Aal - Rettet den Aal

Dieses Thema im Forum "- Raubfischangeln" wurde erstellt von uwe wendt, 31. Mai 2007.

  1. theduke

    theduke Dackel Fischer

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    @Alve Nun sind wir wieder bei dem Thema: Das einzige dir bekannte Mittel ist Rotenon. Warum schreibst du aber nicht das es für Fische tödlich ist/sein kann?! Du haust einfach mal einen Kommentar raus, ohne es näher zu erklären, und uns wirfst du vor, das wir dir Erklärungen schuldig sind. Tut mir leid, aber du kreiselt wie die Made um das Thema, ohne Antworten zu liefern.
    Gerade weil kein Mittel gegen den Parasit existiert, muß man doch alles daran setzen um eines zu entwickeln.
    Schreibe ich hier ja oft Blödsinn, aber der Vergleich passt gar nicht. Ich habe es noch nie gesehen das man Elefanten in Kanada aussetzt, die dort nicht nach Afrika abwandern können, um sich nur dort vermehren zu können. Denn genauso bescheuert ist dein Vergleich mit dem Aal als Besatz in unpassende Gewässer. Ich hatte mit Flossenjäger die Diskussion schon mal, wo Aale es schaffen können aus stehende Gewässer abzuwandern. Die Rate der Aalabwanderung aus geschl. Gewässern ist aber so extrem niedrig, das man nichts gegen einen solchen Fang sagen kann.

    Thema Holland Aale.
    Die Aalverkäufer auf den Märkten gibt es immer noch. Sagen wir mal es sind Aale aus Holland und Co. Es sind zwar dann vielleicht Aale aus Aquakulturen, doch die Verbraucher denken dabei an Nachzuchten, was ja komplett falsch ist. Somit sind es ja doch wieder Glasaal Wildfänge die künstlich hochgezogen werden.
    Hier die Frau hat 2 Aale gekauft, und du, ja du kleiner Mann, fang ihn auf ich werfe dir einen Aal zu, und wenn du ihn fängst mußt du nichts bezahlen.
    Es kann nicht sein das man mir vorwirft das ich mal 1 - 5 Aale im Jahr fange (lange ist es her) und man den Aal als Wegwerfware auf Märkten verwurstet.

    Das würde ja bedeuten das sie nur Aale fangen dürfen und keine andere Fischart. Oder peile ich das nicht richtig?

    Hier ein Zitat aus Fisch und Fang aus dem Jahr 2009
    Mich wundert das gar nicht, denn das Schonmaß in Holland beträgt/betrug 28cm. Jede Spaghetti ist auch so lang. Und solche lächerlichen Schonmaße hat man im Einzugsgebiet des Aals Jahrzehnte hingenommen?! Und hier kommen nun Argumente das Holland nun alles besser macht? :respekt:frusty: Der Käse hat mehr als nur ein Loch.
     
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  2. Timchilli88

    Timchilli88 Oberster Fischereimeister

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    da hat alve schon ein bisschen recht wenn der baggersee unmittelbar an einem fluss liegt wo in die see endet könnte der aal die kurze strecke vom baggersee in den fluss überwinden.
     
  3. Alve

    Alve Profi-Petrijünger

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    Hochverehrter The Duke,

    ich bin verantwortlich für das was ich schreibe, nicht für das was du daraus verstehst.

    Also noch mal.

    Es steht immer nach das Beispiel aus, dass es möglich war, Fischparasiten im Freiwasser zu bekämpfen.
    Rotenon ist ein Fischgift, welches in Norwegen eingesetzt wird,um einen ganzen Fluss Fischfrei zu machen sobald dort bstimmte Lachsparasiten auftreten.
    Ich bin davon ausgegangen, dass der Begriff Rotenon bekannt ist.

    Nochmal, Geld in die Forschungen zu den Aalnematoden zu stecken ist sinnlos, da gibt es sinnvollere Felder um Forschungsgelder zu investieren. Ich erinnere daran, dass bislang nicht erwiesen ist, ob und in welchem Umfang die Nematoden Schuld sind am Aalrückgang. Bei WKAs weiß ich es aber. Ich kann Forschungsgelder nur 1x ausgeben. Dann entwickle ich von dem Geld doch besser einen Aal-schonenderen Fischabstieg.

    Wie du mit den Elefanten nach Kanada gekommen bist, musst du hier nicht erklären.

    Der Vergleich mit dem Elefanten bezieht sich auf den Aal im Baggersee. In beiden Fällen gibt es eine scheinbare Begründung.
    Beim Elefanten, dass er ohnehin tot war und beim Aal, dass er so wie so nicht abwandern kann.
    Beides hat aber menschliche Ursachen. Der Elefant wurde erschossen um das Bein zum Andenken zu verarbeiten und der Aal wurde in den Baggersee besetzt, in der Gewissheit, dass er nicht abwandern kann.So hat der Fänger ein gutes Gewissen, trotzdem fehlt der Aal im Bestand. Nur ist der Aal bereits in der Vergangenheit dem Laicherbestand entnommen worden, uns zwar als man ihn in einen See besetzt hat.

    Dass die Niederländischen Berufsfischer z.B. an der Maas in aller Regel nur die Aalrechte haben, peilst du richtig. Es gibt aber einen kleinen Rest selbstständiger Fischrechte, davon kann aber keiner leben.

    Dein Niederländisch ist scheinbar nicht sehr gut, sonst hättest du den Artikel in "Het Visblad" nicht so gnadenlos falsch verstehen können.

    Dass die Behörde "Sportvisserij Nederlande", nur für die Angler Beschränkungen erlassen hat, wie unfair, hat einen Grund.
    Diese "Behörde" ist gar keine, sonder hintern dieser Bezeichnung versteckt sich der NL Fischereiverband.Der kann wohl kaum Gesetze für die Berufsfischerei erlassen. Damit bestätigst du das von mit Geschilderte. In NL ist der Aalfang generell für alle verboten. Da sind die weiter als wir.
    Da ist es uninteressant, welches Mindestmaß die vor 10 Jahren hatten oder wie viele Löcher im Käse sind.

    Nicht zu vergessen, dass der Aal in NL eine wesentlich höhere Bedeutung für die gesamte Fischerei hat.
    Das geht also trotzdeschon.

    tot weerziens en prachtige Vangsten

    Alve


     
  4. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    Ich hab es durchaus verstanden (vielleicht sind wir dir da gedanklich einen Schritt voraus? Wolfi hat deinen Elefantenfuß geografisch gesehen als direkten Vergleich für das Vorkommen des Elefanten respektive Aals genommen, also zweideutig).

    Danke, Alve, aber wir wissen sicher was du gemeint hast und ich wollte dir klar machen, dass du mit deinem Elefantenfuß-Beispiel einen völlig falschen Vergleich schließt. In deiner Gedankenwelt ist das vielleicht so.

    Nun hast du es zumindest schon mal selber nach- erklärt, dass das eine in der Vergangenheit liegt und das andere Geschehen in der Gegenwart bzw. Zukunft! :respekt

    Der vor 10, 20 oder 30 Jahren besetzte Aal in einem Gewässer ohne Möglichkeit zur Abwanderung zum Laichgebiet des Aals ist zu dieser Zeit dem Bestand entnommen worden und zwar unumkehrbar! Genau so, als wenn er bereits herausgefangen und verspeist wurde. Von diesen Aalen, die zu der damaligen Zeit in großen Stückzahlen entnommen wurden und zwar einerseits aus Maßlosigkeit und andererseits auch deshalb, weil man sich um die Bestände keine Sorgen machte und der Meinung war, dass man in Zukunft wieder reichlich Aale besetzen wird, existieren noch einige Exemplare.

    Diese Aale sind bereits damals aus dem Laichzyklus ausgeschlossen worden und sterben teils in den letzten Jahren als auch in den kommenden ab, weil sie ihr natürliches Alter erreicht haben. Ich rede hier übrigens nicht von irgendeinem Baggersee (womöglich noch an ein Abwanderungsgewässer angrenzend, wie von Chilli phantasiert), sondern von beispielsweise dem größten Binnensee Österreichs mit rd. 4 Mrd. m³ Wasservolumen und anderen großen Seen.

    Deshalb also ist es heute nicht von Bedeutung, solche Aale zu entnehmen. Anders verhält es sich allerdings, wenn der Aal aus den anderen Gewässern entnommen wird, womöglich sogar, wenn er auf dem Weg zum Laichen absteigt. Das wäre ein tatsächlicher direkter Eingriff!

    Zu deinem Elefantenfuß:

    Solche geschmacklosen Souvenirs stammen von Elefanten, die ebenfalls in der Vergangenheit getötet wurden, richtig! Tot ist tot, ob heute oder morgen, auch richtig! Der Unterschied ist aber, dass weitere lebende Elefanten auf Grund einer weiteren Nachfrage und der damit verbundenen attraktiven Bezahlung auch heute und morgen getötet werden. Man könnte das Prinzip auf beliebig andere Artikel des Konsums und/oder geschützte Tierarten erweitern. Wird dieser Bedarf (Ursache) gestoppt, hört auch das Gemetzel von Elefanten auf (Wirkung).

    (Ich begrüße es deshalb, dass ein großer Teil der Discounter den Aal nicht mehr in seinem Sortiment anbietet, also das Angebot an den Verbraucher stark reduziert wurde.)

    Weshalb hinkt aber der Elefantenfuß-Vergleich noch?

    Der Aal wurde und wird heute noch als Jungaal aufgekauft und ausgesetzt, damit er zu einem Speisefisch abwachsen kann. Damit der Ertrag nicht abwandert, wurden er insbes. in solche geschlossenen Gewässer oder gar Aal-Farme (oder auch Aqua-Kultur) verbracht. Wo ist das Problem? Gleiches passiert auch mit anderen Fischarten um den Konsum der Menschheit zu befriedigen. Erst in den letzten Jahren ist durch Forschung und der Auswertung von Statistiken bekannt geworden, dass die Aalbestände drastisch zurück gehen.

    Die Besatzaale von damals in besagten Gewässern) dürfen getrost als abgeschrieben gelten, denn es sind lediglich überlebende, die in der Laichstatistik von heute und morgen keine Rolle spielen (können).

    Bei der Besetzung des Aals (in besagte Gewässer) in der heutigen Zeit, werden diese dem Laichzyklus entnommen in der Kenntnis, dass es langsam eng wird, weil einerseits in der Vergangenheit schon zu viel entnommen wurde und andererseits weitere Umweltfaktoren dem Aal ebenfalls stark zusetzen. Verantwortlich ist dafür aber nicht der Angler, sondern derjenige, der diesen Besatz vornimmt. Also macht es keinen Sinn, den Angler deshalb zu verurteilen, denn nur durch den Besatz ist ja der Aal aus dem Laichzyklus entnommen worden und nicht durch das anschließende Herausfischen aus besagten geschlossenen Gewässern.

    Frage: Einerseits schreibst du, ist der Aalfang für alle generell verboten, andererseits hat er für die gesamte Fischerei eine wesentlich höhere Bedeutung.

    Fischereiliche Bedeutung hat ein Fisch, der nicht gefangen werden darf?
    Welche Bedeutung hat er denn, wenn der Fang generell verboten ist?

    Das erkläre doch bitte mal genauer!
     
  5. Tommy80

    Tommy80 Blechschwinger

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    Wie lange stellt der Mensch dem Aal nach? Das geht bis in die Steinzeit zurück, Mehrzack und ab ins Schilf... Wie lange macht er es schon bei Glasaalen?
    Ich kenne jemanden, der hat als Kind in den 40er Jahren noch miterlebt, wie seine Familie an Aale kam: Strohballen ins Wasser, abwarten, am nächsten morgen rausholen, voll war der Eimer. Nun soll er überfischt sein, von Anglern und den verbliebenen Berufsfischern?!
     
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  6. Alve

    Alve Profi-Petrijünger

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    Ja, Wenn ich es genau erkläre wie beim Elefanten ist es auch nicht Recht.

    Hier ist selbstverständlich die fischereiliche Bedeutung des Aales vor den Fangbeschränkungen gemeint. Mit einem totalen Fangverbot sehe ich die fischereliche Bedeutung annährend bei Null.
    Die frühere Bedeutung ergab sich aus Gewässern mit hoher Eignung als Biotope für den Gelbaal und der Lage des Landes an den Unterläufen von Maas und Rhein, wo ein grosser Anteil der Schieraale passieren musste.Die guten Bedingungen führen auch dazu, dass >80% der blanken Aale (grosse) Rogner sind die kleinen Milchner sind absolut in der Minderheit.

    alve
     
  7. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    Servus!

    Hier mal ein informativer Link, der Licht in das Dunkel über Maßnahmen zum eingeschränkten Aalfang bzw. Fangverbot verschiedener europäischer Länder und auch Bundesländer innerhalb Deutschlands bringt:

    http://www.aalfreunde.de/tag/fangverbot/

    Gruß & Petri
     
  8. draken22

    draken22 Teilzeit-Profiangler

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    Also mal ganz ehrlich, dass es fast keine Aale mehr mehr gibt, liegt sicher nicht an den Angler. Dennoch kann man doch versuchen den Bestand durch ein Entnahmeverbot zu sichern. Der nächste Schritt wäre dann ein Fangverbot auf Glasaale. Ein Ersatzprodukt (gulas) gibt es ja bereits. Wenn man die Turbinen in unseren Flüssen dann noch sicherer macht, wäre bereits ein großer Schritt in Richtung Rettung des Aals gemacht.
     
  9. Alve

    Alve Profi-Petrijünger

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    Hallo.

    was das Fangverbot betrifft, liegt die Entscheidung im Moment noch bei uns. Das muß aber nicht mehr lange so bleiben.

    Die EU hat für jedes Flussssystem gefordert, dass Aal-Management-Pläne aufgestellt werden. Darin war ein Mindestprozentsatz von Schieraalen festgelegt, die das Meer erreichen müssen. Werden diese Vorgaben nicht erreicht, wird die EU Fangbeschränkungen verhängen.

    NRW hat in der Rheinschiene mitgearbreitet und ein Konzept erstellt, welches fast nur auf dem Aufkauf von Glasaal, der Aufzucht dieser Glasaale zu Farmaal und Besatz in geeignete Gewässer basiert. Geeignete Gewässer sind Flusssysteme mit max. 2 WKA auf dem Weg ins Meer.
    Wir sind seit 4 Jahren im Programm mit ca. 200.000 Farmalen jährlich in unsere Fließgewässer. Die ersten Erfolge sind klar ersichtlich. Man fängt bei den Kontrollbefischungen jetzt junge Aale der Längen 25-45 cm, wo früher nur alte Adulte gefangen wurden.Durch Farmaal < 20 cm ist auch sichergestellt, dass es ein optinmales Geschlechterverhältnis gibt. In den letzten Jahrer haben wir beim Schieraal immer einen Rogneranteil > 80 % im Spitzenwert 88%

    Damals stand der deutsche Managementplan vor seinem frühen aus, niemand erwartete, dass der durchkommen würde. Er greift auf Glasaale zurück, er umfasst nur eine einzige Maßnahme, WKA und ähnliches werden gar nicht berührt, es gibt keinerlei Fangbeschränkungen.
    Wenn man Schieraale im Rhein mit einer Schonzeit vor Anglern schützen möchte, merkt auch die EU was da gepielt wird. Die haben auch Biologen, die erkennen, dass Aale auf der Laichweanderung so gut wie nichts fressen.

    Der niederländische Plan wure sogar 3x abgelehnt, bis die Nägel mit Köpfen gemacht haben.

    Sollten in Deutschland die vorgegebenen Quoten nach Ablauf der 1. Managementpläne nicht erreicht werden, wird die EU von sich aus Fangverbote verhängen.
     
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  10. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Vertreibt Rotenon die Fische oder werden diese getötet?
    Das die Hobbyfischerei von sich aus verzichtet halte ich für löblich, ineffizient und sieht fürchterlich deutsch aus. Vorschriften erlassen. Verbieten. Das ist das was man kann. Denn das, was die Hobbyfischer entnehmen, hat im Gegensatz zu dem, was von Berufsfischer auf hoher See abgefischt wird, mit Sicherheit ein Prozentanteil im nullkomma Bereich. Dass die EU ein Entnahmeverbot einf+hren* will, beweist nur wieder, dass dieser zahnlose Verein zwar Vorschriften erlassen kann und mittels Strafen in seinem Machtbereich durchsetzen möchte, aber ausserhalb seines Bereiches bislang auf dem Gebiet des Aalschutzes schlichtweg von den Fangindustrien ignoriert wird. Dummerweise fängt aber diesmal der Aalschutz in den Ländern an, in denen Glasaal auf der Speisekarte steht und dass man hier ansetzt, konnte ich bislang nicht feststellen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2015
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  11. Alve

    Alve Profi-Petrijünger

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    Rotenon wird z.B. in Norwegen eingesetzt, wenn bestimmte Lachsparasiten oder Krankheiten wie ISA auftreten.
    Der betroffene Fluss wird mit Rotenon behandelt. Nach dem Einsatz von Rotenon gibt es in dem behandelten Fluss kein tierisches Leben mehr.
    Das ist die Realität bei der Parasitenbekämpfung.


    Die EU ist vieles schuld. Beim Aal sind aber letztlich alle Schutzmaßnahmen auf Druck der EU entstanden. Dabei ist das Fangverbot das Druckmittel der EU um die Umsetzung der Pläne sicherzustellen. Es ist auch nicht zutreffend, dass sich an der Glasaalfischerei nichts verändert hat. Sie ist nicht verboten, aber hat eine Reihe vion Beschänkungen hinnehmen müssen.

    Der Glasaal wird entgegen landläufiger Meinung in Spanien nicht aufs Brötchen gelegt. Das wäre ein extrem teures Brötchen.
    Dieser Glasaal aus der Dose besteht längst aus Ersatzstoffen, auch wenn auf dem Label noch ein Aal zu sehen ist.

    Die Glasaale werden vielmehr nach Asien exportiert und dort in Mästereien zum Speiseaal für den heimischen Markt gestreckt.

    Hier sind durchaus auch Maßnahmen ergriffen worden.
    Es wurden die Quoten generell gesenkt, bei extrem niedrigen Aufkommen kann der Fang eingestellt werden, eine bestimmte Quote darf nur innerhalb der EU zu Besatzzwecken verkauft werden und die Exporte nach China werden stärker überwacht.

    Dsas reicht sicher nicht und es gibt genug Gründe sich zu empören, aber man sollte bei allem die Fakten nicht ausser acht lassen.

    Was hat der deutsche Aalangler bisher opfern müssen?

    Er darf im Herbst im Rhein keine Schieraale entnehmen, was kein großes Opfer darstellt, weil er abwandernde Aale, teilweise schon mit den Tiefseeaugen,auch früher nicht gefangen hat, da diese kaum noch Nahrung aufnehmen.

    Auf hoher See gibt es nach meinem Kenntnisstand keine Aalfischerei.Welches Stadium sollte denn dort befischt werden? Die Glasaale sind auf hoher See so weit verteilt,, dass eine Befischung sinnlos ist. Für abwandernde Aale, gilt
    das gleiche. Zudem pendeln Laichaale im 24-Stunden-Rythmus in Tiefen zwische 5 m und 500 m Tiefe. Dieses Verhalten ist vermutlich erforderlich zur Reifung der Eier. Im Salzwasser gibt es nur die ufernahe Fischrerei auf den Glasaal.und die Reusen im Wattenmeer
     
  12. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Wenn es nur die ufernahe Fischerei gibt, dann bin ich um so mehr davon überzeugt, dass die EU viel zu wenig dagegen unternimmt. Denn dann hat sie die Macht, die Glasaalfischerei zum Schutz des Aales komplett zu unterbinden. Bzw. lediglich zum Besatz in Gewässern zuzulassen, in die der Aal nicht mehr wandern kann. Macht sie aber nicht, die EU. Das sagt alles.. -_-
     
  13. Dewern

    Dewern Petrijünger

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    So steht es um den Aal

    Habe gerade ein wenig rumrecherchiert und wollte man wissen, wie es derzeit um den Aal in Europa aussieht. Ein Artikel (August,2015) zeigt dann doch schon ziemlich gut, wie es wirklich um den Aal steht.

    Kurz, aber informativ: http://www.ndr.de/nachrichten/meckl...er-Aal-ist-vom-Aussterben-bedroht,aal166.html

    Wann habt ihr mit dem Angeln auf Aal aufgehört? ( wenn ihr aufgehört habt :shock )
     
  14. jimminy32

    jimminy32 Friedfischjäger

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    Aal sit jetzt schon teuer genug , aber wenn das os weitergeht wird der Aal zum Luxusgut den sich nur noch die Reichen leisten können .
    Ich selbst habe noch nie gezielt auf Aal geangelt , wenn ich dann mal ein am Haken hatte bzw hab wurde bzw wird er schonend zurückgesetzt .

    MfG
     

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