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  1. #1
    Einfach nur Angler Avatar von Pablo
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    Untermaßige Fische abschlagen aufgrund derer Verletzung(en)- Wie geht Ihr damit um?

    Hallo,
    da in nem anderen Thread das Thema angesprochen wurde, jedoch nicht die eigentliche Fragestellung des Threadstellers darstellt, nun ein neuer Thread hierzu.

    Wie geht Ihr vor, wenn ein untermaßiger Fisch beißt und durch die Haken etc. zu schwere Verletzungen erleidet? Mir ist dies glücklicherweise erst einmal passiert und in dieser Situation habe ich den Fisch abgeschlagen und ...ZENSIERT... . Ich muss gestehen, dass ich mir nun nicht mehr so sicher bin, ob mein Handeln rechtlich in Ordnung war. Könnte ich bei einem weiteren Fall mit einem Fischereiaufseher Probleme bekommen?


    Es scheint mir plausibel, dass dies der ein oder andere als Ausrede benutzen könnte. Doch muss ich daher wirklich den von mir getöteten Fisch wegschmeißen?
    Geändert von Pablo (26.08.2014 um 21:09 Uhr)

  2. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Pablo für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Du darfst untermaßige Fische nicht verwerten,richtig wäre den Fisch vor Ort zu verbudeln.
    Ist wirklich so.

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an 2911hecht für diesen nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Maestro
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    Zitat Zitat von 2911hecht Beitrag anzeigen
    Du darfst untermaßige Fische nicht verwerten,richtig wäre den Fisch vor Ort zu verbudeln.
    Ist wirklich so.

    Ja das ist vollkommen korrekt.Der untermaßige Fisch muss abgeschlagen und vergraben werden, wenn die Verletzungen zu stark sind.
    Wer Fische nicht verwerten kann, sollte sie lieber zurücksetzen. Aber: Wer nur angeln geht um Fische zu schonen, der sollte mal über ein anderes Hobby nachdenken!

  6. Der folgende Petrijünger sagt danke an Maestro für diesen nützlichen Beitrag:


  7. #4
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Ich setze oder werfe, wenn tot, alles zurück ins Wasser. In der Natur kommt nix um. Überlebt der Fisch und das lange, ist alles gut. Das weiß ich aber vorher nicht. Ist er tot holen ihn sich die Aasfresser. Lebt er noch und ein Räuber holt ihn, auch gut.
    Einen Text nicht verstanden? Klick :-)

    R.I.P. Guido

  8. Der folgende Petrijünger sagt danke an Fuerstenwalder für diesen nützlichen Beitrag:


  9. #5
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Maestro
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    Zitat Zitat von Fuerstenwalder Beitrag anzeigen
    Ich setze oder werfe, wenn tot, alles zurück ins Wasser. In der Natur kommt nix um. Überlebt der Fisch und das lange, ist alles gut. Das weiß ich aber vorher nicht. Ist er tot holen ihn sich die Aasfresser. Lebt er noch und ein Räuber holt ihn, auch gut.

    Bei uns in NRW zb ist es gesetzliche Bestimmung, den Fisch vergraben zu müssen.

    Ich denke das wird in jedem Bundesland anders geregelt sein.
    Wer Fische nicht verwerten kann, sollte sie lieber zurücksetzen. Aber: Wer nur angeln geht um Fische zu schonen, der sollte mal über ein anderes Hobby nachdenken!

  10. Der folgende Petrijünger sagt danke an Maestro für diesen nützlichen Beitrag:


  11. #6
    zeefix
    Gastangler
    Hallo Pablo, bei uns ist es oft so, dass der verletzte, aBgeschlagene Fisch dem Fischereiaufseher gezeigt werden muss. Haken usw müssen im Fisch bleiben. Danach kannst du eigentlich selber entscheiden was du damit machen möchtest. Hauptsache vorher gemeldet.

    Es kann aber auch sauber in die Hose gehen. An dem See wo wir das Treffen hatten, war letztes Jahr ein junger Herr, der sehr viele Zander um die 30 abschlagen "musste". Danach wurde das mal beobachtet und es kam raus, dass er einfach alle abgeschlagen hat, egal ob verletzt oder nicht....Fazit : Sperre auf Lebenszeit!!

    Ich persönlich gehe immer zum Fischereiaufseher und lass mir den "Fang" bestätigen. Danach bist du aus dem Schneider.

    Viele Grüße
    Geändert von zeefix (27.08.2014 um 08:11 Uhr)

  12. #7
    Super-Profi-Petrijünger
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    In Sachsen muss der augenscheinlich nicht überlebensfähige untermaßige Fisch getötet und dem Gewässer wieder zugeführt werden.

  13. #8
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Zitat Zitat von Fuerstenwalder Beitrag anzeigen
    Ich setze oder werfe, wenn tot, alles zurück ins Wasser. In der Natur kommt nix um. Überlebt der Fisch und das lange, ist alles gut. Das weiß ich aber vorher nicht. Ist er tot holen ihn sich die Aasfresser. Lebt er noch und ein Räuber holt ihn, auch gut.
    §3 der Landesfischereiverordnung Brandenburg läßt die Option offen. Die Schnur sollte in Höhe der Kopfspitze abgetrennt werden und der (verletzte)Fisch zurückgesetzt werden. Hier geht man aber von einem noch lebenden untermaßigen Fisch aus.

    Ich gehe da mit der Meinung von Fürstenwalder konform. Ein Vergraben mag ja in einzelnen Bundesländern vorgeschrieben sein, finde ich aber persönlich unsinnig.

    Einen Fischereiaufseher (dem man dies beweisen kann) an einem Vereinssee zu finden mag ja möglich sein, aber sicher nicht, wenn jemand z.B. an großen Flüssen oder Seen angelt.

    Gruß und Petri!
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
    Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
    (Immanuel Kant)


  14. #9
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von dermichl
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    Zitat Zitat von zeefix Beitrag anzeigen
    Hallo Pablo, bei uns ist es oft so, dass der verletzte, angeschlagene Fisch dem Fischereiaufseher gezeigt werden muss. Haken usw müssen im Fisch bleiben. Danach kannst du eigentlich selber entscheiden was du damit machen möchtest. Hauptsache vorher gemeldet.

    Es kann aber auch sauber in die Hose gehen. An dem See wo wir das Treffen hatten, war letztes Jahr ein junger Herr, der sehr viele Zander um die 30 abschlagen "musste". Danach wurde das mal beobachtet und es kam raus, dass er einfach alle abgeschlagen hat, egal ob verletzt oder nicht....Fazit : Sperre auf Lebenszeit!!

    Ich persönlich gehe immer zum Fischereiaufseher und lass mir den "Fang" bestätigen. Danach bist du aus dem Schneider.

    Viele Grüße
    sorry,aber selten son mist gelesen

  15. #10
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    Hallo Leute, seit doch so nett und schreibt dazu in welchem Bundesland ihr angelt!
    Die meisten schreiben immer ihre Vorschriften als wären die allgemeingültig. Grad wenn sich jemand meldet und schon Unsicherheit bzgl der Regeln zeigt, ist das oft blöd, weil es verwirrt.

    Tatsächlich regeln die BL sehr unterschiedlich, ich glaub überwiegend gilt die Regel nicht mitnehmen zu dürfen, aber das Prozedere ist da auch sehr unterschiedlich, z.B. eben ob zurück ins Wasser oder eben vergraben.

    Die Regelung der Mitnahme finde ich auch nicht gut, ich mein nem untermaßigen Zander mal schnell ein altes Vorfach durch die Kiemen ziehen oder in der Speiseröhre zu versenken ist ne leichte Übung und animiert meiner Meinung nach nur zu Fehlverhalten. Siehe zeefix seine Beobachtung.

    Beachten sollte man zudem das Fische in jedem Fall fachgerecht zu töten! Außerdem sollte man danach den Haken entfernen, egal wie tief er sitzt, sonst hat den das nächste Tier im Magen! (auch beim vergraben)

    Ich werfe, auch weil ich in Berlin muss, alles zurück was stark verletzt ist. Kommt leider hin und wieder vor, da ich in Berlin auf einem Abschnitt auf Barsch fische, wo ein Schonmaß von 15cm besteht, die kleinen aber eben trotzdem teilweise auf die Köder Hämmern als gäbe es kein morgen. Das letzte mal kam sofort eine Krähe angeflogen und fischte sich den Fisch von der Wasseroberfläche gleich wieder runter. Soviel also zur prompten Verwertung. Oder es hockt mal wieder der Fischreiher in der Nähe, die Exemplare in der Innenstadt nehmen auch gerne mal ne Spende :D

    @pablo: du solltest dich auf alle Fälle schlau machen, was bei dir gilt. Wenn man erwischt wird und den Kontrolleur nicht grad schon kennt, zieht sicher keine Ausrede und später sieht man Verletzungen ja auch nicht mehr, sprich glaubt einem sicher keiner.
    Geändert von Blubberbarsch (26.08.2014 um 19:50 Uhr)

  16. #11
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Zitat Zitat von Blubberbarsch Beitrag anzeigen
    Außerdem sollte man danach den Haken entfernen, egal wie tief er sitzt, sonst hat den das nächste Tier im Magen!
    Die seriöse Wissenschaft ist sich heute einig, dass dieses Problem bei Fischen nicht besteht. Der Fisch ist in der Lage haken zu zersetzen. Und bevor jetzt einer ankommt mit dem Drilling quer im Maul.. ich rede von kleinen Haken, die nur mit Aufwand zu entfernen sind.
    Einen Text nicht verstanden? Klick :-)

    R.I.P. Guido

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  18. #12
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    @ dermichl,

    Das ist kein Mist, das ist die bayrische Regelung.

    Soweit mir bekannt, ist Bayern das einzige Bundesland, welches die Mitnahme verletzter, untermaßiger Fische erlaubt.

    Das kann man nachlesen in den Durchführungsbestimmungen zum bayrischen Fischereigesetz. Diese Durchführungsbestimmungen geben vor, wie die Behörden das LFischG und die LFischVO auszulegen haben.
    Ob die bayrische Regelung aber rechtens ist halte ich zumindest für fraglich.

    Ich darf nur Fische entnehmen, die der Erlaubnisschein mir gestattet.
    Bei einem Schonmaß für Hecht von 60 cm, darf ich mir keinen Hecht unter 60 cm aneignen. Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen verletzt und nicht verletzt. Für die Entnahme eines verletzen Hechtes von 50 cm habe ich nicht die Genehmigung des Inhabers des Fischereirechtes. Tue ich es trotzdem, ist das eine Fischwilderei nach § 294 StGB.

    Jeder Autofahrer weiß, was ihm blüht, wenn er die überfahrene Wildsau in seinen Kofferraum packt. Der Jagdberechtigte wird sich die Sau sehr schnell wieder holen, und Anzeige wegen Wilderns erstatten.

    Das StGB ist ein Bundesgesetz, wie Bayern dieses Gesetz mit einer internen Anleitung aushebeln will ist mir unklar. Hier entscheidet eine Behörde ja über das Eigentum des Rechteinhabers.
    Mit dem Eigentum und den Rechten anderer kann mal leicht freigiebig sein.

    Das ist in etwa so, als wenn ich mit meinem Auto eine Zapfsäule umfahre und der Staat gestattet mir, das ausgelaufen Benzin mitzunehmen.

    Das wird den Tankwart sicher nicht freuen.

  19. #13
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Du darfst untermaßige Fische nicht verwerten,richtig wäre den Fisch vor Ort zu verbudeln.
    Ist wirklich so.
    Abhängig vom Bundesland, gilt in Bayern was anderes, wie zeefix schon zitiert hat.

    Der abgeschlagene untermaßige Fisch(egal welcher) darf nicht vom Haken gelöst werden, sondern muß so bei Kontrolle vorgezeigt werden können, ebenso ist dieser im Fangbuch oder der Fangliste einzutragen, wird also zudem dem zulässigem Tageslimit an Fischen zugerechnet, weshalb mir keine Fällke von Vorsatz bekannt sind.

    Eine andere Regelung , die ich noch kenne, ist, daß man das Vorfach am Maulbereich abschneidet und den Fisch wieder zurücksetzt, was bei manchen ja noch was bringen kann, viele dürften wahrscheinlich verludern.

    Was da sinnvoller ist, da scheiden sich die Geister, ein vermehrtes Auftreten von einer Entnahme untermaßigen Fischen gibt es trotz oben genannter Regelung in Bayern nicht, zumindest nicht dort, wo ich angeln gehe.

    Das Problem mit verangelten untermaßigen Fischen gabs bei mir bisher kaum.

    Wie dies allerdings in Baden-Württemberg gesetzlich geregelt ist, müßte ich auch erst im Gesetzestext nachlesen.
    Geändert von Jack the Knife (26.08.2014 um 21:38 Uhr)
    mfg Jack the Knife

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.

    Henry Ford, amerikanischer Industrieller

    Pessimisten sind Optimisten mit negativer Erfahrung !

  20. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Jack the Knife für den nützlichen Beitrag:


  21. #14
    zeefix
    Gastangler
    Zitat Zitat von dermichl Beitrag anzeigen
    sorry,aber selten son mist gelesen

    Du lehnst dich aber weit aus dem Fenster....

    Da sag ich einfach mal...wenn man keine Ahnung hat, einfach mal still sein!!

    Ich kann nur für die Gewässer im Allgäu sprechen, die ich beangel und das kann ich nicht auf ganz Bayern beziehen, aber ein untermaßiger, abgeschlagener Fisch, muss auch auf die Fangmeldung und zählt als gefangener Fisch.

    Wir können auch ein aussagekräftiges Foto per Handy (was nun fast jeder hat) machen und damit belegen, dass der Fisch mitgenommen werden musste.
    Vergraben o.ä. finde ich bei "nur" untermaßigen Fischen nicht gut, bei kranken Fischen ist das ja sinnvoll, aber darüber lässt sich streiten...


    @ Blubberbarsch: War nicht meine Beobachtung, sondern die der Aufseher die das mal mit dem Fernglas beobachtet haben.

    @ Jack: Ich war zu spät, hast schon alles geschrieben

  22. #15
    Friedfischjäger
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    Hallo !

    §9 Absatz 1 und 2 der Berliner Fischreiverordnung besagt ebendfalls :

    (1) Untermaßige Fische oder während der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich schonend in das Fanggewässer
    zurückzusetzen.
    (2) Fische im Sinne des Absatzes 1, die nicht überlebensfähig sind, sind sofort zu töten und in das Fanggewässer zurückzusetzen.
    Deren Mitsichführen oder Verwertung ist unzulässig.


    MfG

  23. Der folgende Petrijünger sagt danke an jimminy32 für diesen nützlichen Beitrag:


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