Fischbestimmung -  Was ist das für ein Fisch ?

Hallo,

tut mir leid, aber jeder Versuch diese Arten anhand der Färbung bestimmen zu wollen ist zum Scheitern verurteilt!

Der gezeigte Fisch ist bedingt bestimmbar, obwohl 2 der wichtigsten Unterschiede nicht zu sehen sind.

Das ist die Rückenflosse, bei der Karausche ausgebuchtet, beim Giebel eingeschnitten und mit verhärtetem Dorn mit Sägezähnen hinten, genau wie beim Karpfen.

Giebel mit schwarzem Bauchfell , Karausche weißes Bauchfell. Das ist natürlich nur beim toten Tier überprüfbar.

Vom Gesamteindruck erinnert der Kopf etwas an Karpfen, Barteln sind jedoch nicht zu erkennen.

Der Fisch weist 29 Schuppen in der Seitenlinie auf. Die Karausche jedoch mindestens 33 Schuppen.

Der Fisch ist somit definitiv keine Karausche!

Ein Karpfen hat ebenfalls mindestens 33 Schuppen.

Da wird ein Hybride irgendwo zwischen beiden Eltern liegen, aber nicht weniger Schuppen haben. Da zudem keine Barteln erkennbar sind, scheidet Hybride Karausche Karpfen auch aus.

Als letzte Möglichkeit bliebe ein Hybride Giebel-Karpfen. Das könnte von der Schuppenzahl her stimmen. Fehlende Barteln sprechen aber dagegen.

Zudem wäre das extrem unwahrscheinlich, da die meisten Giebelbestände nur aus Weibchen bestehen. Die Eier werden vom Sperma anderer Arten aktiviert, es entsteht aber immer nur ein Klon der Mutter. Eine Vermischung findet bei dieser Jungferzeugung nicht statt.

Die Artbestimmung bei Giebel, Karausche und wildem Goldfisch mit allen möglichen Vermischungen gehört zu den schwierigsten überhaupt.

Es ist definitiv keine Karausche, zu 90% Giebel mit 10% Restrisiko Hybride.

winde
 
es ist immer schlecht auf fotos zubeurteilen !!!man muss den fisch immer live sehen !! wirde auf karausche tippen weil ich einige der sorte schon oft gefangen hab mein rekord liegt bei karauschen 52cm !!!mfg
 
Ich würde auch sagen das es ein Giebel ist ! :)
Aber was ich besonders liebe ist der Drill solcher Fische , die legen sich richtig quer und legen sich richtig zur Wär gegen den Zug der Angel !:angler2::ja::monsterfisch:
 
Hmm, ich würd auf den ersten Blick sagen, dass es ein Schuppi ist, zumindest vom Kopf her, aber man müsste, wie schon gesagt, die Flossen sehen, und evtl. andere wichtige Details. Trotzdem Petri zu den schönen Fischen !
 
Naja...ein Karpfen sieht ganz anders aus!:hahaha:

Es ist eindeutig ein Giebel!
Man erkennt es an der Anzahl der Schuppen,die Flossen sind nicht so rund wie bei einer Karausche außerdem ist der Kopf ganz anders geformt.

Wie bereits erwähnt sollte man nicht versuchen an Hand der Färbung einen Fisch zu bestimmen.Diese kann von Gewässer zu Gewässer sehr unterschiedlich sein!
 
es ist immer schlecht auf fotos zubeurteilen !!!man muss den fisch immer live sehen !! wirde auf karausche tippen weil ich einige der sorte schon oft gefangen hab mein rekord liegt bei karauschen 52cm !!!mfg

meine Meinung:je öfter man eine kapitale Karausche fängt(52cm ist absolut kapital)....umso seltener ist es eine,leider.:)

der erste Blick,ohne Schuppen gezählt zu haben,Bauchfell und Rückenflosse gesehen zu haben...keine reine Karausche,Schuppen im Verhältnis zum Fisch viel zu groß.
und das Maul einfach zu riesig.
der Rest ist Kaffeesatzlesen.

PS:mein absoluter Lieblingsfisch,aber auch ebenso selten geworden.

Gruß Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
für mich ist das auch ein Giebel...
Oben wurde das Argumet Hybride gennat, weil das ja angeblich so einfach ginge bei Giebelweibchen. Nun das Argument das Giebelweibchen sich mit sehr vielen verschiedenen Arten vermehren können ist auch genau das Argument das einen Hybriden sehr sehr schwer macht.

Ich denke es haben bisher wenige von der verrückten Fortpflanzung gehört, welche die Giebelweichen da betreiben.
Sie können soweit sich ihre Laichreife mit denen anderer Weißfische im Gewässer überschneidet ihre Eier mit beim "Massenlaichgeschäft" loswerden.
Wenn nun die Fisch-Männchen dieser anderen Art ihre Milch über die Eier lassen kommt es im Normalfall zur Vereinigung von Eizelle und Samenzelle soweit ist es ja klar. Die Zygote beginnt nun sich zu teilen usw.
Im Fall der Giebeleier sieht das alles ganz anders aus. Auch in ihren Eiern liegt die Halbe Erbinformation des Weibchens inklusive eines Geschlechtschromosoms (X-Chromosom da vom Weibchen). Während der Samen anderer Männchen in die Eizelle eindrigen, schaffen es die Artfremden Samen nicht.
Ihr Auftreffen bewirkt aber den Start der Zellteilung. Das Erbgut verbindet sich also nicht mit denen des Männchens, sondern es wird eine Kopie des bereits vorhandenen Erbgut des Weibchens als Erbinformation benutzt.
Es entsteht also eine exakte Kopie vom Muttertier und da es ja nur X-Chromosomen gibt, können die neuen Fische nur Weibchen mit dme exakten Erbgut der Mutter werden. Man könnte sie Klone nennen.
Tja Giebel klonen sich also praktisch, wobei es natürlich Giebelmännchen gibt welche aber seltener sind. Die Frage belibt aber warum Mutter Natur so etwas verrücktes entwickelt.

Ich möchte zumindest einen plausiblen Lösungsvorschlag bieten. Stellen wir uns einmal starke Überschwemmungen an einem Fluss vor. Giebel aus diesem Fluss kommen über überflutete Brachlandschaften in neue Gebiete. Als sich der Fluss zurückzieht sind die Giebel in diesen kleinen Weihern/Waldteichen/Seen von ihrer Stammpopulation getrennt.
Nicht immer sind Männchen und Weibchen der Giebel mit in diese neuen Lebensräume gekommen. Ihre Erbinfomation ist, solange es nicht in kürze wieder zu neuen Jahrhunderthochwassern kommt zum scheitern verurteilt....hätte die Evolution nicht eine Möglichkeit für das überleben ihres Erbgutes entwickelt. Die Giebel "klonen" sich und können so für den Erhalt ihrer DNA sorgen. Wenn es jetzt zu neuen Hochwassern kommt, kommt vielleicht ein Männchen mit, welches mit frischer DNA mehr Diversität mit sich bringt. Aber zumindest haben sie sich durch dieses Evolutionswunder mehr Zeit verschafft. Und wir alle wissen in welchen Extremgewässsern Giebel oder ihre Überlebenskünstler-Verwandten die Karauschen zu finden sind. Extrem verschlammte kleine Tümpel mit Sauerstoffknappheit im Sommer....

Auf jeden Fall ein faszinierender Fisch

mfg Steffen
 
Es ist auf jeden Fall ein Giebel! Denn bei der Karausche ist die Form der Seitenlinie mehr nach unten gebogen. Hab mal ein Bild von nem Giebel angehangen den ich voriges Jahr gefangen habe.

MfG big-fish
 

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Hallo,
es ist schon nicht ganz zu verstehen, wieso hier immer noch die Karausche genannt wird.

Ein Fisch mit 29 Schuppen in der Seitenlinie ist keine Karausche.

Es ist geradezu lächerlich, was da alles zum
Unterscheidungsmerkmal gemacht wird.

Zwischen Karausche und Giebel gibt es lediglich folgende sicheren Unterschiede:
-Rückenflosse
-Bauchfell
- Bei Jungkarauschen, wenn vorhanden, der schwarze Schwanzfleck.
- Anzahl der Schuppen und Flossenstrahlen.

Farbe und Gesichsausdruck gehören sicher nicht dazu.

Besonders wertvoll finde ich Beiträge in denen der Verfasser genau weiß was es ist, nur nicht mitteilt warum.

Wenn man diesen Fisch durch Vergleichen mit bereits selbst gefangenen Fischen vom Gesamteindruck her bestimmen will, funktioniert das beim Aal, aber nicht bei einem solchen "Problemfisch".

Sonst hätte der Fragensteller ihn selber bestimmt und würde hier nicht fragen.


winde
 
ich sag karausche .weil messing-bis bronzefarbieg ,schaut mal ob sie einen schwarzen fleck an der schwanzflosse hat.solte es ein giebel sein müsste er nach den ausweiden ein schwarzes bauchfell zu sehn sein
 
ich sag karausche .weil messing-bis bronzefarbieg ,schaut mal ob sie einen schwarzen fleck an der schwanzflosse hat.solte es ein giebel sein müsste er nach den ausweiden ein schwarzes bauchfell zu sehn sein


Hallo,

wenn an dem Fisch eines feststeht, dann dass er keine Karausche ist.

Es ist völlig schnuppe wie die Grundfärbung ist. Farbe ist das schwächste Merkmal von allen.

Wenn der Fisch 29 Schuppen in der Seitenlinie hat, ist das eine absolut sichere Abgrenzung zur Karausche.

Es gibt keine Karausche mit mit 29 Schuppen, das geht nicht.

Du kannst dich auf den Kopf stellen und wirst mit 100% Wahrscheinlichkeit keinen schwarzen Fleck finden.

Dafür gibt es 2 Gründe:
1. ) weil der Fisch keine Karausche sein kann und
2.) weil der schwarze Fleck nur bei Jungtieren vorkommt.
Der Fisch auf dem Foto sieht aber eher nach Rentner aus, Außerdem haben nicht mal alle Jungtiere diesen Fleck.

Das mit dem schwarzen Bauchfell ist die einzige richtige Aussage in deinem Beitrag.
Das ist tatsächlich ein ganz hartes Merkmal für einen Giebel.
Hilft uns aber in diesem Fall auch nicht weiter, da nicht sichtbar.

winde
 
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