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  1. #1
    Profi-Petrijünger Avatar von Rich
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    Wie oft fressen Hechte in Herbst/Winter?

    Also... ich krieg die Krise langsam! Endlich wieder ein Nachmittag frei aber schon wieder besch..eidenes Wetter. OK, Wolken - check, Temperatur - ging gerade so, aber Wind? Nichts! Oberfläche spiegelglatt. Und das bei inzwischen glasklarem Wasser. Nicht gut. Und so, wie vorprogrammiert, wieder ein Schneidertag.

    Aber als ich da im Boot saß und meine zwei völlig bewegungslose Posen anstarrte und gegrübelt habe, darüber wieviel Pech jemand haben kann (immer blöde Wetterbedingungen) ist es mir eingefallen, dass das Wetter eigentlich schon seit Wochen ununterbrochen "schlecht" gewesen ist. Zu sonnig, zu warm, zu wenig Wind, Ostwind, zu kalt... immer diese Ausreden Dann habe ich mal überlegt... es kann eigentlich nicht sein, dass die Hechte im See einfach seit Wochen nichts gegessen haben nur weil das Wetter nicht passt.

    Kurz gesagt, höchste Zeit dass ich neue Grunde suche für den Misserfolg ;-) Aber vielmehr, bin ich auf die ernst gemeinte Frage gekommen, wie lange eigentlich haltet ein Hecht in den kälteren Monaten zwischen Mahlzeiten aus?

    Ist klar dass sie sich immer weniger bewegen. Nicht umsonst ist Deadbait der Killer in Winter. Aber wie oft (ungefähr) würde ein durchschnittliches Hecht Essen in Nov/Dez. Täglich? ein mal die Woche? Ja, ist eine schwammige Frage, sorry. Sicher hängt es sehr viel davon ab wie viel Nahrung zur Verfügung steht, aber trotzdem, was meint ihr dazu?
    Geändert von Rich (07.12.2014 um 21:05 Uhr)

  2. #2
    Kleiner Spinner Avatar von lastunas
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    Ich stand vor Wochen vor dem selben Problem, ähnlicher Thread wie deiner, ich sag Hechte fressen fast immer, jetzt auch wenn sie ne kräfteschonende Möglichkeit bekommen Beute zu schlagen.

    Auf Köfi schwierig, glaub nicht dass Hechte weit suchen in der Kälte, wenn du keinen Hotspot erwischt hasst bleibt die Pose schlapp.

    Beispiel gestern, 2 Stunden Meter gemacht, 1 Barsch, dann gegen 2 Uhr zurück an den Anfangsspot, Köderwechsel und langsamer geführt, in 5 Minuten 2 60er gefangen.

    Heute, nada, garnichts in den Grossen Tümpeln, dann unlogischer Weisse was solls nen total verkrauteten 0,5m tiefen Seitenarm mit Wobbler beharkt, 2. Wurf zumindest nen 40er Schnipel und eine Attacke die daneben ging.

    Was soll ich sagen, wer sucht der findet, bei uns ists so, wenn offensichtlich nichts raubt geht auf Köfi sogut wie nichts, dann sind die Knaben auch nicht in Bewegung.

    Hier mein Thread, ist ähnlich

    es beisst kein Fisch
    Geändert von lastunas (07.12.2014 um 21:35 Uhr)
    Grüsse und Petri

    Auch ein erfolgloser Tag war ein naturverbundener Tag.

  3. #3
    Profi-Petrijünger
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    Die Frage ist tatsächlich sehr schwammig.

    Dabei hängt das weniger von der verfügbaren Nahrung ab. Das hieße ja, der Hecht würde gerne fressen, findet aber keine Beute.
    Dann würde er aber den Köder vermehrt angreifen und dein Problem wären zu viele Hechte.

    In welchen Zeitabständen der Hecht frißt, hängt maßgeblich von 2 Faktoren ab, der Wassertemperatur und der Größe der bevorzugten Beute.

    Hechte sind wechselwarm, das heißt, anders als Säugetiere verbrauchen sie nur sehr wenig Energie für die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen. Sie müssen ja keine Körperwärme produzieren. Die Nahrung wird ganz überwiegend in Wachstum umgesetzt.

    Also, mehrere Wochen ohne Nahrung sollte ein Hecht ohne Schäden wegstecken, vermutlich auch deutlich mehr.

    Bleibt nur die Frage, weshalb er das freiwillig tun sollte.

  4. #4
    Admin Avatar von FM Henry
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    Da gibt es ganz aktuell eine kleine Geschichte vom WE.

    Wir waren im Bios bei mäßigen Ostwind und das Echolot blieb den ganzen Tag absolut leer. Kein einziger Friedfisch war im Winterlager und dementsprechen auch kein Raubfisch.

    Der Verzweiflung nahe versuchten wir es letztendlich direkt an den Sommereinständen im extremen Flachwasser bei Wassertemperaturen von 5,2 Grad.

    Zum Feierabend waren wir zweistellig und haben ausnahmsweise mal einen 65 er mitgehen lassen. Der Hecht hatte 4 Ukels im Magen und stand direkt 15 cm vor dem Schilff wie alle anderen gefangenen Fische.

    Die Woche davor hatten wir eine Angeltour an einem 5 km entfernten See und dort stand der gesamte Weissfischbestand im Winterlager ( tiefste Stelle des Sees ). Alle dort gefangenen Fische hatten einen prall gefüllten Wanst und nutzten trotzdem die Gelegenheit, mal kurz auf die vermeintliche Beute zu beissen.

    Was ich damit andeuten möchte ist, das pauschalisierte Aussagen der Angelzeitschriften über die tiefstehenden Raubfische im Winter bei uns nicht zutreffen und dem Raubfisch es schei... egal ist wo sich der Futterfisch aufhält. Hast Du den Futterfisch gefunden, dann ist auch der Raubfisch nicht weit und wenn wir im Winter mal nen Hecht oder Zander entnommen hatten, dann war er immer gut genährt und keine 30er Hungerlatte welche jeden Köder angreifen muss um zu wachsen. Steht der Hecht im Flachwasser ( Deckungsräuber ) muss er nicht viel Nahrung aufnehmen, da seine Bewegungsabläufe eingeschränkt sind durch das kurze Schwimmen nach Beute. Im Freiwasser muss er sich deutlich mehr anstrengen um satt zu werden und wird auch besser von den Futterfischen wargenommen was zwangsläufig zu höherem Stoffwechsel ( den Temperaturen angepasst ) führt.

    Ist an Deiner bevorzugten Angelstelle im Winter kein Futterfisch, dann wird sich dort, bis auf vielleicht ein paar Nachzügler auch kein Hecht aufhalten.

    Mit der Beantwortung der Frage, in welchen Zeitabständen der Hecht frißt sollte sehr vorsichtig umgegangen werden. Es gibt darüber nur Erfahrungswerte und keine eindeutigen Aussagen. Fakt ist aber, dass wenn Beute verfügbar und vermeintlich leicht zu haben ist, dann erfolgt der Biss.

    Gruß Henry

  5. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei FM Henry für den nützlichen Beitrag:


  6. #5
    Profi-Petrijünger Avatar von BudhaBreze
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    Zitat Zitat von FM Henry Beitrag anzeigen
    Mit der Beantwortung der Frage, in welchen Zeitabständen der Hecht frißt sollte sehr vorsichtig umgegangen werden. Es gibt darüber nur Erfahrungswerte und keine eindeutigen Aussagen. Fakt ist aber, dass wenn Beute verfügbar und vermeintlich leicht zu haben ist, dann erfolgt der Biss.

    Gruß Henry

    Moinsen allerseits,

    bestätigt meine eigene Erfahrung.

    Jedes Jahr im Winter bzw. bei winterlichen Wetterverhältnissen, verzeichnen meine Mitangler und ich, die Hechtbisse grundsätzlich dann, wenn der Köder quasi direkt an dem Entenschnabel vorbeigeführt wird bzw. vor der Nase präsentiert wird...

    Wer die "Löcher" in seinem Gewässer kennt, kann auch bei Wassertemp von 5° noch sehr erfolgreich auf Hecht sein!

    Schönen Wochenstart

    Grüsse & Petri
    Stefan
    ...nichts gefangen ist auch geangelt!

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