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  1. #1
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von D@nny
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    Schied, Rapfen (Aspius aspius)

    Zunächst einmal möchte ich mich recht herzlich bei allen Bedanken,für die Glückwünsche die ich von dem ein oder anderen per Pn erhalten habe.Das Moderatoren Team hat festgestellt, das die zahlreichen Berichte,die wir in den vergangenen Wochen und Monaten ausgearbeitet haben,sehr gut bei den Usern ankommen.Weil es so ist,haben wir es uns zu Aufgabe gemacht, noch mehr Information bereit zu stellen, in Form von Fangmeldung.

    Da ich bei den letzten Besuchen das Glück hatte,den ein oder anderen Rapfen zu erwischen und mich einige User per Pn nach Tipps und Ratschlägen gefragt hatte,bin ich zu dem Entschluss gekommen,auf den ein oder anderen Räuber ein zu gehen und meine Erfahrung dem der es möchte,zur Seite zu stellen.Da die Erfahrungen weit auseinander gehen,würde ich mich über die Zusammenarbeit von euch allen sehr freuen,passend zum Thema versteht sich.


    Schied, Rapfen (Aspius aspius)




    Der Rapfen erreicht eine durchschnittliche Länge von 50 bis 70 cm, kann aber in Ausnahmefällen auch eine Länge bis zu 1,20 m erreichen.Der aktuelle deutsch Rekord liegt bei sage und schreibe 10,3kg.Die kleinen Exemplare ernähren sich von Krebsen,Insekten und anderen Kleintieren.Mit zunehmenden Alter steigen sie auf Kleinfische um,in manchen Fachbüchern ist sogar die Rede,das sie vor Kleintieren nicht halt machen.
    Für mich persönlich gehört der Rapfen,genannt auch Schied,zu den kampfstärksten Süssswasserräubern,die bei uns leben.Sie sind brutal,aggresiv und besitzen eine Kampfkraft, die sich in keiner Weise mit Zander & Co. messen lässt.
    Die sichersten Adressen,für ein erfolgreichen Ausflug ,sind die grossen Flüsse ( Oder,Rhein,Elbe) und ihre Verbindungsgewässer.Die besten Aussichten haben wir im Sommer und anfang Herbst,sobald es kalt wird,folgt der Rapfen den Kleinfischschwärmen in die Tiefe und ist äusserst schwer zu fangen.Der Zeitraum den ich wähle, bezieht sich hauptsächlich auf den Hochsommer,das liegt in erster Linie damit zusammen,genau zu diesem Zeitpunkt ,wenn die Temperaturen sehr hohe sind ,ist dieser Räuber am aktivsten.Sich auf die Tageszeit fest zu legen ist äusserst schwierig.Ob morgens,mittags, mitten in der prallen Hitze,abends oder auch schon nachts,wenn die Rapfen da sind,jagen sie,egal zur welcher Tageszeit.Und so lange sie jagen und fressen,sind sie auch zu fangen.

    Der Rapfen ist ein Augenjäger,der seine Beute bevorzugt aus dem hinterhalt angreift.Aus diesem Grund gibts zwei wichtige Faktoren an die ich mich versuch immer zu halten.Der Rapfen muss den Köder sehen können und der Köder sollte annährend der Beute ähnlich sein,von der Farbe, aber auch der ausgewählten Grösse.Die Köderfarbe richtet sich in aller ersten Linie,gemäss der Wassertrübung,fische ich in einer richtigen Brühe,nehme ich Farben die der Rapfen auch sehen kann.Ist das Wasser klar,sollte man etwas wählen ,das der jagenden Beute in 1 zu 1 entspricht.Spritzen Lauben auseinander,ist man mit silbernen schlanken Köder besser beraten.Baumelt etwas anderes dran,braucht man sich nicht zu wundern,wenn der Angriff ausbleibt.

    Hier einige Fänge:


    Gefangen an der Oder.Köder Blinker.

    Gefangen in der Havel.Köder Spinner.

    Gefangen in der Elbe.Köder Blinker

    Gefangen in der Elbe.Köder Blinker.

    HOT SPOTS

    Alles was irgend wie mit Strömung verbunden ist,sind automatisch auch Hot Spots.Buhnenfelder an den sich die Strömung bricht,verursachen unebenheiten oder löcher,an solchen Stellen ,lauern die Rapfen, um blitz schnell in den Schwarm rein zu stossen.Wehranlagen und Schleusen gehören für mich persönlich zu den besten Adressen,vorrausgesetzt die Wehr und Schleusenanlagen sind in Betrieb.Brücken und Brückenpfeiler die der Strömung ausgesetzt sind,erzeugen automatisch Verwirbelungen und Strömungsschatten,aus diesen der Rapfen seinen Angriff starten kann.Manchesmal reicht auch nur der Schatten eines Bauwerks,diesen Schatten nehmen die Rapfen als Deckung,um erfolgreich Beute zu machen.
    Ab und an reicht es sogar aus, das ein grösseres Boot vorbei fährt,die Verwirbelung die der Motor entstehen lässt,animiert den Rapfen auf Angriff zu gehen.Spundwände an den die Strömung vorbei zeiht,werden von Rapfen immer wieder heimgesucht.

    Hier ein paar Hot Spots aus meinem Hausgewässer und anderen Flüssen:






    Wenn wir erhöhten Wasserstand haben,kommt aus diesem Rohr Wasser raus geschossen,ein Hot Spot der garantiert den ein oder anderen Rapfen beherbergen könnte.



    Die zwei Pfeile zeigen die Strömungrichtung,gleichzeitig zeigen sie den interessanten Bereich,den man ausgiebig abfischen sollte.Die Hauptströmung zieht an der Buhne vorbei,gleichzeitig entsteht, zwischen der vorbei ziehenden Hauptströmung und dem stehenden Wasser in der Buhne,ein Hot Spot den viele Räuber gerne annehmen.Durch das vorbei ziehen der Hauptströmung an der Buhne, entstehen Strudel und Kehrwasser,das die Rapfen zu ihrem Vorteil ausnutzen,nämlich unerkannt ,zu zu schlagen.
    Der halb Kreis zeigt den Buhnenkopf,an den ich die meisten Rapfen bis her erbeuten konnte.Die Hauptströmung wird gebrochen,löcher,unebenheiten und andere versteck Möglichkeiten werden frei gespült.Der Rapfen kann so, mitten in der starken Hauptströmung unendeckt liegen,um irgend wann mal Beute zu machen.Möchte eins noch erwähnt haben,nicht jeder HotSpot oder Buhne bedeutet auch gleich Rapfenalarm.

    Im Sommer ist man am besten beraten,ein wenig ausschau zu halten und die Lauscher auf zu sperren.Genauso bin ich beim letzten Besuch an der Elbe fündig geworden,die raubenden Wölfe haben mir den weg gezeigt, an welcher Buhne sie sind.Raubende Rapfen sind kaum zu übersehen und zu überhören,hat man solch ein Platz ausgemacht,sollte man konstant jeden Bereich abfischen.

    Gerät und Köder

    Ich gehöre nicht zu der sorte von Anglern,der aus seinen Gerät und den vorhanden Kunstködern,eine wissenschaft machen möchte.Das gleiche Gerät was ich zum Zander oder Barsch fischen nehme,langt auch vollkommen zum Rapfenangeln aus.Meine Ruten haben eine Länge um 2,40m-3m und ein WG von 40-100Gramm,die Wahl der vorhandenen Rute, hängt bei mir mit dem Gewässer und den Ködern zusammen.
    Bei der Wahl der Rolle,sollte man etwas wählen, was eine grössere Übersetzung hat,da man beim gezielten befischen von Rapfen,eine schnelle Köderführung bevorzugen sollte.Standardschnur ist ne geflochtene von 0,12 bis 0,17mm,ebenfalls abhängig des Gewässer und der Aussichten etwas grösseres zu bekommen.Sind Hechte,Zander oder andere Räuber vertreten,wird immer ein Stahlvorfach verwendet............
    Nach meiner Erfahrung kümmert es die Rapfen herzhaft wenig ob ein Stahlvorfach montiert ist,dadurch das die Köderführung meistens sehr schnell ist,haben die Rapfen noch nicht einmal die Zeit misstrauisch zu werden.Zumal wir in Gewässern unterwegs sind,die von der Natur, aus trübes Wasser mit sich führen,Stichwort Elbe,Rhein oder die Oder.Stichwort Köderführung,schnelle Variation ist oft mals besser,als langsam.

    Zu den Ködern,ist nicht viel zu sagen.Grösse und Farbe wähle ich der zur jagenden Beute und der Sichtverhältnisse im Wasser.Spritzen Lauben auseinander ist man mit einem kleinen schlanken silbernen Blinker,besser beraten,als mit einem Farbenprächtigen Gummifisch.Die Köderlänge von 10cm,wird bei mir nur äusserst selten angewandt,schlanke silberne Modelle,sowohl bei Gumm,Blech als auch Holz,werden bei mir bevorzugt eingesetzt.Liegt auch damit zusammen,das in den meisten Gewässern die ich befische,die Lauben,der Nahrungfisch des Rapfens ist.
    Da ich den Grundsatz pflege,es fängt nur der Köder der im Wasser läuft,möchte ich auf Hersteller und Marken,weiter nicht eingehen.Ob Spinner,Blinker,Twister,Wobbler oder Gummifische,der Rapfen greift alles an.
    Möchte ganz kurz noch ein Satz zum Rapfenblei verlieren,auch ich habe das Rapfenblei öfters ausprobiert,auch an Stellen an den Rapfen waren.Die Ausbeute bis heute war gleich null,deswegen bin ich der Auffassung,das dieser Köder mehr hoch geputscht wurde,durch Zeitschriften und andere Medien,als er wirklich fängt.Bei mir ist er für immer weg.

    Hier ein paar Köder,die ich verwende:










    Genau mit diesen Mini-Blinker,habe ich die letzten beiden Rapfen an der Elbe erwischt.

    Was ich als sehr wichtig empfinde,ist die Zusammensetzung von Material.Es darf keine Schwachstellen geben.Die Bremse sollte vorab schon eingestellt werden,ansonsten dürfte es ganz schnell Schnurbruch oder ausgeschlitzten Köder geben.Die Schwachpunkte wie Wirbel,Knoten oder der Haken ,sollten überprüft werden und nur das beste vom besten genommen werden.Ich habe schon aufgebogenen Jighaken gehabt,durch gebogenen Spinner,ja selbst Drillinge die nach gegeben haben.Und wäre dem,der zwei Meter vor dem Buhnenkopf ein Biss erlangt und die Rute nicht richtig festhält.

    Ihr werdet staunen, wieviel Spass das ganze einem bereitet,kampfkraft,flüchtende Strömungrapfen und weiche Knie.Hoffe dem ein oder andere geholfen zu haben und.....

    wünsche euch allen ne erfolgreiche Rapfen jagd.

    Liebe Grüsse,D@nny.
    Geändert von D@nny (15.09.2006 um 17:57 Uhr)


  2. #2
    Petrijünger Avatar von Archie
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    Hallo Danny,
    das war wirklich ein sehr guter Bericht. Ich denke, damit hast du bei vielen noch mehr Lust auf den Rapfen ausgelöst!!! Also auf zum fröhlichen Jagen! Ich werde meine Erfahrungen auf jeden Fall auch hier rein stellen!
    Grüsse und Petri Heil!
    Archie

  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an Archie für diesen nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Rutenbauer Avatar von Revilo
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    Der Rapfen zählt nicht zu den Raubfischen!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rapfen
    Habe selber auch schon einen 55'er auf einen kleinen Shad gefangen.
    Da er viel Gräten haben soll (meiner ist noch tiefgekült) werde ich wohl nicht mehr darauf angeln.

  5. Der folgende Petrijünger sagt danke an Revilo für diesen nützlichen Beitrag:


  6. #4
    KarpfenFreak Avatar von KarpfenFan2007
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    Ist der Rapfen kein Raubfisch???

  7. #5
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    Hi Danny,

    danke für den ausführlichen Bericht!

    Eine Sache muß ich aber ergänzen: aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch im Winter bei knackigen Minusgraden raubende Rapfen an der Oberfläche zu sehen sind und vor allem auch gefangen werden können. Übrigens auch ohne das die Geschwindigkeit, mit der der Kunstköder geführt wird, deutlich reduziert wurde.
    Kann natürlich auch Zufall sein, glaube ich aber nicht.

    @ Revilo: taue deinen Rapfen mal auf und hau ihn in die Pfanne. Du wirst sehen - entgegen aller Vorurteile schmeckt der sehr lecker. Und eben weil die Gräten so groß sind (OK, es sind schon ein paar mehr als beim Zander), hat man eigentlich kaum Probleme.

    Gruß Thorsten

  8. Der folgende Petrijünger sagt danke an Thunfisch für diesen nützlichen Beitrag:


  9. #6
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    @ Danny:
    Wirklich ein klasse Bericht mit tollen und hilfreichen Fotos. Vielen Dank!

  10. Der folgende Petrijünger sagt danke an Plötzenwirt für diesen nützlichen Beitrag:


  11. #7
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    Zitat Zitat von KarpfenFan2007
    Ist der Rapfen kein Raubfisch???
    Biologisch gesehen ist der Rapfen ein Weißfisch (Karpfenfisch). Daher müßte man ihn strenggenommen eigentlich unter die Friedfische zählen. Da ältere Rapfen allerdings überwiegend räuberisch leben, spricht wohl nichts dagegen, ihn unter anglerischen Gesichtspunkten unter die Raubfische zu zählen. Er wird ja auch aus gutem Grund in der Regel wie ein Raubfisch beangelt.

  12. Der folgende Petrijünger sagt danke an Plötzenwirt für diesen nützlichen Beitrag:


  13. #8
    KarpfenFreak Avatar von KarpfenFan2007
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    Ok danke ich zähl ich dan mal zu den Raubifischen

  14. #9
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    Grundfischen auf Rapfen...

    Da mein Kollege auf die verschiedensten Kunstköder eingegangen ist, möchte ich die andere Methode auf den räuberischen Friedfisch aufzeigen.

    Als ich noch nicht so weit war, fast nur noch mit der Spinnrute unterwegs zu sein, habe ich doch den ein oder anderen erfolgreichen Grundansitz auf den schlanken Räuber veranstaltet.
    Freilaufrollen mit seidenweichen Lauf, schöne klare Monofile und leichte Karpfenruten waren mein Tackle.
    Ein Bild meiner Montage soll eigentlich mehr erklären als es ein langer Text kann.



    Ein schönes frisches Filet am besten von einer Laube oder einem Ukelei kommt an einem dündrähtigen Zanderhaken.
    Durch ein kleines Stück Foam oder Styropor wird der gewisse Auftrieb gewährleistet, der unseren Köder verführerisch in der Strömung spielen läßt.
    Die Bisse kommen meist sehr brachial und der leichte Fetzen wird komplett eingesaugt.
    Auf die Idee mit dem Fischfetzen bin ich gekommen, als ich einen Bericht über die Jagdweise von großen Rapfen in stark befahrenen Flüssen gelesen habe.
    Sie sammeln mit Vorliebe Fischchen oder deren Einzelteile auf, die von großen Schiffsschrauben in Mitleidenschaft gezogen worden sind.
    Das spart unheimlich Energie, die sie zum Jagen von kerngesunder Beute verbrauchen müßten.
    Mein Grundblei wird an ein Anti-Tangle-Boom gehängt, damit die Schnur mit so wenig Wiederstand wie möglich ablaufen kann.
    Schöne Beifänge dieser Methode waren bis jetzt, dicke Zander, Barsche und mein bis jetzt größter Aal der in der Mittagshitze an einem Sommertag biss.
    98cm...!
    Anstatt eines Filets kann man auch gut den Bauchlappen des Köderfisches verwenden.



    Diese Montage verführte schon eine hier im Berliner Umland sehr seltene Bachforelle mit einem recht ordentlichen Maß...52cm.
    Ihr seht also, auch beim Ansitzangeln lassen sich mit ein bischen Einfaltsreichtum, ordentliche Fische fangen.
    Viel Spaß beim Ausprobieren...

    Willi

  15. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Jungpionier für den nützlichen Beitrag:


  16. #10
    Jungspund Avatar von Jungfischer
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    Hi Willi sowas ähnliches hab ich auch schon mal probiert und konnte einen kleinen Zander überlisten!! Ich werde es aber auch weiterhin probiern vielleicht kommt dann auch mal ein schöner Rapfen raus!!

    MfG
    Andy

  17. Der folgende Petrijünger sagt danke an Jungfischer für diesen nützlichen Beitrag:


  18. #11
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Jagdstrategie des Rapfens

    Aus biologischer Sicht wäre noch eines hinzuzufügen, nämlich die Jagdstrategie des Rapfens ...

    Wenn ein Rapfen keiner einzelnen Beute nachstellt, sondern in einen Kleinfischschwarm fährt, versucht er, einige der Beutefische mit einem kräftigen Schwanzflossenschlag zu betäuben, um sie danach aufzunehmen.

    Dadurch verraten sich raubende Rapfen auch so häufig ....wenn das oberflächennah geschieht, lässt sich oftmals auch in etwa die Größe des Räubers einschätzen, weil er teilweise aus dem Wasser herausschießt.

    Raubende Rapfen gehören mit zum Heftigsten, was man als Angler beobachten und hören kann ... das eigene Zusammenzucken ist fast immer vorprogrammiert.

    Deshalb: wirft ein erfahrener Angler nie direkt in den auseinanderstiebenden Kleinfischschwarm, sondern immer in die Peripherie ...


    Thomas
    Geändert von Thomsen (16.09.2006 um 12:43 Uhr)

  19. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  20. #12
    Gesperrt
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    Beim Hantieren mit einer Senke auf einem Steg liegend, hat mich mal ein guter Rapfen vob oben bis unten gewässert.
    Der Rapfen und ich waren interessiert an den vielen Jungfischen unter dem Steg.

    Diese Jungfische wurden dann tot und grundnah präsentiert und fingen....Zander!
    Willi

  21. #13
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von D@nny
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    Freut mich das es doch noch so viele Rapfenfreunde gibt.Eins sei noch erwähnt,die Köderführung kann man gestalten wie man will,ich habe bis jetzt die besten Erfolge mit einer recht schnellen Köderführung gehabt.Dabei versuche ich den Köder immer Oberflächennah zu führen,ich gehe nie tiefer als 50-70cm unter der Wasseroberfläche.Es gibt Spezialisten die auch Grundnah ihre Rapfen raus kitzeln,bei mir waren es meistens nur zufälle beim Zanderfischen,deswegen bringt das Oberflächenfischen ,meiner Meinung nach, wesentlich mehr fisch,als das Mittelwasser oder der versuch Grundnah den Köder an zu bieten.
    Dabei beziehe ich mich ausschliesslich auf den Sommer,mit dem ertsen Kälteeinbruch, verschiwnden die Kleinfischschwärme und mit ihnen die Rapfen,es gibt zwar ausnahmen und sicherlich den ein oder anderen der schon im Winter erfolgreich war,für mich ist es mehr ein Zufall als gezieltes fischen.

    Seid bitte vorsichtig,gerade in der ersten Phase, wenn der Köder ausgeworfen wird und aufs Wasser trifft.Wer einfach nur auswirft,kein Fühlung aufnimmt und vielleicht den Bügel noch offen lässt,wird viele Bisse garnicht erst mitbekommen.Eine vielzahl von Rapfen haben ich erwischen können,unmittelbar nach dem der Köder auf die Oberfläche aufgeschlagen ist,sobald man in so einer Phase pennt,wird einem der ein oder andere Fisch flöten gehen.

  22. #14
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Hihi ... so sindse, hier noch 2 Rapfen-Anekdoten.

    Die erste betrifft mich ... ich angelte an der Elbe und dann ging das Gerappel plötzlich los.
    Es knallte ohne Ende ... auseinanderstiebende Fische, leider in einer kompletten Flachwasserzone im zweiten Buhnenteil, der durch einen kleinen Kanal, der in einen See führte, abgeschnitten wurde.
    Genau so tief, dass ich mit meiner Wathose nicht hindurchwaten konnte ...

    Dann begann das 'Angler-ärgere-Dich-nicht'-Spiel ... bis zur Brust konnte ich hinein, kein Weitwurfköder im Sortiment.

    Mir fehlten bei den besten Würfen immer 3-4m, um an den Kameraden heranzukommen ...
    Und ich durfte zusätzlich noch etwas feststellen: wenn ich in's Wasser watete, vergrößerte der Rapfen den Abstand zwischen uns ... watete ich an's Ufer zurück, kam er wieder näher, blieb aber immer knapp außerhalb meiner Wurfweite

    Nach 1,5h habe ich es dann aufgegeben ... er konnte mich aus seinem Flachwasserbereich heraus wohl bestens sehen.
    Falls nicht, muss er es einfach geahnt haben ...


    Anekdote 2: mein Freund Alex und ich hatten festgestellt, dass es an einem brandenburgischen See gehörig rapp(f)elte, bis zu 15Pfünder trieben dort ihr lautstarkes Unwesen ... bis auf einen Kurzkontakt selbes Spiel: immer knapp außerhalb der eigenen Reichweite.

    Also fuhr Alex eine Woche später mit Frauchen auf den See hinaus ... und was wurde dort nach vergeblichen Angelversuchen entdeckt: ein direkt an der Oberfläche meditierender 80cm-Rapfen.

    Motor aus ... Kescher in die Hand ... angeschlichen ... Keschern, Volltreffer, drinnen.

    Leider erwachte der Rapfen überaus schnell aus seiner selbstgewählten Meditation: ein kräftiger Schwanzflossenschlag ... Ergebnis: Unterfang wieder leer, Frauchen von Kopf bis Fuß durchnässt.
    Dumme Gesichter auf menschlicher Seite ...

    Schnell sindse, diese Rapfen


    Thomas
    Geändert von Thomsen (16.09.2006 um 13:20 Uhr)

  23. Der folgende Petrijünger sagt danke an Thomsen für diesen nützlichen Beitrag:


  24. #15
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    Meinen grössten Rapfen von sage und schreibe 85++ und locker über 10Pfund habe ich damals an der Anlegestelle in Wannsee gefangen.Die Umstände während des drills,waren katastrophal,um nicht zu sagen,mehr Glück als Verstand.
    An einer der Bootssteganlagen gab es mittig davon ein breiten Spalt,dort passte gerade mal so der Kopf und die Schultern durch.Genau unter diesem Bootsteg habe ich schon öfters grosse Barsche gefangen,so auch an diesem sommerlichen morgen.Plötzlich stieg dieser gewaltige Rapfen rauf,auf einen 7cm grossen Gummifisch,der drillt dauerte ganze 10minuten in etwa,kein Kescher,kein zweiter Mann.
    Mir blieb nichts anderes über,als den Oberkörper soweit vor zu schieben,das ich den Rapfen zu fassen bekommen hätte.Es war haarscharf an einem Bad gewesen,nach mehreren Versuchen bekamm ich die Finger unter die Kiemendeckel und konnte ihn damals landen.
    Was soll ich euch sagen,es ist so lange her,damals war an die Digitaltechnik,garnicht erst zu denken.Es ärgert mich heute noch kein Foto geschossen zu haben,es war einer der ganz dicken.Liegt bestimmt über 10Jahre zurück.

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