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  1. #1
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Question Abstimmen von Fliegengerät und Fliegenschnur

    Hallo Leute!

    Ich komme hier mal mit einer Frage, die ich mir schon öfter gestellt hab und die jetzt für mich besonders interessant wird:

    Die Schnur- und Rutenklassen sind ja bekanntlich nach den AFTMA-Klassen unterteilt. Ich habe aber noch nie etwas von Tragkraft oder ähnlichem bei Schnüren gelesen. Ich hab hier und da gehört, dass ein guter Allrounder die Klasse 6 ist und das man auf Hechte die Klasse 8 wählen sollte, mehr nicht!


    Es gibt da an der Sieg einen Wehrstau, in dem ich gern angel. Jetzt hab ich aber dort schon mehrfach beobachtet wie sich dort Fische, die ich für Karpfen halte, in großen Zahlen aufhielten. Folglich muss ich mit einem solchen Gegner rechnen (und um ehrlich zu sein auf einen solchen hoffen ), wenn ich dort mit der Nymphe fischen will. Allerdings muss ich hier auch mit Hindernissen an den Brückenpfeilern rechnen, was bedeutet, dass ich sehr hart drillen müsste.

    Was ich gern wüsste ist, wieviel Tragkraft eine Schnur der jeweiligen AFTMA-Klasse hat und was man ihr zumuten kann. Überhaupt wärs mal interessant, mit welchen Geschirr ihr fischt, wenns mal nicht auf Forellen und Äschen geht.
    ...sagt Steffen

  2. Der folgende Petrijünger sagt danke an Goderich für diesen nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Achim P.
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    Thumbs up Tragkraft bei "Fliegenschnüren".....

    Hallo Goderich,

    schön das du dir mal Gedanken darüber gemacht hast...

    Werde versuchen, dir mal so gut es geht die Gewichts u. Tragkrafteinteilungen der Fliegenschnüre (Shootline) bzw. der Vorfächer zu beschreiben...

    Es ist schon wie du angesprochen hast, das "Fliegenschnüre" (Schnurklasse)
    in AFTMA von 1 - 15 aufgeteilt sind...

    Bei der "Shootline":

    0,028" = 9,5 - 10,8 kg
    0,031" = 12,0 kg
    0,034" = 13,5 kg
    0,038" = 15,5 kg

    Es gibt auch noch Schnüre mit einer Tragkraft von 17,5 - 25 kg


    Hier nochmal die Schnurklassen:

    AFTMA: 1 - 15...

    1 - 4 : Superleichtes Fischen (Weisfische, scheue Salmoniden in kleineren Gewässern)

    5 - 7 : Leichtes bis mittleres Fischen auf Äschen u. Forellen, ( auch kleine Hechte, Karpfen u.ä.)

    8 - 9 : Mittelschweres bis schweres Fischen auf größere Hechte, Forellen etc. im Salzwasser : Bonefish, kleine Tarpon u. ä...

    10 - 13 : Schweres Fischen auf Großlachs, Huchen etc., im Salzwasser auf Tarpon, Barracuda u. ä...

    14 - 15 : Schweres Fischen auf Stör, Thun, Marlin, Segelfisch u.ä...


    Ich hoffe das es dir hilft...

    In diesem Sinne...
    Geändert von Achim P. (14.05.2008 um 20:57 Uhr)
    In diesem Sinne...

    Viele Petrigrüße
    Achim


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  4. Folgende 8 Petrijünger bedanken sich bei Achim P. für den nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Weitere Geräte

    Eine weitere Frage:

    Ich hab mir vor kurzem mal zum ausprobieren sogenante Micro Snaps, also Häkchen, in die Fliegen eingehängt werden können, um sich das Knoten zu ersparen gekauft. Diese gibt es in verschiedensten Ausführungen, zum Beispiel von den Firmen Behr und Jenzi.

    Nun sind das aber winzige filigrane Gebilde, die nicht gerade den Eindruck erwecken, als könnten sie einem größeren Fisch im Drill standhalten.

    Hat irgendwer schon erfahrungen mit diesen lustigen kleinen Dingern gemacht? Was denkt ihr über diese "Arbeitserleichterung"?

    Ich werd mich natürlich melden, wenn ich sie erstmalig getestet hab.
    ...sagt Steffen

  6. #4
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Hallo Goderich,

    ich kenne die snaps, habe sie auch schon mal gestestet und würde sagen für den normalen Fisch, den mit 30-45 cm oder auch noch par cm mehr kann man sie schon verwenden. Allerdings ist mein Vertrauen da ebenfalls eingeschränkt und da ich nicht unbedingt eine kapitale Bach-, Regenbogen- oder Seeforelle, welche eh schon relativ selten sind, verlieren möchte, auch nicht bei einem Test verlieren möchte, bin ich wieder bei den guten alten Knoten angelangt.
    Der Weg dorthin war relativ kurz, gerade war da noch ein Snap an meiner 0,12er Vorfachspitze, etwa 5 cm vor dem Snap war das Vorfach leicht aufgerauht weil mein Wurf zu der anderen Seite des Baches 10 cm zu weit war und meine Fliege eine innige Beziehung mit einem Schierling einging, welche ich durch heftiges rütteln und ziehen unterbinden konnte. Da kam mir nur für einen kurzen Augenblick die Idee den Snap erneut an mein gekürztes Vorfach zu montieren, just in diesem Moment, als keine Nymphe am Vorfach war, schwam in aller Ruhe und direkt vor meinen Beinen eine Browninger (Bafo) mit sicherlich 60 cm aus dem Kolk vor mir langsam hinaus in die Strömung. Da wurde der Steffel dann ganz schnell, hat den Snap fallengelassen, die Nymphendose so aus der Jacke gezogen wie Billy the Kid den Revolver 12 Uhr Mittags, einen Knoten gezaubert, daß Copperfield blass werden würde und hinterher geworfen ohne Rücksicht auf Verluste. - Erwischt hab ich sie leider nicht die rotgetupfte Schönheit, einen Snap hab ich auch nur noch ein einziges mal montiert bevor ich zum angeln ging und dann nie mehr wieder.

    Petri Heil

    Stephan

  7. #5
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Würd sagen das ist mal ne klare Ansage!

    Dankeschön! Auch für die nette Geschichte...
    ...sagt Steffen

  8. #6
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    Zitat Zitat von Goderich
    Hallo Leute!

    Ich komme hier mal mit einer Frage, die ich mir schon öfter gestellt hab und die jetzt für mich besonders interessant wird:

    Die Schnur- und Rutenklassen sind ja bekanntlich nach den AFTMA-Klassen unterteilt. Ich habe aber noch nie etwas von Tragkraft oder ähnlichem bei Schnüren gelesen. Ich hab hier und da gehört, dass ein guter Allrounder die Klasse 6 ist und das man auf Hechte die Klasse 8 wählen sollte, mehr nicht!


    Es gibt da an der Sieg einen Wehrstau, in dem ich gern angel. Jetzt hab ich aber dort schon mehrfach beobachtet wie sich dort Fische, die ich für Karpfen halte, in großen Zahlen aufhielten. Folglich muss ich mit einem solchen Gegner rechnen (und um ehrlich zu sein auf einen solchen hoffen ), wenn ich dort mit der Nymphe fischen will. Allerdings muss ich hier auch mit Hindernissen an den Brückenpfeilern rechnen, was bedeutet, dass ich sehr hart drillen müsste.

    Was ich gern wüsste ist, wieviel Tragkraft eine Schnur der jeweiligen AFTMA-Klasse hat und was man ihr zumuten kann. Überhaupt wärs mal interessant, mit welchen Geschirr ihr fischt, wenns mal nicht auf Forellen und Äschen geht.
    hallo goderich,
    wenn ich deine frage richtig verstehe geht es dir auch um die tragkraft von fliegenschnüren. die meisten schnüre haben eine dacronseele mit einer targkraft von ca. 30 pfund, ca. 14kg. deshalb werden auch allergrößte salzwasserfische nur mit vorfächern von ca. 10 kg tragkraft befischt. es nutz also wenig den großlachs mit nem 0,50 mm monofil zu beangeln im besten fall reißt die fliegenschnur. meine erfahrung dazu war: bei großen königslachsen und 0,40er stroft als vorfachspitze riss meist die dacronseele kurz hinter der spitze der flugschnur, wenn nicht schon vorher der haken gebrochen war. fast nie ist das 0,40er gebrochen.
    beste grüße mario mücke
    www.abenteuer-angeln.de
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  9. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei mario mücke für den nützlichen Beitrag:


  10. #7
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Abstimmen von Fliegengerät u. Fliegenschnur

    Hallo zusammen,
    würde sagen, es kommt doch eher selten vor, daß die Flugschnur reißt.
    Wählt man natürlich ein Vorfach mit höherer Tragkraft als die Flugschnur, so kann es passieren. Ich verliere jedoch lieber mal einen Fisch, als daß ich die teure Fliegenschnur hinterher wegschmeißen kann. Deshalb wähle ich Vorfächer, die im Fall des Falles vor der Flugschnur reißen.
    Gruß
    Eberhard

  11. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Eberhard Schulte für den nützlichen Beitrag:


  12. #8
    Angelguide - Niederrhein Avatar von Torsten Rühl
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    Nach Angaben von Rutenhersteller und renomierten Firmen werden in Zukunft die Gewichtsangaben mit auf der Rute stehen. So kann man sich die Schnüre sleber auswiegen und sofort handeln.
    So ist es auch ganz einfach Schussköpfe auf die richtige Länge zu bringen ohn edie Rute durchzumessen, was sehr aufwendig ist.
    Angeln schafft Freu(n)de

  13. #9
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Hallo Thorsten,

    ab wann und welche Firmen werden denn in Zukunft Schnurgewichtsangaben auf die Rute drucken?
    Was verstehst Du unter "sofort handeln"?
    Anderer Schusskopf, weil die Seele reißt?

    Grüße
    Stephan

  14. #10
    Salmonidenfreund Avatar von Harzer
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    Das versteh ich auch nicht so ganz, Stephan. Schnurgewichtsangaben auf die Rute.
    Wir haben doch die Klassifizierung in AFTMA.
    Und warum reißt die Flugschnur überhaupt. Man drillt doch den Großfisch.
    Es werden doch beim Salzwasserfliegenfischen Fische gelandet die vom Gewicht
    und der Kampfkraft die Tragfähigkeit einer Flugschnur um das Vielfache übertreffen.
    Gut da wird vom Boot aus gefischt.
    Aber auch in Alaska beim Fliegenfischen auf Kings kann man doch ins Boot gehen.
    Und an der Mörrum, da kann ich auch nicht hinterm Fisch herlaufen wies mir
    beliebt. Trotzdem werden dort Fische über 20kg ohne Boot gefangen.
    Eben ausgedrillt.
    Also echt Stephan da versteh ich auch einiges nicht was hier geschrieben wurde.
    Mfg Armin

  15. #11
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    Also diese Snap`s benutze ich auch,aber nur beim Nassfliegen,Nymphen oder Streamerangeln.Für die Trockene sind sie mir zu schwer.
    Habe damit noch nie Ärger gehabt und damit Zander bis ca.70cm erfolgreich erbeutet.
    Lg Peter

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