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  1. #1
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Thumbs up Podiumsdiskussion zwischen Anglern und der PETA Deutschland e.V.

    Liebe Kollegen,

    in diesem Thema hier bietet sich die einmalige Möglichkeit, eine gemeinschaftliche Diskussionsveranstaltung mit der PETA Deutschland e.V. abzuhalten.

    Das Ziel der Diskussion soll sein, die jeweiligen Positionen und Argumente der Gegenpartei besser kennenzulernen, möglichst Verständnisschranken abzubauen sowie offene und konstruktive Kritik an verbleibenden, etwaig nicht teilbaren Standpunkten der Gegenpartei auszuüben.

    Das Thema ist absichtlich in diesem Unterforum angelegt, denn die Gemeinschaft der Angler übt aktiv Natur-, Gewässer, Umwelt- und Tierschutz aus. Kernpunkt der Diskussion wird u.a. sicher die Feststellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Definition und Umsetzung sein.

    Zuerst möchte ich Fr. Dr. Breining für die PETA Deutschland e.V. begrüßen und ihr meinen Respekt dafür aussprechen, dass sie sich als Einzelne ohne weitere (personelle) Unterstützung durch ihre Organisation für diese Diskussionsveranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

    Herzlich willkommen also, Fr. Dr. Breining.....

    Zuerst möchte ich Sie darum bitten, dass Sie sich uns kurz vorstellen und uns dann im folgenden einige genauere Informationen über generelle Ziele, Kernaussagen und Strukturen der PETA Deutschland e.V. geben...


    Thomas
    Geändert von Thomsen (27.01.2006 um 14:46 Uhr)

  2. Folgende 12 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Petrijünger
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    Hallo,
    noch kurz etwas über die Ziele von PETA :
    wir sind mit mehr als 850.000 Mitgliedern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

    Kein Tier sollte sterben müssen,um von uns als Nahrung, Kleidung, Versuchsobjekt oder zur Unterhaltung benutzt zu werden. Jedes Tier hat das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit, wie wir Menschen auch.

    "Die Frage ist nicht: können sie denken? oder können sie sprechen?, sondern können sie leiden?"
    Jeremy Bentham

  4. #3
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Hallo Fr. Dr. Breining, oder meinetwegen auch Tanja....seien wir nicht so förmlich.

    Die ersten Begrifflichkeiten, die Du gebracht hast, sind stark dem menschlichen Wunschkatalog entlehnt...

    Freundschaft, Freiheit, Unversehrheit, Familie....fehlen noch Liebe und Gesundheit.

    Bist Du der Ansicht und Dir sicher, dass sich das Leben aller Tiere, wir müssen nicht nur über Wirbeltiere reden, auch genau um diese zentralen Grundbegriffe dreht?


    Thomas

  5. #4
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Achim P.
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    Red face Tierschutz.....

    Zitat Zitat von Tanjab
    Hallo,
    noch kurz etwas über die Ziele von PETA :
    wir sind mit mehr als 850.000 Mitgliedern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

    Kein Tier sollte sterben müssen,um von uns als Nahrung, Kleidung, Versuchsobjekt oder zur Unterhaltung benutzt zu werden. Jedes Tier hat das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit, wie wir Menschen auch.

    "Die Frage ist nicht: können sie denken? oder können sie sprechen?, sondern können sie leiden?"
    Jeremy Bentham
    Hallo Fr. Dr. Breining,

    sind sie sicher das sie eine Tierrechtsorg.(was heißt überhaupt Tierrecht?) sind od. Tierschutzorg.(wäre eher angepracht), das sind meines Erachtens 2 verschiedene paar Schuhe...Es gibt doch so lange der Mensch, wenn man es so nennen darf aufrecht geht, das für u. wieder dh. es gab auch schon in der (Steinzeit) Menschen die sich nur von Früchten u. Beeren ernährt haben, aber im Falle diese waren nicht mehr vorhanden, wurde auch Fleisch u. Fisch als Nahrungsquelle auserkoren...Das ist in der heutigen Zeit nicht anders...

    Im Punkt: kein Tier sollte sterben, für Kleidung od. Versuchsobj. u. Unterhaltung mißbraucht werden gebe ich ihnen vollkommen Recht, aber was Nahrung anbelangt da gehen unsere Meinungen auseinander...wie sie, so auch wir alle hier im Forum stammen aus einer/der Gattung (Mensch/enrasse) wie oben schon angesprochen von Jägern u. Sammlern ab u. diese haben sich schon von je her mit überwiegend Tierischer u./od. Planzlicher Nahrung versorgt, oder hätten wir uns sonst so weit entwickelt, wie wir heute sind?...ich glaube mein Standpunkt wurde soweit erklärt u. das sind Fakten keine Vermutungen!...Bitte um Antworten/Gegenfragen...
    Geändert von Achim P. (14.11.2005 um 16:43 Uhr)
    In diesem Sinne...

    Viele Petrigrüße
    Achim


    Wichtig: Bevor ihr einen Beitrag ins "Forum" einstellt, nutzt bitte erst unsere Suchfunktion...


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  6. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Achim P. für den nützlichen Beitrag:


  7. #5
    Petrijünger
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    Hallo Thomas,
    also bei den Säugetieren wissen wir das ja, dass sie Familien gründen und Freundschaften schließen. Aber sicher gibt es auch Wirbeltierarten, die sich nur instinktiv fortpflanzen und ansonsten Einzelgänger sind. Ganz egal: Jedes Tier hat das Recht sein Leben so zu leben, wie es das möchte, ohne umgebracht, verarbeitet, ausgenutzt zu werden.
    Wir können nicht die Schwächeren ausbeuten, mit der Begründung, dass sie sich nicht wehren können. Sonst könnten wir ja auch schwächere Menschen ausbeuten, Behinderte, Kranke, Alte, Babies...die Begründung dass es sich bei ANDEREN Tieren (der Mensch ist auch ein Tier und steht im Zoologiebuch als Homo sapiens gleich neben dem Schimpansen), um nicht-menschliche Tier-Arten handelt und wir sie deshalb ausbeuten können, nennt man Speziesismus oder Artendiskriminierung (so wie Rassismus Rassensidkriminierung und Sexismus Geschlechterdiskriminierung ist).

  8. #6
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Hallo Tanja,

    kann Dir soweit folgen. Die Frage, die Achim bereits angesprochen hat, ist die Frage der Gewichtung.

    Wenn es sich denn um Nahrungserwerb handelt, ist das einer Ausbeutung gleichzusetzen?
    Kleiner Ausflug in die Anthropologie: Homo sapiens, eindeutig ebenfalls 'nur ein Tier', hat das Gebiss eines Nahrungsgeneralisten: für pflanzliche wie für tierische Nahrung geeignet.

    Wenn wir bereits festgestellt haben, dass auch H. sapiens ein Tier ist, was machen wir mit allen anderen Tieren, die ausschließlich Raubtiere sind?

    Müssen wir sie als Ausbeuter bezeichnen? Sind sie böse...?

    Ist nicht jedes Tier, da obligat heterotroph, bereits ein Ausbeuter der pflanzlichen Primärproduktion?
    Kommen wir mit diesen Begrifflichkeiten, die verhalten politisch motiviert erscheinen und (den für mich durchaus nachvollziehbaren) Wunsch nach Gleichstellung ausdrücken, wirklich weiter?

    Auch der Mensch kann seine Wurzeln nicht verleugnen und nach eigenem Gutdünken die Evolution auf den Kopf stellen...


    Thomas
    Geändert von Thomsen (14.11.2005 um 11:43 Uhr)

  9. #7
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Zitat: "Jedes Tier hat das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit, wie wir Menschen auch."

    Hallo Tanja,

    In meinen Augen ist das bisher gesagte alles viel zu pauschal und nicht übertragbar auf die Realität.
    Da sicherlich auch das Tier Mensch eine Existenzberechtigung hat, frage ich mich auf welche Art und Weise die Orga. PETA den unzähligen hungerleidenden Menschen auf unserem Planeten zu helfen vermag, wenn Unterarten nicht als Nahrung und zum Lebenserhalt dienen dürfen. Sollen all diese Menschen zum Pflanzenfresser wieder ihrer Natur werden? Ich halte das auch für einen Zwang bzw. für eine Diskriminierung, da dies ohne Druckmittel sicher auf keine Fall umsetzbar ist. Abgesehen davon bräuchten wir, um diese hohe Zahl an Menschen pflanzlich zu ernähren, eine solche Menge an zusätzlicher landwirtschaftlicher Fläche, daß von dem bis heute noch verbliebenen Rest an Naturgebieten ein großer Teil dafür verloren ginge und damit auch der Lebensraum für viele Tiere. Das wäre also auch keine wirkliche Lösung.

    Da wurde auch das Tierrecht schon mal kurz angesprochen, aber welches Tier außer dem Mensch hält sich denn an sowas? In der Natur gibt es nur das Recht des Stärkeren, Schnelleren und Schlaueren. Ich glaube ich kann sagen, daß ich in meinem Leben schon viel gereist bin und viel gesehen habe, die Natur ist nun einmal hart und nicht zimperlich und wir als ein Teil der Natur gehören auch dazu. Dabei stellt der Mensch den grausamsten und den liebevollsten Teil in der Natur dar, den es gibt.
    Mir ist sehr bewußt, daß unser Leben aus Gegensätzlichkeiten besteht, wäre dies nicht der Fall, gäbe es kein Leben.

    zum Zitat:
    Jedes Tier hat das Recht sein Leben so zu leben, wie es das möchte, ohne umgebracht, verarbeitet, ausgenutzt zu werden.


    Hätte demnach nicht auch der Mensch dann dieses Recht?
    Welches Recht hat ein Berglöwe, wenn er einen friedlichen Menschen bei seiner Exkursion abseits der Zivilisation reißt? Hat der Mensch da ein Recht?
    Ich gehe davon aus, daß Du ebenso wie ich einen Wert auf Rechtsprechung legst und einen Verbrecher verurteilen bzw. ins Gefängnis bringen würdest.
    Ein Tier das eine Lebensbedrohung darstellt muß demnach ebenso behandelt werden?

    Eines ist sicher, der Berglöwe ist nicht "das schwarze Schaf" seiner Spezies und der verantwortungsbewußte Angler, der sowohl an der Lebensraum- und an der Arterhaltung Interesse hat, sich mit unter von Fisch ernährt, der wird bitte mit welchem Recht als "das schwarze Schaf", als "Der Killer" unter den Menschen bezeichnet.

    Also bitte, pauschalisiert nicht soviel und nutzt Euere eigentlich gute Energie sinnvoll, fair und zielgerecht.

    An dieser Stell möchte ich auch einmal sagen, daß ich so manche Aktion von PETA gut finde/fand, es handelt sich dabei allerdings um Aktionen/Erfolge die eigentlich dem Tierschutz zukommen.

    Des weiteren finde ich es ausgesprochen gut, daß Du Dich hier im Forum zu dieser Diskussion bereit erklärt hast.

    Grüße
    stephan

  10. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Stephan Wolfschaffner für den nützlichen Beitrag:


  11. #8
    ich will doch nur angeln Avatar von fox_tom
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    Hallo Tanja, hallo Angler,

    für mich sieht es so aus, das wir nur an einander vorbei reden und NIE zu eine Einigung kommen werden.
    Die eine Seite sagt, keine Fische töten, wir sagen töten um zu essen.
    Das ist so !!!!! ( Einfach mal so hingestellt)
    Vieleicht sollten wir aber mal sehen, ob wir nicht trotz dieser Differenzen zusammen arbeiten sollten, um einige bedrohte Fischarten noch mehr zu schützen und wieder einzubürgern.
    Damit meine ich, das ja gesagt wird, das der Dorsch- und Aalbestand stark rückläufig ist.
    So würden wir uns annähern und könnten zusammen ein Zeichen setzen.
    MfG
    Thomas
    Ja, ich bin Deiner Meinung.
    Worum geht's ?

  12. Der folgende Petrijünger sagt danke an fox_tom für diesen nützlichen Beitrag:


  13. #9
    Petrijünger
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    Hallo Fr. Dr. Breining
    bzw. Tanja,

    vorweg: Ich bin Angler. Aber nicht um der Trophäen willen, sondern um Sie zu essen. Ich bin kein Freund oder Anhänger der Catch&Release-“Angler“, wobei ich dies aber toleriere. Die Fische, die ich angle, esse ich auch zum überwiegenden Teil. Unerwünschte Beifänge enthake ich möglichst schonend und setze sie wieder zurück Ich bin nicht aufs Angeln angewiesen zur Ernährung meiner Familie, aber so verbinde ich das Angenehme mit dem Nützlichen. Zudem: Ich schlachte die Fische, die ich fange mit Sicherheit waidgerecht und nicht so wie auf den kommerziellen Fischkuttern oder der geschäftsmäßige Forellenverkäufer.

    Nun zu dem „Problem“ der Tierrechte: Hier sind schon einige Argumente genannt worden, die auch für mich gelten. In der heutigen Zivilationsenge der „Industrienationen“ und auch anderswo ist es nicht möglich, alle Menschen nur von pflanzlichen Nahrungsmittel satt zu bekommen und gesund zu erhalten. Es gäbe nicht genug Anbauflächen. Um diese zu schaffen, müsste sehr viel an Naturflächen (Wälder / Wiesen / Urwaldflächen) in Agrarflächen umgewandelt werden. Aber selbst dann dürfte es sehr schwer fallen. Und ob dann noch der CO2/O2-Wandel funktionieren würde?

    Fleisch bzw. Fisch zu essen mag beim Menschen als Allesfresser trotzdem nicht unbedingt naturgegeben sein, es ist aber ein gutes und probates Nahrungsmittel und Wertstoffträger. Für mich stellt sich nicht die Frage ob ich mich durch das Essen getöteter Tiere über sie stelle. _Ich_ sehe es als naturgegeben an. Um mal klein anzufangen: Hunde jagen Hasen um sie evtl. Zu töten und zu fressen. Katzen machen mit Mäusen und Vögeln gleiches. Und nur weil ich vernunftbegabt bin, soll ich keine anderen Tiere essen? Auf etwas verzichten, dass wir seit Jahrtausenden tun?

    Nicht nur, dass es ein Verzicht wäre. Als Mitglied einer Gesellschaft, der es besser geht als dem Großteil der Weltbevölkerung werden so auch Probleme vermieden, denn wohin würden die pflanzlichen Nahrungsmittel gehen, wenn sie auf Grund der immer weiter steigenden Nachfrage immer knapper und damit teurer würden? Ich glaube nicht, dass sie in die sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenländer gehen würden, da dort keine Gelder vorhanden sind. Es würde Kriege um Nahrungsmittel und Anbauflächen und vor allem auch um das Lebensmittel Nr. 1, das Wasser geben.

    Ich glaube kaum, dass das im Sinne von PETA wäre, denn erst wenn die Grundbedürfnisse des Menschen befriedigt sind, kann er sich um andere Sachen kümmern (Arbeit, Bildung, Schule, Kinder!, Kultur).

    Tiere sind und bleiben für mich ein Basis-Nahrungsmittel. Anders wäre diese Welt nicht möglich.

    Es kann für mich nur darum gehen, die Leiden der Tiere während der Aufzucht, des Transports (da habe ich kürzlich sehr erschreckende Bilder, u.a. Tiere die weinten! gesehen) und der Schlachtung möglichst gering zu halten bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen und den Tieren bis zur Schlachtung ein würdiges Leben zu sichern (z.B. Freiland- statt Käfighaltung usw.).

    Gruß
    Thomas

    Edit: Sry, eine Rechtschreibfehler waren denn doch zu drastisch...
    Geändert von ElchTwister (14.11.2005 um 15:59 Uhr)

  14. #10
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    Liebe Fr. Dr. Breining,

    erstmal herzlich willkommen im Deutschen Anglerforum und Respekt für Ihren Mut sich hier den Anglern zur Diskussion zu stellen.

    Ich finde es lobenswert, dass sich eine Organisation wie die Peta für die Aufklärung der Öffentlichkeit bzgl. Tierrechte und Tierquälerei einsetzt. Einige Aktionen sind wirklich unterstützenswert. Die Aktionen gegen Angler als Allgemeinheit (schlechte Ausnahmen gibt es überall) und in der Art und Weise wie sie ausgeführt und beworben werden, sind meiner (Angler-)Meinung nach unbegründet und "werbeeffektiv" überzogen. Folgende Fragen beschäftigen mich und ich würde mich freuen, wenn Sie, Fr. Dr. Breining, dazu Stellung nehmen könnten.

    • Glauben Sie, Fr. Dr. Breining, man könnte die kommerzielle Fischerei mit der Sportfischerei vergleichen? Sehen Sie hier nicht auch gravierende Unterschiede was die waidgerechte Behandlung der Fische angeht?
    • In Ihrer aktuellen Aktion zur "bundesweiten Verschärfung der Fischereiprüfung" schreiben Sie, Fr. Dr. Breining, dass laut einiger „Informanten“ Ausbilder Ihren Prüflingen die Prüfungsfragen vorweg schon verraten. Sind das wirklich Informanten oder handelt es sich um reine Vermutungen?
    • Sie stellen weiterhin fest, dass die Fischereiausbildung mangelhaft sei, weil Zitat "Rücksichtsloses und unwissendes Verhalten wird selbst bei „ausgebildeten“ Anglern beobachtet". Aufgrund der zunehmenden Schwarzfischer in Deutschland sowie der steigenden Anzahl an privaten Teichanlagen, ist doch aufgrund von Beobachtungen gar nicht feststellbar, ob der beobachtete Angler auch im Besitz des Bundesfischereischeines ist, oder nicht?
    • Einerseits ist die Peta gegen Tierversuche und andererseits stützt die Peta ihre Aussagen, wie z.B. zum Schmerzverhalten von Tieren, auch auf Ergebnisse aus Tierversuchen. Wie passt das zusammen?
    • Wieso gibt es von der Peta keine Aktionen gegen an Fließgewässern angrenzende Industrieanlagen, Kraftwerkanlagen u.ä., durch die jährlich Tausende von Fische und sonstige Wasserlebewesen jämmerlich krepieren (sei es z.B. durch Generatoren verstümmelt/zerhäckselt, oder durch Ablaß von Schadstoffen vergiftet)? Sind das "ernstzunehmendere" Gegner als die kleine Gruppe von Anglern?

    Ich freue mich auf Ihre Antworten.
    Schöne Anglergrüße
    Spezi

    *Du wirst keine neuen Meere entdecken, solange du nicht den Mut hast, die Küste aus den Augen zu verlieren.*

  15. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Angelspezialist für den nützlichen Beitrag:


  16. #11
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    Hallo Angelfreunde,herzlich Willkommen Fr. Dr. Breining.

    Würde mich meinen Kollegen gerne anschließen und einige Unstimmikeiten klären.
    Wie ich demletzt erfahren habe hat die "PETA" eine Aktion gegen Angler gestartet,welche ich jedoch absolut übertrieben finde.Es wir unteranderem auch eingegangen auf das Schmerzverhalten von Fischen,welche es ihrer Meinung nach sehr ausgeprägt ist und dem des Menschen gleichzustellen ist.Woher haben sie diese Erkenntnis?Ohne einen Versuch werden sie sicher auch nicht an diese Theorie gekommen sein,wie haben die Fische ihren Schmerz gegenüber geäußert?Habe sie "geblubbt" oder gezappelt?Wie wissen sie das ein Fisch schmerz empfindet ohne ihm diesen zuzufügen?Das sind alles Argumente die erst einmal wiederlegt werden müssen!

    Hier ein Gegenargument im Auszug:

    Angler können aufatmen - Fische spüren keinen Schmerz


    Die bislang größte Studie zur Neurologie der Fische, in der die Nervensysteme und Reaktionen von Fischen und Säugetieren verglichen wurden, hat ergeben, dass die Fischhirne nicht genügend entwickelt sind, um Schmerz oder Angst zu empfinden. Die Studie wurde von James D. Rose durchgeführt, einem Professor für Zoologie und Physiologie der Universität von Wyoming, der sich seit fast 30 Jahren mit neurologischen Fragestellungen beschäftigt. Er hat die Daten einer großen Zahl von angesammelten Studien der vergangenen 15 Jahre ausgewertet, welche sich mit Tieren und ihrer Reaktion auf Schmerz und Reize beschäftigen.

    Sein Bericht, der in der amerikanischen Fachzeitschrift "Fischereiwissenschaft" veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass Bewusstwerdung von Schmerz von der Funktion spezieller Bereiche der Hirnrinde abhängt - welche bei Fischen nicht existieren.
    Vorhergehende Studien, die angedeutet hatten, dass Fische Schmerz empfinden könnten, hätten nach James Rose die Reaktion auf einen bedrohlichen Stimulus (Nociception) mit Schmerzempfinden verwechselt.

    "Schmerz setzt Bewusstsein voraus", meint James Rose. "Der Schlüssel ist die Unterscheidung zwischen Nociception [Reaktion auf den Stimulus] und Schmerz. Eine Person, die anästhesiert in einem Operationssaal liegt, wird immer noch physisch auf einen externen Reiz reagieren, aber keinen Schmerz spüren. Jeder, der schon mal ein kopfloses Huhn gesehen hat, weiß, dass es, obwohl sein Körper auf Reize reagieren kann, keinen Schmerz empfinden kann." Rose sagte, dass die, welche sich um das Wohlergehen der Fische sorgen, sich darauf konzentrieren sollten, ihnen ein Leben in sauberen und gesunden Gewässern zu ermöglichen.

    Trotz der neuen Forschungsergebnisse meinte ein Sprecher der Organisation "Menschen für die ethische Behandlung von Tieren", welche Millionen für eine Anti-Angel-Kampagne ausgegeben hat: "Wir glauben, dass Fischen barbarisch ist. Natürlich können Tiere Schmerz spüren. Sie empfinden etwas, und sei es nur, um Raubtieren zu entgehen."
    Was hält die PETA von Catch&Release?

    Warum macht sich die PETA gerade die Leute zum Feind,bei welchen sie am ehesten Hilfe im Thema Schutz für Fische und Umwelt erwarten könnte?Das ist doch ein Wiederspruch in sich.Wir Angler sind auch auf die Natur bedacht und alles was damit zusammen hängt!Da die Natur unser kostbarster Schatz ist sollten wir alle an einem Strang ziehen und uns nicht gegenseitig ausspielen.

    Über eine Stellungnahme würde ich mich sehr freuen,um die PETA vielleicht irgendwann mal mit anderen Augen sehen zu können.Aber vorher muss einiges
    geklärt werden.
    Mfg
    Pike
    Geändert von Pike Catcher (14.11.2005 um 17:41 Uhr)

  17. #12
    Petrijünger
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    Ade Steinzeit

    Hallo Achim,

    wir leben aber nicht mehr in der Steinzeit und können uns gesund vegetarisch ernähren ohne auf die Jagd zu gehen und Wildschweine zu erlegen. Wir haben die Wahl, unsere Vorfahren hatten sie (möglicherweise) nicht.
    Heute gibt es pflanzliche Wurst, Schnitzel, Chicken-nuggets, schmeckt alles super. Muss keiner mehr dafür sterben.

    Sie schreiben" kein Tier sollte sterben, für Kleidung od. Versuchsobj. u. Unterhaltung mißbraucht werden gebe ich ihnen vollkommen Recht, aber was Nahrung anbelangt da gehen unsere Meinungen auseinander..." Aber warum ? Aus Geschmacksgründen werden jährlich 500. Mio Tiere in D (weltweit 50 Mrd) auf grausame Art und Weise umgebracht. UND 100 Mio. TONNNEN FIsche.
    Warum nicht aufhören, Tierleichen zu essen, wenn es ALLES auch pflanzlich gibt?
    Die Steinzeit ist vorbei. ...

  18. #13
    Petrijünger
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    Wir haben die Wahl, Raubtiere nicht

    Hallo Thomas,

    also erstens: der Mensch hat ein Pflanzenfressergebiss und auch der Darm ist für die Verdauung von pflanzlicher Nahrung ausgerichtet.

    Du fragst,"Wenn es sich denn um Nahrungserwerb handelt, ist das einer Ausbeutung gleichzusetzen?" Ja, natürlich, denn wir sind nicht gezwungen zu töten. Wir leben nicht im Dschungel und müssen Tiere erlegen um zu überleben. Wir können sehr gut (gesünder, humaner) vegetarisch essen (Soja-Hamburger, Steaks, Obst, Gemüse, Getreide, etc..), Raubtiere müssen andere Tiere jagen und erlegen, um zu überleben. Wir nicht.
    Wir haben die Wahl, sie nicht.

    Es geht nicht darum, ob wir mit Begrifflichkeiten weiterkommen, sondern es ist eine Tatsache, dass der Mensch ein Tier ist wie alle anderen auch.. und die Evolution geht weiter, die Zeit der Mammuthjagd ist vorbei..willkommen im 21. Jahrhundert.


  19. #14
    Petrijünger
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    Vegeatrismus gegen Welthunger

    Hallo Stehan,

    wenn alle Menschen Vegetarier wären, gäbe es keinen Hunger auf der Welt mehr, denn für die Produktion von 1kg Fleisch werden 7-14kg pflanzliche Nahrung an die "NutzTiere" verfüttert, d.h. alle "Nutztiere verbrauchen eine Futtermenge, die dem Nahrungsmittelbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht..

    Jeder vegetarier rettet jedes Jahr mehr als 40m² Baumbestand.
    Mehr als 1.000.000 km² Wald sind bereits vernichtet worden und die tropischen regenwälder werden zerstört um Grasland für Tiere zu erhalten.

    Die Natur ist sicherlich grausam, aber was wir hier machen mit der Massentierhaltung und dem Massenvergasen, am Fliesband im Akkord die Kehle durchschneiden, das ist organisierter Massenmord, das hat nichts mehr mit Natur zu tun.
    Gruesse
    tanja

  20. #15
    Petrijünger
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    Artenschutz versus Individuenschutz

    Hallo Thomas,

    uns geht es nicht um Artenschutz, sondern um die Inviduen.


    Zitat Zitat von fox_tom
    Hallo Tanja, hallo Angler,

    für mich sieht es so aus, das wir nur an einander vorbei reden und NIE zu eine Einigung kommen werden.
    Die eine Seite sagt, keine Fische töten, wir sagen töten um zu essen.
    Das ist so !!!!! ( Einfach mal so hingestellt)
    Vieleicht sollten wir aber mal sehen, ob wir nicht trotz dieser Differenzen zusammen arbeiten sollten, um einige bedrohte Fischarten noch mehr zu schützen und wieder einzubürgern.
    Damit meine ich, das ja gesagt wird, das der Dorsch- und Aalbestand stark rückläufig ist.
    So würden wir uns annähern und könnten zusammen ein Zeichen setzen.
    MfG
    Thomas

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