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Fischbiologie - Verlust der Nacht: Wenn Fische kein Auge zumachen

Dieses Thema im Forum "- Fischbiologie und Fischbestimmung" wurde erstellt von FHP Redaktion, 14. April 2020.

  1. FHP Redaktion

    FHP Redaktion Super-Profi-Petrijünger Mitarbeiter

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    Licht bestimmt nicht nur unseren Tag-Nacht Rhythmus, sondern auch den der Fische. In einem Freilandversuch schauen Forscher des IGB Berlin, welchen Effekt künstliche Beleuchtung und der Licht Smog von Städten auf Flussbarsche haben und kommen zu ersten klaren Ergebnissen. Zum Artikel geht es

    hier

    Wie sind Eure Erfahrung mit dem Einfluss von Lichtsmog auf die Fische? Merkt Ihr eine Veränderung am Gewässer? Bekommst Du selbst bei leichtem Licht noch ein Auge zu?
     
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  2. theduke

    theduke Dackel Fischer

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    Sehr interessantes Thema das es so hier ja noch nie gab.
    Zu den Fragen:
    1. Bekomme ich bei Licht ein Auge zu? Ja und Nein. Vor 3 Jahren wurde die Laterne direkt vor unserem Haus durch eine
    enorm helle LED Birne getauscht und wir mußten das Rollo im Schlafzimmer lange Zeit tiefer stellen.
    Wir haben uns mit der Teit daran gewöhnt und die LED hat auch an Itensität nachgelassen.
    Da es ein Angelforum ist. Mich im Angelurlaub mal um 16 Uhr auf die Matte zu legen, kein Problem.
    Nachdem ich in den 90ern meinen LKW Schein machte, hatte ich Probleme mich an sowas zu gewöhnen.

    Fisch und Licht. Ich habe da eigene Erkenntnisse mit mein Aquarium.
    Mein 2 Meter Malawibecken steht im Keller, der auch mein Angel und PC Keller ist.
    Je nach Sommer / Winterzeit, geht die Beleuchtung um 23:30 oder 0:30 Uhr aus. Da Keller, sind meine Scheiben
    mit Styroporplatten (zwecks Wärme abgedämmt) abgedeckt und die nehme ich nur ab wenn die Beleuchtung an ist.
    Geht Nachts die Beleuchtung aus, und ich sitze noch am PC, (Monitor und PC Leuchten sind an) , bringe die Platten nicht an, schwimmen meine Cichliden im Halbschlaf umher. Bedecke ich aber die Scheiben, muß diese aber ohne Beleuchtung plötzlich wegen eines Pumpenfehler abnehmen, schlummern meine Cichliden noch einige Zeit zwischen den Steinaufbauten.

    Nun aber ein Rückblick als Aquarianer. Mit einer Zeitschaltuhr kann man Fische an den Rhythmus des Menschen gewöhnen. Soweit ist dies bekannt. In Zeiten wo mein Becken im Wohnzimmer stand, keine Abdeckelung der Scheiben hatte, die Beleuchtung um 22 aus war, wir aber länger wach waren, waren meine Fische auch nur im "Halbschlaf"
    Hatte ich jemals Stress bei den Fischen gesehen, oder das sie ein Unwohlsein zeigten? Nein.
    Resume. Denke das Fische mit dem Lichtsmog gut zurecht kommen.

    Muß aber über den verlinkten Bericht echt schmunzeln.
    Aha. Die einen wurden ohne Stadtlicht 10 Tage beobachtet, die anderen Barsche 10 Tage mit.
    Und was ist mit Messungen wo sich Fische schon lange daran gewöhnt haben mit dem Licht Smog in den Städten zu leben? Es gibt Untersuchungen die muß ich nicht verstehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2020
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  3. JaCu

    JaCu Profi-Petrijünger

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    Ich finde es aber gut das der Forum-Betreiber aktiv Themen zur Diskusion stellt.Auch wenn nicht jedes Thema für alle intressant ist.
     
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  4. Koalabaer

    Koalabaer Super-Profi-Petrijünger

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    Hallo,

    Bei Interesse, sollte man nach Lichtverschmutzung suchen.
    Gute Anlaufstellen sind hier die Hobbyastronomen.

    hier mal eine schöne Seite: https://www.abenteuer-sterne.de/lichtverschmutzung/

    daraus hier zum zoomen für seine eigene Region: https://ucboulder.maps.arcgis.com/a...hextent=true&disable_scroll=false&theme=light

    Interessant wird es bei grün. Blau bis Dunkelblau ist natürlich besser. Schön zu sehen, Großstädte, genau wie die gesamte Ruhrpott Region etc. ein absolutes Grauen!

    Gruß Jörg
     
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  5. Dr. Daiwa

    Dr. Daiwa Petrijünger

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    Ich wohne auf dem Land. An meinem Hausgewässer, der Zenn, ist es streckenweise dunkel wie in Neumondnächten.

    Das Sternenlicht (der hellsten) wird sogar vom Wasser reflektiert. In Beißpausen kann ich da gut meine Augenlider entspannen.

    Es gibt da auch Stellen bzw. Gewässerabschnitte, wo man durch Straßen- und Unterführungsbeleuchtung voll geblendet wird, so daß man entweder seinen Stuhl umdrehen muß oder Baumschatten sucht, bei welchem die Straßenlaternen verdeckt sind.

    Am Kanal sind Schleusenbereiche fast Taghell beleuchtet, das zieht Insekten an, von denen auch mal welche ins Wasser fallen. Auf die lauern dann die Weißfische, welche dann die Raubfische anziehen.

    Ich denke, das Kunstlicht nicht in tiefere Wasserschichten fällt und sich die Fische an die Helligkeit bei Nacht bei der Nahrungsaufnahme in der oberen Wasserschicht gewöhnt haben....

    Ich jedenfalls kann mich beim Nachtangeln am Kanal nie an die gleißenden Bugscheinwerfer der Schiffe gewöhnen, die. für 10, 15 min. die Nacht zum Tage machen...

    So muß das auch für Lichtempfindliche Fische sein, wenn man Nachts mit der Stirnlampe ins Wasser leuchtet!
    Manche erschrecken sich und flüchten, manchen macht das aber nichts aus.
    Ebenso das Licht vom Vollmond: Das ist 1.natürlich und 2.dringt es, wenn auch nur schwach, nur bis zu einer bestimmten Tiefe ins Wasser.

    Also kein Grund, um besser oder schlechter zu fangen! Eher. Ist das Mondlicht für so manche Überraschung am Wasser gut...
     
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  6. t-low

    t-low Profi-Petrijünger Moderator Gutachter-Kollegium

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    Viele Untersuchungen sind ja grundlagenbasiert, hier um zu den physiologischen Effekt aufzuzeigen. Wenn ich mich richtig erinnere, sind bereits ähnliche Versuche mit Faltern durchgeführt worden. Ich denke solche Ergebnisse helfen dann bestimmt auch andere Faktoren erklären zu können, wie Änderungen im Gewicht, Fressverhalten, Morbidität .. falls es da überhaupt Abweichungen gibt. In der Tat scheinen mir viele Untersuchungen aber auch hinterfragbar. Manche werden vielleicht auch nur durchgeführt, weil für diese Themen halt Gelder zur Verfügung gestellt werden: Förderungen des Bundes und vllt. Leuchtmittelherstellern, Energiekonzernen oder Anderen Akteure die sich vllt. in solchen Umweltfragen engagieren wollen oder müssen. Dass höhere Lichtmengen wie in Städten die Menge an Serotonin beeinflussen, scheint ja klar zu sein aber was du meinst, wäre wohl eine Langzeitstudie von Fischen, die schon vom Ei an stärkeren Lichtmengen ausgesetzt sind, im Anschluss Nötig. Warum nicht!
     
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  7. Jack the Knife

    Jack the Knife Schnitzeltechniker/Rebell

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    Mehr positiv als negativ.

    Manche Fische zieht Licht regelrecht an wie ein Magnet, so waren an manchen Gewässern die Lichtkegel im Wasser die Hot Spots, gerade auf Aale, Barsche , Hecht, Zander, Welse und so weiter. Liegt aber glaube ich normal in der Natur, den Licht zieht Mücken und anderes Getier an, welches Kleinfische anlockt, die letztendlich die Räuber anziehen.


    Ja, ganz klar, manche Fischarten haben ihre "Hauptbeißzeiten" voll in die Nacht verschoben.

    Ich habe, oder hatte damit noch nie Probleme, da ich einen gastronomischen Beruf erlernt habe, gewöhnt man sich schnell man daran, am Tage zu grunzen, das "Nachtmensch-Sein" bleibt einem aber dadurch irgendwie erhalten, das bekommt man nicht so schnell los.
    Desweiteren hatte ich auch mal als Lieferfahrer in der Nacht zu Tun. War vorallem im Sommer eine Wohltat, zudem auch keine nervigen Fahrer oder sonstiges unterwegs gewesen sit.
    Geschlafen wurde dann auch am Tag, je nach Tour kam ich zwischen 6-9 Uhr heim, meist ging ich mir vorher noch mein Mittagessen fangen( Gewässer lag auf dem Heimweg), dann wurde es schon mal 9-11Uhr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. April 2020
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