Laut einer kürzlichen Studie der Europäische Angler Allianz (EEA) gibt es allein in Deutschland fast dreieinhalb Millionen aktive Angler, die für ihre Leidenschaft pro Jahr über 3 Milliarden Euro ausgeben und damit 52.000 Arbeitsplätze schaffen. Der ökonomische Gesamtnutzen des Angelns für die Gesellschaft konnte mit rund 6,4 Milliarden € jährlich beziffert werden. Europaweit stellen die etwa 25 bis 30 Millionen Angler einen Wirtschaftsfaktor von rund 25 Milliarden Euro dar.

Im Mittel entnahm jeder Angler den Gewässern jährlich etwa 13 kg Fisch oder 75% des gesammten Fischfanges.

Der angelfischereiliche Gesamtertrag konnte mit rund 45.000 Tonnen pro Jahr geschätzt werden, was somit Größenordnungen der gesamten kommerziellen Binnenfischerei erreicht. Karpfen, Salmoniden sowie Hecht, Dorsch und Aal stellten die am häufigsten den Gewässern entnommenen Fischarten.

Der Großteil der Angler bevorzugte Uferangeln mit natürlichen Ködern, wobei mit Vorliebe in möglichst naturnahen Gewässern größere, natürlich reproduzierte Fische gezielt beangelt wurden.

Organisierte und nichtorganisierte Angler unterschieden sich in einigen Aspekten erheblich voneinander. Interessanterweise waren nichtorganisierte Angler tendenziell umweltbewusster als Vereinsangler, während letztere das bei weitem aktivere Anglersegment darstellten. Nichtorganisierte Angler waren signifikant häufiger als organisierte weiblichen Geschlechts, waren jünger und wohnten häufiger in Ballungsräumen.


Nachzulesen auf der Homepage des Verbands für Fischerei und Gewässerschutz in Baden Württemberg e.V.