Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Servus!

    Es gibt ja sicherlich verschiedene Berichte und Dokus über die bevorzugte Beute von Waller und Hecht.

    Meine Erfahrungen sind folgende:

    Vor Jahren hatte mir ein Vereinschef am Knappensee (Hoyerswerda/Sachsen) bestätigt, dass die in dem See befindlichen Waller bevorzugt einen großen Teil der Satzkarpfen vertilgen, bevor sie an den Weißfischbestand gehen.

    In Österreich sind Waller und Hecht "gefürchtet", da sie sich in erster Linie am Brotfisch der gewerblichen Fischer, nämlich Reinanke und Forelle vergreifen und der Hecht als Konkurrent angesehen wird.

    Aal ist die "Lieblingsspeise" des Wallers, das kam in einer Doku. Es wird auch nicht umsonst bevorzugt mit Aal als Köder an Po und Ebro gefischt.

    Die Waller in der Oder begnügen sich mit Weißfischen. Allerdings hat die Oder auch einen verhältnismäßig hohen Weißfischbestand und einen eher geringen Bestand an sog. Edelfisch, zumal die Wallerpopulation proportional zunimmt.

    Somit besteht für mich der Beweis, dass Hecht und Waller in der Auswahl ihrer Beutefische durchaus wählerisch und effektiv sind.
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
    Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
    (Immanuel Kant)


  2. Der folgende Petrijünger sagt danke an Flossenjäger für diesen nützlichen Beitrag:


  3. #2
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Zitat Zitat von Flossenjäger Beitrag anzeigen
    Somit besteht für mich der Beweis, dass Hecht und Waller in der Auswahl ihrer Beutefische durchaus wählerisch und effektiv sind.
    Wählerisch? Wenn in Österreich Aal und Karpfen eher Mangelware sind, dafür Reinanke und Forelle ausreichend vorhanden, werden sie schon aus Gründen des reinen Selbsterhaltungstriebes nicht warten, bis alle 9 Wochen mal ein Karpfen zu erhaschen ist. Das hat nichts mit wählerisch zu tun. Du schreibst selber, in der Oder ist sog. Edelfisch eher knapp, worauf soll die wachsende Wallerpopulation warten? Das sie von Hand mit Aal gefüttert wird? Der Waller ist ein Raubfisch, der nimmt, was ihm an Größe paßt. Gruß Dirk
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    R.I.P. Guido

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an Fuerstenwalder für diesen nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Servus, Dirk!

    Es gibt auch hier genügend Weißfisch, so ist es ja nun auch nicht, dass du die Rute ins Wasser hälst und es gehen dir ausnahmslos Forellen und Coregonen an den Haken. Waller besetzte Seen haben oft auch gute Karpfen- Brassen- und
    Schleienbestände. In den typischen alpinen Seen wirst du den Waller sehr selten (meist illegal eingesetzt) oder gar nicht antreffen.

    Ich nannte das Beispiel vom Knappensee in Sachsen und auch die Doku. Ich glaube nicht, dass der Aal in Ebro und Po Futterfisch ist.

    Finden Hecht und Waller fast ausschließlich Weißfische vor, ist es logisch, dass dies dann auch ihr Futterfischsein muss. Dennoch würden Sie einen Satzkarpfen oder Aal (beim Waller) bevorzugen.

    Gruß und Petri!
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
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  6. #4
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Zitat Zitat von Flossenjäger Beitrag anzeigen
    Finden Hecht und Waller fast ausschließlich Weißfische vor, ist es logisch, dass dies dann auch ihr Futterfischsein muss. Dennoch würden Sie einen Satzkarpfen oder Aal (beim Waller) bevorzugen.Gruß und Petri!
    Moin Flossi,
    richtig, weil Satzer und Aal zum Beutespektrum gehören. Das hat ja jedes Raubtier und wenn nicht genug da ist, wird auf anderes jag- und fressbares ausgewichen. Ausserdem wissen Raubtiere instinktiv, welches Opfer mit dem niedrigstmöglchen Energieaufwand gejagt werden kann und gleichzeitig genug Energie mitbringt, um die eigenen Reserven aufrecht zu erhalten. Wählerisch zu sein können sich Raubtiere nicht leisten. Gruß Dirk
    Einen Text nicht verstanden? Klick :-)

    R.I.P. Guido

  7. Der folgende Petrijünger sagt danke an Fuerstenwalder für diesen nützlichen Beitrag:


  8. #5
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Zitat Zitat von Fuerstenwalder Beitrag anzeigen
    Moin Flossi,
    richtig, weil Satzer und Aal zum Beutespektrum gehören. Das hat ja jedes Raubtier und wenn nicht genug da ist, wird auf anderes jag- und fressbares ausgewichen. Ausserdem wissen Raubtiere instinktiv, welches Opfer mit dem niedrigstmöglchen Energieaufwand gejagt werden kann und gleichzeitig genug Energie mitbringt, um die eigenen Reserven aufrecht zu erhalten. Wählerisch zu sein können sich Raubtiere nicht leisten. Gruß Dirk
    Kleine Einschränkung meinerseits:

    Auch ein Raubtier weiß instinktiv, welche Beute am attraktivsten (und die nahrhafteste) ist, um mit wenig Aufwand die größt mögliche Energiereserve zu schaffen. Aal, Karpfen, Forelle, Renke sind sehr fettreich.

    Versiegt diese Energiequelle, wird auf die unattraktivere ausgewichen oder muss gar auf die eigene in Form von Kannibalismus herhalten.

    Gruß zurück!
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
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    (Immanuel Kant)


  9. #6
    Dackel Fischer Avatar von theduke
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    Fressverhalten und Nahrungsvorlieben von Raubfischen.

    Im C&R Thread sind wir wegen dem Waller etwas vom Thema abgedriftet, denke das ist hier passender.
    Geändert von theduke (30.05.2015 um 21:59 Uhr)
    Gruß Wolfi
    http://wolfsangler.de.tl/
    Das Angeln macht aber nur soviel Spass, solange die Natur auch passt.

  10. #7
    Dackel Fischer Avatar von theduke
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    Ist etwas unpassend verschoben worden, aber egal.

    Der Waller ist ein Raubfisch, der nimmt, was ihm an Größe paßt. Gruß Dirk
    @Dirk, soweit so gut.
    Er ist aber kein Lauerjäger, der versteckt wartet, bis ihm ein Fisch vor sein Maul schwimmt, sondern er geht auf die Jagd.
    Ich behaupte auch nicht das er erst jede Schleie verspiest, dann erst Karpfen, danach dann Rotaugen frisst, denn solche Arten wird er sich sicherlich auch schmecken lassen, das dürfte aber Beiwerk sein.
    Solange er noch genügend Schleien vorfindet, wird er diese Art jeder anderen Art vorziehen.

    Das gleiche wie beim Hecht.
    Sind in einem Gewässer Rotaugen, Brassen, Karpfen, Schleien, und Salmoniden vorhanden, wird der Hecht sicher gezielter erst die Forellen dezimieren, gleichzeitig auch Rot-Auge-Feder, bevor er auf Schleie, Karpfen, Giebel, oder Brachse losgeht.
    Gruß Wolfi
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    Das Angeln macht aber nur soviel Spass, solange die Natur auch passt.

  11. Der folgende Petrijünger sagt danke an theduke für diesen nützlichen Beitrag:


  12. #8
    Profi-Petrijünger
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    in der Elbe frisst der Wels Wollhandkrabben, mir persönlich gefällt das

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