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  1. #1
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    Ordnung am und im Gewässer !?

    Hallöchen an alle Angel- und Naturfreunde!

    Viele Angelvereine setzen sich für die Renaturierung von Gewässern ein, Biotope werden erstellt, die Tier- und Pflanzenwelt um die Gewässer werden gepflegt und vieles mehr.

    Und dann gibt es aber auch diese (über)eifrigen Angler - oft Verbandsgrößen, Gewässerwarte oder Vereinsvorstände - die Büsche und Bäume und sonstige Hindernisse am Ufer abholzen lassen (z.B. für den besseren Schwung mit der Fliegenrute), sowie ins Wasser gestürzte Bäume, Schilf- und sonstige Wasserpflanzen entfernen (geringere Hängergefahr) und Uferbereiche kahlmähen, bepflastern oder bekiesen (gegen Stolpergefahr und nasse Socken).

    Aber sind diese überhängenden Büsche, Wasserpflanzen und versunkenen Bäume nicht genau die Dinge die Fische anlocken, ihnen als Laichplätze und zum Schutz dienen und meist die besten natürlichen Futterquellen darstellen?

    Bewirkt unser "Ordnungsfimmel" nicht genau das Gegenteil von dem was wir eigentlich wollen - Natur und viele Fische?

    Wie ist Eure Meinung dazu?
    Schöne Anglergrüße
    Spezi

    *Du wirst keine neuen Meere entdecken, solange du nicht den Mut hast, die Küste aus den Augen zu verlieren.*

  2. #2
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Ordnung

    Ordnung soll herrschen...bitte lieber eine natürliche, keine ausschließlich menschliche.

    Aber...es muss auch hier unterschieden werden: handelt es sich beim Vereinsgewässer um einen See, der mit Nährstoffbelastung eh' Probleme hat (Eutrophierung), kann ein behutsamer Eingriff auch Nutzen bringen. Im Fließgewässer wird erstmal alles Anfallende zur weiteren Verwendung abtransportiert.

    Im genannten Falle 'eutropher See' das Beschneiden (nicht Fällen) überhängender Bäume, Entfernen versunkener Baumstämme oder das Mähen von Schilf.
    Mit den ersten Maßnahmen wird im Ernstfall ein abzubauender organischer Eintrag ins belastete Gewässer verhindert, mit der letzteren ein sinnvoller Nährstoffaustrag aus einem belasteten Gewässer durchgeführt.

    Stehende Gewässer sollten auch von Zeit zu Zeit entkrautet werden....nicht nur für anglerische Zwecke, sondern vor allem im Sinne einer Nährstoffentnahme. Hierfür schlägt der DAV z.B. Fischentnahme vor (um dann wieder nachsetzen lassen zu können...Irrsinn).

    Erster Kandidat für solche Zwecke sind submerse (untergetauchte, nicht verwurzelte) Stengelpflanzen...etwa die nicht-einheimische Kanadische Wasserpest. Gewässerwarte sind gut beraten, die Arbeitsstunden, die auf dem Pflichtzettel eines Vereines anfallen, für die Rechen-Ernte dieser Pflanze einzusetzen....nicht etwa für Uferreinigung.

    Das Kahlmähen, Befestigen oder Bekiesen von Uferstreifen ist dagegen grundheraus abzulehnen...
    Wer die Selbstreinigungskräfte eines stehenden Gewässers einschränkt (inkl. natürlicher Uferbefestigung) darf sich nicht wundern, wenn ihm sein Gewässer eines Tages 'um die Ohren fliegt'. Mit Vorliebe noch unter unnatürlichen Besatzmaßnahmen...

    Zum Ende hin soll nicht unterschlagen bleiben, dass sich ein stehendes Gewässer immer in folgender Entwicklung nach Entstehung befindet (Kurzabriss):
    See--verlandender See mit Schwungrasen--Moor--Land.

    Die Dauer des Prozesses beträgt immer mehr als mehrere menschliche Generationen...eine 'Entscheidung' wird aber jedem von uns heute abverlangt.


    Thomas
    Geändert von Thomsen (12.09.2005 um 16:13 Uhr)

  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an Thomsen für diesen nützlichen Beitrag:


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