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  1. #1
    Admin Avatar von FM Henry
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    Bios - Ende der Sommerraubfischpause

    Am Sonntag den 28.09. sollte endlich der Startschuss fallen, die Kinnings sind versorgt, der Herbst leuchtete in allen Farben, die Wassertemperaturen sind genügend runter und der Wetterbericht sagte nichts gutes für die ganze nächste Woche.

    Gute Vorraussetzungen um auf der ganzen Linie zu versagen , denn das Kraut stand noch immer verdammt hoch und der Raubfisch hat sich tief darin versteckt wie mir mein Vermieter Gerhard Pächnatz berichtete.

    Mein Lager hatte ich in Ahrensdorf bei Templin, mitten im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin aufgeschlagen um den Zaar- und Fährsee zu beangeln.

    http://ferienhaus.ucct.net/





    2 Schlafzimmer mit 4 Betten, Wohnzimmer, Küche, Bad und Boot für 40 Euro, so etwas lässt jedes Anglerherz höher schlagen und der Vermieter selbst, ist Angler mit Tipps, die Gold wert sind. klatsch

    Über den Fischreichtum brauche ich mich hier nicht weiter auslassen, der ist wohl jedem aufmerksamen Leser unserer Biosberichte bekannt, nicht umsonst nennt man das Gebiet hier die Perle der Uckermark.

    Das überzählige aber durchaus nützliche Gepäck wurde schnellstens im Quartier verstaut, denn dieses Gefühl, was jedem Angler nach längerer Angelabstinenz durch die Adern fließt ließ mir keine Ruhe mehr.

    Sind die Raubfische bissig?

    Südostwind um die 4-5 Windstärken, Wassertemperatur 15 Grad und 6 Angelkoffer mit den unterschiedlichsten Raubfischködern, jetzt müssen nur noch die Zielfische mitspielen.

    Und wie sie spielten, aber nicht mit meinen Ködern.

    Innerhalb von 7 Stunden waren 3 kurze Anstubser und ein Hechtfehlbiss alles, was sich an diesen Tag sehen ( spüren ) lassen sollte.

    Mit einer Ausnahme.



    Wenigstens die Anglerehre gerettet.

    Was mir aufgefallen ist, sämtliche Möwenbestände blieben mit ihrem Allerwertesten den ganzen Tag wie angeklebt auf der Wasseroberfläche sitzen und dass lässt mich nichts gutes für mein Angelabenteuer ahnen.

    7.00 Uhr Frühstück am nächsten Tag und das Wetter sieht gut aus.

    Nix wie raus und schon in der ersten Bucht gleich 4 von diesen Jünglingen die sich mit Karacho den Blinker einverleibten.





    Im Verlauf des weiteren Tages kamen noch mehrere dieser Hechte und ich beschloss, zum Krafttanken eine Pause mit Kaffee und Kuchen einzulegen um am späten Nachmittag dem Zander nachzustellen der hier als besonders schwer zu fangen gilt.

    Auf dem Weg vom Boot zum Auto fiel meinem gut geschulten Pilzauge ein besseres Mittagsmenü mitten in die Iris.



    Schnell ein Körbchen geholt und 15 Minuten später kam ich mit einem zufriedenen Grinsen aus dem Wald, der direkt an die Pension anschließt.



    Leckerer als jeder Kaffee mit Kuchen und mitten in dieses köstliche Menü platzte Gerhard hinein, der direkt von der Arbeit kam.

    Da er von meinem Vorhaben, abends den Zandern nachzustellen Kenntnis hatte, war er natürlich Feuer und Flamme als ich ihm anbot doch einfach mitzukommen.

    Flugs seine Rapeiken ins Auto inkl. Feierabendbierchen und eine Tüte mit Bockwürsten und schon waren wir auf dem Wasser.

    Vor der Fischerinsel auf dem Fährsee fällt der Seeboden auf ca. 9 m ab und dass war bevorzugtes Jagdrevier der Glassaugen.

    Wir zogen wirklich alle Register und fütterten die Fische mit allem was die Zubehörkisten hergaben, aber einzig dieser Zander ließ sich zu einer kurzen Stippvisite überreden.



    Um 20.30 Uhr gaben wir gefrustet auf und machten uns auf den Heimweg.

    Morgen ist auch noch ein Tag und der Wettergott hatte gute Laune, die ihn schlagartig verließ, als wir die Autotüren geschlossen hatten.

    Glück gehabt.

    Der weitere Abend verlief wie die gesamte Nacht, unwahrscheinlich nass, und während ich im Bettchen dem Trommeln des Regens auf dem Dach gespannt lauschte, machte ich mir langsam Sorgen um den morgigen Tag.

    Am nächsten Morgen, bei warmen Frühstücksbrötchen , Wolken mit vereinzelten Sonnenlücken lachte mein Anglerherz bis zu dem Zeitpunkt, als die Wetteraussichten für den heutigen Tag im Radio liefen.

    Ab dem Mittag Dauerregen mit zunehmenden Winden die sich ab Mittwoch zu einem ausgewachsenen Sturmtief entwickeln sollten.

    Egal, ich bin zum Angeln hier und nicht zum heulen.

    Meine Hartnäckigkeit gab mir recht, wie am Vortag waren die Hechte zwar nicht in Beißlaune, aber der eine oder andere ließ sich mal kurz blicken



    und war auch genau so schnell wieder weg.



    Gegen Mittag verfinsterte sich der Horizont und ich gab Fersengeld denn der Wetterbericht hatte mal recht mit dem zunehmenden Wind und der Regenwahrscheinlichkeit.

    Ein gemütlicher Abend vor der Glotze muss auch mal sein.

    Am nächsten Morgen war ich schon überrascht von dem guten Wetter, Sonnenschein, Häufchenwolken und eine leichte Briese ließen mein Hoffnungspegel beträchtlich in die Höhe schnellen, bis zu dem Zeitpunkt, wo Micha ( er wollte mal kurz zum Schnuppern vorbeikommen ) und ich gemeinsam von Land abgelegt hatten.



    Wir haben gerade unsere Ruten montiert, da fing es urplötzlich und natürlich vollkommen unerwartet an zu Nieseln.

    Micha machte seinen ersten Wurf und hatte sofort Hechtkontakt, worüber er so erstaunt war, dass er den Anhieb verpasste und so schnell wie der Hecht sich blicken lassen hat, war er auch wieder verschwunden.

    Innerhalb von 5 min. entwickelte sich der Nieselregen zum ausgewachsenen Landregen mit gelegentlichen Sturmböen.



    Egal, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung.

    Die edelsten Teile dieses knapp 70er durfte dann auch im stärksten Regen, nach fachgerechter Versorgung mit ins Quartier, um für ein wohliges Gefühl in der Magengegend zu sorgen.



    Nach knapp 2,5 Stunden und ein paar weiteren Spritzern hielt leider auch das Werbeversprechen beim Kauf der Regensachen volltönend vom Verkäufer geäußert – Wasserdicht, nicht Wasserabweisend leider nicht stand und so fiel der Entschluss, Abbruch ab ins Warme und Trockene nicht schwer.

    Den restlichen Nachmittag und Abend sahen wir dann den Kapriolen des Wetters zu und teilweise war zwischen den einzelnen Regentropfen keine Verbindung mehr wovon sich vermutlich der Spruch- es regnet Bindfäden ableitet.

    Der nächste Morgen erwartete uns endlich trocken, allerdings hatte der Wind von 6 auf 8 Windstärken aufgerüstet und so langsam beschlich mich der Verdacht, dass mich hier irgend jemand nicht mag.

    Wer es nicht versucht hat, kann auch nicht meckern und so waren wir sehr schnell nach dem Frühstück auf dem Wasser, um wenigstens über die mangelnde Hilfsbereitschaft der Raubfische fluchen zu können.

    Null Kontakt zum Köder, etwas schlimmeres kann sich ein Angler nicht wünschen und trotzdem hatten wir Hechte zu Gesicht bekommen.





    Gegen Abend und ca. 500 Zanderlose Würfe später wurde ich dann wenigstens mit einem Bilderbuchsonnenuntergang belohnt.



    Ab morgen soll Wetterberuhigung eintreten und es endlich etwas trockener werden.

    6.30 Uhr wollte mein Vermieter Gerhard am nächsten Morgen mit mir auf den See denn es war Feiertag und er hatte endlich Zeit für unser gemeinsames Hobby gefunden.

    Die Fangbilder vom Vormittag sprechen eine eigene Sprache.



















    Am Abend sollte es dann wie gewohnt noch mal schnell auf Zander gehen und nach einer halbstündigen, unfreiwilligen Sitzblockade im Auto wegen Starkregens ( so sah es aus, als es wieder hell wurde )



    war ich gespannt auf die Beißlaune der Stachelritter.

    Ein kurzer, hammerharter Biss mit anschließenden Schwanzverlust des Gufis war aber das einzige was mir an diesem Abend vor die Rute kommen sollte.

    Tags darauf bekam ich per Telefon eine Einladung zum Großen Lychensee und mein Entschluss stand schnell fest.

    Mein Interesse galt besonders der Beißlaune der Hechte in dem knapp 20 Kilometer entfernten See um genau zu wissen, ob sich die Raubfische dort genau so zickig haben wie im Fähr- und Zaarsee.

    Hier einige wenige Impressionen von meinem 6ten und letzten Angeltag.













    Ausspucken, Foto und wieder weg war hier die optimale Situation.





    Noch Fragen zum Standort der Hechte???







    Bevor ich kurz vorm Feierabend meines Angeltages die endlich mal getrockneten Angelsachen in Sicherheit bringen konnte, erwischte es mich wiederum.



    Trotz der nicht übermäßigen Größe der von mir gefangenen Hechte und Zander, ein wie ich pers. finde guter Angelausflug und jetzt kann ich wieder etwas freier durchatmen und mich voll auf dass nächste Projekt in der FIHI konzentrieren.

    Gruß Henry
    Geändert von FM Henry (04.04.2011 um 06:06 Uhr)


  2. #2
    xxx
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    Ja Ja,das liebe Kraut dort,Massenfänge sind dann wohl nicht zu erwarten.
    Allerdings juckt`s bei solchen schönen Bildern gewaltig in den Fingern und
    regt zur sofortigen Nachamung an.
    Verdammt,das Bio`s ist aber auch wie ein Magnet !

    Gruss Mario

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  4. #3
    Allrounder Avatar von warmachine78
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    Toller Bericht, dickes Petri zu den tollen Hechten.

    Gruss aus dem Erzgebirge
    warmachine78
    Gruß aus dem Erzgebirge
    warmachine78

    Rock´n Roll ist kein Lehnstuhl!!!

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  6. #4
    Julian Avatar von RauBFiscHprofi
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    Petri Heil zu den schönen Fängen!
    Klasse Bericht mit tollen Bildern
    Wirklich tolles Gewässer
    Viele Grüße und Petri Heil, Julian

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  8. #5
    Gesperrt Avatar von perikles
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    toller bericht!schöne fotos!
    ps:wenn stephan mal hochfährt und mich mitnehmen will,könnten wir doch mal ein duell nord gegen süd machen?mit anschliesenden bericht?

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  10. #6
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von torben{spinnfischer}
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    Sers,
    Petri Heil zu den gefangenen Fischen!!
    Wie immer klasse Bericht und !!!!SUPER!!! Fotos.
    Wie ich sehe habt ihr hauptsächlich mit Gummifischen und Blinkern geangelt. Hat das einen Grund oder ging auf Wobbler, Spinner, Jerkbait nichts??

    Mfg Torben
    ****************************************



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  12. #7
    Admin Avatar von FM Henry
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    Zitat Zitat von torben{spinnfischer} Beitrag anzeigen
    Sers,
    Petri Heil zu den gefangenen Fischen!!
    Wie immer klasse Bericht und !!!!SUPER!!! Fotos.
    Wie ich sehe habt ihr hauptsächlich mit Gummifischen und Blinkern geangelt. Hat das einen Grund oder ging auf Wobbler, Spinner, Jerkbait nichts??

    Mfg Torben

    Hallo Torben

    Wobbler, Spinner, Jerkbait sind leider nicht meine bevorzugten Kukös und bei der Menge an Kraut welches sich noch im Gewässer befindet, bekommst Du damit selten einen Hecht aus der Deckung gelockt.

    Hat doch einigermaßen gut gefunzt und bis auf die traurige Ausbeute bei den Barschen war es ein gelungener Tripp.

    Gruß Henry

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  14. #8
    Neuer Petrijünger
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    Klasse Bericht.

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  16. #9
    Profi-Petrijünger Avatar von Thomas Schäfer
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    einfach nur geil solche berichte zu lesen.
    und dann die bilder, super!!
    eine schöne angelwoche.
    petri heil!!

    gruß
    tom
    wer Würmer hat, ist nie allein!

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  18. #10
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Magicflash
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    Wieder mal ein verdammt guter Bericht,von den Fotos ganz zu schweigen !

    Petri Heil zu den schönen Fischen, sowas macht Spaß zu lesen !!!!!
    Allzeit Petri Heil , und nie den nötigen Respekt gegenüber Tier und Natur vernachlässigen -- Gruß Jens

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  20. #11
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Spaik
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    Ein Bericht wo man sagen kann, und Danke!
    Da möchte man einfach die Rute greifen und ans Wasser
    Petri
    Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage, nicht dafür, was du verstehst.

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  22. #12
    Super-Profi-Petrijünger
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    Hallo Henry,

    schöne Bilder und prima Bericht. Deckt sich mit den Bildern aus dem letzten Jahr und zeigt sehr schön, dass die "bösen" Berufsfischer offensichtlich doch sehr nachhaltig wirtschaften.

    Viele Grüsse

    Lars

  23. Der folgende Petrijünger sagt danke an Bollmann für diesen nützlichen Beitrag:


  24. #13
    Barschfreak Avatar von Gummifisch
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    Schöner Bericht hast dir ja viel Mühe gemacht ^.^

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