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  1. #1
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    Wusstet Ihr schon ...

    ...welche unserer heimischen Fischarten giftig sind?

    Nicht nur das Aalblut, sondern auch das Blut vieler anderer Fisch ist giftig.

    Fische mit sehr giftigem Blut:
    z.B. Wels und Aal
    Fische mit giftigem Blut:
    z.B. Zwergwels, Döbel, Brassen, Schlei, Zander, Barsch, Kaulbarsch
    Fische mit wenig giftigem Blut:
    z.B. Karpfen, Aland, Regenbogenforelle

    Die giftigen Stoffe im Blut dieser Fische werden unter dem Namen Ichthyotoxine ("Fischgift") zusammengefasst. Diese Stoffe sind Eiweissverbindungen, die ins Besondere beim Aal dem Schlangengift sehr ähnlich sind. Wenn sie auf Schleimhäute gelangen rufen sie oft sehr unangenehme Entzündungen hervor. Daher sollte man beim Schlachten dieser Fische darauf achten, dass kein Blut in die Augen gelangt. In offenen Wunden kann das Fischgift sehr unangenhem werden. Was bei Tieren tötlich sein kann, ruft in seltenen Fällen beim Menschen Vergiftungserscheinungen, wie Muskelkrämpfe, Erhöhung der Atemfrequenz und des Herzschlages herbei, die aber je nach Höhe der Dosis mehr oder weniger schnell wieder abklingen. Bei 50 - 70 Grad - also bei jeder normalen Zubereitung - wird das Fischgift zerstört und völlig wirkungslos.



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  3. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    ...wieviele Gräten unsere einheimischen Fische haben?

    Die Beliebtheit als Angelfisch entspricht keineswegs immer der Beliebtheit als Speisefisch. Das liegt oftmals an der Art und der Menge der Fleischgräten. Aber wieviele sind es denn genau?

    Fische mit hoher Grätenanzahl:
    Rapfen: 143
    Brassen: 129
    Aland: 124
    Döbel: 118
    Güster: 115

    Fische mit mittlerer Grätenanzahl:
    Hecht: 109
    Rotauge: 106
    Rotfeder: 100
    Karpfen: 99
    Schleie: 97

    Fischen mit geringerer Grätenanzahl:
    Karausche: 79
    Regenbogenforelle: 67
    Zander: 33
    Barsch: 25


  4. #3
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    ...ab welchen Tiefen Fische bestimmte Farben nicht mehr wahrnehmen können?

    Die Beschaffenheit der Fischaugen ist von Art zu Art sehr unterschiedlich. Meist sind die Augen der in großen Tiefen lebenden Fische, was die Farbunterscheidung angeht, sehr schlecht oder gar nicht ausgeprägt, dagegen unterscheiden die Augen von Oberflächenjägern teilweise sehr gut nach Farben. Jedoch verschwinden Farben je nach Wassertiefe.

    Rot wird bereits ab 10 m Tiefe verschluckt.

    Orange verschwindet ab 20 m Tiefe.

    Gelb ist ab 100 m Tiefe nicht mehr zu erkennen.

    Grün läßt sich ab 300 m Tiefe nicht mehr unterscheiden.




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  6. #4
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    ...woher der Name Balsapose kommt?

    Jeder Angler hat heute Balsaposen im Gerätekasten, aber wer weiß woher das federleichte Holz herkommt?

    Der Balsabaum wächst in den tropischen Urwäldern Mittel- und Südamerikas, im Amazonasbecken, in Peru und in Ekuador. Die Indianer in Südamerika benutzen Balsastämme zum Floßbau, wie schon ihre Vorfahren, die Inkas.

    Die spanischen Zerstörer des Inkareiches sahen im 16. Jahrhundert die Inkas auf diesen Flössen fahren und nannten das Holz "Balsa" nach dem spanischen Wort für Floß.

    Die Inkas waren Meister im Bau von Balsaflössen. Im Jahre 500 n. Chr. segelten sie auf Flössen aus Balsa 8000 km über den Pazifik, von der Küste Südamerikas bis in die Inselwelt der Südsee.

    Das leichteste Naturholz der Welt wiegt 0,13 Gramm pro Kubikzentimeter, nur halb so viel wir Kork, fast zehnmal weniger als Wasser.

    Der Balsabaum wächst in seinem ersten Lebensjahr über 5 Meter, nach 5 bis 6 Jahren ist er mit 18 - 27 Meter Höhe schlagreif. Sein Lebensalter beträgt nur 10 Jahre, aber er erricht in diesem einen Jahrzehnt Höhen bis 50 Meter und Stamdurchmesser von über einem Meter.

    Viel Holz also für Posen. Allerdings verwendet man Balsaholz nicht nur für Posen. Man macht daraus Schwimmkörper aller Art, Bojen, Rettungsringe, es isoliert gegen Wärme und Schall und wird sogar im Flugzeugbau benutzt. Das weiche Holz lässt sich ohne Mühe bearbeiten. Daher ist es auch zum Selberbasteln von Posen ideal geeignet.




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  8. #5
    Petrijünger
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    Ich weiss nicht ob das so stimmt mit dem Blut(ausser beim Wels u. Aal).
    Falls man offene Wunden hat, sollte man sowieso keine fremdkörper eindringen lassen.
    Es gibt beim Angeln genügent möglichkeiten sich eine Blutvergiftung, oder Entzündung einzufangen.
    Ein Heftplaster kostet fast nichts und hilft viel.

    Tetz

  9. #6
    mariuswagener
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    Man sollte allgemein offene Wunden vermeiden, da sie am Gewässer viele Mücken anlocken, Blut riecht gut!!

  10. #7
    Zockergott ;) Avatar von integra
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    Einen Teil davon wusste ich schon. Aber so manches verwundert mich dann schon. Wenn man bedenkt das heut zu Tage alles selbstverständlich ist und man eigentlich gar nicht mehr so richtig über die Hintergründe nachdenkt,wie z.B beim Balsabaum.
    mfg
    integra

  11. #8
    Petrijünger
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    Exclamation Einen Kandidaten hast Du vergessen…

    Eines der gefährlichsten europäischen Gifttiere!
    Ich habe einen Freund, dessen Kuttertour auf der Ostsee mit dem Einsatz des Seenotrettungskreuzers + Krankenhausaufenthalt endete.

    Ich spreche vom
    Petermännchen (Trachius draco, Tr. vipera)

    Giftige Organe:
    Drüsenpakete am Dorn des Kiemendeckels bzw. an den Knochenstrahlen
    der vorderen Rückenflosse.
    Petermännchen gehören zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren. Jeder Kontakt mit den giftigen Organen ist zu vermeiden, weil schon geringste Mengen des Giftes schwerwiegende Symptome hervorrufen können.

    Symptome:
    Das Gift der Petermännchen enthält Komponenten, die heftigste Schmerzen und lokale Gewebsreaktionen hervorrufen können. Der Schmerz setzt sofort ein und breitet sich auf benachbarte Körperregionen aus. Meist entwickelt sich eine starke Gewebeschwellung, eventuell bilden sich flüssigkeitsgefüllte Blasen. Nach 24 Stunden erscheint die Wunde oft taub und gefühllos. Allgemeine Symptome wie Brechreiz, Kreislaufkollaps oder Temperaturerhöhung sind selten.

    Erste Hilfe:
    Wunde von Stacheln oder Geweberesten befreien und desinfizieren. Falls nicht sofort ärztliche Hilfe erreicht werden kann, Eintauchen der betroffenen Extremität in tolerierbar heißes Wasser (ca. 45 °C). Um dabei Verbrennungen zu vermeiden, Kontrolle der Wassertemperatur durch gesunde Extremität oder Begleitperson.
    Weitere Therapie der Symptome und Tetanusprophylaxe durch Arzt.

    Also - Aufgepasst!!!

    Gruß aus Kiel
    KINGFISHER

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  13. #9
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Ich hab mal irgendwo gehört, dass in der Laichzeit der Rogen der Barbe giftig sein soll. Stimt das, und inwiefern muss man sich da sorgen machen wenn man den Fisch ordentlich ausnimmt?

  14. #10
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Hallo Goderich,

    Das mit dem Barbenrogen ist richtig, wenn der Fisch ordentlich ausgenommen und gespült ist, brauchst du dir sicher keine Sorgen machen (auch die Bauchlappen entfernen!) Was Dir meines Wissens blühen kann ist ein ordentlicher Dünnpfiff.
    Abgesehen davon ist zur Hauptlaichzeit auch Schonzeit.

    Viele Grüße
    stephan

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  16. #11
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    solange das blut einen nicht umbringt gehts ja noch

  17. #12
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    He Spezi,
    wie siehts dann aus mit Kalträuchern von zb Aal????Dann wäre er doch quasi hochgiftig beim Verzehr oder sehe ich das falsch?Aber auch beim normalen Räuchern sollte das Thermometer nicht über 70 Grad gehen,also ganz knapp an der Giftabbauenden Grenze.
    Wie kann ich mir das dann erklären das kaum einer umfällt nach dem Verzehr der Fische?

    Mfg
    Pike

  18. #13
    Profi-Petrijünger Avatar von bundyman
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    Werden beim kaltraeuchern nich die Aale auch erstmal gegart?
    "Eines Mannes Auto ist seine Burg. Normalerweise ist ja eines Mannes Haus seine Burg, aber nur wenn er den Drachen erschlagen kann, der darin wohnt."
    [Al Bundy]

  19. #14
    Profi-Petrijünger Avatar von JOJO
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    Zitat Zitat von Pike Catcher
    He Spezi,
    wie siehts dann aus mit Kalträuchern von zb Aal????Dann wäre er doch quasi hochgiftig beim Verzehr oder sehe ich das falsch?Aber auch beim normalen Räuchern sollte das Thermometer nicht über 70 Grad gehen,also ganz knapp an der Giftabbauenden Grenze.
    Wie kann ich mir das dann erklären das kaum einer umfällt nach dem Verzehr der Fische?

    Mfg
    Pike
    Wenn Du den Aal richtig ausgenommen hast und gut sauber gemacht wird hast Du kaum noch bzw.kein Blut mehr was dich "umbringen "wird finden.

  20. #15
    Profi-Petrijünger Avatar von KielerSprotten
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    Hallo...

    ich wollte zu Kingfishers Beitrag noch einmal ein Paar Bilder des Petermännchens posten

    Nun hier sind sie...
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