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  1. #1
    Profi-Petrijünger Avatar von Bonita2000
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    Kunstköder unter der Lupe

    Kunstköder unter der Lupe


    Kein anderer Köder hat in den letzten Jahren so viele Raubfische gefangen und für Aufsehen gesorgt wie die Kunstköder. Spinner, Blinker, Twister, Wobbler und Shads, um nur einige zu nennen, haben es nicht nur dem Angler, sondern auch den Fischen angetan.

    Die Kunstköder werden in verschiedene Klassen eingeteilt. Zu den Hauptgruppen zählen:

    Wobbler:
    Sind oft naturgetreue Imitationen aus Holz oder Kunststoff. Durch die kleine Schaufel am Kopf wird der Wobbler auf Tiefe gebracht. Durch die spezielle Schaufelform und Neigung wird das Tauchverhalten beeinflusst. Bei den Wobblern gibt es unterschiedliche Modelle, einige bestehen aus einem Stück, andere wiederum sind 2- oder sogar 3-teilig. Durch die guten Imitate sehen die heutigen Wobbler den lebenden Fischen sehr ähnlich.

    Blinker:
    Die Blinker stellen wohl einen der ältesten Kunstköder überhaupt dar. Eine einfache Messing- oder Eisenplatte mit einer Öse und Haken am anderen Ende vervollständigen einen tollen Kunstköder, der schon viele Fische überzeugt hat. Die aktuellen Blinker besitzen verschiedene Formen, um ein Taumeln im Wasser zu erzeugen. Durch die oft silbernen Farben werden auch beißfaule Räuber animiert. Große Löffelblinker werden beim Schleppfischen auf Hecht und Lachs eingesetzt.

    Spinner:
    Die Spinner haben besonders auf Zander und Barsch eine magische Anziehungskraft. Das System eines Spinners ist relativ einfach. Eine kleine Metallplatte dreht sich bei Wasserdruck um die eigene Achse und erzeugt so Schall- und Druckwellen, die von den Raubfischen wahrgenommen werden. Unterschiedliche Farben und Dekore ermöglichen den Einsatz in jedem Gewässer und auf jeden Fisch. Besonders beliebt sind auch Tandem-Spinner, die ein tolles Unterwasserspiel erzeugen.

    Die Gruppe der Weichplastikköder:
    Seit vielen Jahrzehnten haben die Weich- oder Gummiköder einen festen Bestand in unseren Köderboxen und dies zurecht. Durch die oft sehr realistischen Bewegungen unter Wasser stehen sie in keiner Weise dem natürlichen Fisch-Ebenbild nach. Auch die Weichheit der Köder beim Anbiss lässt dem Raubfisch keinen Verdacht schöpfen, solange bis er einen Haken spürt. Mittlerweile gibt es Weichplastikköder in unendlich vielen Farben und Variationen. Einige Hersteller verfeinern diese Köder noch mit Geruch- und Geschmackstoffen, um eine noch größere Fängigkeit zu erzielen. Bitte bewahren Sie Ihre Weichplastikköder immer in twisterresistenten Boxen auf, in anderen Boxen reagieren die Köder mit der Box und werden unförmig. Bei den Weichplastikködern gibt es folgende Gruppen:

    Twister:
    Besonders gut für Zander oder Barsch. Mit ihren langen Schwänzen sehen diese Köder wie flüchtende Fische aus. Werden zuammen mit einem Jigkopf benutzt, der den Twister auf Tiefe bringt. Auch Doppelschwanz-Twister stehen bei einigen Anglern ganz hoch im Kurs.

    Shads:
    Sehen dem natürlichen Fisch-Ebenbild sehr ähnlich und eignen sich optimal auf Zander und Hechte. Gerade Hechte nehmen die großen Shads sehr gerne. Durch die Größe und Schwere dieser Köder lassen sich auch tiefe Gewässer sehr gut abfischen. Auch zum Schleppfischen sind diese Köder ein wahrer Raubfischsegen.

    Krabben, Garnelen, Aale, Frösche:
    Diese verblüffend ähnlich wirkenden Nachbildungen bringen oft dann Erfolg, wenn andere Köder versagen oder die normalen Köder an Attraktivität verlieren. Frösche sind in vielen Ländern ein ausgezeichneter Köder auf große Raubfische.

    Riesen-Twister:
    Was für Zander und Hecht nicht schlecht ist, sollte auch auf Waller funktionieren. Deshalb wurden große Twister und Gummiköder entwickelt, die auf den Welsfang eingesetzt werden können. Seit einiger Zeit werden diese Gummiköder auch im Salzwasser erfolgreich eingesetzt. Auch Dorsch und Co. haben den Reiz dieser Köder erkannt.

    Pilker und Zocker:
    Pilker sind aus der Meeresfischerei nicht mehr wegzudenken und erfüllen mehrere Eigenschaften. Durch den Bleikörper wird der Köder schnell auf Tiefe gebracht und durch die Form sehen die Pilker wie echte Fische aus. Einige Pilker leuchten sogar im dunklen Wasser und verführen so die Großdorsche. Zocker sind die kleineren Brüder der Pilker und werden oft als Barschköder in der kalten Jahreszeit eingesetzt.

    Streamer:
    Eine Gattung, die noch in den Kinderschuhen steckt und die Fangaussichten noch immer nicht völlig ausgeschöpft werden. Die Streamer sind kleine bis große Fisch-Imitationen aus weichen Fell- und Kunstfasern. Diese Fasern bewegen sich noch besser im Wasser als Twister. Bisher werden diese Köder nur von Fliegenfischern erfolgreich eingesetzt.

    Kunstköder-Tuning:
    Mittlerweile hat jeder Raubfisch-Spezi so seine eigene Art, seine Kunstköder noch fängiger zu machen. Einige binden rote Wollfäden um die Drillinge, einige färben ihre Wobbler in einer entsprechenden Farbe und wieder einige bringen kleine Rasseln in den Twister, die den Raubfisch durch Schallwellen beeindrucken sollen. Sie sehen also, es gibt eine große Vielfalt an Möglichkeiten, seine Köder noch zu optimieren und zu verfeinern. Ein guter Tipp von vielen Raubfisch-Experten ist ein ständiger Wechsel des Köders, wenn die Fische mal nicht so wollen. Durch den Wechsel wird die Möglichkeit gegeben, doch noch den einen oder anderen Raubfisch zu fangen.

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Bonita2000 für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Profi-Petrijünger
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    Streamer: in den Kinderschuhen???Sorry aber einer der Köder die schon seit Jahrhunderten fangen vieleicht nicht bei den Spinnfischern ,jedoch bei den Fliegenfischern! Gruß Pitti
    Angeln macht Frei!

  4. #3
    Petrijünger Avatar von Chingy
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    Da muss ich dir recht geben Pitti

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