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  1. #1
    Elektrofant Avatar von elektrofant
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    Angeln auf Texel?

    Hi leute,
    ich fahre ja wie ihr wisst desöffteren nach Texel,und fische dort auch sehr viel!Jetzt würde ich gerne mal wissen ob es hiervieleicht noch mehr leute gibt die dort runter fahren oder erfahrungen in der umgebung gemacht haben!!

    vieleicht kann man sich ja mal austauschen!!

    also dann weiterhin viel Petri Heil!!

    gruß pascal

  2. #2
    Elektrofant Avatar von elektrofant
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    Halloooooo?
    kennt denn keiner Texel?so klein is die insel doch gar net!!

  3. #3
    Neuer Petrijünger
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    Da es im Netz irgendwie keinerlei wirklich guten Auskünfte zum Meeresangeln auf Texel gibt, versuch ich hier mal einen Anfang zu machen. Das Folgende bezieht sich allerdings auf Erfahrungen, die ich vor über zehn Jahren über einen Zeitraum von 8 Jahren als Jugendlicher/junger Erwachsener gemacht habe. War damals jährlich ca. 10 Wochen auf der Insel und habe in der Zeit auch geangelt. Dabei wurde ich quasi von den alten erfahrenen Anglern auf der Insel (dem Campingplatz) angelernt. Seitdem habe ich nicht wieder geangelt.

    Brandungsangeln auf Texel ist mit bis zu zwei Ruten auf der gesamten Insel erlaubt. Es sind keinerlei Erlaubnisse einzuholen oder Fischereikenntnisse nachzuweisen.
    Beim Brandungsangeln an der Westküste der Insel sind Plattfische die am häufigsten gefangenen Fische. Ab und an werden Wolfsbarsche und Aale gefangen. Das ist jedoch auch von der jeweiligen Wetterlage abhängig. Bei starker Brandung steigen die Chancen, Wolfsbarsche und sinken die Chancen Plattfische zu fangen.
    Als Gerät wurden hier Brandungsangeln mit Längen um die 3,50 - 4,00 m verwendet. Die Rollen fassten mind. 200 m 0,40er monofile Schnur - eher etwas größer. Ich habe keinen erfahrenen Angler gesehen, der keine Wattwürmer als Köder nutzte! Die Montage war im Grunde immer die gleiche: Hauptschnur - Wirbel - Padanoster mit drei Haken - Blei mit biegsamen Drahtkrallen. Zum Blei ist hier zu sagen, dass dies so leicht wie möglich aber auch so schwer wie nötig zu wählen ist, immer abhängig von der vorherrschenden Strömung. Diese ist durchaus sehr unterschiedlich. Das Blei muss nach Auswerfen an einem Ort (im Sand "verkrallt") bleiben, um so eine Bisserkennung an der im Rutenständer stehenden Rute zu gewährleisten. Die Spanne der gewählten Bleigewichte lag hier zwischen 50 und 200 Gramm.
    Die Köder (Wattwürmer) gab es entweder in De Cocksdorp im dortigen Angelladen zu kaufen oder wurden selber "gestochen". Unmittelbar nordwestlich angrenzend an die Einfahrt des Fährhafens schließt sich ein Wattenbereich an. Einfach eine Mistgabel mitnehmen und bei Ebbe selbst nach Wattwürmern graben. Das ging schnell und war immer sehr ergiebig.
    Zur besten Angelzeit ist zu sagen, dass mit auflaufender Flut bis kurze Zeit nach dem Höchstpegelstand am meisten gefangen wurde. Bei Ebbe war so gut wie nichts zu fangen, da sich die Fische bei Ebbe augenscheinlich außerhalb der maximalen Wurfweite befanden. Die Stelle, an der der Köder platziert wird, ist ebenfalls von Bedeutung. Man sollte sich vor dem Angeln einmal bei Ebbe an den Ort, an dem man anglen möchte, begeben und nach tiefen Stellen und Zwischenräumen von Sandbänken schauen. Auf Sandbänken waren Fänge eher Zufall. Als Regel sollte hier gelten, je tiefer desto besser. Wurfweiten von mindestens 50 Meter sollten hier drin sein, da sich näher zum Strand eher keine der Zielfische aufhalten.
    Ich kann aus Erfahrung sagen, dass in der Gegend um De Koog herum egal wo etwa gleich gut gefangen wurde. Jedoch hatte sich herausgestellt, dass leicht südlich von de Koog (Paal weiß ich nicht mehr) mehr Wolfsbarsche und dafür weniger Plattfische gefangen wurden. Hier war jedoch zu beachten, dass dafür keine leichte Brandung vorherrschen durfte.
    Padanoster kann man übrigens selber binden, man braucht nicht die teuren aus den Angelläden kaufen, da man doch den ein oder anderen Abriss beim Auswerfen hat. Mit den selbstgebundenen Padanostern ohne die "schicken" Lockperlchen wurde erfahrungsgemäß genauso gut gefangen.
    Die Saison für das Brandungsangeln mit den genannten Zielfischen auf Texel liegt in etwa zwischen Mai und September. In dieser Zeit sind die meisten Fänge zu erwarten.

    Da auf Texel der Strand an der Westküste mittlerweile mehrfach aufgeschüttet worden ist (die Anfänge hab ich als Angler noch mitgemacht) hat sich augenscheinlich auch das Relief des Küstenbereichs für die Brandungsfischerei zum Negativen entwickelt. So wurden die Fänge nach dem ersten Aufschütten schon merklich weniger. Hat man zuvor an einem Angeltag durchschnittlich 10 Plattfische gefangen, waren es in der Folgesaison nur noch 5. Aussagen von "alten" Anglern zu Folge ist es in den Folgejahren noch weniger geworden.

    Zur Angelei an der Ostküste von Texel kann ich nichts sagen.

    Einen Geheimtip für Hornhechtangler habe ich noch. Kann ich ja verraten, da ich in naher Zukunft wahrscheinlich nicht dort angeln werde. Einheimische hatten mir diesen Tip gegeben, der sich als richtig klasse herausstellte.
    Wer einmal viele Hornhechte fangen möchte, der sollte in der Nähe des Fährhafens angeln. Ca. 500 Meter östlich der Fähreinfahrt strömen das offene und das Wattenmeer zusammen. Bei Draufsicht rechts der Strömungskante ist Wasser bei "gutem Wetter" sehr ruhig. Gutes Wetter bedeutet hier, dass es ein sehr warmer Sommertag mit möglichst wenig Wind sein sollte, so wurde mir von Einheimischen berichtet. Der Köder sollte im ruhigen Wasserbereich schleppend geführt und es sollte mit einer Schwimmkugel geangelt werden. Als Köder sollte ein ca. 4 cm langer silbrig/durchsichtiger Fisch, dessen holländischen Namen ich jetzt nicht mehr weiß, genommen werden. Den Köder gabs in De Cocksdorp im dortigen Angelladen. Die Verkäufer wussten welcher Fisch gemeint war, als man sagte, dass man Hornhechte fangen wollte.
    Bin den Tipps dann einfach gefolgt und habe dort mehrfach an windstillen, heißen Sommertagen mit Schwimmkugel und den genannten Köderfischen geangelt. Habe dort jeweils in 2 - 3 Stunden zwischen 10 und 20 Hornhechte fangen können. Ob dies dort noch heute so ist und wie bei "schlechterem Wetter" gefangen wird, kann ich natürlich nicht sagen. Auch weiß ich natürlich nicht wie ergiebig hier das Angeln mit anderen Angelmethoden oder Ködern ist.

    Ich hoffe, hiermit eine Informationslücke im Netz zumindest ein Stück weit gefüllt zu haben. Mir hat das Brandungsangeln auf Texel immer sehr viel Spaß bereitet. Vielleicht kann hiermit ja jemand was anfangen...

    MfG

    Daniel

  4. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei PeterLustig09 für den nützlichen Beitrag:


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