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Fliegenschnüre - Fliegenfischen mit Geflochtener?

Dieses Thema im Forum "Fliegenfischen" wurde erstellt von fritz2004, 10. Februar 2011.

  1. fritz2004

    fritz2004 Tier- und Umweltfreund

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    Hallo Angel-Freunde,

    (war lange nicht online, allen noch ein schönes Petri Heil 2011)
    kann mir jemand weiter helfen, hatte letztes Jahr viele Schnurbrüche bzw. Abrisse weil die Fische "mehr Kraft" hatten oder die Schnur sich an Büschen und im Wasser liegenden Geäst kaputt gescheuert hat. Nun hab ich mir die Frage gestellt, kann ich einen Fly Loop (an Hauptschnur) und daran ein geflochtenes Vorfach ca. 200 cm binden und bringt das was wenn ich von Berkley oder so. die 0,06 mm geflochtene nehme?

    Es heißt ja immer je feiner desto besser! Würde mich über rege Antwort freuen!

    Grüße Karsten

    P. S. Es geht nicht auf Hecht oder Zander! Sondern auf Äsche, Forelle, Barsch, Bachsaibling und Döbel!!!!
     
  2. Eberhard Schulte

    Eberhard Schulte Flyfisher

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    Moin!
    Abrisse u. Schnurbrüche werden sich nie ganz vermeiden lassen. Aber auf Forelle u. Äsche mit geflochtenem Vorfach fischen ist 1. mit Kanonen auf Spatzen schießen u. 2. sollte das Fliegenvorfach mögl. unsichtbar sein, was bei geflochtener Schnur von vornherein ausgeschlossen ist. Ich würde strikt davon abraten.
    Gruß
    Eberhard
     
  3. fritz2004

    fritz2004 Tier- und Umweltfreund

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    Deshalb meine Frage!

    Was ist mit Crystal-Schnur bzw. Transparenter-Schnur???????
    Hab nochmal nachgeschaut bei dem Anbieter mit A.... gibts Berkley Crystal. Und wenn die transparent und dünn ist dürfte kein Fisch was sehen. Ich will keine werbung machen aber 0,04 mm scheint dünn genug.

    Leider gibt es immer wieder solche dummen Missgeschicke, Schnurbruch und Vorfach weg, mir wäre es deshalb lieb sowenig Müll wie möglich zu hinterlassen, wenn dann plötzlich 1,5 m im Wasser hänger ist ja auch nicht umweltbewusst und außerdem gefährlich!

    DANKE

    MfG Karsten
     
  4. OnlyWaller41379

    OnlyWaller41379 NL-Specimen

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    Ich habe bei den ganze Crystal / Unscihtbar "Schnüren" das Gefühl das sie mir zu Straff sind und somit die Aktion der Fliege "kaputt" machen. Das sind für mich eher alles Vertikal Schnüre.
     
  5. Harzer

    Harzer Salmonidenfreund

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    Du hast geschrieben " an Büschen und an unter Wasser liegendem Geäst durchscheuern".
    Somit hat sich geflochtene Schnur bereits erledikt.
    Denn geflochtene Schnur ist nicht abriebfest.
    Da rate ich Dir schon eher zu einem guten Fluocarbonschnürchen.
    Zum Beispiel das Fluorocarbon von Gamakatzu.
    Fluorocarbonschnüre sind abriebfest.
    Gruss Armin
     
  6. Lorenz89

    Lorenz89 .

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    Beides stimmt einfach nicht!




    http://www.aspo-gmbh.de/shop/geflochtene-angelschnuere/stroft-gtp-hellgrau/index.htm
    Das klingt gleich ganz anders als z.B. 0,06mm mit angeblichen ~10kg!!
     
  7. Fishinstructor

    Fishinstructor Petrijünger

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    Die Idee hatte ich auch schon und ich habs probiert - und zwar mit der Whiplash Crystal ...ob die Aussagen also auf FireLine Crystal oder andere "durchsichtige" Geflechte übertragbar sind?????

    1. mit Trockenfliege - nicht so toll!
    Vorfach streckt sich nicht schön bzw. rollt nicht gut ab ... und über das Schwimmverhalten sprechen wir lieber nicht!
    -->hab ich gleich wieder gelassen!

    2. mit Nassfleige und Streamer
    technisch "naja-ok", ich fand's heftig wie sehr man die Schnur unter Wasser sieht (allerdings mag das vom Gewässer abhängig sein)... und wenn ich die Schnur aus einiger Entfernung sehe, dann wohl erst recht der Fisch.
    Nach ca. 3h ohne wirklichen Fisch - lebensmüde Hungerleider gibts immer - hab ich dann wieder auf 14er FC gewechselt...
    dritter Wurf -Fisch
    vierter Wurf -Fisch
    ... neue Stelle zweiter/dritter Wurf -Fisch
    ... zurück auf Crystal -NULLINGER
    ... zurück auf FC und wenige Würfe später -Fisch

    Weil ich's jetzt wirklich wissen wollt hab ich die Crystal dann auf der feinen Spinnrute montiert und es vergleichend mit/ohne eingeknüpfter FC-Spitze probiert (Köder: 0er-3er Meps, Gummis bis 8cm) ...seit dem "spinne" ich in meinen Hausgewässern nur noch mit geflochtener (nicht zwingend Crystal) und ca. 40-80cm FC-Spitze.

    Aber jetzt ganz ehrlich - probiers einfach selbst... ich hab immer das Gefühl ...man muss Erfahrung am eigenen Gewässer sammeln, (s)einer Methode vertrauen und das macht mehr aus als vieles andere.
    --> Deine Erfahrung würde mich dann natürlich trotzdem interessieren...
     
  8. fritz2004

    fritz2004 Tier- und Umweltfreund

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    Ich werd es versuchen, es fördert die Wirtschaft mal "teures Zeugs" zu kaufen und schaden kann es nicht, ist ja auch praktisch zum Basteln so ein Schnürchen wenns doch nicht geht. :)
    Erfahrungen stell ich gern rein, aber bis 01.05. musste noch warten, unser Gewässer hat die Schonzeit bis zum 30.04. und danach gehts richtig rund.:angler:
     
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  9. fritz2004

    fritz2004 Tier- und Umweltfreund

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  10. fritz2004

    fritz2004 Tier- und Umweltfreund

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    Ich muss jetzt mal dumm fragen! Fluocarbon? Ist das nicht beim Drop-Shoten zur Gewicht-/Köderführung einzusetzen? Außerdem, verbessert mich wenn ich falsch liege, ich verstehe darunter nicht wirklich eine Angelschnur wie Mono oder geflochtene, eher sowas wie Fliegenschnur! Lieg ich da falsch? Wenn Fluo dünn, kaum sichtbar und kg-tragfähig ok ist dann scheint das echt eine Überlegung wert zu sein.

    Hast du beim Fliegenfischen damit Erfahrungen gesammelt???? Oder auch beim Spinnfischen???? Welche Schnur bzw. Fluocarbon-Schnürchen würdest du denn empfehlen????

    Gruß

    Karsten
     
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  11. Harzer

    Harzer Salmonidenfreund

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    Fluocarbon hat nur soweit mit Fliegenschnüren zu tun als das man den Stoff als wasserabweisende Komponente zur Beschichtung verwenden könnte.
    Fluocarbon ist auch nicht explizit als Dropshotschnur im Einsatz.
    Da wird man Hardmono verwenden.
    Der Vorteil von Fluocarbonschnüren liegt in erster Linie in seiner Abriebfestigkeit und seiner "Unsichtbarkeit" auch in klarem Wasser.
    Das bewirkt der gleiche Lichtbrechwert des Fluocarbons wie Wasser.
    Die Tragfähigkeit ist die Gleiche wie bei Mono, vielleicht etwas besser.
    Ich verwende es als Vorfach beim Spinnfischen auf Salmoniden und als Vorfach
    beim Spirolinofischen.
    Und natürlich auch als Vorfachmaterial zum Fliegenfischen.
    Gamakatsu ist wirklich gut.
    Gruss Armin
     
  12. Fishinstructor

    Fishinstructor Petrijünger

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    Auf Dein Angebot Deine Erfahrungen ab 01.05. zu posten komme ich zu gegebener Zeit evtl zurück... Ich darf schon am 16.04. wieder ran – vielleicht probier ich’s ja auch nochmal und lass dann was hören.
    Beste Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Februar 2011
  13. Der_Freak

    Der_Freak Hecht Flifi

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    Am rande sei gesagt FluoroCarbon Schnur ist NICHT unsichtbar, hat eine bekannte Anglerzeitschrift in einem umfassenden Test belegt.
    FluoroCarbon hat zwar bei den geringeren Durchmessern weniger Sichtbarkeit aber bei den höheren ist es genau wie bei Monofiler Schnur.
    Der einzige Vorteile von FluoroCarbon Schnüren liegt in ihrer Abriebsfestigkeit und ihren relativ hohen Gewicht was den Ködern schnell nach unten bringt.
    Petri
     
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  14. Eberhard Schulte

    Eberhard Schulte Flyfisher

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    Moin!
    An einem glasklaren Weiher in Österreich konnte ich feststellen, daß mein FC-Tippet (Vorfachspitze) vermutlich wirklich nicht oder kaum sichtbar war. Bei starker Sonneneinstrahlung warf es auf dem hellen Grund aber genauso Schatten, wie andere Schnüre auch. Dieser Schatten verminderte die Chancen ganz deutlich, denn bei trübem Wetter oder abends waren die Erfolgsaussichten ganz klar höher.
    Gruß
    Eberhard
     
  15. oberesalzach

    oberesalzach The Voice of Austria

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    Servus

    Ich glaube auch nicht das sich die Fliege mit einem nicht konischen Vorfach 0,06 geflochten überhaupt ordentlich werfen läßt. Lasse mich gerne eines besseren belehren denn ich hab das noch nie versucht. Geht vielleich beim Schleppfischen mit der Fliege vom Boot aus.

    Lg. Peter
     
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  16. Eberhard Schulte

    Eberhard Schulte Flyfisher

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    Hallo Peter,
    Trocken - u. Naßfliegen lassen sich mit nicht konischem Vorfach nur sehr schlecht werfen u. schon gar nicht richtig präsentieren. Mit beschwerten Nymphen u. Streamern geht es aber einigermaßen.
    Gruß
    Eberhard
     
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  17. Torsten Rühl

    Torsten Rühl Angelguide - Niederrhein

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    Die Bewegungsübetragung von der Flugschnur auf ein nicht konisches Vorfach der Stärke 0,08 ist gar nicht möglich und deshalb klappt es nicht mit so etwas zu fischen. Die grundlegenden Eigenschaften von geflochtener Schnur und einem konischen Fliegenvorfach sind so was von unterschiedlich das man gar kein Vergleich anstellen kann.
    Ich weiß auch rein gar nicht warum es jedes Jahr zu solchen Fragestellungen kommen muss. Dies ist schon mehrfach ausprobiert worden.
    Geht einfach ans wasser und versucht Fische zu fangen. Wenn es nicht klappt mit den euch zu verfügung gestellten sachen dann geht es eben nicht. Vielleicht wollen die Fische einfach nicht oder es liegt an einem selber. Am Material, wenn es spezielle Fliegenfischerartikel sind, liegt es meistens nicht.
     
  18. oberesalzach

    oberesalzach The Voice of Austria

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    Servus Eberhard !

    Eben - das hab ich mir auch so gedacht. Ich verwende zum Nympfenfischen immer ein Polyleader langsam singent, ein Pitzenbauerringerl daran und dann noch ca 60 cm Vorfach in der Stärke wie man es benötigt.

    Lg. Peter
     
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  19. HellDriver007

    HellDriver007 Kampffischer

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    wollt mich auch mal zu wort melden.
    ich fische seit es fluocarbon gibt mit diesen vorfächern. meine fangerfolge können sich sehen lassen und geflochtene als vorfach, da würd ich die finger von lassen, lässt sich schlecht werfen und die fliegen schlitzen schnell aus. persönliche tests haben gezeigt das fluocarbon etwa doppelt so viel fisch bringt wie normales monofil. ich setze es bei jeder gelegenheit ein, ob im forellensee, im fluss , im see oder der ostsee. es gibt m.E. nichts besseres als dieses vorfachmaterial. ich fische es in den stärken 0,16 - 0,28 das reicht auch für grosse fische

    Gruss, Andi
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2011
  20. Winde

    Winde Profi-Petrijünger

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    Hallo,

    neben den erwähnten Nachteilen gibt es noch einen weiteren.
    Das ist die geringe Dehnungsfähigkeit einer geflochtenen Schnur. Gerade wenn größere Mengen der Wurfschnur sich im Bogen im Wasser spannen, gibt das den Forellen genug Spannung um mit Kopfschlägen den Haken loszuschlagen. Ein monofiles Vorfach dämpft hier viel stärker und puffert diese Schläge ab.

    Du würdest im Drill mehr Fische verlieren als vorher und hättest zusätzlich alle weiteren genannten Nachteile.

    Winde
     

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