-Vorpommern,Brandenburg,Berlin,Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligen sich an dieser Aktion.Finanziert wird sie zu fünfzig Prozent von der EU und-zumindest in Schleswig-Holstein zu 20% von der Fischereiabgabe,30% der Kosten müssen von den Fängern der Aale ( Fischern und Anglern) getragen werden.
    Also,somit ist der Anfang zum Besatz gemacht,es ist hoffentlich so,das die Aale ihre Lebenschance haben und nicht wieder abgefischt werden.

  10. #9
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von D@nny
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    Klar besser als nichts zu tun.......doch ganz im ernst.....was sind 200.000 Jungaale.......mir selber sind die Massnahmen nicht genug.Es müsste wie im Klimawandel......ein lautstarkes NEIN ertönen und zwar für die nächsten 5 Jahre.....genauso beim Doschfang in der Ostsee...........die die davon leben, würde ich aus EU-Mitteln suventionieren,bis sich die Bestände wieder erholt haben.Wenn ich mir überlege was in der EU alles suventioniert wird,Millionen verschwenden werden..........Überproduktionen werden suventioniert, um die Überproduktin in Afrika ganz billig an den Mann zu bringen. Diese ganze Kugel ist voller Perversheit...wenn man sich vor Augen führt, was die durch Uns gewählten auf diesem Planet veranstalten.

    Dieses gelaber von den die was machen könnten, aber nichts machen, geht mir persönlich tierisch auf den Zünder.Die von Dir genannte halbe Million,Walter, an Investitionen um den Aal wieder an zu siedeln, ist zwar besser als garnichts, ist für mein Geschmack nichts anderes als ne Tropfen auf dem heissen Stein...in Anbetracht dessen, wie gierig der Aal befischt wird...........

  11. #10
    Torsten1
    Gastangler
    @ Danny
    Klar ist das mit dem benannten Besatz von Walter nicht getan.Aber Deine Idee ,5 Jahre nicht beangeln hilft noch weniger.Da hat sich nichts geändert im Bestand.Glaub mir das.Und das Programm zur Bestandssicherung des Aales im Elbeinzugsgebiet ist schon mal nicht schlecht.Trotzdem liegt es halt nicht nur am Besatz und der Befischung des Aales das die Bestände zurück gehen.Wenn das Lebensumfeld nicht mehr so gegeben ist wie in früheren Jahren wird sich auch die Bestandsdichte nicht mehr herstellen.
    Passt zwar nicht gerade hier her,aber der Lachs war nicht nur verschwunden weil er befischt wurde.Und das selbe trifft auch auf den Aal zu.
    Trotzdem kann der Aal zumindest in der Bestandsdichte gehalten werden oder was zunehmen.Die "fetten "Aaljahre von früher sind nicht mehr erreichbar.
    Und deshalb ist jede noch so kleine Besatzmaßname in Gewässer wo der Aal auch abwandern kann,eine Hilfe.
    Das Gelder verschwendet werden war so,ist so und wird leider auch immer so sein.Das heißt doch wohl hoffentlich nicht für uns Angler das wir dann auch nichts mehr tun.

    @ Uwe
    Glasaalbesatz wäre immer die beste Lösung weil der Ertrag bewiesener Maßen höher Ausfallen würde.Leider für die meißten Verbände,Vereine Pachtgemeinschaften zu teuer.
    Beim Farmaalbesatz mußt Du wieder auf die Größen achten.Ab einem bestimmten Punkt bilden die Aale ihre Geschlechtsorgane aus.Wenn Du den verpasst haste unter Umständen zu viele männliche Tiere.Das nützt auch wenig.

    Wenn mir einer von den Mods mal nen Tipp gibt könnte wo,würde ich mal ein paar Berichte reinsetzen von mir zum Thema Aal.Recht interressant und etwas aufschlussreicher zu einzelnen Punkten.
    Hab ich zwar schon mal in einem anderen Forum reingesetzt,dürfte aber keine Rolle spielen da ja von mir verfasst und ich damit ja Autor.Oder?

  12. #11
    Allroundangler Avatar von Cliffhänger
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    Aalbesatz ist besser als nix zu machen!

    Moin,

    die Besatzgemeinschaft der Anliegervereine am Küstenkanal (verbindet die Ems mit der Weser über die Hunte) hat z.B. im letzten Jahr 11 000 Jungaale und in diesem Jahr 7000 Jungaale in den Kanal ausgesetzt.

    Die Aale wurden von der Edertalsperren-Fischerei geliefert und kommen angeblich aus den Niederlanden(?). Die Aale waren im hervorragenden Zustand, brauchten dann auch nur wenige Meter in den weißen Kübeln getragen zu werden, um dann in die Freiheit des Kanals, der übrigens eine Super-Wasserqualität hat, entlassen zu werden.

    Im Oldenburger Abschnitt des Kanals bis km 26 sind lt. Fangstatistik auch nur 100 Aale pro Jahr von Anglern gefangen worden, so dass ein Rückgang nicht mit irgendwelchen Fängen von Ansitzanglern zu tun haben kann. Allerdings sind in der Ems noch eine ganze Reihe von Reusen gestellt, so dass ein gewisser Prozentsatz von laichreifen Aalen auch nicht ins offene Meer gelangen kann. Viele Reusensteller haben auch schon aufgegeben, weil sich der Fang nicht mehr lohnt ..... jeden Tag ´rausfahren, bei jedem Wetter die Reusen hochziehen, Wollhandkrabben en masse und das Riesenloch von einem Bisam, der sich "verirrt" hat und nur so wieder aus der Reuse herauskam, da fehlt dann die Begeisterung.

    Der erschreckende Rückgang der Aalbestände wird vielfältige Ursachen haben; was mich wundert, dass dieser Rückgang nicht schleichend sondern ziemlich schnell kam!

    (Trotzdem) munter bleiben
    CLIFF
    .................................................. .................................................. .................
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  13. #12
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    Aalbesatz ist ein Anfang.......

    Aber was nützt der Besatz dort wo Fischer den Fluß Intensiv nutzen ?
    Schaut Euch doch mal an was für " Schnürsenkel " dort angeboten werden ( geräuchert ), wo jeder von uns sagt, ab zurück mit Dir.
    Es ist aber einfacher am letzten Glied der Kette an zu fangen, bei den Sportfischern.
    Und vormachen brauchen wir uns auch nichts, die EU wird sich einen ****** darum Kümmern.
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  14. #13
    Salmonidenfreund Avatar von Harzer
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    Ist der Aal in unseren Gewässern noch zu retten?
    Im Zeichen des Rückbaues von Wehren und anderen Sperranlagen, durch den Bau
    von Fischtreppen um Fließgewässer wieder durchgängig zu machen auch im Rahmen
    von Lachs 2000, sollte man annehmen das sich die Situation doch verbessern sollte.
    Das ist jedoch nicht der Fall.
    Gewässerverschmutzung kann auch nicht mehr gelten. Noch nie waren unsere großen
    Ströme sauberer. Zu besseren Aalzeiten war die Verschmutzungssituation viel
    kritischer.
    Abfang von Glasaalen an den westeuropäischen Flußmündungen? Der Appetit der
    Japaner auf gegrillten Aal, der dort ungemein beliebt ist und für den fast jeder Preis
    akzeptiert wird hat dazu geführt das die Bestände an pazifischen Aalen eingebrochen
    sind. Andere Resourcen mußten her. Viel Geld war zu machen. Also wurde Europa
    als Lieferant von Glasaalen, die in Japan in sogenannten Limnothermanlagen zur
    Schlachtreife gemästet werden, entdeckt. Limnotherm heißt Warmwasseranlagen.
    Und zur Wachstumbeschleunigung werden Algenauszüge ( Spirulina ) dem Mastfutter
    beigegeben.
    Die benötigten Mengen wurden immer größer und die Preise ins Utopische getrieben.
    Doch Glasaal ist nun mal die erste Wahl zu Besatz.
    Finanzstarke Vereine wie z.B. Deiner Cliff können es sich wohl noch im Augenblick
    leisten derartige Summen zu zahlen.
    Kleine Vereine wie meiner seiner jedoch schon lang nicht mehr.
    Dazu kommt noch das in einigen westeuropäischen Ländern das Verspeisen von
    Kleinaalen als Delikatesse gilt.
    Klar ist auch, das abwandernde Aale in nicht unbeträchtlichen Mengen von Turbinen
    zur Stromerzeugung getötet werden.
    Die paar Aalfischer machen angesichts dieser Ausgangslage den Kohl auch nicht mehr
    fett, wobei wie Cliff schon treffend schrieb das viele von ihnen die Schnauze voll
    haben und aufgeben.
    Auch Schonzeiten und Erhöhung der Mindestmaße sind da auch komplett witzlos.
    Rigide Fangquotenregelungen im Rahmen der EU müssen her, aber da bedarf es
    ja den Einsatz der Politiker. Und die Merkelsche Truppe hat ja an EU Regelungen
    für Deutschland allgemein bis jetzt nur Rückschritte eingefahren. Da wird lieber
    gekatzbuckelt, den Anderen in den ***** gekrochen und das Portmonaie der
    Steuerzahler zum Plündern ausgelegt.
    Solange sich da nichts ändert, sehe ich langfristig nur noch das AUS für den Aal.
    Und natürlich auch für unsere schönen Aalräuchertonnen.
    MFG Armin

  15. #14
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von D@nny
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    Ich glaube in Anbetracht der Wut....muss man in einigen Punkten ganz fair bleiben......Ich habe mich auch lange Zeit über die Fischer aufgeregt, die untermassige Zander auf dem Wochenmarkt verkaufen.......man muss sich erst einmal Fragen wieso Sie diese Portionszander verkaufen....Auch nur deswegen,weil diese Portionszander grössten Absatz finden.

    Die ältere Damen von neben an, wird sich kein meter Aal oder einen 6kg Zander für sich alleine kaufen.Die Tatsache, das wir einem Hobby, einer Leidenschaft nach gehen, der Fischer im Gegensatz zu Uns sein Lebensunterhalt bestreitet muss, ist die logische Konsequenz, das mit dem mahnenden Finger, zuerst auf uns gezeigt wird........Ich gebe euch Recht,wenn wir von Nebenerwerbsfischern sprechen,denn genau in diesem Bereich, so weit mir bekannt ist, wird sehr viel Raubbau betrieben.Genau die, die über eine Hauptverdienst verfügen, sollten die ersten sein, die ihren Beitrag zollen müssten...................!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich glaube sehr wohl, das die Befischungssperre für mehrere Jahre, einigen Fischarten zur gute kommen würde,auch dem Aal.......Ob nun Fangverbot, höheres Mindestmass....die Verbände sind gefragt, einheitlich mit gutem Beispiel vorran zu gehen............Am Beispiel von meinem Hausgewässer sieht man aber, das viele einfach viel zu weit hängen, mit ihrem altertümlichen Gedankengut..........In den vergangenen Jahren gab es in Berlin seitens der Fischerinnung,die Nachtangelerlaubnis..........bis plötzlich einer der Fischer vor Gerichtg gezogen ist und geklagt hatte, über rückläufige Fangquoten.....die Angler würden ihm so zu sagen, den Aal weg fangen....Der Herr berief sich auf ein altes Gesetz von 18hundert schiess mich tot und bekamm recht...Die Nachtangelerlaubnis wurde zurück genommen.

    Anhand dessen, sieht man doch, das es nicht darum geht zu schützen, sondern sich die Taschen voll zu hauen, so lange Fisch noch da ist...........nach mir die Sinnflut..................So bald es um Arbeitsplätze geht, die Allgemeinheit gilt ruhig zu stellen, verzichtet man auf Artenschutz und sonstiges.Wieso ist denn in einem Land wie Japan das von dem Fischfang seid vielen Jahrezehnten lebt, so schwer Fangquoten durch zu setzen..........weil man als Regierung es sich nicht erlauben kann, potenzielle Wähler vor dem Kopf zu poltern......des weiteren fehlen die Mittel zur gegen Finazierung.Jede Regierung dieser Welt, will an dem Machttisch weiter hin sitzen, an dem Sie sitzt.....das kann Sie aber nur, wenn man die Bevölkerung und die eigenen Wähler zufrieden stellt.......wie soll es denn dann möglich sein, eine Nation wie Norwegen,Japan oder USA von Fangqouten,Klimaschutz oder sonstigem zur beeindrucken...........Da ist der Aal,Dorsch oder Lachsbestand, doch ein Problem das garnicht der Rede wert ist................

    Ich habe vor kurzem einen schönen Bericht über die grösste EU-Fangflotte gesehen......die ihren Sitz in Spanien hat..............nach dem die Gewässer rund um Portugal,Spanien und dem Mittelmeer leer gefischt worden sind, wurde die Fangrechte direkt vor Afrika durch die EU erworben.Damit sich das ganze natürlich gleich doppelt und dreifach lohnt, wurde bei den Fangflotten so gut wie alles subvetioniert....vom Kraftstoff bis hin zu Ersatzteilen und Instandsetzung der Schiffe.......Die Folge,währen die Fangflotten der EU...weiterhin die fangreichen Bestände vor Afrika vergewaltigen, gehen dort die Menschen ein.....denn welcher Fischer mit seinem paddel Boot,kann schon mit einer modern ausgerüsteten riesen Fangmaschine mithalten..................

    Während dort die Menschen verhungern, reiben sich hier die gross Konzerne die Hände und hauen sich die Taschen voll.........Ich halte es mittlerweile für eine riesen Illusion zur glauben, es wird grobe Veränderungen zum Schutz dessen was wir noch haben,geben.....................Mein DANK gilt vorallem den, die sich an dem längst verlorenen Kampf gegen Macht,Interessenkonflikt und der breiten Lobby, weiterhin versuchen............aber wenn wir ehrlich zu Uns selbst sind.......was ist in den Augen einer Regierung und der Politik wichtiger........eine riesen Dammanlage,viele Arbeitsplätze und positiver Zuspruch der Wähler......oder einige hunderte Aale, die zum ablaichen können...........Ich bin der Meinung, es kommt der Zeitpunkt, da werden die Menschen, Industiellen und grossen Politiker dieser Erde fest stellen, das ihr grosser Reichtum sie nicht satt machen kann.....doch bis dahin, braucht es noch einige Jahrzehnte, bis wir soweit sind...................Für die Zukunft gibt es wirklich nicht all zu positives, was Uns hoffen lassen könnte.Ich habe schon immer zur meiner Frau gesagt..........ich bewundere die noch verbliebenen Indianerstämmer im Urwald....keine Rechnung, kein Verkehr,kein Stress,kein Chef, kein Ungerechtigkeit,keine Geld sorgen.....nur der knurrende Magen, gegen das ich jeden Tag aufs neue,etwas unternehmen muss..........genau das wäre mein Ding.
    Geändert von D@nny (01.06.2007 um 11:13 Uhr)

  16. #15
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Ronnie
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    Der Darek hat in den meisten Punkten wohl recht. Ich denke nicht das von unseren Oberen viel getan wird, und wenn wird es uns mindestens genauso wie die Fischer treffen.
    Aber was anderes finde ich auch komisch: Ich habe die letzten Jahre nur in meinem Vereinsgewässer gefischt, aus diesem dürften die Aale gar keine Möglichkeit gehabt haben abzuwandern. Besatz wurde vorgenommen, trotzdem wurden die letzten Jahre immer weniger Aale gefangen.... ich hab da auch mal was von einer Krankheit gehört, weiß da jemand was näheres?

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