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  1. #1
    Profi-Petrijünger
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    Belastung einer Angelrute entgegengesetzt der Drillbiegerichtung

    Hallo,

    da ich in letzter Zeit viel mit einer normalen spinnangel gejerkt und dabei immer die rute nach unten geschlagen habe, um den köder zu animieren kam mir die Frage ob dies für die Rute schädlich sei.

    Ist es schädlich eine Rute entgegengesetzt der normalen Biegerichtung (NB) zu belasten? Wird dieser Aspekt bei Jerkruten berücksichtigt?

    Ich habe gemerkt dass meine rute bei NB nicht so stramm ist wie bei entgegengesetzter Biegerichtung (EB), weswegen das Jerken auch so schön geht.
    Ich hab einfach Angst dass ich das Carbon auf Mikroebene schädige.

    Was könnt ihr dazu sagen?

  2. #2
    Raubfischfreund Avatar von the_viper98
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    Genau kann ichs dir nicht sagen, dem Blank dürfte es aber nichts machen, das einzigste was mir dabei Sorgen macht, sind die Ringe, bei einer Jerke sind die Ringe doppelt gewickelt, also von beiden Seiten und bei einer normalen Rute nur unten, ich weiß nicht ob da alles hält.

    Ist ne Vermutung

    Gruß
    eat, sleep, go fishing!!!


  3. #3
    Sonderschule Avatar von Privatepaula
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    Zitat Zitat von Gilberto Beitrag anzeigen
    Was könnt ihr dazu sagen?

    Überlege mal wie aufwändig es wäre einen Blank zu bauen der unterschiedlich belastbar wäre, hingegen wie einfach es wäre ihn gleichermassen rund zu erstellen!
    Political correctness is a doctrine which holds forth the proposition that it is entirely possible to pick up a turd by the clean end.

  4. #4
    Profi-Petrijünger
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    Da bräuchte man spezielle Ruten für Multirollen und für Stationärrollen.?!

  5. #5
    Gummizuppler Avatar von Neutzel
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    Da der Blank ein sich verjuengendes, also konisches, Rohr ist, spielt es keine Rolle in welche Richtung er sich biegt.
    Das ist das gleiche physikalische Prinziep wie bei Grashalmen, Schilf etc.

    Da der Blank aber gewickelt hergestellt wird, hat er an einer Stelle, meist aber an Mehreren ( spiralfoermig), eine Ueberlagerung/Ueberlappung.

    An dieser Stelle sollten die Ringe montiert werden das das Material dort in Biegerichtung etwas steifer ist.

    Sitzen die Ringe 90° verdreht dazu, also eine 1/4 Drehung daneben, wird sich die Rute bei Belastung seotlich verbiegen weil eine Seite haerter und die andere weicher ist.

    Schaden wird das aber nicht, zumindest nicht in der Praxis.
    Lunkerstellen oder Lufteinschluesse von der Herstellung sind wesentlich kritischer zu bezrachten als die Biegerichtung, da diese garantierte Sollbruchstellen darstellen.
    mfg Jens


    ...manche Dinge greift man mit Worten so vergeblich an wie Geister mit Waffen

    IG Thueringer Gewaesserperlen

  6. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Neutzel für den nützlichen Beitrag:


  7. #6
    Profi-Petrijünger
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    aber eine rute, die immer nur in eine richtung belastet wurde, plötzlich in die andere zu belasten halt ich trotzdem für gefährlich, oder untershätze ich Carbon?

  8. #7
    Sonderschule Avatar von Privatepaula
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    Zitat Zitat von Neutzel Beitrag anzeigen
    Da der Blank aber gewickelt hergestellt wird, hat er an einer Stelle, meist aber an Mehreren ( spiralfoermig), eine Ueberlagerung/Ueberlappung.
    Das verstehe ich nicht.
    Soweit ich das sehe werden alle Biegemomente durch längsliegende Fasern aufgenommen. Wegen der kaum vorhandenen Scherfestigkeit einer nur aus längsverarbeiteten Fasern bestehenden Konstruktion werden diese noch umwickelt. Die gewickelten Faseranteile nehmen dementsprechend keine Kräfte auf die den Blank in Sollbeabspruchungsrichtung belasten.
    Oder übersehe ich was?

    Zitat Zitat von Gilberto Beitrag anzeigen
    oder untershätze ich Carbon?
    Sehr.
    Political correctness is a doctrine which holds forth the proposition that it is entirely possible to pick up a turd by the clean end.

  9. #8
    Spinner Avatar von fwmachine
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    Bei teuren Ruten wird der Blank meines Wissens erstmal getestet, wo er sich leichter biegt. Dann erst werden die Ringe angebunden. Die flexiblere Seite kommt dann nach oben.
    Mein Blog

    Lahn-Tackle.Blogspot.de

    Update : Impressionen : Shimano Stradic Ci4+



    Versteh mal einer die Fische.
    Die werden nicht umsonst mit F wie Frauen geschrieben.....

  10. #9
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Hechtforelle
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    Überlegt doch mal wie sehr sich die Rute beim Auswurf von schweren Ködern in die angeblich falsche Richtung biegt. Du wirfst sie doch wesentlich öfter aus als du einen Fisch drillst.
    MFG, Nicki

  11. Der folgende Petrijünger sagt danke an Hechtforelle für diesen nützlichen Beitrag:


  12. #10
    Träger Ehrennadel Gold Avatar von Vielfischangler
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    Ich schlage einen Dauerschwingversuch vor.

    Über die auftretenen Spannungen kann man sich hier ein Bild machen.

    VFA
    http://www.fisch-hitparade.de/signaturepics/sigpic43177_1.gif

  13. Der folgende Petrijünger sagt danke an Vielfischangler für diesen nützlichen Beitrag:


  14. #11
    Gummizuppler Avatar von Neutzel
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    Zitat Zitat von Privatepaula Beitrag anzeigen
    Oder übersehe ich was?.
    Jupp, das ist aber nicht weiter dramatisch weil Du theoretisch ja recht hast.

    Der Rutenblank ist ja nicht 100% homogen. Ganz ganz grob: ...da wird ein rechteckiger Lappen um einen Kegel gewickelt. das Ende des Lappens, sowie der Anfang des Lappens sind ja jetzt irgendwo. Meistens verlaufen diese "Kanten" nicht fluchtend/ parallel zur Mitteachse des Rohrs/Blanks/Kegels.

    Stellen wir uns vor man wuerde einen Strumpf ueber den Fuß ziehen...dann ist das Material "Strumpf" an allen Stellen gleich ums Bein verteilt.

    Durch diese Beschaffenheit wuerde sich der Blank in alle Richtungen gleich biegen lassen...ist ja ueberall das Gleiche Material was Kraefte aufnimmt.

    Wenn man jetzt einen Schaal um den Fuß wickelt gibt es den Anfang und das Ende. An dieser Stelle benoetigt man hoehere Kraefte, bzw. bei gleicher Krafteinwirkung biegt es sich an den "dicken" Stellen weniger und an den "duennen" mehr.

    Man kann natuerlich einen absolut homogenen Blank herstellen. Das geht aber nicht Husch - Husch sondern erfordert eine aufwaendige Sorgfalt. Das dauert und kostet Zeit. Zeit ist Geld und dementsprechend teuer.

    RST macht sowas mit der M5 Rutenserie. Da dauert eine Blankherstellung schonmal 25h...daher kostet die dann auch ueber 1000€.

    Ob man das braucht ist eine andere Frage.
    In 20 h stellt Silverman&Co. vermutlich. tausende Blanks maschonell her...dadurch sind die auch billiger.

    Ich sag mal so: Die Wurf und Drillleistungen sind schon spuerbar unterschiedlich.
    Ob diese Mehrleistung aber synchron zum hoeeren Preis sind muss jeder selbst entscheiden.

    Grundsaetzlich ist es aber egal wierum sich eine Rute biegt da die verwendeten Werkstoffe (GFK CFK EPOXI ARAMID) keinen Memorieeffekt und kaum Materialermuedung aufweisen.

    Aussnahmen bilden Specialitaeten ovalem Querschnitt. Diese duerfen natuerlich nicht gegen ihre Arbeitsrichtung belastet werden. Aber sowas sind seltene Raritaeten.

    So mal im Groben...
    Geändert von Neutzel (09.11.2012 um 19:56 Uhr)
    mfg Jens


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  15. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Neutzel für den nützlichen Beitrag:


  16. #12
    Profi-Petrijünger Avatar von Murphydo
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    Zitat Zitat von Gilberto Beitrag anzeigen
    Hallo,

    da ich in letzter Zeit viel mit einer normalen spinnangel gejerkt und dabei immer die rute nach unten geschlagen habe, um den köder zu animieren kam mir die Frage ob dies für die Rute schädlich sei.
    Evtl. auch an die Rolle gedacht, das die Robust genug ist ? Nicht das nacher die Achse oder Schnurlaufröllchen beschädigt werden ? Oder nutzt du ne Multi ?
    Es gibt immer ein Größeren Fisch im Leben !

  17. #13
    Sonderschule Avatar von Privatepaula
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    Zitat Zitat von Neutzel Beitrag anzeigen

    Der Rutenblank ist ja nicht 100% homogen. Ganz ganz grob: ...da wird ein rechteckiger Lappen um einen Kegel gewickelt. das Ende des Lappens, sowie der Anfang des Lappens sind ja jetzt irgendwo. Meistens verlaufen diese "Kanten" nicht fluchtend/ parallel zur Mitteachse des Rohrs/Blanks/Kegels.
    sind die auch billiger.
    Ah ok, habe nicht drann gedacht das es auch so hergestellte Ruten gibt, ok , ist aber sicher eine mögliche Variante.
    Da ich überwiegend Stippe und bis auf Feederruten meistens Stippruten ansehe habe ich natürlich an die für diese Ruten typische Bauweisen gedacht.
    Übrigens .. in welche Richtung wird denn eine Stipprute (ich meine natürlich Kopfruten) für gewöhnlich gebogen?
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  18. #14
    Profi-Petrijünger
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    Zitat Zitat von Murphydo Beitrag anzeigen
    Evtl. auch an die Rolle gedacht, das die Robust genug ist ? Nicht das nacher die Achse oder Schnurlaufröllchen beschädigt werden ? Oder nutzt du ne Multi ?
    hab da ne Spro dran hängen, die dumme Sau wird zusammengewerkelt bis ich nur noch die Kurbel in der Hand hab^^
    außerdem hab ich noch Garantie, ich will bis Ende wenigstens noch einmal eine Neue^^

  19. #15
    fängtwasbeisst Avatar von thetom444
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    Zitat Zitat von Neutzel Beitrag anzeigen
    Da der Blank aber gewickelt hergestellt wird, hat er an einer Stelle, meist aber an Mehreren ( spiralfoermig), eine Ueberlagerung/Ueberlappung.

    An dieser Stelle sollten die Ringe montiert werden das das Material dort in Biegerichtung etwas steifer ist.

    Sitzen die Ringe 90° verdreht dazu, also eine 1/4 Drehung daneben, wird sich die Rute bei Belastung seotlich verbiegen weil eine Seite haerter und die andere weicher ist.
    Sehr schöne erklärung

    ich habe mir einen Angelbausatz gekauft, um mal eine Rute selbst zu basteln. Für die Beringung wird beschrieben man solle den "Springerpunkt" (Überlappung) suchen und die dann gegenüber befestigen.
    Wenn ich dich nun richtig verstehe, ist dies nicht zwingend notwendig da sich die Rute sowieso in alle Richtungen ohne bedenken biegen lässt.
    Wenn ich also den Springerpunkt nicht finde, ists zwar nicht optimal, aber nicht all zu tragisch??
    PB Fische:

    Waller: 92 cm
    Hecht: 57 cm
    Schleie: 56 cm
    Barbe: 52 cm
    Bachforelle: 39 cm
    Barsch: 33 cm
    Rotauge: 31 cm

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