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  1. #1
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Fehler bei der selektiven Fischentnahme?!?!

    Hi Leute!

    Ich hab vor kurzem in der "Fisch & Fang" einen Artikel gelesen, in dem bereichtet wurde, dass der Döbel in einem See die Seeforelle innerhalb von etwa 20 Jahren verdrängt zu haben scheint.

    Ein anderes Beispiel von der Sieg zeichnet ein ähnliches Bild. Dort reden Fliegenfischer davon, dass auf eine Forelle mindestens zehn Döbel kommen.

    Nun kennen wir den Döbel als anglerisch und vor allem für die Küche relativ unbeliebten Fisch. Die Forelle hingegen ist einer der beliebtesten Speisefische in unseren Breiten.

    Wenn man Angler fragt sagen sie meistens alle das gleiche: Döbel werden zurückgesetzt und Forellen kommen in die Pfanne. Das halte ich persönlich für unverantwortlich, da so künstlich in die Bestände eingegriffen wird.

    Nun ist der Döbel außerdem noch ein genialer Überlebenskünstler, was ihm zusätzlich noch Vorteile verschafft.

    Während alle über den Kormoran schimpfen, der angeblich unsere Forellenbestände vernichtet, scheinen Döbel von dem Vogel völlig unbeeindruckt zu sein. Komisch nicht?

    Ich denke, dass auch das Zurücksetzen von gefangenen Fischen gut überlegt sein will. Beispiele, wie das des Döbels zeigen, dass Angler einen recht großen Einfluss auf die Bestände in unseren Gewässern haben und sich dieser Verantwortung bewusst sein sollten, anstatt immer alles auf das Klima oder die Vögel zu schieben.

    Wie ist Eure Meinung zu dem Thema?
    Kennt ihr ähnliche Beispiele?
    Wie siehts bei Euch in den Gewässern aus?
    Geändert von Goderich (06.06.2006 um 11:49 Uhr) Grund: Quelle korrigiert
    ...sagt Steffen

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  3. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Spaik
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    Wie soll es bei uns schon sein, da kommen ganz schlaue schmeißen 90 Welse rein ( Geschlechtsreife ) und wundern sich wenn der Teich nach 15 Jahren leer ist.
    Na wenn das kein verdrängen ist, dann weis ich nicht.
    Da müssen wir auch nichts mehr entnehmen, da fängt man einfach nichts mehr.
    Geändert von Spaik (05.06.2006 um 08:18 Uhr)
    Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage, nicht dafür, was du verstehst.

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  5. #3
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    Die Beispiele gibt es doch in ganz Deutschland!
    Der Karpfenhype ist schon ordentlich Schuld an dem Verschwinden der Karausche und der immer seltener werdenden Schleie.

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  7. #4
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Achim P.
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    Red face Mitnahme der gefangenen Fische, egal welche.....

    Hallo liebe Angelkollegen,

    das angesprochene Thema ist überaus brisant, wir erleben es fast jeden Tag an fast allen Gewässern u. es wird auch nach sehr langen Diskusionen mit den jeweiligen Verantwortlich keinen Deut besser, nein es wird noch schlimmer, weil jeder meint nach seiner Feststellung das richtige zutun...

    Punkt 1)
    Wie kann es sein das ich in Teiche u. Weiher geschlechtsreife "Waller" einsetze (Bernd hat es ja schon angesprochen) u. wundert sich im nachhinein das keine Fische mehr gelandet werden...

    Punkt 2)
    Mitnahme der gefangenen Fische, ich wundere mich immer wieder, das auch hier bei uns im Forum meistens von "selektivem Fischfang" die Rede ist (finde ich meiner Meinung nach Unsinnig), jeder der ans Wasser geht mit dem Vorsatz Fische zu fangen, sollte vorher genau darüber nachdenken "wie verwerte ich den gefangenen Fisch", es kann schon mal passieren, das einem beim Abhaken der Fisch entgleitet u. wieder zurück in sein Gefilde entschwindet, sollte aber über Dauer nicht die Regel sein (wie von Michael(Jagdangler) angesprochen)...

    Punkt 3)
    Goderich (Steffen) hat es ja auch schon in seinem Beitrag beschrieben, nicht der von vielen verteufelte "Kormoran" ist am Aussterben mancher Fischarten schuld, nein die Unverantwortlichkeit mancher "Möchtegernangler" (ich gehe zwar Angeln, esse aber leider keinen Fisch", solchen Leuten sollte man den "Fischereischein" aberkennen), solche "Angelerkollegen" sind meiner Meinung nach nicht predisteniert unserem "Hobby" nachzugehen...

    PS: Welche sich von meinem Beitrag angesprochen fühlen, sollten mal ausgiebig darüber nachdenken, ob ihre Handlungsweise richtig ist...
    Geändert von Achim P. (06.06.2006 um 10:02 Uhr)
    In diesem Sinne...

    Viele Petrigrüße
    Achim


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  9. #5
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Die Brisanz des Themas liegt meines Erachtens noch in einigen anderen Punkten ...

    Zu Deinem 2.), Achim:

    Ich fische mit Gummifisch auf Zander, ein Brassen beißt. Was soll ich mit dem Brassen? Der geht zurück (sofern es lt. Angelkarte kein Rücksetzverbot für die Fischart gibt).
    Meist liegen auch meine eigenen Schon-/Mindestmaße höher als die gesetzlich vorgeschriebenen ... einen 45cm Zander nehme ich nicht mit. Er soll ja wenigstens einmal sicher ablaichen, damit seine Gene im Genpool der Population erhalten bleiben und sich evtl. gegen den Selektionsdruck der Evolution bewähren können.

    In beiden Fällen lehne ich eine Mitnahme des gefangenen Fisches ab ... übrigens gesetzeskonform und mit persönlicher Berechtigung.

    Ich sehe die eigentliche Problematik auf ganz anderer Ebene angesiedelt. Wie kommt es denn dazu, dass eine Fischart eine andere verdrängt?

    Umweltbedingungen müssen sich geändert haben ... meist rasant, dafür hat als Verantwortlicher fast ausschließlich der Mensch geradezustehen.

    Beispiel: Eutrophierung begünstigt den Zander gegenüber dem Hecht, Verringerung des Trophiegrades den Hecht gegenüber dem Zander.

    Vor allem unsere Fließgewässer stellen sich, sofern nicht durch weiteren menschlichen Eingriff renaturiert, strukturarm und somit weitgehend 'unnatürlich' dar.
    Wer wundert sich dann darüber, dass es Verschiebungen bei den Häufigkeiten von Fischarten gab und gibt?

    Das nächste Problem ist die Besatzpolitik mancher Vereine (Beispiel 90 Welse/Weiher): da wird in's Wasser gekellt, was gefangen werden soll.
    Wenige kümmern sich darum, dass eine gesamte Organismengemeinschaft in ihrer Zusammensetzung 'in sich stimmig' sein muss, damit ein sich selbststragendes System installiert werden kann (früher hat sich so etwas auch selbst 'installiert) ... an dem man dann auch in jeder Hinsicht Freude haben kann.

    Hätte den Gewässerwarten der an dem See befindlichen Vereine (Steffens Beispiel) nicht schon wesentlich früher auffallen können oder müssen, dass eine Verschiebung im Artengefüge Einzug hält?
    Warum wurde das nicht früher untersucht und schon frühzeitig gegengesteuert?

    Ich fürchte, dass bei so etlichen Anglern und Vereinen ein nur untergeordnetes Interesse an den zugrundeliegenden Zusammenhängen besteht, oder: an Pflanzen oder anderen Tieren, die keine Schuppen haben ... getreu dem Motto: ich habe dieses Jahr ganz gut gefangen, also ist ja alles in Ordnung.

    Die Strukturprobleme unserer Ökosysteme werden wir nur mit einem ganzheitlichen Ansatz halbwegs in den Griff bekommen ... das ist meine Ansicht dazu.

    Der selektive Befischungsdruck mit nachfolgender Entnahme ist nur einer von vielen wirksamen Faktoren ...


    Thomas
    Geändert von Thomsen (06.06.2006 um 11:47 Uhr)

  10. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  11. #6
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Zitat Zitat von Thomsen

    Hätte den Gewässerwarten der an dem See befindlichen Vereine (Steffens Beispiel) nicht schon wesentlich früher auffallen können oder müssen, dass eine Verschiebung im Artengefüge Einzug hält?
    Warum wurde das nicht früher untersucht und schon frühzeitig gegengesteuert?

    Thomas
    Hallo Thomas!


    Zu dem von Dir aufgegriffenen Beispiel noch eine Anmerkung:

    In dem See kommen sowohl natürlich als auch vom Besatz her eigentlich keine Döbel vor. Der Autor des Artikels vermutet, dass sich Raubfischangler bei der Köderwahl nicht an die gesetzlichen Vorschriften gehalten haben und gewässerfremde Fische benutzt haben.

    Und wieder waren es traurigerweise Angler, die es verbockt haben.

    Wenn allerdings die Döbel einem so hohen Fischereidruck ausgesetzt wären wie die Forellen, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich derart ausbreiten würden.

    Hier eine Zusammenfassung des Artikels (Fisch & Fang 5/2006, Autor: Michael Roggo):

    Bei dem Gewässer handelt es sich um einen eher nahrungsarmen See in einem Jugoslawischen Nationalpark. Hier befand sich früher ein Meerforellenparadies.

    Nun hat der Döbel den See fast völlig unter Kontrolle. Das Problem ist der Leitung des Nationalparks bekannt, die scheint aber nicht zu wissen, wie sie es in den Griff bekommen soll.

    Der Erklärungsansatz des Autors sieht wie folgt aus:

    Angler haben kleine Döbel als Köderfische benutzt und die überzähligen ins Wasser gekippt. In dem Nahrungsarmen See wären sie vermutlich kein Problem gewesen wenn nicht Touristen, die an dem, namentlich nicht genannten, See oft von Booten und Ufer aus Brot ins Wasser werfen um die Döbel zu füttern.

    Nach von nur zwanzig Jahren Abwesenheit des Autors hat dieser an ein und dem selben See eine völlig andere Fischpopulation vorgefunden. Früher gab es viele Seeforellen, heute Millionen von Döbeln. von den Seeforellen fehlt jede Spur.

    Ein vom Menschen inszeniertes Trauerspiel, wie ich finde.
    ...sagt Steffen

  12. #7
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
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    Zitat Zitat von Thomsen
    Die Brisanz des Themas liegt meines Erachtens noch in einigen anderen Punkten ...

    Umweltbedingungen müssen sich geändert haben ... meist rasant, dafür hat als Verantwortlicher fast ausschließlich der Mensch geradezustehen.

    Beispiel: Eutrophierung begünstigt den Zander gegenüber dem Hecht, Verringerung des Trophiegrades den Hecht gegenüber dem Zander.

    Vor allem unsere Fließgewässer stellen sich, sofern nicht durch weiteren menschlichen Eingriff renaturiert, strukturarm und somit weitgehend 'unnatürlich' dar.
    Wer wundert sich dann darüber, dass es Verschiebungen bei den Häufigkeiten von Fischarten gab und gibt?



    Die Strukturprobleme unserer Ökosysteme werden wir nur mit einem ganzheitlichen Ansatz halbwegs in den Griff bekommen ... das ist meine Ansicht dazu.


    Thomas
    Hi,

    vielleicht noch zwei Anmerkungen dazu:

    1. natürlich ist "der Mensch" für viele - längst nicht alle - Veränderungen (hier "die Umweltbedingungen") verantwortlich. Und selbstverständlich haben sich einige der Eingriffe als katastrofale Fehler erwiesen, auf der anderen Seite ist das was wir "Ökosystem" nennen immer in einem Fließgleichgewicht. Beispiel Rhein: hier war der Zanderbestand ausgerechnet in den Zeiten mit der höchsten Abwasserbelastung (fehlende Kläranlagen) am größten, weil durch den erhöhten Eintrag von Trübstoffen (und Giften) andere weniger tolerante Arten in ihrem Bestand schrumpfen. Seit dem die Wasserqualität wieder steigt, kommt plötzlich der Rapfen wieder ins Spiel und besetzt die gleichen Nischen wie der Zander. In der Folge nimmt der Zanderbestand ab und die Rapfen werden die Oberhand gewinnen. Man mag das bedauern, aber wer möchte schon auf die jetzt bessere Wasserqualität verzichten? Die Tatsache, dass jeder gefangene Zander auch in der Pfanne landet, während der (vermeindlich) grätenreiche Rapfen wieder zurückgesetzt wird, trägt auch zur Verschiebung des Gleichgewichts bei, keine Frage.

    2. Habe ich ein Problem mit der Vorstellung "Die Strukturprobleme unserer Ökosysteme werden wir nur mit einem ganzheitlichen Ansatz halbwegs in den Griff bekommen". Aus folgendem Grund: bisher ist jeder Versuch - soweit mir bekannt - Strukturprobleme durch Menschenhand zu lösen oder "in den Griff" zu bekommen, zu einem Desaster geworden. Ich denke wir müssen uns ein wenig von der ausschließlich menschlichen Sicht der Dinge verabschieden. Um obiges Beispiel aufzugreifen: für den Rapfen stellen die veränderten Bedingungen kein Problem dar, wohl aber für den Zander. Wenn es also stimmt - was ich glaube - das das Ökosystem sich in einem Fließgleichgewicht befindet, dann kann schon morgen gut sein, was heute noch schlecht erscheint und umgekehrt. Etwas weniger "Umweltmanagement" und sei es auch noch so gut gemeint und ein wenig mehr Geduld und Vertrauen auf die Selbstregulierungskräfte der Natur, würden sicher das ein oder andere Mal hilfreicher sein.

    Thorsten

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  14. #8
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Hallo Thorsten,

    ein ausgezeichneter Beitrag ...

    Du hast mich insofern etwas 'zu eng' ausgelegt, dass der 'ganzheitliche Ansatz' durchaus darin bestehen kann, einen renaturierenden Input zu bringen ... und dann das Gewässer jahrelang in Ruhe zu lassen.

    Menschen sind nur Hilfs-Öko-Manager ... der beste ist die Natur selbst.
    Unsere Entscheidung kann also auch lauten: ganz oder teilweise 'Finger weg'.

    Eine solche Entscheidung kollidiert natürlich mit unseren eigenen anglerischen Interessen (schaffen wir es, ein Gewässer mal jahrelang in Ruhe zu lassen?), aber: Dinge, auf die man zu warten bereit ist, bereiten im nachhinein die größte Freude ...

    Gerade bei Besatz sehe ich große Probleme ... wie beim Anfüttern sollte es heißen: weniger ist mehr, in manchen Fällen nichts geradezu alles ...


    Thomas
    Geändert von Thomsen (06.06.2006 um 20:28 Uhr) Grund: Typo

  15. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  16. #9
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    Wenige kümmern sich darum, dass eine gesamte Organismengemeinschaft in ihrer Zusammensetzung 'in sich stimmig' sein muss, damit ein sich selbststragendes System installiert werden kann (früher hat sich so etwas auch selbst 'installiert) ... an dem man dann auch in jeder Hinsicht Freude haben kann.

    Hätte den Gewässerwarten der an dem See befindlichen Vereine (Steffens Beispiel) nicht schon wesentlich früher auffallen können oder müssen, dass eine Verschiebung im Artengefüge Einzug hält?
    Warum wurde das nicht früher untersucht und schon frühzeitig gegengesteuert?

    Ich fürchte, dass bei so etlichen Anglern und Vereinen ein nur untergeordnetes Interesse an den zugrundeliegenden Zusammenhängen besteht, oder: an Pflanzen oder anderen Tieren, die keine Schuppen haben ... getreu dem Motto: ich habe dieses Jahr ganz gut gefangen, also ist ja alles in Ordnung.
    Thomas...dazu sage ich nur
    Da jibt et nüscht dran zu meckern
    Kenne leider persönlich viel zu viel Gewässer, wo genau das passiert ist.
    Wo aus naturnahen Gewässern Artenpuffs geworden sind, die dann auch noch aufgrund ihrer """Attraktivität""" für den Kochtopfangler auch so angelegt werden.
    Schließlich braucht Opa...oder der Bivy ordentlich Platz zum Angeln.
    Am Besten wir bauen die Autobahn bis ran ans Gewässer, machen drumherum alles Beton und irgendwann glauben dann die Kinder wirklich, daß alle Enten gelb sind.
    Da ich gerade im Begriff bin mich in Rage zu schreiben, hör ich lieber auf...
    Willi

  17. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Jungpionier für den nützlichen Beitrag:


  18. #10
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    Der beste Manager für die Natur ist die Natur. Die Menschen greifen meistens so stark ein, das es nur negativ sein kann.
    Wie kann man in einem 5 ha großen See, wo schon Hunderte Karpfen drin sind, nochmals 760 Karpfen einsetzen? Dummheit der verantworlichen, oder Unwissenheit?
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  19. Der folgende Petrijünger sagt danke an Don Rolando für diesen nützlichen Beitrag:


  20. #11
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    Gedankenlosigkeit...

    würde ich eher sagen Roland.

    Aber ich kann auch die Behörden nicht verstehen. Zumindest in NRW muss ein Gewässerpächter einen Hegeplan vorlegen, der auch geprüft und genehmigt werden muss.

    Wie es scheint haben die auch nicht wirklich die Ambition, für ein Ökologisches Gleichgewicht zu sorgen.

    Vermutlich geht alles nach dem Moto: "Hauptsache Spaß" beziehungsweise "der Rubel rollt".
    ...sagt Steffen

  21. #12
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    Das sogenannte gutgemeinte von heute ist dann das Ökologische KO von morgen, so sieht es doch aus.
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  22. #13
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    Der ständige Karpfenbesatz in unseren DAV Gewässern hat aber einen ganz anderen Hintergrund.
    Erstens wo sollen die Züchter mit ihren ganzen Fischen hin? Und Zweitens wer entscheidet denn in den oberen Gremien, was besetzt wird und was nicht?
    Bestimmt nicht der "junge" aktive Spinnangler.....

  23. #14
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Genehmigung

    Also ich kann natürlich nur von unserem Kreis sprechen:

    Bei uns muss man entsprechend erstmal eine Bewirtschaftung genehmigen lassen. Die Genehmigung und die Auflagen werden vom Amtsveterinär erlassen.

    Dieser ist bei uns auch ein fähiger und engagierter Mann und selbst Angler.

    Das Problem ist aber die Kontrolle. In einem kleinen Teich kann man das noch bewerkstelligen aber in einem größeren Fluss geht das eher schwierig.

    Die seriösen Angelvereine führen regelmäßig E-Fischen durch um die Bestände zu untersuchen und besetzen, soweit sie können, ökologisch. Allerdings sind diese Vereine auch entsprechend teuer. Fanglisten sind Pflicht und bei Nichtmitführen / Nichtausfüllen gibts saftige Sanktionen. Kontrollen erfolgen regelmäßig und intensiv.

    So lobe ich mir das! Vor allem im Interesse der Angler sollte man sich überlegen ob ein solches Vorgehen nicht überall Sinn machen würde.

    Ich denke allerdings, dass es (auch) an uns ist etwas an den Zuständen zu ändern. WIR sind die BASIS in der "Partei" des Angelsports. WIR sind Mitglieder in Vereinen oder Kunden für Tageskarten. WIR können uns beschweren und eventuell auch andere Konsequenzen ziehen (Austritt / Boykott).

    Zudem ist unser Verhalten am Wasser ein weiterer wichtiger Faktor für die Gewässerqualität, womit wir wieder beim Ausgangsthema wären. Wir alle wollen doch, dass wir Spaß am Angeln haben und ihn behalten.

    Deshalb sollten wir uns dafür engagieren und unseren kleinen wie auch großen Beitrag dazugeben, dass unser erwählter "Lebensraum" das bleibt oder wird, was wir uns von ihm wünschen: Ein Paradies!
    ...sagt Steffen

  24. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Goderich für den nützlichen Beitrag:


  25. #15
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    [QUOTE=Jungpionier]Der ständige Karpfenbesatz in unseren DAV Gewässern hat aber einen ganz anderen Hintergrund.
    Erstens wo sollen die Züchter mit ihren ganzen Fischen hin? Und Zweitens wer entscheidet denn in den oberen Gremien, was besetzt wird und was nicht?
    Bestimmt nicht der "junge" aktive Spinnangler..... [/QUOTE]

    @ Willi

    Das wäre auch falsch. Was wären denn das für Gewässer?
    Nur mit Hecht und Zander besetzt?
    Es sollte ein gesundes mittelmaß gefunden werden und auch in die Realität umgesetzt.
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