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  1. #1
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Smile Ringe auf der Wasseroberfläche

    Jeder von Euch hat mit Sicherheit schon oft an seinem Hausgewässer beobachten können wie die Fische Nahrung von der Wasseroberfläche aufnehmen und sich dabei mit kleinen Ringen, Platschern und Schmatzgeräuschen bemerkbar machen.

    Das kann man in fast jedem Gewässer beobachten und daher kann man eigentlich auch überall erfolgreich mit der Fliegenrute angeln. Es muß nicht immer ein typisches Fliegengewässer sein um Freude und Spaß an dieser Fischerei zu haben.
    Sicherlich ist das klassische Fliegenfischen in der Forellen- und Äschenregion anzusiedeln, aber auch unsere großen Flüße und Seen sowie die kleinen Bäche, Weiher und Baggerseen sind hierfür bestens geeignet.

    Karpfen, Brassen (Brachse), Rotaugen, Rotfedern, Döbel (Aitel), Aland und Hasel, um nur einige zu nennen, sind oft das Ergebnis eines Versuches an an diesen Gewässern. Da sind aber dann auch noch die Raubfische wie Barsch, Hecht, Rapfen (Schied), Wels und Zander denen wir gezielt mit der Fliegenrute nachstellen können.

    Wenn Ihr jetzt sagt, die fange ich doch auch mit einer "normalen Angel", dann habt Ihr schon Recht, aber beim Fliegenfischen liegt auch der Reiz darin, den Fisch mit einer Immitation seiner natürlichen Nahrung zu überlisten.
    Das erfordert wiederum einige Erkenntnisse über die Insekten und Wassertiere die den Fischen als Nahrung dienen.

    Hört sich nach viel lernen an, ist aber gar nicht so schlimm. Wenn Ihr mit ein wenig Aufmerksamkeit Euch am Wasser aufhaltet und beobachtet was sich da so tummelt, kreucht und fleucht, dann habt Ihr einen großen Teil schon gesehen.
    Alle kennen wir die Ameisen, Bienen, Eintagsfliegen, Heuschrecken, verschiedene Käfer, Köcherfliegen, Libellen, Maifliegen, Mücken, Schnacken und Steinfliegen die uns am Ufer begleiten und jeder hat sie schon mal auf dem Wasser schwimmen gesehen, wenn sie von einem Grashalm, Schilfblatt, Busch oder Baum ins Wasser gefallen sind, oder sogar wenn einige von ihnen gerade schlüpfen, ihren Hochzeitstanz vollführen, ihre Eier ablegen oder gestorben sind.

    Entspannt Euch beim Beobachten und genießt die Natur, das was Ihr seht ist Euer Wissen.

    Alle diese Insekten sind gute Köder als Trockenfliegen, und die Stellen an denen sie ins Wasser purzeln sind auch gute Stellen für den Fliegenfischer.

    Etwas schwerer wird es da schon bei den Larven vieler Insekten und deren Entwicklungsstadien, davon bekommen wir in der Regel viel weniger mit. Mal abgesehen von den Ameisen, Bienen, Heuschrecken und den Käfern verbringen die Larven der oben genannten Insekten den Großteil ihres Lebens unter Wasser und dienen auch hier den Fischen als willkommene und gern genommene Nahrungsquelle.

    Wer es noch nicht getan hat, sollte mal einen Stein am Uferbereich aus dem Wasser nehmen und sich die Unterseite genau ansehen, die Enden der Schilfhalme beobachten, das "Kraut" das am Haken des Blinkers hängt nicht einfach zurück werfen, denn da finden wir dann die Larven der kleinen Flugsaurier.

    Mit dem guten Angelplatz unter Wasser verhält es sich genauso wie über Wasser, dort wo bestimmte Larven vorkommen sind die Hot Spots für unsere Immitationen.

    Um erfolgreich mit der Fliegenrute zu fischen solltet Ihr auf die Farbe der Tierchen achten, denn die kann von Gewässer zu Gewässer variieren, so wie die Fische, passen sich auch die Insektenlarven farblich ihrer Umgebung an.

    Im Fachhandel bekommt Ihr in der Regel alle gängigen Immitationen in den gebräuchlichen Farben dieser Insekten, wer allerdings noch etwas weiter gehen will, der bindet sich seine Fliegen selbst und wird mit seinen Kreationen bei einem Erfolg das Tüpfelchen auf das "i" setzen.

    Wer noch nicht so weit werfen kann, der sollte wie ein Indianer an die Stellen pirschen an denen er angeln will oder es mit einem Belly Boat versuchen.
    Wenn Ihr die Fische nicht verschreckt sind es oft nur einige Meter bis zum Fisch und auch ein Anfänger wird dann dieses Gefühl verspüren, welches das Fliegenfischen so einzigartig macht.

    Zusehen, Entspannen, Nachdenken und fangen, im Einklang stehen mit der Natur, das ist das wahre Fliegenfischen.

    Ich wünsche Euch viel Freude und Spaß daran
    Euer
    Stephan

    P.S. Schreibt uns doch Euere Erfahrungen und Erlebnisse vom Fliegenfischen, stellt Euere Fragen wenn Ihr es auch einmal an Euerem Hausgewässer versuchen wollt und überwindet die Scheu vor dem Fliegenfischen hier im Forum.

    Petri Heil
    Geändert von Stephan Wolfschaffner (02.12.2006 um 13:22 Uhr)

  2. Folgende 6 Petrijünger bedanken sich bei Stephan Wolfschaffner für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Southern Carp Hunter Avatar von Aalglöcken
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    Hey Stephan
    Ich finde diese Fischerei am spannestens von allem!!!
    Bei mir am Gewässer !! Gibt es Tage wo die Forellen/Äschen wie verrückt steigen!! Aber an manchen auch gar nichts deshalb lieber die eine oder andere Nymphe im Sortiement dabei zu haben!!
    Aber doch Klasse Beitrag!!!

    Abgeln macht frei!!!!
    Geändert von Aalglöcken (22.03.2006 um 13:43 Uhr)

  4. #3
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Rotaugen+Rotfedern

    ....es müssen auch nicht immer Forellen sein.

    Auch wenn ich Forellen sehr gern hab´,es gibt immer im Sommer einige Tage da zieht es mich mit dem BellyBoat zum See.

    Das ist dann in der Zeit kurz bevor die Badesaison beginnt, mit der Neoprenhose schon sehr angenehm und stundenlang auszuhalten.

    Der Grund dafür sind die Weißfische, die sich zahlreich im Flachwasserbereich aufhalten und vor den frischen Schilfgürteln entlang ziehen.

    Achtung, da sind auch schon mal einige Karpfen mit dabei.

    Egal ob mit der Nymphe oder Trockenfliege, an einem guten Tag sind schon 15 Fische dabei.
    Das ist meine Art für "Fischkrapferl" (Frikadellen) zu sorgen.

    Wenn man weiß wo ein Schwarm steht, dann versucht es mal mit der Fliegenrute, einer kleinen "Madennymphe" und ihr werdet viel Spaß haben.

    Weite Würfe sind mit dem BellyBoat meistens gar nicht nötig und auch der Beginner wird erfolgreich sein.

    ...so sind sie für mich schon optimal



    Auf diese Art kann man sich etwas Spaß bereiten und etwas Neues ausprobieren - Fliegenfischen

    Petri Heil

    Stephan

  5. Der folgende Petrijünger sagt danke an Stephan Wolfschaffner für diesen nützlichen Beitrag:


  6. #4
    Gesperrt
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    Ich muß mal suchen, irgendwo geistern im Netz auch meine Fliegen-Rotfedern rum.
    Fischt man dann auf noch scheuere Weißfische, so ist das ein prima Training für das Fischen auf Äsche und Forelle.
    Überliste mal den scheuen Altfisch bei Döbel und Aland. Äußerst scheue Gesellen.
    Ich hoffe im Winter wieder auf ein entspanntes Brassennymphen
    Tolle Drills am dünnen Vorfach inklusive.
    Steffl weiter so!

    Willi

  7. Der folgende Petrijünger sagt danke an Jungpionier für diesen nützlichen Beitrag:


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