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  1. #1
    Allrounder Avatar von Tacklebrother
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    Question Schleppangeln, aber wie?

    Hallo zusammen,

    ich möchte mich in der kommenden Zeit verstärkt dem Schleppfischen (Süßwasser; Gewässer ist im Durchschnitt 16m tief, ohne Außenborder) widmen, möchte aber eine derartig aufwendige Anschaffungen, wie die eines Downriggers vorerst vermeiden.
    Ich könnte mir den Einsatz einer Schlepphilfe (z.B. Fish Seeker oder Dipsy Diver) vorstellen, kenne aber die Details und die Einsatzmöglichkeiten einer derartigen Montage nicht:

    1. Was sind Vor- bzw. Nachteile eines Fish Seekers im Vergleich zum Dipsy Diver?

    2. Muss ich zu der eingestellten Tauchtiefe der Schlepphilfe, noch die Tauchtiefe des eingesetzten Wobblers addieren?

    3. Benötige ich neben meiner Spinnrute zwingend noch eine spezielle Schlepprute?
    (Hat jemand Erfahrung mit einem Ruten-Schleppauslöser (siehe Grafik)

    Schon hier einen herzlichen Dank für Eure Auskünfte
    Tacklebrother
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  2. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Achim P.
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    Wink Schleppfischen (Trolling).....

    Zitat Zitat von Tacklebrother
    Hallo zusammen,

    ich möchte mich in der kommenden Zeit verstärkt dem Schleppfischen (Süßwasser; Gewässer ist im Durchschnitt 16m tief, ohne Außenborder) widmen, möchte aber eine derartig aufwendige Anschaffungen, wie die eines Downriggers vorerst vermeiden.
    Ich könnte mir den Einsatz einer Schlepphilfe (z.B. Fish Seeker oder Dipsy Diver) vorstellen, kenne aber die Details und die Einsatzmöglichkeiten einer derartigen Montage nicht:

    1. Was sind Vor- bzw. Nachteile eines Fish Seekers im Vergleich zum Dipsy Diver?

    2. Muss ich zu der eingestellten Tauchtiefe der Schlepphilfe, noch die Tauchtiefe des eingesetzten Wobblers addieren?

    3. Benötige ich neben meiner Spinnrute zwingend noch eine spezielle Schlepprute?
    (Hat jemand Erfahrung mit einem Ruten-Schleppauslöser (siehe Grafik)

    Schon hier einen herzlichen Dank für Eure Auskünfte
    Tacklebrother


    __________________________________________________ _________

    Hallo T.B.,

    Es gibt einige Arten des "Schleppangelns", versuche dir mal einiges so kurz wie möglich zu erklären...

    Nachziehen eines natürlichen od. künstlichen "Fischköders" hinter einem Boot (Ruder - Motorboot)...

    Traditionell mit Schlepprolle (Stuckirolle)...

    Vom Ruderboot aus eigener Erfahrung, kann ich folgendes erzählen...
    Seeforellen u. Seesaiblinge in unseren See'n od. Alpenseen (z.B. Walchensee)
    u. auch folgendes berichten...

    Was brauche ich um erfolgreich zu sein beim: "Schleppfischen"...???
    Um meine gewünschte "Tiefe" zu ereichen benötigt man ein "Bleigewicht" von bis zu 3 Kg"...

    Wie sollte der Köder aussehen:

    Köder: gut spielende "dünnblechige" BLINKER od. PERLMUTTLÖFFEL...
    Je nach Bestimmungen sind mehrere Anbissstellen möglich...
    Vorfachlänge: 5 - 10 m...

    Die Schnur sollte über eine federnte "Auslagegabel" an der "Rolle" laufen, die bei einem "Biss" augenblicklich zu "rucken" anfängt...
    (Wichtig, das der Fisch von "Hand"an die Oberfläche befördert wird)

    Verschieden Arten des "Schleppfischens"...

    Kurzbeschreibungen

    Einfaches Schleppfischen...

    Ein künstlicher (Blinker, Wobbler) od. natürliche Köder (toter Köderfisch am System) wird hinter dem "Boot" geschleppt (hergezogen)...
    Hängt der Köder nur an der "Angelschnur" läuft er relativ nahe an der Oberfläsche...
    Bei Einsatz eines "Wobblers" ist die Stellung der "Tauchschaufel" entscheidend...
    Größere "Tiefen" werden mit verschiedenen technischen "Vorrichtungen" erreicht...

    Mit "PARAVAN" od. "TAUCHSCHEIBE"...

    Diese "Hilfsmittel" werden in der "Angelschnur" oberhalb des "Köders" geschaltet...
    Durch den "Strömungsdruck" geht man in die "Tiefe"...
    Bei einem "Biss" klappt das "Gerät" so ein, dass es weniger Widerstand beim einholen bietet...


    >>TROLLING<< Mit "Downrigger"...



    Wann ist "Downrigging" von Vorteil: Auf Lachse u. Meerforellen (z.B.) in der Ostsee mit Hilfe von so genannten "Downriggern" u. einem "Echolot"...
    In einem speziell ausgerüsteten "Motorboot" werden mehrere "Ruten"
    montiert, an denen "künstliche Köder" in verschiedenen "Wassertiefen" hinter dem Boot "geschleppt" bzw. "hergezogen" werden...


    In diesem Sinne...


    PS: Im Falle ihr könnt wieder einmal meine Graphiken nicht sehen, habe ich sie am Ende des "Textes" angefügt...
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    Geändert von Achim P. (03.02.2006 um 20:45 Uhr)
    In diesem Sinne...

    Viele Petrigrüße
    Achim


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  4. #3
    Allrounder Avatar von Tacklebrother
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    Schon deutlich schlauer...

    Hallo ,

    vielen Dank an Achim für diese umfangreiche Informationen, die mir gut weiterhelfen.
    (Kann mir allerdings nicht ganz erklären, warum ich 5-10m Vorfachlänge beim Schleppen benötige - oder ist damit eine Schlagschnur gemeint?)

    Wie ich aus der Zeichnung erkenne, sind Downrigger sicherlich die optimalen 'Schleppassistenten', mir persönlich aber im Moment etwas zu teuer...
    Wenn ich auf Paravane (und Rudern) zurückgreife, sollte ich wahrscheinliche eine eher steifere Rute mit Spitzenaktion verwenden - muss da 'ne extra Schlepprute her?

    Viele Grüße
    Tacklebrother

  5. #4
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Spontanes u. geplantes Schleppen

    Hallo T.B.,

    eine normale Spinnrute reicht Dir sicherlich für's 'Spontanschleppen' ... damit ist der Platzwechsel zwischen Spinnfisch-Spots gemeint.

    Meist habe ich aber sogar noch 2 Schleppruten dabei.

    Die Frage, ob eine 'normale' Spinnrute ausreicht, lässt sich nur beantworten, wenn klar ist
    a) welche Art und Größe Köder Du schleppen willst
    b) ob Du eben noch Schlepp-Vorrichtungen in die Montage einschalten willst
    (wg. Wasserwiderstand u. Schwere der Montage)

    Wenn ich nicht 'spontanschleppe', bin ich mit kräftigeren Spinnruten unterwegs: eine mit 120, eine mit 180g WG.

    Das liegt daran, dass ich auch gerne Wobbler über 20cm Länge schleppe

    Schon ein tieflaufender Wobbler mit stärkerer Aktion würde Deine Normal-Spinnrute zu sehr in Aktion bringen ... Du brauchst ja noch Reserven für den Anschlag. Als optimal empfinde ich, wenn sich die Aktion des geschleppten Köders deutlich im ersten Drittel der Rute abzeichnet.

    Mit speziellen Schlepp-Vorrichtungen (wie von Achim beschrieben) habe ich noch keine Erfahrung (einen Paravan werde ich mir zum Testen aber auch mal anschaffen).
    Bisher habe ich die Tiefenbeschwerung immer selbst 'gebastelt' ... mit einem kunststoffummantelten Karpfenblei lassten sich auch große Floating-Wobbler auf Tiefe bringen. Vorfachlänge etwas mehr als gewünschter Grundabstand, Schleppgeschwindigkeit an Aktion anpassen.
    Alles eine Frage der Übung ...

    Bei manchen Bedingungen (Wind, Seegang) wirst Du mit solchen Lösungen natürlich nicht mehr glücklich.

    Bei großen GuFis oder sinkenden Ködern kommt auch Driftfischen in Frage ... selbst das Einhängen einer Pose mit höherer Tragkraft ist möglich, wenn das Gewässer/die Schlepptiefe nicht zu hoch ist und Du direkten Grundkontakt vermeiden willst/musst.

    Der Phantasie sind also kaum Grenzen gesetzt ... einfach mal durchprobieren, Deine Lieblingsmethode wirst Du sicher schnell finden.


    Thomas
    Geändert von Thomsen (14.02.2006 um 15:33 Uhr)

  6. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  7. #5
    fischwilderer
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    hallo tacklebrother
    eigentlich wollte ich hier nicht mehr schreiben,aber will ja nicht so sein,sonst bin ich wieder ne memose.
    zum thema : was willst fangen,ist das gewässer klar,ist es stark befischt?
    du ruderst,also fährst langsam,denk willst auf hecht.beim hecht ist das schlimmste was man machen kann,man unterfischt ihn,ich würde in deinem fall nie tiefer wie 8m fahren,eher so 2-4m tiefe.man rechnet bei 50m schnur und 30g blei so 3-4 m tiefe,ich persöhnlich benutze wickelblei,das ich biege wie ne banane(wegen überschlag)nicht zu weit vom köder weg(so4-5m),sonst bekommt die schnur einen bauch,dann sitzt der anschlag nicht.wirbel sind zwingend wegen schnurdrall,das vorfach,bei klaren wasser hardmono(so 2m),bei trüben wasser kannst sogar ne kupferlitze nehmen(dann brauchst weniger blei),ich selber benutze eine schleppkette,kannst billig selbermachen.
    gibt es bei stollenwerk,ist ein meeresvorfach aus stahldraht mit seitenarmen,an die seitenarme machst kleine spinnerblättchen(geht einfach mit springringen)das ganze sieht dann im wasser aus,wie wenn dein wobbler einen schwarm kleinfische verfolgt und kein hecht kann das brauchen,wenn da einer in seinem revier raubt,du kannst wobbler oder große blinker benutzen(immer die haken kontrollieren wegen schärfe(nagelprobe),spinner eignen sich nicht zum schleppen(schnurrdrall)ist das gewässer klar oder überfischt,würde ich köderfisch am system bevorzugen(es läuft nichts natürlicher)wichtig beobachte das laufverhalten deines köders bei verschiedenen geschwindigkeiten,kann man am boot machen,man läßt ihn nur paar meter raus,benutze nie unterschiedliche köder,der eine läuft gut bei der geschwindigkeit,der andere würde langsamer besser laufen z.b.
    der auslöseklipp finde ich sch...,die schnur hängt aus,wird locker,der kontakt zum fisch ist abgebrochen,je nachdem wie der fisch reagiert,hast ihn oder er ist weg,die hechte beißen und bleiben im ersten moment stehen,da mußt ein zwei kräftige ruderschläge machen,wegen anschlag.man könnte das thema ausbreiten,so zum beispiel würde ich sidplaner benutzen(da fischt du größere wasserfläche ab),die kannst auch leicht selber machen,kannste bei stollenwerk anschauen.wenn du probleme hast oder fragen,bin gerne bereit.
    gruß jim

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