Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 22
  1. #1
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Ron17
    Registriert seit
    06.07.2010
    Ort
    22143
    Alter
    38
    Beiträge
    765
    Abgegebene Danke
    1.993
    Erhielt 3.137 Danke für 516 Beiträge

    Frage zur Namensherkunft bei Fischen

    Hallo,

    ich habe mich eben gefragt warum die meisten Fische "männlich angeredet" werden also [ der Hecht, der Barsch, der Aal ] und ein paar "weiblich angeredet" werden wie [ die Karausche, die Schleie ]

    Liegt das an den Übersetzungen der lateinischen Begriffe ursprünglich oder ist das Zufall oder gibts da einen ganz anderen Grund?


    Ziemlich blöde Frage irgendwie, aber es lässt mir gerade keine Ruhe

  2. #2
    Gesperrt
    Registriert seit
    18.12.2008
    Ort
    60316
    Beiträge
    572
    Abgegebene Danke
    343
    Erhielt 449 Danke für 217 Beiträge
    DIE Pizza, aber DER Tortenboden.... Lass es...

  3. #3
    Allrounder Avatar von Javafinch
    Registriert seit
    24.05.2010
    Ort
    46342
    Beiträge
    178
    Abgegebene Danke
    170
    Erhielt 144 Danke für 48 Beiträge
    Also die Barbe kommt vom lateinischen barbus, was so viel wie der Bärtige heißt.
    Karpfen ist glaube ich eine Abwandlung vom lateinischen Namen carpio.
    Brasse kommt vom lateinischen brama
    Die lateinische entsprechung der Güster, auch Blicke, ist blicca
    Der Bitterling heißt so, da sein lat. Name amarus ist, was bitter heißt.
    Der Name des Rotauges kommt vom lateinischen Rutilus, was so viel wie rot heißt
    Nase und der lat. Name nasus stimmen auch überein
    Französische Fischnamen und ihre lateinische Entsprechung:
    Anguille (Aal) anguilla
    Saumon (Lachs) Salmo salar

    Wie du siehst, haben Fische oft ihre Namen aus dem Lateinischen. Oft wurde das Geschlecht allerdings verändert:
    z.B. Die Barbe (W) zu barbus (M)
    Geändert von Javafinch (20.01.2011 um 14:54 Uhr)
    Petri heil und immer krumme Ruten
    Marco

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an Javafinch für diesen nützlichen Beitrag:


  5. #4
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Ron17
    Registriert seit
    06.07.2010
    Ort
    22143
    Alter
    38
    Beiträge
    765
    Abgegebene Danke
    1.993
    Erhielt 3.137 Danke für 516 Beiträge
    Aha danke für die Antwort, also meine Vermutung lag darin das im lateinischen weiblich die Endung A hat im Normalfall, und männlich US oder UM, oder war UM sachlich...?! Na ich kann mich ja auch eigenständig mal damit befassen. Wozu gibts das allwissende Internet Aber so falsch habe ich ja scheinbar damit dann nicht gelegen... (wobei ja bei "barbus" und "die Barbe", wie von Dir schon erwähnt, das dann ja nicht passt)

    btw.
    Man sagt ja auch "der Giebel" wobei "die Giebel" dann ja wieder die Mehrzahl wäre was bei den meisten anderen Fischen ja auch so nicht hin kommt.


    edith: und nochwas ist mir aufgefallen, mn sagt "DAS Rotauge" mir fällt aber kein anderer Fisch mit "das" ein?!?!
    Geändert von Ron17 (20.01.2011 um 15:24 Uhr)

  6. #5
    Gesperrt
    Registriert seit
    18.12.2008
    Ort
    60316
    Beiträge
    572
    Abgegebene Danke
    343
    Erhielt 449 Danke für 217 Beiträge
    DAS Moderlieschen

  7. #6
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von PIKEHUNTER007
    Registriert seit
    06.01.2008
    Ort
    54292
    Alter
    48
    Beiträge
    1.555
    Abgegebene Danke
    782
    Erhielt 2.352 Danke für 739 Beiträge
    Das Ukelei
    Das Neunauge

    HALTET EURE ANGELPLÄTZE SAUBER!!!

    LG

    WALTER

  8. #7
    Gesperrt
    Registriert seit
    18.12.2008
    Ort
    60316
    Beiträge
    572
    Abgegebene Danke
    343
    Erhielt 449 Danke für 217 Beiträge
    DAS Neunauge ist aber kein Fisch, oder? ;-)

  9. #8
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Ron17
    Registriert seit
    06.07.2010
    Ort
    22143
    Alter
    38
    Beiträge
    765
    Abgegebene Danke
    1.993
    Erhielt 3.137 Danke für 516 Beiträge
    Nicht schlecht

    Ich bin aber der Meinung es heißt der Ukelei!

    Und das Neunauge ist kein Fisch, also beide Vorschläge durchgefallen

  10. #9
    Allrounder Avatar von Javafinch
    Registriert seit
    24.05.2010
    Ort
    46342
    Beiträge
    178
    Abgegebene Danke
    170
    Erhielt 144 Danke für 48 Beiträge
    Also die lateinischen Endungen im Nominativ Singular (1.Fall, Wer?, Einzahl) bei Nomen sehen so aus, allerdings gibt es Außnahmen, bei denen man sich das grammatische Geschlecht einfach merken muss, insbesondere bei der konsonantischen Deklination.

    -us, -er, -or, -os, -l = männlich
    -a, -as, -io, -es, -is, -x= weiblich
    -um, -en, -ur, -e, -ar, -al, -u = neutrum

    Das Rotauge heißt Rotauge, da der letzte Teil des Nomen den Artikel angibt, also DAS (Rot-)Auge,
    Das Moderlieschen heißt Moderlieschen, da es die Verkleinerungsform von Moderliese ist und Verkleinerungsformen immer im Neutrum stehen (z.B. Der Baum, Das Bäumchen)
    Geändert von Javafinch (20.01.2011 um 17:59 Uhr)
    Petri heil und immer krumme Ruten
    Marco

  11. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Javafinch für den nützlichen Beitrag:


  12. #10
    ...Allrounder... Avatar von conger77
    Registriert seit
    06.01.2010
    Ort
    9
    Beiträge
    1.589
    Abgegebene Danke
    1.429
    Erhielt 676 Danke für 366 Beiträge
    das moderließchen
    das Rotauge
    Viele Grüße und

  13. #11
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
    Registriert seit
    03.10.2005
    Ort
    51067
    Alter
    35
    Beiträge
    1.129
    Abgegebene Danke
    955
    Erhielt 1.342 Danke für 506 Beiträge
    Sehr interessantes Thema! Ich würde vermuten, dass die Geschlechtsbezeichnung mit der Herkunft des Trivialnamens eines Fisches und anschließend in erster Linie mit dem Klang des Wortes zu tun hat.

    Es wäre mal interessant zu wissen, wie sich die Sprache insgesamt von den Ursprachen zum modernen Sprachgebrauch hin entwickelt hat. Fraglich ist auch, was zuerst entstand: unsere modernen Wortendungen oder die jeweiligen Artikel.


    Laut Wikipedia entstand das Deutsche aus den Indogermanischen Ursprachen. Diese kannten keine Artikel. Erste Verwendungen von Artikeln findet man in Wufilas gotischer Bibelübersetzung, wobei diese Artikel aus den grieschischen Urtexten übernommmen sein dürften und eigentlich nichts mit der gotischen Sprache zu tun haben.
    Der, die und das als bestimmte Artikel haben sich demnach aus Demonstrativpronomen entwickelt und wurden mit und mit als Artikel in die Sprache übernommen.
    In Althochdeutschen tauchten sie fast nicht auf, im Mittelhochdeutschen immer häufiger und im Neuhochdeutschen ist der Artikel standard, wobei die artikellosen Substantive fast verschwunden sind.

    Angesichts dieser Entwicklung muss wohl davon ausgegangen werden, dass die Substantive eher vor den Artikeln entstanden sind und demnach die Artikel auf die Substantive abgestimmt wurden.

    Hier kommt, so vermute ich, das Sprach- und Harmonieverständnis ins Spiel. Jede Sprache ordnet bestimmte Laute einem Geschlecht zu. Auffällig ist das, wenn man die Endungen von Frauen- und Männernamen vergleicht. Interessant ist dabei auch der Blick über den Tellerrand, da andere Sprachräume teilweise ein völlig anderes Verständnis für Laute und Klangfarben haben.

    Heutzutage kann man das gut an neuen Worten, die Einzug in unsere Sprache finden, beobachten: Die Pizza, der Döner, das Sandwich und der Burger haben beispielsweise allgemeingültig sofort einen Artikel bekommen, obwohl sie nicht in unserer Sprache vorgekommen sind. Aufgrund der Wortharmonie hat wohl auch kaum jemals jemand an der richtigkeit der Artikel gezweifelt oder?


    Barbe und Karausche klingen einfach weiblich, während Barsch und Hecht eher männlich klingen. Daher dürfte man ihnen im Laufe der Zeit diese Geschlechter und die passenden Artikel zugeordnet haben, ohne dass sich jemals jemand gedanken darüber gemacht hat, welches Geschlecht sie wirklich haben... Die korrekte Antwort wäre ja auch: BEIDE!
    ...sagt Steffen

  14. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Goderich für den nützlichen Beitrag:


  15. #12
    Gesperrt
    Registriert seit
    18.12.2008
    Ort
    60316
    Beiträge
    572
    Abgegebene Danke
    343
    Erhielt 449 Danke für 217 Beiträge
    Respekt Leute... Das ist einer der wenigen threads mit Niveau!!!!!

    Es geht doch!
    Geändert von jaykay2003 (21.01.2011 um 10:49 Uhr)

  16. #13
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium
    Registriert seit
    02.11.2004
    Ort
    81927
    Alter
    47
    Beiträge
    838
    Abgegebene Danke
    322
    Erhielt 1.240 Danke für 522 Beiträge
    Auffällig ist auch, dass die meisten Raubfische mit männlichen Artikel behaftet sind (außer: die Forelle)

    Die meisten Karpfenartigen (witziger Weise außer dem Karpfen selbst) meist weiblich angesprochen werden, außer ihr Name ist mit einem eindeutig sächlichen oder männlichem Substantiv behaftet...

    Übrigens gibt es selbst in Deutschland regionale Unterschiede der Artikel. In Bayern heißt es nämlich ursprünglich (und noch oft verwendet) DER Butter und DAS Teller ;-) Wirklich wahr...

  17. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Bioharry für den nützlichen Beitrag:


  18. #14
    Allrounder Avatar von Javafinch
    Registriert seit
    24.05.2010
    Ort
    46342
    Beiträge
    178
    Abgegebene Danke
    170
    Erhielt 144 Danke für 48 Beiträge

    Cool

    Zitat Zitat von Goderich Beitrag anzeigen
    Sehr interessantes Thema! Ich würde vermuten, dass die Geschlechtsbezeichnung mit der Herkunft des Trivialnamens eines Fisches und anschließend in erster Linie mit dem Klang des Wortes zu tun hat.

    Es wäre mal interessant zu wissen, wie sich die Sprache insgesamt von den Ursprachen zum modernen Sprachgebrauch hin entwickelt hat. Fraglich ist auch, was zuerst entstand: unsere modernen Wortendungen oder die jeweiligen Artikel.


    Laut Wikipedia entstand das Deutsche aus den Indogermanischen Ursprachen. Diese kannten keine Artikel. Erste Verwendungen von Artikeln findet man in Wufilas gotischer Bibelübersetzung, wobei diese Artikel aus den grieschischen Urtexten übernommmen sein dürften und eigentlich nichts mit der gotischen Sprache zu tun haben.
    Der, die und das als bestimmte Artikel haben sich demnach aus Demonstrativpronomen entwickelt und wurden mit und mit als Artikel in die Sprache übernommen.
    In Althochdeutschen tauchten sie fast nicht auf, im Mittelhochdeutschen immer häufiger und im Neuhochdeutschen ist der Artikel standard, wobei die artikellosen Substantive fast verschwunden sind.

    Angesichts dieser Entwicklung muss wohl davon ausgegangen werden, dass die Substantive eher vor den Artikeln entstanden sind und demnach die Artikel auf die Substantive abgestimmt wurden.

    Hier kommt, so vermute ich, das Sprach- und Harmonieverständnis ins Spiel. Jede Sprache ordnet bestimmte Laute einem Geschlecht zu. Auffällig ist das, wenn man die Endungen von Frauen- und Männernamen vergleicht. Interessant ist dabei auch der Blick über den Tellerrand, da andere Sprachräume teilweise ein völlig anderes Verständnis für Laute und Klangfarben haben.

    Heutzutage kann man das gut an neuen Worten, die Einzug in unsere Sprache finden, beobachten: Die Pizza, der Döner, das Sandwich und der Burger haben beispielsweise allgemeingültig sofort einen Artikel bekommen, obwohl sie nicht in unserer Sprache vorgekommen sind. Aufgrund der Wortharmonie hat wohl auch kaum jemals jemand an der richtigkeit der Artikel gezweifelt oder?


    Barbe und Karausche klingen einfach weiblich, während Barsch und Hecht eher männlich klingen. Daher dürfte man ihnen im Laufe der Zeit diese Geschlechter und die passenden Artikel zugeordnet haben, ohne dass sich jemals jemand gedanken darüber gemacht hat, welches Geschlecht sie wirklich haben... Die korrekte Antwort wäre ja auch: BEIDE!
    Beim Klang der Wörter hast du Recht, allerdings hatten die frühgermanische und die lateinische Sprache (schon) mehrere Genus (also grammatische Geschlechter)
    Petri heil und immer krumme Ruten
    Marco

  19. #15
    Rückkehrer
    Registriert seit
    18.03.2008
    Ort
    8
    Beiträge
    498
    Abgegebene Danke
    1.395
    Erhielt 1.126 Danke für 285 Beiträge
    Zitat Zitat von Bioharry
    ...Übrigens gibt es selbst in Deutschland regionale Unterschiede der Artikel. In Bayern heißt es nämlich ursprünglich (und noch oft verwendet) DER Butter und DAS Teller ;-) Wirklich wahr...
    Und sogar unterschiedliche Artikel für das selbe Produkt sind bei uns durchaus geläufig:
    z.B. DER Semmel aber auch DIE Semmel. Beides hat seine Gültigkeit.

    Ach ja, bei der Gelegenheit .... DER Brassen und DIE Brasse.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Foren-Regeln Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
HTML-Code ist aus.

Lesezeichen