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  1. #1
    Raubfischfreak & Releaser
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    Erfolgreicher auf Zander!

    Die Herstellung eines Bleikopfes mit der "Schwebschaufel"

    In den letzten Jahren ist das Fischen oder Twistern mit Gummifischen immer populärer geworden.Etliche Anbieter verschiedener Formen, Farben und Größen gibt es genug. Vieles wird geschrieben und diskutiert - meist nur über die Gummifische selbst und weniger über den Bleikopf mit Haken, der den Köder erst an die Stelle bringt, an dem er zum Erfolg führen soll.

    Dieser Beitrag sei nun einmal dem Bleikopf gewidmet.
    Es gibt im Handel nun schon viele Formen. Dort ist vom Rundkopf, Erie-Kopf, Schlittenkopf, Bananenkopf und Aufstehern die Rede. Alle auf ihre Weise fängig an den bestimmten Stellen.
    Es geht über das nachträgliche Verändern der handelsüblichen Bleiköpfe gemacht, um sie für den Fang von Raubfischen (besonders Zander und Barsch) noch fängiger zu machen.
    Beim Zanderfischen mit Kunstködern kommen 90% der Bisse in der Absinkphase der Kunstköder. Je länger die Absinkphase dauert, desto größer sind die Chancen, beim Gewässergrundabsuchen einen Zander zu erwischen. Es muss also das Ziel sein, den Köder auch auf weitere Distanzen vom Boden anzuheben und ihn fast in Zeitlupe wieder Richtung Grund taumeln zu lassen. Hierfür kann man Bleiköpfe mit einer Art Wobbler-Schaufel versehen, die bei Zug das Auftreiben erleichtern und beim Absinken das Fallen an gestraffter Schnur verlangsamen soll.

    Es handelt sich um den Rund-Kopf mit "Schwebschaufel":

    Alles, was man zum Basteln benötigt:
    - 1x Erie-Kopf oder Rundkopf im gewünschten Gewicht (in der Abbildung ein
    7g-Kopf am 4/0-Haken)
    - 1x Getränkeflasche aus Kunststoff
    - 1x Drahtstift oder d ünner Nagel mit flachem Kopf
    - 1x wasserfester Klebstoff

    Benötigtes Werkzeug:
    - am besten eine Schleifmaschine (grobes Schleifpapier wird auch reichen)
    - eine Bohrmaschine mit 1,5mm oder 1,0mm Bohrer
    - eine Kneifzange

    Arbeitsablauf:
    Zuerst wird am Kopf des Bleikopfes eine flache Seite geschliffen, damit der Klebstoff am Ende mehr Berührungsfläche hat. Der Winkel ist auf den Fotos in etwa dargestellt und sollte sorgfältig gewählt werden, da er die Absinkgeschwindigkeit beeinflusst.

    Nun spannt man den Bleikopf vorsichtig in einen Schraubstock und bohrt in die Mitte der gerade geschliffenen Fläche ein Loch mit dem Durchmesser des Drahtstiftes. Vorsicht, nicht zu tief bohren, damit der Haken im Blei nicht beschädigt oder gar durchbohrt wird.


    Jetzt geht es an die Herstellung der Schaufel: Hierfür wird ein Stück Plastik aus dem breiten und glatten Teil der Plastikflasche geschnitten. Falls das Stück zu gewellt sein sollte, lässt es sich leicht mit einem Bügeleisen glätten. Jetzt wird aus diesem Stück mit Hilfe eines Saitenschneiders oder einer Kneifzange ein etwa 1x1cm großes Stück rausgeschnitten und mit demselben Bohrer in der Mitte durchbohrt (am besten auf eine alte Holzplatte legen und dann durchbohren).

    Der Drahtstift wird so gekürzt, dass er gerade durch die Scheibe in das Loch im Bleikopf passt. Jetzt alles zusammenstecken und vorher die geschliffene Fläche am Bleikopf mit dem wasserfesten Kleber einstreichen.
    Trocknen lassen und fertig.

    Das Aufziehen des Gummiköders sollte vorsichtig geschehen, damit man die Scheibe mit den Fingern nicht wieder abzieht. Am besten schon mit dem fertig montierten Bleikopf anfangen zu basteln.

    Ps:das befestigen funktioniert aber auch mit kleinen,kurzen Schräubchen!Kleines Loch vorbohren ca 2mm,dann Kleber(dient zur Schraubensicherung)ins Loch und die Schwebeschaufel mit der kleinen Schraube festziehen.Das geht schneller und hält auch.!!!!
    Mfg
    Pike :wink
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    Geändert von Pike Catcher (21.10.2005 um 19:09 Uhr)

  2. Folgende 8 Petrijünger bedanken sich bei Pike Catcher für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Hallo Pike,
    gefällt mir diese Version und ich werde sie auf alle Fälle mal versuchen. Ich werde dann auch darüber berichten, wie sich das ganze verhalten hat und ob was gebissen hat.

    Grüße
    stephan

  4. #3
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    He Stephan,
    das wäre toll wenn du bei dir mal einen Fangversuch starten würdest!Diese Methode bietet sich sehr gut an für stehende,stille Gewässer!Die kleine Schaufel soll etwas Leben in die Bude bringen,und das tut sie auch und verleitet so die Zander zum Biß.Ist halt die einfachere und günstigere Methode zu den Pendel jigköpfen die man im Geschäft kaufen kann.Außerdem ist es was Selbstgebautes,und dann ist die freude über einen tollen Fisch gleich doppelt so groß!

    Mfg
    Pike

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