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  1. #1
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    Schleppfischen auf Friedfisch...

    Gestern überkam mich während meines Urlaubes im eigenen Garten, in der Abendglut doch glatt das Angelfieber.
    Ein kleines, recht warmes und trübes Gewässer sollte das Experiment über sich ergehen lassen müssen.


    Gleich an der ersten Angelstelle lag bewachsenes Totholz im Wasser, was ich mir als Zielscheibe für meine Versuche aussuchte.
    Die Überschrift läßt fast erahnen, wie sich meine Montage aufbauen wird.
    Es ist eine Mischung aus der althergebrachten Posenmontage und den Schleppmontagen der Forellenseen-Angler.
    Bevorzugt werden dafür von mir Posen, von Peter Drennan. Sie sind wirklich robust, sehr klar...(scheuchen weniger an der Oberfläche)
    ...und wirklich gut zu gebrauchen.
    Der Cristall-Waggler wird von mir mit folgendem Bleischema auf der Hauptschnur befestigt.



    Dieses hat den Vorteil, daß meine Köder sehr langsam und natürlich absinken und zum zweiten, durch die untere Bleikette, gibt es so gut wie nie Tüddelkram.
    Das Vorfach verbinde ich mit der Schlaufenmontage mit der Hauptschnur. Die Vorfachstärke ist immer ein bis zwei Nummern kleiner zu wählen, wie die Stärke der Hauptschnur. So reißt uns bei etwaigen Hängern nur das Vorfach und nicht gleich die komplette Montage.
    Das Ausbleien der Pose muß so erfolgen, daß die Pose dem Fisch so wenig Wiederstand wie möglich bietet.
    Auf dieser Aufnahme seht ihr, daß der Waggler nur mit dem roten Ende der Antenne aus dem Wasser schaut.
    (Für dieses Bild etwas mehr...sonst schaut wirklich nur ein kleiner roter Knopf aus dem Wasser)



    Als Beköderung zum aktiven Fischen suche ich mir Mistwürmer, die mit ihrem Geruch und ihrer Aktion genau das Richtige für solche Vorhaben sind.
    Die Würmer werden von mir in der Mitte geteilt und wie folgt auf den Haken gezogen.



    Ich wählte hier einen etwas größeren Schleienhaken, der verhindern soll, daß er zu tief geschluckt wird. Alle gefangenen Fische des Tages waren sauber im vorderen Bereich gehakt.

    Die Pose wird eingeworfen und durch Drehen an der Rolle und kleines Heben der Rute öfter bewegt. Es schadet dabei nicht, daß der Köder fast bis zur Wasseroberfläche kommt, um dann wieder verführerisch langsam abzutaumeln.
    Die Bisse kamen sehr rabiat und es erwartete mich eine feine und nicht langweilige Fischwaid.



    Erstaunlich war die Artenvielfalt, die es bis an die Oberfläche schaffte um die Ringler zu greifen.



    Auch einige Barsche konnten den Würmchen nicht wiederstehen, die Bilder sind aber bei den zappeligen Gesellen nichts geworden und ich wollte sie nicht übergebührend strapazieren.

    Das ganze Experiment zeigt, wie man mit wenig Aufwand, mit wenig Materialeinsatz und mit wenig Schlepperei, doch viel Fangspaß am Wasser haben kann.
    Meine Wurmbüchse in der Watweste war gut gefüllt. Zum Ende befand sich nur noch schwarze Erde darin.
    Nach zwanzig Fängen hatte ich auch aufgehört mitzuzählen. Es ging einfach alles viel zu schnell.



    In Erwartung des nächsten Experiments verbleibt...

    Willi
    ..der sich jetzt erstmal Urlaub in der Oberpfalz gönnt (Vohenstrauss)

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Jungpionier für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
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    Genau so!

    Hi Willi,

    genau so muß man das machen, dann klappts auch mit den Fischen. Außerdem hat das den positiven Nebeneffekt, dass man immer etwas zu tun hat und in Bewegung bleibt. Alle die ihre Pose ins Wasser werfen und dann stundenlang warten bis es endlich mal zuppelt sollten das mal ausprobieren.
    Gut, ich würde das jetzt nicht grade als "Schleppfischen" bezeichnen, aber in jedem Fall als aktives Angeln. Wahrscheinlich hat jeder schon mal die Erfahrung gemacht, dass der Fisch ausgerechnet dann beißt, wenn man anfängt die Montage langsam einzuholen. Warum soll man daraus kein System machen?


    Gruß Thorsten

  4. #3
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    Wollte dem Kind nur einen Namen geben.
    In sommerlichen Gewässern hat der bewegte Köder eindeutig die Nase vorn, das steht schon mal fest.
    Das was ich da gestern betrieben habe, glich wirklich dem Schleppfischen am Forellenetablissement.
    Verschiedene Geschwindigkeiten mit dem Köder an der Wasseroberfläche...und zack ...Biss

    Aber auch im Winter kann man seinen Köder immer wieder leicht! bewegen. Das erregt auf alle Fälle erst einmal Aufmerksamkeit und verteilt Duftstoffe im Wasser.

    Willi

  5. #4
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    Keine sclechte Idee. Solche Ideen sollte man öfters haben

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