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  1. #1
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Achim P.
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    Thumbs up Bolognese ist nicht immer Spaghetti!

    Hallöchen Anglerkollegen,

    Eine zwar nicht ganz neuartige Methode macht seit geraumer Zeit die Friedfischer immer wieder neugieriger. Die Zeit der langen und schweren Ausleger ist vorbei, denn jetzt setzt sich eine italienische Angelart immer mehr durch. Die Rede ist von der Bolognesen-Fischerei...

    Die Ruten dieser nicht mehr ganz neuen Technik erinnern an die langen und beringten Ausleger, die durch ihr Gewicht oft nur im Rutenständer auf den Biß warten konnten. Doch dank der modernen Technik ist die Rutenbauweise dieser Bolognesen-Ruten revolutionär geworden. Leichte und dünne Teleskopblanks mit leichten Ringen und einem Klapprollenhalter sind die unübertroffenen Vorteile diese Rutengeneration. Die Ruten besitzen eine Länge von 5 m - 11 m und sind durch ihr leichtes Gewicht spielend in der Hand zu halten. Dies bringt große Vorteile beim Führen des Köders und Drillen eines Fisches...

    Kleine und leichte Rollen mit Monofilschnur gefüllt, sind für diese Angelart absolut ausreichend. Kleine sensible Posen dienen als Bißanzeiger und ermöglichen eine optimale Führung in der Futterspur. Durch die Länge der Ruten können diese auch wie Stippruten gefischt werden. Der große Vorteil: es können auch sehr große Fische mit Hilfe der Rolle gelandet werden. Also gibt es bei dieser Angelart keine Grenzen...

    Diese Ruten verbinden eine beringte Teleskoprute und eine leichte Stipprute zu einer neuen Rutengeneration. Die Montage einer solchen Angelart ist wie bei den Stippfischern. Sensible Posen, kleine Bleie, dünnes Vorfach und kleine Haken...

    Um erfolgreich zu sein... bedarf es der guten Kenntnis des Gewässergrundes. Kanten, Löcher und kleine Unebenheiten können unseren Erfolg steigern. Eine gute Methode ist das Ausloten mit einem Lotblei. Dieses Lotblei kann über den Gewässergrund gezogen werden und mit Hilfe des Abstandes der Pose zum Wasserspiegel Unebenheiten schnell erkennen...

    Findet ihr solche Unebenheiten oder Kanten, sollten wir hier unseren Futterplatz anlegen. Der Köder kann nun durch die langen Ruten präzise über den Futterplatz geführt werden. Bei Beißpausen hilft leichtes Nachfüttern mit Maden oder kleine Grundfutterballen. Auch das Führen des Köders kann variiert werden. Im Fluss oder in der Strömung, kann ein leichtes Anhalten der Pose bewirken, das unser Köder leicht nach oben gleitet und wieder absinkt, dies animiert die Weißfische wieder zum Anbeißen...

    Viele Meisterfischer sind bereits von der normalen Stipprute (auch Kopfrute genannt) zu der Bolognesen-Rute gewechselt und dies aus gutem Grund. Gerade wo auch größere Fische zu erwarten sind, sind diese Ruten den üblichen Stippruten weit überlegen. Diese Methode ist eine leichte und entspannende Angelart für jeden, der nicht nur viele Fische, sondern auch große Fische fangen möchte...


    Versuchen wir unser Glück und werden merken es geht auch leichter und schneller an den gewünschten Fisch zu kommen...
    In diesem Sinne...

    Viele Petrigrüße
    Achim


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  2. Der folgende Petrijünger sagt danke an Achim P. für diesen nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Hallo Achim,

    haben wir das nicht schon vor Jahren in unserer aktiven Zeit mit den Stippen gemacht? Ich hab noch eine alte Daiwa Monocarbon 680, die hab ich damals mit leichten Ringen und auch mit einem Klapprollenhalter versehen, das macht ungemein Spaß damit zu fischen und in meiner Gegend war die Länge meistens ausreichend. Es gibt heute noch leichtere Ringe und Ruten, aber meine "Mono" würde ich nicht missen wollen, da hab ich auch schon so manchen schönen Karpfen gefangen, dicke Brassen, herrliche Rotaugen und Nasen gut Drillen und landen können.
    Mein Tip für diejenigen die gerne basteln:
    man kan oft für kleines Geld gute "ältere" Stippruten am Flohmarkt und auf Gebrauchtmärkten kaufen, z.B. die Daiwa CevlarCarbon mit Kreuzwicklung, ist steif genug für eine Beringung und die gibt´s oft schon sehr günstig. Nehmt ganz leichte Ringe, ähnlich wie bei der Matchrute, aber mit größerem Durchmesser und ein Kipprollenhalter ist auch nicht teuer und schnell auf das Handteil gewickelt. Die Wicklungen sollten mit 2-Komponenten Lack lackiert werden. Bei der Ringaufteilung muß man die Aktion der Rute beachten, und die Aktionskurfe sollte mit Ringen genauso verlaufen wie ohne. Hierbei ist es hilfreich die Ringe mit Kreppband in der Aktionskurve erst einmal zu befestigen, dann seht ihr auch ob sie an den richtigen Punkten sitzen.
    Nun fehlt Euch nur noch eine kleine Rolle und es kann losgehen.

    Viel Spaß
    stephan

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an Stephan Wolfschaffner für diesen nützlichen Beitrag:


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