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  1. #1
    Profi-Petrijünger
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    Zuchtforellen wieder renaturisieren, Dauer?

    Hallo,

    eine allg Frage bezüglich Zuchtfischen. Bei Karpfen und anderen Fischen kann ich mir sehr gut vorstellen, das sie schnell Nahrung finden in freier Natur, wenn sie eingetzt werden.
    Aber wie ist es bei dem Zuchtfisch Forelle? Sie bekommt ihr ganzes Leben Pellets in der Zucht, was glaubt ihr, wie schnell sie wieder Nahrung in freier Wildbahn, sprich kleine Fischchen etc wieder aufnimmt.
    Glaubt ihr, das eine Forelle in einem Forellenpuff von 3 Hektar länger als ein 1/2 Jahr übersteht, ohne an den Haken zu geraten ?

    Tight lines

  2. #2
    Super-Profi-Petrijünger
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    ok...das sind 2 Fragen...
    Wie schnell sie andere Nahrung aufnimmt? Sehr schnell...in meiner Umgebung werden jedes jahr Forellen auch in stehende Gewässer eingesetzt, und die fängt man noch stellenweise im Jahr dannach.

    Wie lange sie in einem 3 ha FoPu Überlebt?
    Wohl nicht lange...lol

  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an MVogtlaender für diesen nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Profi-Petrijünger
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    andere Nahrung

    also ist es ihr Instinkt, der sie dazu bewegt, sofort was anderes ausser Pellets zu fressen?

    also denkst Du nicht, das siees schaaffen könnte ein Jahr im FoPu überleben zu können?

    Tight lines

  5. #4
    Carpfishing 4 life Avatar von Störfan
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    Es kommt darauf an, ob sie sich das nächstbeste Rotauge nimmt, oder den nächstbesten Hakenköder. Aber wenn sie auf 8m tiefe steht, wo kein Mensch auf Forelle fischt, wird sie sich wohl erstmal was anderes nehmen, und dann erstmal nichts fressen.

  6. #5
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von dermichl
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    zitat:Aber wenn sie auf 8m tiefe steht, wo kein Mensch auf Forelle fischt

    ich habe ein teil meiner grössten forellen in einem 18m tiefen forellensee nen halben meter über grund gefangen
    bin ich kein mensch

  7. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei dermichl für den nützlichen Beitrag:


  8. #6
    Profi-Petrijünger
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    Tiefe?

    Habe auch schon tiefer gefangen, bis auf 18m, kurz über dem Grund!

  9. #7
    Carpfishing 4 life Avatar von Störfan
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    Ja, ist ja ok, es war jetzt mal nur auf mich bezogen, und auf die Anlagen, in denen ich fische, ich fische maximal auf 4-5 m, tiefer sind die meisten Anlagen auch nicht, mit einigen Ausnahmen.

  10. #8
    schlimmster Fischreiher Avatar von Welsgeier
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    die fressen sofort wieder fischchen sie beissen ja auch auf twister und sowas direkt nach dem einsetzen. im teich bleibt die höchstens paar wochen.

  11. #9
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Bei meinen Beobachtungen zum Freßverhalten von Zuchtforellen unmittelbar ab Besatz spreche ich von Regenbogenforellen Ü35 und Seeforellen Ü40.
    Bei Satzforellen kommt es vermutlich auch darauf an mit was sie gefüttert worden sind, sie versuchen auf jeden Fall zu fressen was sie finden wenn sie Hunger haben - und das haben sie zu den Futterzeiten erst mal extrem.
    Erfahrung in der Jagd haben sie meistens noch nicht viel bis keine, es sei denn sie wurden bereits auf lebend Futter umgestellt und der Erfolg beschränkt sich anfänglich bei Regenbogenforellen mehr auf Insekten, Larven u.ä..
    Es hängt sicher auch etwas von deren Geschicklichkeit ab, aber sie werden schon nach wenigen Tagen die ersten gesunden Köderfische erbeuten. Forellen sind verspielte Jäger und schlagen nicht immer gleich voll zu, können ihren Spaß daran haben wie eine Katze.

    Petri Heil
    Stephan

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  13. #10
    northtribe Avatar von lumbschleuder
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    meine erfahrung mit ausgebüchsten zuchtforellen ist die,das sie sich eigendlich sofort auf andere nahrung einschießen.dieser fisch ist ein räuber,und diesen instinkt wird er auch durch pelletfütterung nicht verlieren.wie lange eine forelle wohl im teich überlebt,ist im grunde ohne jede bedeutung"ausser für den fisch selbst",und wie tief die fische wann anzutreffen sind ist schon wieder ein anderes thema.gruß,frank.

  14. Der folgende Petrijünger sagt danke an lumbschleuder für diesen nützlichen Beitrag:


  15. #11
    Profi-Petrijünger
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    Hallo,

    Untersuchungen zeigen, dass fangfähige BF in Fließgewässern zum überwiegenden Teil das 1. Jahr nicht überleben.
    Der Grund sind Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Die Besatzfische nehmen zwar Nahrung auf, sie tun dies aber häufig nicht Energie-effizient.

    Simpel ausgedrückt, der Fisch steigt auf eine Eintagsfliege mit 1 Kalorie, verbraucht bei der Jagd aber 5 Kalorien. Eine wilde BF im Bach steht immer am Rande des Enerieverlustes. Ein Besatzfisch hat das nie gelernt und kommt in einen Teufelskreis.

    Da ihm zunehmend Energie fehlt, wird jetzt alle Beute ohne Rücksicht auf den Energieverbrauch gejagt.

    Diese gestressten Tiere fallen Krankheiten zum Opfer, oder verhungern schlichtweg.

    Bei Versuchen in Eifelbächen, konnte nach spätestens 6 Monaten keine einzige Besatz BF mehr nachgewiesen werden. Dabei wurde dort nicht gefischt.

    Bei allen wieder gefangenen Tieren, wurde eine Gewichtsabnahme festgestellt.

    In den Mägen wurde häufig nicht fressbares wie Steine oder Zigarettenkippen gefunden.


    Winde

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  17. #12
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
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    Hallo Winde,

    Du hast nicht zufällig einen Link oder eine Pdf-Datei zu den Untersuchungen die du angesprochen hast?
    Die Probleme ausgesetzter fangfähiger BF ausschließlich auf die Nahrungsaufnahme zu reduzieren, halte ich für falsch. Das Überleben in einem Gewässersystem ist von sehr vielen Faktoren abhängig und dass nach einem Jahr kein besetzter Fisch mehr nachweisbar ist, kann auch ganz andere Gründe haben wie z.B. abgewandert oder schlicht aufgefressen. Die Gewichtsabnahme ist wohl überwiegend damit begründet, dass die Forellen vor dem Besatz zwar entsprechend ihrer Aufzuchtbedingungen Masse zugelegt haben, die ist aber den geänderten Lebensbedingungen nicht angemessen und wird folglich angepasst.

    Da beim Besatz mit fangfähigen BF oft der Wunsch nach einer hohen Bestandsdichte den Ausschlag gibt, wird die natürliche Kapazitätsgrenze des Gewässers schnell überschritten. Kommt dann die Konkurrenz um Standplätze und Nahrung ins Spiel, ist klar wer unterliegt. Stress und in der Folge Krankheiten haben ebenfalls einen Einfluß auf die Gewichtsabnahme. Der Fisch wird versuchen sich dem zu entziehen und folglich abwandern - so konnte ich das jedenfalls schon beobachten.

    Gruß Thorsten

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  19. #13
    Profi-Petrijünger
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    Fressverhalten

    Danke für die ausführlichen Erkenntnisse und Berichte zu diesem Thema.
    Eigentlich habe ich diesen Thread gestartet, weil es darum ging, ob eine enorm große fette Regenbogenforelle ein halbes Jahr in einem Forellenteich (FoPu) überleben kann.
    Weil dieser Fisch ja dann ein paar Jahre regelmäßig sein Futter aus dem Automaten bekommen hat, folglich sich nicht viel bewegen brauchte um an Futter zu kommen.
    Kann mir deshalb nicht vorstellen das ein solch großer fetter Fisch in einem 3 ha Teich ein halbes Jahr lang sich nur von natürlicher Nahrung ernähren kann.
    Sind ja jede Menge Köder am Haken da, wo sie hätte drauf einsteigen können.
    Ein Fisch der so fett ist, kann sich dann so lange von seinen Fettreserven ernähren, ohne anscheinend großartigen Gewichtsverlust?

    Tight lines

  20. #14
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Bei den Forellen in einem See/Teich ist der Energieverbrauch in keiner Weise vergleichbar mit dem von Forellen in Fließgewässern, der Energieverbrauch/Gewichtsverlust fällt bei weitem nicht so hoch aus.
    Lebendfutter wie Fischbrut und Kleinfische (wenn vorhanden) werden dem Jagdtrieb einer großen Forelle in einem See keine großen Mühen bereiten und sie kann unter günstigen Bedingungen vermutlich ihr Gewicht einige Zeit halten.

    Petri Heil
    Stephan

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  22. #15
    Profi-Petrijünger
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    Schwergewicht

    Hi,

    ich spreche nicht von Forellen um ein Pfund, sondern von fetten Fischen ü10Kg. Weil ich mir nicht vorstellen kann, das ein solcher Fisch noch schnell genug und wendig genug ist.
    Er lebt jahrelang mit anderen zusammen in einem kleinen Zuchtteich und hat kaum einen Grund sich schnell bewegen zu müssen. Glaubst du der hat dann Bock sich sein fressen zu erjagen, wenn er doch im McDrive immer genug bekommen hat!? Ich glaube das soclhe Fische eher an den Haken einer treibenden Montage gehen als sich an Jungbrut zu machen, die schnell wegschwimmen.

    Tight lines

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