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  1. #1
    Raubfischfreak & Releaser
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    Erfolgreich mit Oberflächenködern

    Oberflächenköder


    Die Trockenfliegen des Spinnfischers könnte man sie nennen, die verschiedenen Modelle von schwimmenden Ködern, welche auch unter Zug nicht abtauchen. Nicht immer erfolgversprechend, aber wenn doch, dann geht die Post ab. Für Schwarzbarsche, Barsche und Hechte sind diese Köder manchmal erfolgversprechend, ich habe sogar mal einen Wels auf Popper gefangen, was gar nicht sooo erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass der Köder eigentlich ein Geräusch macht, was dem eines Wallerholzes gleicht. Es gibt wohl kaum Köder, die langsamer geführt werden (ausser Weichplastikköder in den Händen von Spezialisten) und bestimmt keine, die aufregender zu fischen sind. Wenn ein grosser Schwarzbarsch den Köder mit einem Platsch! verschwinden lässt, oder gar ein übereifriger Hecht in voller Länge aus dem Wasser schiesst, bleibt einem fast das Herz stehen. Und für gewöhnlich begeht man dann auch den klassischen Anfängerfehler beim Fischen an der Oberfläche: das voreilige Setzen des Anhiebs. Als Spinnfischer ist man so darauf konditioniert, beim kleinsten Anzeichen eines Bisses anzuhauen, dass man ganz vergisst, dass das, was man da an der Oberfläche sieht und hört, normalerweise im Verborgenen passiert und nicht angeschlagen wird. Die Faustregel heisst: erst anschlagen, wenn man den Fisch in der Rute spürt. Auch wenn der Köder 'weg' ist und sich die Schnur bewegt, ist es Zeit für den Anhieb. Oft sind die lautstarken Attacken nämlich Fehlangriffe und wenn nicht, hat der Fisch oft sein Maul noch nicht geschlossen, während unser Reflex ihm den Köder schon wieder rauszieht.


    Wichtige Faktoren

    Aktion-Geräusch:
    Es gibt verschieden Typen von Oberflächenködern und ich möchte mich hier mal auf die zwei beschränken, mit denen ich auch tatsächlich schon was gefangen hab. Da wären zum einen die Popper, die einen ausgehöhlten Kopf haben, der bei scharfen Rucken mit der Rutenspitze ein glupschendes Geräusch erzeugt, welches sehr laut sein kann, und in keinem Verhältnis zur Grösse des Köders zu stehen scheint. Der andere Typ ist mehr oder weniger zigarren- oder fischförmig und hat ein oder zwei Propellerchen an den Enden. Die Propeller erzeugen ein eher dezentes Plätschern, Wenn man sie ruckartig führt, schiessen sie hin und her wie Jerkbaits, ansonsten laufen sie schnurgrade. Es gibt noch einige andere Varianten: Zigarren ohne Propeller, kleine 'Krauler' mit zwei anklappbaren Metallflügeln usw. aber die stell ich erst vor, wenn mal was drauf beisst.

    Grösse:
    Oberflächenköder sind eher eingeschränkt in der Grösse, das Gros dürfte zwischen 6 und 15cm liegen. Amerikanische Muskie-Angler verwenden wohl noch etwas grössere.

    Form:
    Die Form der Oberflächenköder dient fast nur dem Zweck, eine bestimmet Aktion zu erreichen.

    Farbe:
    Die Farbe eines Oberflächenköders ist nicht sehr wichtig, der Fisch sieht praktisch nur die Silhouette. Deshalb ist schwarz sehr beliebt. Mehr oder weniger froschähnliche Designs, kontrastreiche Muster mit schwarzen Flecken oder Streifen sowie Beutefischimitationen sind auch sehr häufig und nicht verkehrt. Die Bedeutung der Farbe schwindet noch, weil die Köder oft besonders in den Dämmerungsstunden erfolgreich sind.

    Köderführung:
    Die Führung eines Oberflächenköders ist das Ah und Oh auf dem Weg zum Erfolg. Sie muss unregelmässig und vor allem langsam sein, das heisst zwischen den einzelnen Rucken oder Serien von Rucken sind unbedingt Pausen einzulegen. Dies gilt vor allem für Popper, bei anderen Ködern ist ein regelmässiges Einholen manchmal möglich, sollte aber auch sehr langsam und mit Pausen erfolgen. Erfahrene Muskieangler machen immer kurz vor dem Boot noch einen scharfen Richtungswechsel um die häufigen Nachläufer zum Anbiss zu Reizen. Nach dem Einwurf sollte man immer etwas warten und auch auf einen sofortigen Biss gefasst sein, besonders wenn man im Wasser stehende Hindernisse jeglicher Art anwirft (Bäume, Pfähle, Schilfbüschel, etc).
    (Quelle:Spinnfischen auf Raubfisch)

    Hoffe ich konnte euch etwas vom Oberflächenangeln näher bringen!Viel Erfolg!


    Mfg
    Pike
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    Geändert von Pike Catcher (02.11.2005 um 18:52 Uhr)

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Pike Catcher für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Schweizer Avatar von gotzi
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    Danke für deine Ausführungen .... kleine Frage könntest du noch überall ein Pic hinten anhängen, wir schweizer haben ein bischen andere Beziechnungen oder ich bin Unwissend .... danke ...
    Petri Grüsse aus der Schweiz

    Gotzi

  4. #3
    Raubfischfreak & Releaser
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    He Gotzi,
    habe extra für dich überall ein Pic angehängt zur besseren Verständlichkeit!

    Mfg
    Pike

  5. #4
    Raubfischjäger Avatar von Illex Master
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    Genau mein Thema
    Schön erklärt von Dir!
    Hast Du schonmal Stick- Baits oder Pencil- Baits probiert die man im Zik- Zak (Walking the Dog) auf der Oberfläche führt, sind seit einiger Zeit meine Favoriten. Habe vorher auch nur auf Popper etwas fangen können. Doch jetzt benutze ich sie kaum noch, da ich mit den Walking the Dog geführten Ködern deutlich mehr Bisse zu verzeichnen kann. Man braucht zwar ein bißchen Zeit den Köder im richtigen Zik- Zak mit Pausen zu führen, da diese nicht so leicht zu führen sind wie einfache Popper, aber sie machen dafür auch viel mehr Spaß! Mit einem guten Stick- Bait kann man Vielseitiger fischen. Erst im Zik- Zak laufen lassen, kurze Pause, kurz abtauchen lassen usw.
    Ist auf jeden Fall mal einen Versuch Wert
    Wenn Du es mal probieren möchtest empfehle ich Dir einen mit schweren Kugeln die laut Rasseln, die sind bei mir am fängigsten.

    Gruß
    Illex
    Petri Heil

    Kunstköder heißen nicht so weil sie künstlich sind, sondern weil es eine Kunst ist mit ihnen umzugehen!

  6. Der folgende Petrijünger sagt danke an Illex Master für diesen nützlichen Beitrag:


  7. #5
    Petrijünger Avatar von Florian Heimgartner
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    was haltet ihr von den Gummifröschen?

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